Auch Eds Privatleben kam nicht zu kurz. Auf dem Sozius seines Fahrrades jonglierte er sein Mädchen wie ein Zirkusartist. Lottes feste Brüste bohrten sich wie glühende Kohlen in seine Schulterblätter. Manchmal flackert es ihm vor den Augen, wenn sie ihn zu heftig umschlang. Alle Mühe verlangte es ihm ab, den geraden Kurs auf der Straße und auch sonst zu halten.
Des Nachts überrumpelte ihn dann bisweilen die Natur. Morgens fanden sich feuchte Flecken am Lacken, die er verstohlen zudeckte. Lottes Mutter hatte seinen Handschlag für die Jungfräulichkeit ihrer Tochter gefordert. Ein hartes Los. Schweißausbrüche wechselten mit Schüttelfrost.
Ende September. Das alljährliche Campinglager. Wettkämpfe und Spiele. Auch Mädchengruppen waren gekommen. Knackige Pos, lange Beinen, straffe Brüste. Lotte war zu Hause geblieben. Eine Tatsache, die einige Verwirrung in Eduards strammes Innenleben brachte.
Dieses vollbusige, dunkelhaarige Meiken . Traumfigur, schlanke Hüften, drahtige Fesseln. Ed war verzückt. Das lange wellige Haar zu einem raffinierten Knoten hochgesteckt. Hautenges Trikot. Ihre Blicke kreuzten sich immer wieder. Ed drohte in den tannengrünen Bergseen zu ertrinken. Lotte war aus seinen Gedanken geschwappt. Der Sexteufel trieb sein infernalisches Spiel.
Freiwillig übernahm er die Nachtwache. Sicherheitshalber bewaffnet, nebst Taschenlampe und Trillerpfeife auch mit einer Decke, die er verstohlen aus dem Zelt schmuggelte. Wüste Hirngespinste schwirrten durch seinen liebeshungrigen Schädel. Langsam schlich er auf das nahe gelegene Wäldchen zu, und hoffte. Hielt abwechselnd den Atem an, lauschte, und hoffte weiter.
Da stand sie. Lässig an einen Baumstamm gelehnt. Fast nackt. Das eine Bein angezogen. Der Vollmond warf riesenhafte Schatten. Die Luft flimmerte. Die Geräusche um ihn verflochten sich mit dem Tosen seines Blutes. Sein Körper lechzte nach Zärtlichkeit. Ein Lächeln auf ihrem zuckenden Mund. Mit der Zunge befeuchtete sie sinnlich ihre Lippen.
Das Mondlicht spielt ihm einen Streich, umspielte ihr schimmerndes Haar, liebkoste ihre quellenden Brüste, floss über ihre glatte Haut. Wie verzaubert hafteten seine Blicke an ihrer Scham. Ein Schritt noch. Er schmiegte sich an ihre gespreizten Schenkel, rieb seinen Körper an ihren steifen Brustwarzen. Wahnsinnig vor Lust und Begierde presste er sich an sie. Eine unbekannte Leidenschaft. Volle Rundungen drängten ihm entgegen. Zwei Körper verschmolzen in pulsierender, sündhafter Disharmonie schriller Akkorde. Das lüsterne Herz erfüllt von sinnlicher Gier, noch nie gefühlt, noch nie erlebt.
Odysseus. Sirenenklänge, Sphärengesänge. Er ließ sich treiben, fort, weit fort. Zwei Körper vereinten sich, lösten sich, um im nächsten Augenblick erneut in Lust zusammenzufließen. Ein gigantischer Schlussakkord, ein spitzer Aufschrei. Die erhitzten Leiber fielen auseinander, hechelnd, ausgepumpt, triumphierend.
Ein Lächeln. Ein flüchtiger Kuss. Ein mechanisches über die wirren Haare Streifen. Jeder ging seinen Weg zurück ins Lager. Sie hatten kein Wort mit einander gesprochen. Eduard fühlte sich als Mann.
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