Jan Pelzer - Indiskretionen

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Der 50jährige Fürst von Frost und Zeul ist nach einem ausschweifenden Leben schwer herzkrank. Es gibt für ihn kaum Hoffnung seine Krankheit und seinen finanziellen Ruin zu überstehen. Eine engagierte Psychotherapeutin versucht ihm zu helfen und ihm einen neuen, solideren Lebenswandel nahe zu legen. Ein Aufenthalt in einem Kloster und die Liebe zu einer jungen Frau haben Einfluss auf eine Besserung seiner Gesundheit. Leider holen ihn seine Vergangenheit in Gestalt eines unehelichen Sohnes und einer verflossenen Geliebten wieder ein und erschweren die weitere Normalisierung seiner Verhältnisse.

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Meine Mutter, die sich anscheinend für meine Missratenheit verantwortlich fühlte, sagte zu allem, was mein Vater mir vorwarf, ‚ja’ und ‚Ochott, Ochott’, und dass sie doch schon so streng mit mir sei und mich mehrmals im obersten Zimmer des Schlossturms eingesperrt habe, wo mir die angesammelten Lumpen der ausgemusterten Kleider und die Anwesenheit von Ratten und Mäusen solch einen Horror eingeflößt hätten, dass ich gedroht hätte, mich aus dem Fenster des Turmzimmers in die Tiefe zu stürzen. Mein Vater reagierte hierauf mit einem bagatellisierenden ‚papperlapapp, das sind nur leere Drohungen. Das wird er nie riskieren’.

Meine Mutter ermutigte diese Bemerkung zu der erneuten Planung dieser Maßnahme bei nächster Gelegenheit mit erschwerten Bedingungen – nämlich einer Ausweitung meines projektierten Aufenthaltes im Turmzimmer auch in der Nacht und einer ausschließlichen Verköstigung mit Wasser und Brot, um mir meine Aufsässigkeit ein für alle Male auszutreiben. Im Übrigen sei er doch der Vater und in erster Linie für meine Bestrafung bei Ungehorsam und nichtsnutzigem Benehmen zuständig. Eine ordentliche Tracht Prügel könne wahrscheinlich eher ein Wunder bewirken als ein Monate langer Aufenthalt im Turm bei Wasser und Brot.

Hierauf antwortete mein Vater, dass sich die Nutzlosigkeit der Prügelstrafe bei seinen häufigen körperlichen Züchtigungen, die er mir habe zukommen lassen, als unabänderlich herausgestellt habe, da die Prügel von meiner Geburt an bis heute nicht den geringsten Erfolg gehabt hätten und sich mittlerweile eher zu einer körperlichen Verletzung seiner Person auswirkten, als zu derjenigen des ungebärdigen Knaben. Der Knabe verstehe es mittlerweile, seine, des Vaters, zuschlagende Hand so schmerzvoll auf seinen Knochen landen zu lassen, dass er ihm diese Erziehungsarbeit völlig verleidet habe. Letztendlich rege er sich bei diesen Aktionen mehr auf, als es seiner Gesundheit zuträglich sei, und er sei es satt, wenn der Knabe keine Lehre von ihm annehme, sich noch einen Deut persönlich für das Gedeihen dieses widerspenstigen Satans einzusetzen. Es sei für ihn, für sie beide die beste Lösung, diesen ungeratenen Tunichtgut so schnell wie möglich in ein Internat zu stecken.

Meine Mutter pflichtete ihm vollmundig bei und sagte, sie sei ebenso enttäuscht wie er von meiner Widerspenstigkeit, meinem Trotz, meiner Frechheit und meinen Tobsuchtsanfällen. Sie habe sich ein Kind gewünscht, das zärtlich, anschmiegsam und lieb sei, so wie ein niedliches Püppchen, aber nicht so einen durchtriebenen Aufrührer, der ihren Zärtlichkeiten mit Abscheu und Widerwillen begegne. Ohnehin sei ihr ein Mädchen viel lieber gewesen als ein Junge – von einem Wunschkind könne hier keine Rede sein.

Da habe sie völlig Recht, bestätigte sie mein Vater, auch er sei enttäuscht, dass das Kind so wenig Anhänglichkeit zeige und es vorziehe, mit Hunden und Pferden umzugehen als mit seinen eigenen Eltern. Es gelte, die zwei oder drei Jahre bis zu seinem Ausscheiden aus ihrem Haushalt noch einigermaßen ohne Komplikationen zu überstehen. Bis zu seinem Eintritt in ein Internat müssten aber sie, Mutter und Vater, wie Pech und Schwefel zusammenhalten, müssten sich alle Ansinnen des Knaben mitteilen und nur in Übereinstimmung miteinander auf die Herausforderungen des Bengels antworten. Es sei allerhöchstes Gebot, sich nicht von dem Spitzbuben auseinanderdividieren zu lassen und seine Tricks und Winkelzüge gemeinsam rechtzeitig zu durchkreuzen. Darauf schworen sie sich, gegen mich zusammenzuhalten, koste es was es wolle, und fielen – ihrem lauthalsigen Schnarchen nach zu urteilen – fast gleichzeitig in einen ingrimmigen Schlaf.“

An diesem Punkt meiner Erinnerung spürte ich eine sanfte Berührung auf meiner Stirn. Ich schlug die Augen auf und sah die weiße Hand von Frau Dr. Schayani, mit der sie mitfühlend meine heiße Stirn streichelte. Und ich sah die weiche rosige Herrlichkeit ihres über mir wogenden Busens. „Armer Junge“, sagte sie. „Die Erinnerungen regen dich auf, aber wir müssen da durch.“ Und sie animierte ihre zwei Katzen, sich auf meinen Bauch und meine Brust zu legen und mir Wärme und schnurrende Beruhigung zu spenden.

„Jetzt verstehe ich Ihre legendäre Zuneigung zu Pferden und Hunden. Die Tiere mussten Ihnen die Wärme und Liebe geben, die Ihre Eltern Ihnen vorenthalten haben; aber ich muss mich noch mit meinen Kommentaren und Fragen zurückhalten, damit Sie Ihre Erinnerungen weiter verfolgen können. Ich bitte Sie nur, sich nicht zu heftig bei diesen Erinnerungen aufzuregen, weil das nicht gut für Ihr Herz sein könnte. Bedenken Sie, dass diese Geschehnisse alle weit zurückliegen und uns heute nicht mehr betreffen können. Außerdem sind Sie durch die Zärtlichkeit der Katzen emotional geborgen, und keine menschliche Gefühllosigkeit oder Unreife aus vergangenen Tagen kann Ihnen jetzt noch schaden. Schließen Sie wieder die Augen und fahren Sie mit Ihrem Bericht fort!“

Ich gehorchte tatsächlich und konnte mich – sichtlich beruhigt – ohne Einwand gegen die schnurrenden Katzen auf meinem Körper weiter meinen Erinnerungen stellen. „Keine körperlichen Schmerzen - und ich habe mehrere schwere Verletzungen gehabt - haben mir in meinem ganzen Leben so wehgetan, wie diese vielleicht sogar in Alkoholseligkeit etwas flapsig daher gesprochenen Worte Ich, der ich mir mit meinem auffälligen Verhalten doch nur die Aufmerksamkeit und Zuwendung meiner Eltern ertrotzen wollte, musste erkennen, dass ich von beiden Eltern nicht angenommen, nicht geliebt, ja sogar verleugnet wurde – und sie eigentlich nur darauf warteten, mich wie eine lästige Fliege wegzuschieben, ins Internat zu schicken.

Das zweite Gefühl, das ich bei diesem Gespräch empfand, war das einer totalen Verlassenheit, Einsamkeit und Hilflosigkeit, einer abgrundtiefen Ohnmacht gegenüber der übermächtigen Welt da draußen und der gnadenlos und fremd mir bevorstehenden Zukunft, der ich jetzt ganz allein gegenüberstand. Seit dieser Nacht hatte ich einen Pakt mit dem Tod, mit Freund Hein, der mir erträglicher schien, als mein Leben in Gesellschaft dieser, ja, spreche ich es aus, von mir so empfundenen und gefürchteten, feindseligen ‚Ratten’.

Meine Mutter nahm in der Folgezeit auch die erste Gelegenheit wahr, um mich, ihrem Vorsatz entsprechend, bei Wasser und Brot in das Turmzimmer zu sperren und mir anzudrohen, mich so lange Tag und Nacht dort drin zu lassen, bis ich mich für mein ‚renitentes Verhalten’ entschuldigt und versprochen hätte, ‚so etwas’ nie wieder zu tun.

Ich hatte nämlich mit dem Fuhrwerk, mit dem unser Pferdeknecht die Milch in die Molkerei brachte, gespielt und experimentell die Bremsen gelöst, wodurch sich dieses, das auf einem abschüssigen Weg stand , in Bewegung setzte, in immer schnellere Fahrt geriet und unseren hölzernen Gartenpavillon, den Stolz meiner Mutter, mit voller Wucht traf und in Trümmer legte.

Ich selber konnte nur mit knapper Not vor dem Zusammenstoß von der Kutscherbank springen und damit eine größere Verletzung vermeiden, schlug mir aber dennoch beide Knie auf, was mir sehr weh tat, und humpelte zu unserer Scheune, um mich im Heu zu verstecken.

Die Blutspur verriet natürlich mein Versteck und meine Mutter und mein Vater erschienen, mit Kochlöffel und Rohrstock bewaffnet, um mich für diese absichtliche ‚Schandtat’, wie sie einhellig behaupteten, hart zu bestrafen. Ich bekam denn auch einige Hiebe von meiner Mutter mit dem Kochlöffel, als sie mich im Heu aufgestöbert hatten, und nur dem Hinzukommen unseres alten Pferdeknechts, der alle Schuld auf sich nahm, weil er die Bremse nicht gesichert habe, ist es zu verdanken, dass mein Vater nicht seinen Rohrstock auf meinem Rücken zerschmetterte.

Für sie blieb ich natürlich, trotz der Aussage des Pferdeknechts, der Hauptschuldige an diesem Ereignis, und meine Flucht in das Heuversteck beweise ganz deutlich, dass ich ein schlechtes Gewissen nach der Tat gehabt hätte, denn, so folgerten sie messerscharf, wenn ich mich unschuldig gefühlt hätte, wäre ich nicht geflohen und hätte mich nicht versteckt.

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