Jan Pelzer - Indiskretionen

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Der 50jährige Fürst von Frost und Zeul ist nach einem ausschweifenden Leben schwer herzkrank. Es gibt für ihn kaum Hoffnung seine Krankheit und seinen finanziellen Ruin zu überstehen. Eine engagierte Psychotherapeutin versucht ihm zu helfen und ihm einen neuen, solideren Lebenswandel nahe zu legen. Ein Aufenthalt in einem Kloster und die Liebe zu einer jungen Frau haben Einfluss auf eine Besserung seiner Gesundheit. Leider holen ihn seine Vergangenheit in Gestalt eines unehelichen Sohnes und einer verflossenen Geliebten wieder ein und erschweren die weitere Normalisierung seiner Verhältnisse.

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Mein Arzt gab mir sein Bedauern zu dieser Sachlage bekannt und meinte, dass meine diesbezüglichen Körperteile eigentlich noch ganz funktionsfähig seien und dass bei einer soliden Lebensführung auch die rudimentären Vaterpflichten noch von mir geleistet werden könnten.

Aber welche standesgemäße, gescheite, gesunde junge Frau will sich mir alten, verbrauchten, kurzatmigen, schwabbeligen und bei den sexuellen Turnübungen schweißtriefenden „Säckel“ für ein solches Projekt noch zur Verfügung stellen? Ich fände es auch von mir heuchlerisch und unanständig, wenn ich sie ohne Liebe heiraten würde. Denn Liebe ist – wie gesagt – für mich nur eine Illusion. Und auch mein Besitz, mit dem sich vielleicht manche junge Frau als baldige Erbin trösten könnte, ist, unter uns gesagt, abgewirtschaftet, nicht mehr viel wert.

Das kann ich aber nur diesem geheimen Tagebuch anvertrauen, denn in der Öffentlichkeit gelte ich immer noch als einer der reichsten Männer Deutschlands. Ich empfände es als Betrug, wenn sich eine junge Frau nach meinem Ableben mit meinen Gläubigern und unfähigen Verwaltern herumschlagen müsste.

Hubertus, mein alter treuer Leibdiener, hat in diesem Punkt eine andere Meinung. Er meint, eine Ehe mit einer frischen, tatkräftigen jungen Frau könne vielleicht doch das Wunder bewirken, das sowohl meine lädierte Person als auch mein heruntergekommener Besitz so nötig hätten.

Und ich bin so schwach – im Widerspruch zu meinen eigenen Überzeugungen – ihm Recht zu geben. Ich will an ein Wunder glauben. Dieser Glaube an ein machbares Wunder hat sich in meinem Gehirn, dem Gehirn eines „ungläubigen Thomas“ wie ein gutartiger Tumor eingenistet und weicht keine Sekunde mehr aus meinem Bewusstsein. Mein Gott, ich werde in diesem Jahr fünfzig Jahre alt und habe mein Pulver verschossen. Ich muss die Tatsache endlich akzeptieren: Ich habe meine Zukunft hinter mir.

Die Vergangenheit holt mich ein. Da erscheinen die erloschenen Flammen oder verblühten Rosen meiner Sturm- und Drangjahre nicht nur als verklärte Erinnerungen vor meinem geistigen Auge, sondern als abgehalfterte Karikaturen ihrer einstigen Attraktivität in meiner ebenso verkümmerten Gegenwärtigkeit.

Sie spüren, dass es mit mir zu Ende geht und wollen Abschied nehmen oder mir in meinem Leiden beistehen. Aber was vorbei ist, ist vorbei und mir sind diese Begegnungen, obwohl ich es mir nicht anmerken lasse, mehr als peinlich. Immerhin zeigen sie, dass ich diesen Menschen doch etwas bedeutet habe, ja, dass sie mir immer noch Sympathie entgegenbringen, mich, wie einige versichern, immer noch lieben und bereit seien, auch mein Unglück mit mir zu teilen – so wie sie so frei gewesen seien, mein Glück mit mir geteilt zu haben. Anscheinend haben sie mich doch nicht als den bis ins Mark verdorbenen Bösen empfunden, zu dem mich unsere Skandalmedien seit Jahren abstempeln.

Kindheits- und Jugendstreiche des Fürsten

Ich schwanke zwischen Zynismus, einem „Weiter so wie bisher!“ und dem Wunsch nach Änderung, nach Bekehrung. Aus dem Saulus will ein Paulus werden. Teilte ich das meinen diversen Freunden und Kumpanen mit – sie kämen aus dem Lachen nicht mehr heraus. So spiele ich für sie weiter den Lebemann. Aber ich versuche, es nicht mehr zu übertreiben. Ein neuer Begriff ist in mein Bewusstsein gedrungen: Maß halten. Aber es fällt mir noch verdammt schwer, das richtige Maß zu finden.

Ich bräuchte wirklich Hilfe. Eine Hilfe, die mich begleitete und mich darauf aufmerksam machte, dass ich das Maß verliere. Eine Hilfe, die mit so viel Autorität ausgestattet wäre, dass ich auf ihre Ratschläge hörte. Eine Hilfe, die so viel Lebenskompetenz hätte, dass sie mich unmerklich zu einem maßvollen Leben bewegen könnte. Eine Hilfe, der ich mich anvertrauen, unterordnen könnte, ohne meine Selbstachtung zu verlieren. Ein Mensch, der mir das Gefühl der Geborgenheit geben könnte, ja verdammt noch mal, ein Mensch, der mich echt liebte und mich in meiner mir verbleibenden Zeit dauernd betreute, für mich sorgte und mich in meiner Schwäche und Unsicherheit mit Maß und Vernunft auf einen soliden Kurs brächte.

Ich schaffe es nicht, mich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Das ist für mich eine bittere Einsicht. Ich bin es ein Leben lang gewohnt gewesen, meine Angelegenheiten selber in die Hand zu nehmen. Ich hatte keine fürsorgliche Mutter oder einen solidarischen Vater, die mich an die Hand genommen hätten und mich ins Leben eingeführt hätten.

Meine Mutter war noch ein Kind von 16 Jahren, als sie mich gebar. Mein Vater war vierzig Jahre älter und hatte das Mädchen nur geheiratet, weil es eine gute Mitgift mitbrachte: einen riesigen Waldbesitz, eine Brauerei, eine Bank und zwei Schlösser mit großen umliegenden Ländereien.

Der Vater meiner Mutter hatte diese Mitgift, die nach seinem Tod meiner Mutter und nach ihrem Tod ihren Kindern zufallen sollte, in einem Ehevertrag mit meinem Vater ausgehandelt. Er starb bald nach der Heirat meiner Eltern, und da er Witwer gewesen war, so erbte meine Mutter den ganzen „Rotz“. Sie verstand sich aber nicht mit meinem Vater und setzte ihm einen Verwalter vor die Nase, so dass mein Vater nur indirekt durch Bitten gegenüber meiner Mutter einige finanzielle Zuwendungen aus diesem Vermögen ergattern konnte.

Das bewegte ihn dennoch nicht, auf einige Seitensprünge zu verzichten, und so lebten sich die Ehegatten mehr und mehr auseinander, bis meine Mutter die Scheidung einreichte und mit ihrer nunmehr erwachseneren Menschlichkeit und den Erträgnissen ihrer Güter einen jüngeren französischen Adeligen beglückte und meinen früh vergreisten Vater und mich allein ließ.

Mich tangierte die ganze Geschichte wenig, denn ich war bereits mit 10 Jahren in ein Internat gekommen und fand dort bald als sexuell frühreifer Bengel, also mit dreizehn Jahren, eine willige Cousine im gleichen Alter und im gleichen Internat, mit der ich die Erfüllung aller emotionalen Bedürfnisse, die mir bisher vorenthalten worden war, nachholte.

Zudem erlaubte ich mir in dem Bewusstsein, der nächste Besitzer der Güter meiner Mutter und meines Vaters zu sein, jeden Luxus und ließ meine Eltern, die bald mehr Besuche von Gläubigern als von ihren adeligen Freunden hatten, meine Schulden bezahlen.

Ich hielt mir in den Stallungen des Internats, das in einem alten Schloss untergebracht war, vier Pferde und zwei Hunde. Dazu hatte ich mir eine alte Kutsche gekauft und fuhr des Sonntags mit meinen Kameraden vierspännig zu Ausflügen in die Umgebung der idyllischen Kreisstadt, in der das Internat lag. Wir kehrten dann gewöhnlich in einem schön gelegenen Ausflugslokal ein und ich hielt meine Gesellschaft frei. Das machte mich natürlich sehr beliebt bei meinen Mitschülern und Mitschülerinnen. Und alle buhlten um meine Freundschaft, um wenigstens einmal an einer solchen sonntäglichen Kutschfahrt teilnehmen zu dürfen.

Um möglichst viele Freunde und Freundinnen mitnehmen zu können, kaufte ich mir bald noch eine zweite Kutsche, und wir fuhren dann mit zwei Kutschen zweispännig aufs Land. Als auch zwei Kutschen den Ansturm der Interessenten nicht mehr bewältigen konnten, kam ich auf die Idee, das Prinzip des Kettenantriebes auf vierrädrige Fahrzeuge anzuwenden, und gab bei einem findigen Schlosser der Kreisstadt ein lang gezogenes Doppelfahrrad, das also auf vier Rädern fußte, mit 10 Plätzen, Lenkern und Tretwerken in Auftrag, damit zehn weitere Mitschüler mitfahren konnten. Als auch das nicht genügte, musste noch ein Doppelrad für 12 Personen gebaut werden, womit dann allerdings die Kapazität dieser Konstruktion erschöpft war.

Durch diese von menschlicher Muskelkraft getriebenen Fahrzeuge kam noch eine sportliche Note in unsere sonntäglichen Ausflüge, denn jedes Gefährt, ob Kutsche, ob Wagenfahrrad wollte natürlich an der Spitze unserer fröhlichen Karawane fahren, und so gab es allerhand Wettfahrten, mutige Überholmanöver und fetzige Siegerehrungen für dasjenige Gefährt, das als erstes am Zielort unserer Lustbarkeiten angekommen war.

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