»Nein, aber der Name kommt mir irgendwie bekannt vor.«
»Kennst du ihn vielleicht von früher?«, fragte mich Hellen.
»Ich bin mir nicht sicher. Mit wem ist er verheiratet?«, fragte ich bei Carmen nach.
»Er ist mit einer hochnäsigen Person verheiratet«, sagte Carmen. »Sie heißt Carla. Aber sie ist nicht die Mutter von Ramón. Er stammte aus der ersten Ehe mit Sofía.«
»Ah, ich verstehe.«
Auf dem Weg zurück ins Hotel suchte ich erneut in meinen Taschen nach dem iPhone.
»Dann waren die Leichen also zwei Männer«, bemerkte Hellen.
»Es scheint so. Wie bereits gesagt, habe ich es in der Höhlenkammer nicht erkennen können.«
Meine Gedanken kreisten um mein verloren gegangenes Smartphone.
Kaum waren wir in der Hotelhalle, sprach mich der drahtige Hotelconcierge hinter der Rezeption an.
» ¡Buenos días, Señor Lessemaan! Gehört das Telefon zufällig Ihnen?«, fragte er in einem freundlichen Ton und hielt dabei mein iPhone elegant in seiner offenen Hand.
»Ja! Da ist es«, antwortete ich erleichtert.
»Siehst du?«, sagte Hellen und sah mich mit einer verständnisvollen Geste an.
»Vielen Dank! Wo haben Sie es gefunden?«, wollte ich wissen.
»Es wurde im Frühstücksraum gefunden«, sagte er und zeigte mit der ausgestreckten Hand zum Raum hin. »Ein netter Herr hat es hier abgegeben.«
Ich schaltete es ein und prüfte die Funktionen und meine Daten.
»Siehst du. Es gibt doch noch ehrliche Menschen«, sagte Hellen.
»Können Sie mir bitte sagen, wer es abgegeben hat? Ich möchte mich bei ihm bedanken.«
»Es war Señor Romero.«
»Und wer ist Señor Romero?«, fragte ich nach.
»Nun, er ist ein bekannter Unternehmer aus Ribadés, der in unserem Hotel Gäste unterbringen lässt.«
»Ich verstehe. Können Sie mir bitte seine Telefonnummer geben?«
»Die kann ich Ihnen leider nicht geben. Ich hoffe, Sie haben Verständnis für meine Diskretion. Aber ich kann Ihnen sagen, dass sein Büro in der Calle Inglesa (Englische Straße) zu finden ist. Das ist nicht weit von hier.«
Ich zog meinen Panamahut auf und wir gingen wieder hinaus, um unseren Spaziergang fortzusetzen. Mir war schlicht nicht klar, warum ich mein iPhone hatte liegen gelassen. Wir waren ein Stück gegangen, dann blieb ich erneut stehen.
»Es ist mir ein Rätsel, wie ich mein iPhone vergessen konnte. Sowas ist mir noch nie passiert. (…) Und kurze Zeit später habe ich es wieder, weil es ein ehrlicher Finder abgegeben hat«, sagte ich kopfschüttelnd.
»Du solltest nicht so misstrauisch sein.«
»Wahrscheinlich hast du Recht, lass uns weitergehen.«
Wir gingen über die Brücke, die beide Teile von Ribadés miteinander verbindet. An dieser Stelle mündet der Fluss Riba ins Meer. Wir blieben stehen, lehnten uns an das Brückengeländer und ließen uns die frische Brise, die vom Atlantik nach Ribadés hereinwehte, ins Gesicht wehen. Unter uns tuckerte gemächlich ein Fischerboot vorbei. Auf der linken Seite sahen wir auf den Sporthafen mit Segelschiffen und Motorbooten, die dort vor Anker lagen. Mein iPhone klingelte.
»Señor Lesemann? Hier ist Lola, von der Comisaría.«
» ¡Hola! «, meldete ich mich.
» ¡Hola! Comisario de Vega will Sie dringend sprechen.«
»Wissen Sie warum?«
»Kommen Sie doch einfach vorbei«, sagte sie in einem angenehmen Ton. » ¡Hasta luego! «
»Das war Lola, von der Comisaría«, sagte ich zu Hellen. »Der Comisario will mich sprechen. Ich soll gleich vorbeikommen.«
»Kommt er denn ohne dich nicht aus?«, fragte sie kritisch.
»Das will ich nicht hoffen«, antwortete ich. »Willst du nicht mitkommen?«
»Nein, nein. Ich bleibe hier und fotografiere die wunderbare Brücke. Außerdem wollte ich mir im Hotel den Fitnessraum ansehen.«
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