Jo Danieli - UHURU

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Oktober 1989. Eine Gruppe ÖsterreicherInnen zwischen 19 und 70 Jahren findet sich in einem ehemaligen Schlachthofgelände in Wien ein, um eine viermonatige Reise anzutreten: per LKW durch Afrika. Damals waren organisierte Overlandreisen durch den Schwarzen Kontinent noch nicht «modern», und es gab kaum Veranstalter. (Später wurden sie modern, aber nicht für lange, weil viele Länder aus politischen Gründen unpassierbar wurden. Und heute, 2017, kann man durch Afrika nicht mehr so reisen, wie damals, und genau das macht diese wahre Geschichte so wertvoll: Sie ist ein Zeitzeugnis, doch unwiederholbar.)

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... sie sollte am besten ihre Sachen packen und verschwinden! Er würde ihr und Gerda keine Träne nachweinen, im Gegenteil, sogar noch zur nächsten Hauptstraße würde er sie bringen, damit sie ihm möglichst bald nicht mehr unter die Augen kommen sollten!

Im Hintergrund stehend und um Elsies Fassung fürchtend, die nichts Schlimmeres ihre hervorstechendsten Eigenschaften nennen konnte, als Offenheit und quirligen Elan, vermochte ich nicht die richtigen Worte finden, um mutig einzugreifen. Während wir anderen heimlich in den Tiefen des »Uhuru« an unserer Unzufriedenheit drucksten, bislang aber niemals Bert direkt damit konfrontiert oder es auf eine offene Diskussion angelegt hatten, sprach Elsie aus, was sie bewegte. Und dafür bestrafte Bert sie mit üblen Beschimpfungen. Er hatte sie seit Florenz zum Feindbild gestempelt, und einige von uns hielten in ihrem latent wachsenden Frust auf der Suche nach einem Sündenbock an dieser Ablehnung fest. Bert, unser aller Führer, konnte der Sündenbock schließlich doch nicht sein. Wir mussten zu ihm halten, denn er wusste, wohin es ging und auf welchen Wegen. Ihn galt es bei Laune zu halten. Elsies Weisheiten wollte niemand hören. Man brauchte sie allenfalls als Punching-Ball.

Leider brachten Elsies Versuche, sich zu rechtfertigen, auch einige der anderen in Weißglut. Die Art, wie die reglos dastehenden kleine mutige Frau beschimpft wurde, sogar von Silvia und Karli, trieb mir die Tränen in die Augen. Das Murren erhob sich wie drohendes Windrauschen. Bert stand mit wippenden Knien im Feuerschein und schaute von einem zum anderen, als triumphiere er. Bartstoppeln auf Wangen und Kinn gaben ihn das Aussehen eines Banditen.

Minutenlang wogte die Welle der Empörung. Meine Fäuste waren längst geballt, ich war ja eine zeitlang neben Elsie gesessen, ich wusste, dass sie nicht so war, wie man ihr vorhielt. Aber ich schwieg, weil ich Angst hatte, auch so beschimpft zu werden wie die kleine Deutsche. Gerade noch hatten alle sie eifrig Berge von Gemüse für das Abendessen schneiden sehen, und nun ...

Dunja senkte bekümmert den Kopf.

»Das ist doch nicht möglich, dass es nach so kurzer Zeit bereits solche Szenen gibt! Gerda und Elsie können doch wirklich nix dafür!«

Meine Worte blieben dort, wo sie erdacht wurden, und feige und bebend vor Erregung schob ich mich zu Anita ins Zelt an einer leicht überhängenden Kesselwand. Die erlösende Schwere des Schlafes, die Anita schon umfing, kroch nur allmählich auch in meinen Körper. Ich träumte, selbst Elsie zu sein, fühlte mich getroffen und hin und her geworfen von hunderten, harten Ohrfeigen.

*

Erst morgens, nach kurzer Fotosafari innerhalb der nunmehr sonnengolden beleuchteten Märchenwelt, als zwanzig nackte Körper sich im malerischen Duschbassin tummelten, fiel der Alpdruck von mir ab. Elsie mischte sich unter die anderen, als sei nichts gewesen, und niemand sagte ein böses Wort. Sand- und Felsformationen boten herrliche Aussichtspunkte über die zerklüftete Senke, die unser Lager barg, über die cremefarbene Sandwüste ringsherum, die glitzernden Spitzen der Palmen, die aus Dünengebilden in Sandschluchten wuchsen, oder an den schmalen Wegen, die aus ihrem Labyrinth heraus ins Gelände führten. Wir befanden uns weit abseits der Straße.

Als ich mit »Uhuru« und einigen Gruppenmitgliedern später zur Einkaufsfahrt nach Tozeur unterwegs war, während der Rest der Meute im »Camping Belvedere« verblieb, um Wasser zu tanken, überraschte Bert uns mit einem Abstecher unter dem Geleit eines Einheimischen, der plötzlich nahe einer palmblattgedeckten Holzhütte zustieg, in eine abgelegene Gegend. Unter schwer fruchttragende Dattelpalmen und einigen Hütten in öder Einsamkeit des Landstriches vor Tozeur präsentierte Bert uns die Natur, »... ihr wollt sicher spazierengehen ...« und ließ uns verblüfft im Ödland stehen.

Wir vertrieben uns die Wartezeit mit Dattelpflücken und einer kleinen Wanderung im Palmenwald. Sogar ein kleiner Bach floss hier durch, und die Szenerie war fast schon kitschig malerisch. Und nie zuvor habe ich so viele Datteln gegessen. Weich und klebrig süß, groß, prall und rötlich oder verhunzelt braun und trocken ergaben sie in verschwenderischer Vielfalt ein ausgiebiges Frühstück. Wir pflückten sie von herabhängenden Stielen niedriger Palmen oder lasen die schönsten einfach aus dem Sand auf.

Bert kam nach mehr als einer Stunde mit »Uhuru« zurück, offenbar nervös und in schwelender Ungeduld, er gab keinerlei Erklärungen für sein Fortbleiben ab.

»Tarzan« erwartete uns auf der Rückfahrt bereits am Rand der Sanddünen. Zornige Fragen nach dem Grund für unser langes Ausbleiben empfingen uns in glühender Sonnenhitze auf staubiger Straße. Wir hatten schließlich keine Ahnung, aber der Zorn der Kollegen traf uns ungebremst. Von »Tarzans« Passagieren hatte allerdings niemand daran gedacht, Wasser in der Oase zu laden. Bert kehrte die Vorwürfe wegen des Wegbleibens wutentbrannt gegen die Vorwürfe wegen dieses Versäumnisses um. Die lieben Kollegen waren also seit zwei Stunden am Straßenrand herumgestanden, vor Wut und Sonnenbrand kochend und hatten nicht einmal Wasser geladen? Bert schäumte, allesamt seien wir Idioten! Brommel und Gerry steckten harte Kritik ein. Und Bert beschied uns, wir würden die Verzögerung wegen des Wasserfassens, das jedenfalls zu erledigen sei, noch aufholen, darauf sollten wir uns verlassen.

»Ja, ja, wir wollen Kilometer machen!« spöttelte Armin. Alfi schlug sich, wie es offenbar seiner liebsten Angewohnheit entsprach, mit der flachen Hand auf die Stirn. Er sei froh, dass er nicht im »Narrenkastl« im »Uhuru« sitzen müsse, im »Tarzan« hätte er wenigstens seine Ruhe. Einheimische Buben erschienen aus den Tiefen der Palmwälder, und einer von ihnen kletterte sogar in einem unbeobachteten Moment frech in »Tarzans« Fahrerkabine. Brommels und Gerrys geballte Fäuste verjagten die Buben grob, und Silvia meinte zornig, die Kinder könnten doch nichts dafür.

»... solange sie nicht deine Sachen stehlen, ja!« Gerry hatte sicher recht, und sogar der friedliche Karli sandte den Burschen drohende Worte nach. Die Weiterfahrt zur algerischen Grenze war um zehn Uhr angesetzt gewesen. Nun war es Mittag vorbei. Wir würden die für diesen Tag geplante Etappe nicht schaffen. »Tarzan« fuhr mit ein paar Burschen aus der Gruppe zum Wassertanken zurück in die Oase.

Hunger durchwühlte bereits wieder unsere Eingeweide. Die Sonnenglut trocknete alle Energie aus unseren Gemütern. Kleine Plaudergrüppchen der Wartenden entstanden. Kopfschütteln und empörtes Fußscharren prägte das mittägliche Bild.

»Erst wird stundenlang getrödelt, ohne dass man erfahren darf, warum, und dann heißt es wieder Kilometermachen. Spinnt er?«

»... und wir haben nicht einmal Zeit zum Essen. Wird es denn immer nur abends etwas geben?«

»... bis wir das Ziel erreicht haben, das Bert sich einbildet. Er ist ein Sklaventreiber ...«

»... er verheimlicht uns etwas,« Inga blinzelte unter intensiver Betrachtung ihrer staubigen Zehen Tränen fort, Rudi umfasste beruhigend ihre Schulter, »... ist doch wahr. Er könnte wenigstens einmal fragen, ob wir mit seinem Tempo einverstanden sind!«

» ... furchtbar, furchtbar ... keine vernünftige Organisation,« vernahm ich, als ich mich in den »Uhuru« zum Ausruhen auf meinen Sitz legen wollte. Silvia, Ilse, beide Hänse und Marga bildeten eine Krisendelegation. Ich kehrte zu Karli in den rückwärtigen Schatten des Wagens zurück. Die jungen Araber beobachteten uns neugierig aus einiger Entfernung. Welchen Eindruck mochten sie wohl von uns mit nach Hause nehmen? Sabine gesellte sich mit der Bitte um eine Nagelschere zu mir. Bereits nach wenigen Tagen sahen unsere einst gepflegten Nägel aus wie jene von Steinbrucharbeitern.

»Das wird noch ärger,« prophezeite Karli.

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