Stella Borny - Familienglück im Klimawandel

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Eine scheinbar ganz normale Kleinfamilie im Schwarzwald: Vater Joachim ist Anwalt, Mutter Tina Ergotherapeutin und ihr Sohn Simon geht in die vierte Klasse. Doch das traute Idyll zerplatzt schon auf den ersten Seiten, denn es geschieht ein Mord – ein Mord aus gekränktem Stolz. Er ruft ein engelartiges Wesen namens Luna auf den Plan, das Joachim kräftig die Leviten liest und Tina tröstend zur Seite steht. Was ist geschehen? Tina hat in Theo einen Mann gefunden, der ihr völlig neue Impulse gibt, und Joachim mit Franziska eine Frau, die besser in sein Lebensschema passt. Wie soll Simon sich entscheiden? Und was hat die Geschichte von Karo und Wilja aus dem Berlin der Kriegsjahre damit zu tun?
All dies erfährt der Leser im Verlauf einer amüsanten und zugleich inspirierenden Geschichte, die verschiedene Handlungsstränge und Zeitebenen miteinander verknüpft. Sie beinhaltet viele Lebensweisheiten und beschreibt konkrete Methoden zur Selbsthilfe für Menschen in ähnlichen Situationen. Lassen Sie sich verzaubern von Luna und Max mit ihren Botschaften aus einer anderen Dimension zu ganz alltäglichen Problemen wie Ehekrise, Scheidung und einem Tauziehen um das gemeinsame Kind.

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Jeden Morgen erwartet sie voller Ungeduld den Postboten, in der Hoffnung, dass ein Brief von Theo dabei sein könnte. Einmal in der Woche ist das meist auch der Fall. Seine Worte muntern sie auf und schenken ihr Zuversicht. Mit ihm hat sie eine völlig andere Welt betreten, die sie vorsichtig erkundet. Heute ist wieder ein Gedicht im Briefumschlag, das sie immer wieder liest.

An meine Geliebte

Jetzt,

wo unsere Sehnsüchte

gestillt werden können,

wo unsere Herzen

Nähe und Geborgenheit verspüren,

wo unsere Lippen

köstlichen Nektar trinken,

bitte ich dich,

mich zu verstehen,

auch wenn ich anders bin,

mir zu vertrauen,

auch wo es dir schwer fällt,

mich anzuhören,

auch wenn es fremd klingt,

mich zu halten,

wenn ich mich fallen lasse,

und mich loszulassen,

wenn es mir zu eng wird

in deinen Armen,

und trotzdem

meine Nähe zu spüren,

auch wenn ich weit weg bin.

Im November ist Theo für mehrere Wochen in China unterwegs. Er hatte diese Studienreise schon ein Jahr zuvor gebucht und nun hat er sie angetreten. In China würde es ihm so gut gefallen, dass er am liebsten länger dort bleiben würde, berichtet er am Telefon. Doch für Tina scheinen die Tage der Trennung nicht vergehen zu wollen. Eines Morgens wacht sie wie gerädert auf. Sie ist allein im Haus, das nicht mehr ihr Zuhause ist. Mit einer Tasse Kaffee geht sie zu ihrem Schreibtisch, um einen Brief an Theo zu schreiben:

Mein Liebster,

noch weitere zehn Tage Trennung liegen vor mir. Seit einer Woche geht es mir zusehends schlechter, sodass ich nachts kaum schlafen kann. Es ist, als seien Staumauern in mir eingestürzt. Ich verkrieche mich, um nur noch zu heulen.

Gestern war der erste Termin beim Scheidungsanwalt, den ich mit klopfendem Herzen erwartet und hinter mich gebracht habe. Ich spüre in dieser Zeit deiner Abwesenheit, wie schwer es für mich ist, mit der Situation fertig zu werden. Ich weiß, es ist wichtig, all das zu erfahren, um festzustellen, wo ich wirklich hingehöre. Ich kenne meine Aufgaben, die ich hier zu erfüllen habe, bekomme aber deutlich zu spüren, dass dies nicht mehr mein Platz ist.

In manchen Augenblicken merke ich, dass ich abwesend bin. In der Vorstellung organisiere ich meine Zukunft, wobei gewaltige Ängste auftauchen. Ich erlebe mich am Ende meiner Kräfte und fühle mich verlassen. Aus diesen Tiefs herauszukommen, kostet mich sehr viel Energie. Ich möchte mich am liebsten in ein Mauseloch verkriechen und dort abwarten, bis alles vorbei ist. Mir fehlt der Elan, mich mit dem zu beschäftigen, was ich mir für diese Zeit vorgenommen hatte. Ich suche Trost bei den Menschen in meiner Umgebung, aber meist ist es so, dass ich mich dafür rechtfertigen muss, was gerade in meiner Familie geschieht.

Viel lieber würde ich jetzt mit dir durch Asien reisen und an deiner Freude, von der du berichtest, teilhaben. Ich habe keine Unterstützung von dir, sondern eher das Gegenteil. Du schreibst, es würde dir in China so gut gefallen, dass dir der Sinn gar nicht danach steht, schon bald zurückzukommen. Etwas mehr Feingefühl hätte ich dir schon zugetraut.

Was bin ich denn überhaupt für dich? Du hast wohl gar keine Vorstellung davon, was ich hier gerade erleben muss. Du freust dich des Lebens, während ich eine Zerreißprobe nach der anderen zu bestehen habe. Was ich in dieser Krisenzeit von dir erwarte, ist Klarheit und Zuverlässigkeit. Bedenke, welche Rolle du in diesem von uns allen kreierten Stück spielst. Ich schaffe es nicht alleine. Vielleicht spürst du ja auch über die Distanz, was ich gerade empfinde.

Alles Liebe von Tina

Sie schraubt den Füller zu und schaut aus dem Fenster. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ebnet eine Planierraupe den geschotterten Weg, der zum Wald führt. Tina trinkt einen Schluck Kaffee und liest noch einmal, was sie gerade geschrieben hat. Nachdem sie ausgedrückt hat, was sie fühlt, geht es ihr ein wenig besser. Die Stille im Haus, in dem sie nicht mehr lange wohnen wird, ist wie eine letzte Umarmung.

„Meinen Schreibtisch werde ich mitnehmen“, denkt sie, während sie den Brief zusammenfaltet. „Als Kind hatte ich nie einen eigenen, nur mein Bruder bekam ein Exemplar aus echtem Holz, aber mit viel zu dünnen Beinen.“

„Tinchen kann auch am Küchentisch ihre Hausaufgaben machen“, war die Meinung der Eltern. Töchter sind es gewohnt, zugunsten ihrer Brüder zurückzustecken. In ihrer Kreativität fand sie jedoch immer einen Platz, an dem sie sich ausbreiten konnte, vorzugsweise auf dem Fußboden.

Den Tannenhof hatte Tina ihren Wünschen entsprechend eingerichtet. Wie stolz war sie, als ihr erster eigener Schreibtisch geliefert wurde, ein etwa hundert Jahre altes Stück aus Nussbaum, mit einem Korpus, der rechts und links bis zur Erde reicht, und einer großen Schublade in der Mitte. Er fand seinen Platz hier im Wohnzimmer am Fenster. Dieser Raum mit dem runden Wollteppich im Zentrum wurde gleichzeitig ihr Arbeitszimmer. Für zwei Wände sind Schränke aus Holz maßgefertigt worden, die den Schreibtisch mit dem großen Fenster einrahmen. Pastellfarbene Schmetterlinge tummeln sich auf der Stoffbahn, die mit Rosetten über den Ecken der Fensternischen befestigt ist. Ein Gedanke huscht ihr durch den Sinn, als sie nach oben blickt:

„In den vergangenen Jahren habe ich von Joachim Schmetterlinge in allen nur möglichen Variationen geschenkt bekommen. Da gibt es Ohrgehänge, Haarspangen, Anstecknadeln, Briefpapier, ganz zu schweigen von den Aufklebern, die viele Alltagsgegenstände zieren. Was er damit wohl ausdrücken wollte?“

Nach einer Weile des Nachdenkens steht sie auf, dreht sich um und geht langsam in Strümpfen über den weichen Teppich zum gemütlichen zartlila Sofa, das gegenüber an der Wand steht. Sie schaut zum Zimmerbrunnen, der auf dem flachen Tisch lustig vor sich hin plätschert.

„Hier habe ich mit Simon Shiatsu geübt, Yoga vor dem Fernseher mitgeturnt und Kurskonzepte für Entspannung ausprobiert. Dafür war Joachim gerne mein Versuchskaninchen. Auf dem weichen Teppich absolviere ich sonst mit eiserner Disziplin jeden Morgen mein Fitnessprogramm, aber heute fehlt mir die Kraft dazu. Nun muss ich wohl Abschied nehmen und dies alles loslassen!“

Sie legt sich auf die Couch und deckt sich mit der fliederfarbenen Decke zu. In Joachims Abwesenheit kommt sie innerlich etwas zur Ruhe. Simon ist für zwei Tage mit seinem Vater zu Franziska gefahren. Joachim hat heute Geburtstag, den er mit seiner Freundin und den beiden Kindern feiert.

„Ich habe nichts mehr damit zu tun“, stellt Tina ein bisschen erleichtert fest. „Diese Art von Familienfeiern habe ich niemals zur Zufriedenheit der Verwandtschaft hinbekommen. ‚Wie konnte Joachim nur so eine Frau heiraten?’, habe ich seine Mutter mehr als einmal sagen hören. Einerseits bin ich ganz froh darüber, dass dies nun vorbei ist, andererseits macht es mich auch traurig. Ich muss lernen, bei mir zu bleiben. Irgendwie stirbt da gerade etwas, doch das Leben muss weitergehen, auch für mich. Was ich selbst ausgelöst habe, nimmt nun seinen Lauf. Ich werde die Schritte gehen, die gegangen werden müssen, doch ich weiß noch nicht, wie ich das machen soll. Anfang nächsten Jahres werde ich gemeinsam mit Theo weit weg nach Indien reisen. Ein Teil von mir würde lieber hier bleiben, aber ein anderer Teil freut sich auf diese Reise in ein fremdes Land und in ein neues Leben.“

„Du wirst auf mich warten, nicht wahr?“, sagt sie zu Konradin, dem gehäkelten Hampelmann mit der langen Zipfelmütze, der in der Sofaecke sitzt, und es scheint, als würde er nicken.

„Du kannst getrost deinen Rucksack packen, Indien erwartet dich schon. Ich werde hier für dich die Stellung halten“, hört sie urplötzlich eine sanfte Stimme sagen. Luna hat beschlossen, sich nun auch Tina gegenüber zu offenbaren.

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