Adrian Ambrer - Schule des Lesens

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Frank, Marcel, Lothar und Elke sind leidenschaftliche Leser, die es dazu drängt, ihre Leseeindrücke auszutauschen. Sie haben einen Lesekreis gegründet und versuchen sich bei ihren regelmäßigen Treffen tollkühn an mehr oder weniger großen Werken der Gegenwartsliteratur – an Roth und Updike, an McEwan, Kehlmann, Genazino, Safran Foer und anderen. Mal sind sie einig, mal zanken sie sich wie die Kesselflicker – immer aber reden sie auch du vor allem über sich selbst.
So vergehen die Jahre, doch auch das Leben bleibt nicht sehen. Frank durchlebt eine spannungsreiche und letztlich scheiternde Liebe mit er schönen Karin, Lothar versucht nach einer Scheidung wieder auf die Beine zu kommen, Marcel grämt sich über das mangelnde Interesse seiner Schüler an guter Literatur, und Elke, die Außenseiterin des Lesekreis, verfolgt einen geheimen Plan....
Im Mittelpunkt der Handlung aber stehen Bücher (insgesamt sind es achtzehn Romane) – beziehungsweise die unterschiedlichen Arten, wie Bücher gelesen werden können. Es geht um das Glück, das sie spenden, um die Kontroversen, die sie auslösen und am Ende um ihre Eigenschaft, immer auch Spiegel derer zu sein, die sie lesen.

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Das erste Treffen schloss damit, dass sich Frank, Lothar und Marcel auf ein Regelwerk für die Auswahl der Bücher einigten. Jedes Treffen sollte im Abstand von sechs bis acht Wochen bei einem anderen Mitglied reihum stattfinden. Dabei wollte man es so halten, dass jeder Teilnehmer am Ende der Aussprache solche Bücher für den nächsten Termin vorschlagen und vorstellen sollte, die er noch nicht gelesen hatte, aber gerne lesen würde. Der Gastgeber des nächsten Treffens, der selbst kein Buch vorschlagen durfte, musste aus dem Kreis dieser Bücher ein Buch auswählen. Da das nächste Treffen bei Lothar stattfinden würde, hatte er die Wahl zwischen „Der einzige Ort“ von Thomas Stangl, und „Alles ist erleuchtet“ von Safran Foer. Lothar entschied sich für das Buch von Jonathan Safran Foer, weil die Geschichte in der Ukraine spielte und er zu dem Zeitpunkt noch glaubte, er würde im Sommer durch die Ukraine reisen.

I Jonathan Safran Foer Alles ist erleuchtet Lothar hatte nach dem Ende - фото 1

I

Jonathan Safran Foer:

Alles ist erleuchtet

Lothar hatte nach dem Ende seiner Ehe eine geräumige Wohnung im Kölner Westen bezogen - mit einem uneinsehbaren Balkon und hohen, langen Wänden, vor denen er endlich seine Bibliothek so einrichten konnte, wie er es sich immer gewünscht hatte. Nur noch selten dachte er an das verlassene Haus im Bergischen Land, an den großzügigen Garten, an den Kamin und den dunklen Tannenwald.

Vorbei. Ein neues Leben hatte begonnen, eine neue Umgebung, neue Menschen, neue Bücher. Zusammen mit Frank hatte er vor einigen Tagen einen Literaturabend mit Sigrid Löffler besucht. Frau Löffler hatte den ganzen Abend über die Bedeutung der Literaturkritik gesprochen. „Wo kommen wir hin, wenn wir Schund und Qualität nicht mehr unterscheiden können? Wir kommen dahin, wo wir im Reich der Liebe schon längst sind: in die Zonen der Orientierungslosigkeit.“ Frau Löffler sagte es unprätentiös, wie eine weise Zauberin, wie ein Mensch, der weiß, dass am Ende aller Liebeskummer im Ozean der Literatur verschwindet.

Lothar war der Gastgeber des zweiten Lesekreis-Treffens, das eigentlich das erste war, bei dem ein Buch besprochen werden sollte, das alle gelesen hatten. Es war Sommer geworden, und inzwischen hatte sich herausgestellt, dass er nicht in die Ukraine fahren würde, was aber nichts machte, weil ihn das Buch von der ersten Seite an fasziniert hatte. Auch wenn es ihm einen Stich gab, wieder einen Roman von einem Autor zu lesen, der sein jüngerer Bruder hätte sein können, hatte er die Poesie und Sprachkraft des Buches genossen. Manche Formulierungen hatten ihm so gut gefallen, dass sie in seine „Literarische Perlensammlung“ übernahm. „Ich tue Dinge für Dich, die ich hasse. Das bedeutet es, jemanden zu lieben,“ hieß es auf S. 46, eine Definition, die Lothar ebenso an seine gescheiterte Ehe erinnerte wie eine Sentenz auf S. 74 „ Sie badete in Traurigkeit, sie entwirrte die zahlreichen Stränge aus der Traurigkeit, sie kostete die zarte Nuancen der Traurigkeit aus. Sie war ein Prisma, durch das die Traurigkeit in ihr unendlich breit gefächertes Spektrum zerlegt werden konnte.“ Lothar liebte solche Sätze, sie gehörten für ihn zur Essenz eines Buches, und auch wenn er sich nicht recht traute, diesen naiven Maßstab der literarischen Wertigkeit vor aller Augen zu enthüllen, hatte er sich längst eingestanden, dass er ein Buch umso höher schätzte, je mehr Aphorismen dieser Art es in sich trug. Ein Satz hatte es ihm besonders angetan. Er lautete: „ Das ist Liebe. Wenn man die Abwesenheit von jemanden bemerkt und diese Abwesenheit mehr hasst als alles andere. Sogar noch mehr, als man seine Anwesenheit liebt.“

Schon eine halbe Stunde bevor Frank, Marcel und Elke zum ersten Büchergespräch eintreffen sollten, hatte Lothar Wein, Getränke, Snacks und Gebäck in Stellung gebracht, um sich anschließend noch ein wenig auf die Couch zu setzen und seine Leseeindrücke aufzufrischen.

Es verstand sich für ihn von selbst, dass er sich auf diesen Abend gründlich vorbereitet hatte. Neben der getreulichen Fixierung zahlreicher Zitate in seinem Perlenkompendium hatte er eine ausführliche Inhaltsangabe des Buches verfasst, sich formale Besonderheiten notiert und sich am Ende gefragt, was an dem vorliegenden Buch „gut“ oder „ schlecht “ sein könnte, wobei er sich auf zwei Karteikarten eine Liste von Positiva und Negativa erstellte. Dieses Verfahren hatte er schon in seiner Studentenzeit bei seinen Freundinnen immer dann angewendet, wenn er sich nicht sicher gewesen war, worin die Beziehungsreise gehen sollte. Sonderlichen Erfolg hatte er dabei aber nicht verbuchen können, denn er erinnerte sich noch gut daran, wie stark sich die Bewertungen verändert hatten, je nachdem ob seine Freundinnen abgehauen oder geblieben waren.

Worum ging es in Safran Foers Roman „Alles ist erleuchtet“? Vordergründig ging es um die Reise eines jungen Amerikaners mit dem bezeichnenden Namen Safran Foer durch die Ukraine mit dem Ziel, eine gewisse „Augustine“ zu finden, die Safran Foers Großvater im Zweiten Weltkrieg vor den Nazis gerettet hatte. Geführt wurde diese Reisegesellschaft durch den jungen Ukrainer Alex Perchov, der nicht nur mit seiner Ortskenntnis sondern auch durch seine Sprachmächtigkeit verblüffte. Ein melancholischer Großvater und der anhängliche Hund Sammy Davis jr., der immer furzen musste, komplettierten die ungleiche Truppe

Die Reise und die Suche dieser Gruppe aber bildeten nur den literarischen Rahmen, der zwei weitere Geschichten umgab. Die erste Geschichte führte tief in die Vergangenheit zurück zum jüdischen Schtetls Trachimbrod, einem Mikrokosmos des osteuropäischen Judentums mit all dem Abgedrehten, Pittoresken und Liebenswerten, das im Zweiten Weltkrieg für immer untergegangen war. Da gab es die „Entschiedenen“ und die „Wankler“, die sich als innerjüdische Sekten bekämpfen, die Hintertreppenphilosophen entwarfen fantastische Systeme, Wucherer und Gelehrte, Viehhändler und Marktfrauen erhielten ihren Auftritt auf der kunterbunten Bühne eines vormodernen Europas. Im Mittelpunkt der zweiten Geschichte stand der Großvater des Autors, der dieser Welt des Schtetls entstammte. Er hatte in den letzten Jahren vor der Vernichtung des osteuropäischen Judentums durch die Nationalsozialisten eine turbulente Jugend durchlebt, in der er mit nicht weniger als mit 120 Frauen geschlafen hatte, mit alten und jungen, schönen und hässlichen, mit guten und bösen, ehe er sich in die einzigartige Zoscha verliebte. Soweit die idyllische Seite des Buches. Doch es besaß auch einen bedrohlichen Grundakkord, der sich immer bemerkbarer machte, je weiter die Handlung voranschritt. Ein schreckliches Finale wartete am Ende der Lektüre auf den Leser, und all die liebenswerten Episoden aus dem Schtetl und die tölpelhaften Suchaktionen der Gegenwart hatten nur den Zweck, als Spannungsverzögerung für den furchtbaren Höhepunkt des Buches zu wirken: der Vernichtung Trachimbrods durch die Kriegsmaschinerie der Nationalsozialisten im Jahre 1942. Diese Beschreibung dieses Massakers, im Buch überfallartig eingefügt, wirkte auf Lothar wie ein nasser Lappen mitten ins Gesicht.

Lothar hatte seine Notizen, die er sich bei der Lektüre angefertigt hatte, noch gar nicht ganz zu Ende gelesen, als schon die anderen erschienen, zuerst Frank, dann Marcel und Elke. Die Stimmung war erwartungsvoll, weil es für die Aussprachen noch kein Muster gab. Jeder hatte sein Buch dabei, bei Frank quollen Spickzettel aus dem Umschlag, Marcel hatte einige Seiten mit Notizen vor sich ausgebreitet, während Lothar den Rotwein einschenkte.

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