Luise Phillis - Die Lichtrebellin

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Der Roman «Die Lichtrebellin» erzählt die Geschichte der hochsensiblen Elisa, die ebenso wenig etwas über ihre Hochsensibilität weiß wie ihre Mitmenschen. Eingebettet ist ihre spannende Lebensgeschichte in die ihrer Eltern, und sie lässt den Leser an einem Stück Zeitgeschichte des 20. und am Beginn des 21. Jahrhunderts teilhaben.
Die vielschichtigen Gefühls-Denk- und Handlungsebenen einer Hochsensiblen werden am Beispiel der Protagonistin auf einfühlsame Weise veranschaulicht.
Zwischen Anpassung an alte Werte und Rebellion begibt sich Elisa auf eine intensive und ereignisreiche Lebensreise, auf der sich nicht nur die Hochsensiblen wiederfinden…
So ist dieser Roman u. a. auch eine Hommage an die Hochsensiblen und deren Potenzial. Sie sind diejenigen, die die Welt bereichern, es sind die Mitfühlenden in einer Gesellschaft… die Veränderer, die Heilenden, … die Betenden, alle, die authentisch forschen und die Weisheit lieben und sich künstlerisch und handwerklich ausdrücken … alle Kreativen und alle, die diese Tugenden und dieses Potenzial schätzen…

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Von diesem war der Mensch besonders im 20. Jahrhundert sehr, sehr weit entfernt. Es hat wohl im Laufe der langen Menschheitsgeschichte nie so viele Massenmorde gegeben wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es waren Menschen deportiert worden: Die Polen von den Russen, die Polen und Russen waren von den Deutschen attackiert und die Deutschen waren schließlich von den Polen und Russen vertrieben worden. Es wurde gemordet, vergewaltigt, verstümmelt – alle erdenklichen Grausamkeiten wurden von Menschen an Menschen begangen, und zusätzlich gab es den zweiten unermesslich schrecklichen Genozid an den Juden, Zigeunern, Kranken und Andersdenkenden: Konzentrationslager, in denen Menschen bis zum Umfallen und Verhungern sinnlose Arbeit verrichten mussten, mit Willkür gequält und gefoltert wurden, ständiger Todesangst ausgesetzt waren und systematisch in organisierter perfekter Form mit Gift aus Duschen vergast wurden. Es ist unvorstellbar, jenseits aller Worte und Menschlichkeit.

Einen Genozid hatte es bereits früher gegeben, der während des ersten Weltkrieges zwischen 1915 und 1917 stattfand. Es waren die Armenier, die aus der Türkei deportiert worden waren.

Es gab drei hauptverantwortliche türkische Diktatoren, die Macht besessen und habgierig die Armenier berauben, vertreiben und ermorden wollten und es auch taten. Der vorgegebene scheinbare Grund hierfür war die angeblich mangelnde Solidarität einiger Armenier gegenüber dem türkischen Staat. Die Armenier, die als Christen innerhalb der Türkei lebten, und deshalb den Moslems ein Dorn im Auge waren, stellten genau wie die Juden in Deutschland einen Teil der Intellektuellen dar, die innerhalb der Gesellschaft das Know-How für damalige technische und soziale Bereiche im Staat hatten. Sie waren Techniker, Ärzte, Rechtsanwälte, Kaufleute usw. Sie waren besonders tüchtig. Da beschlossen diese 3 Diktatoren diese Menschen ihrer Existenz zu berauben und zu vertreiben. Dabei wurde das ganze Volk der Armenier mit einbezogen. Sie mussten ihr persönliches Hab und Gut abgeben und wurden „deportiert“, d. h. es wurde vorgegeben, sie bekämen irgendwo einen anderen Ort, an dem sie leben, sein könnten.

Das jedoch war eine große Lüge und diente auch außenpolitisch als Vorwand für eine Rechtfertigung für einen nicht vorstellbaren Massenmord und unendliche Grausamkeiten an unschuldigen Menschen. Vorgeworfen wurde den Armeniern, sie seien nicht konform mit der türkischen Regierung.

Als Beispiel hierfür benutzten die Diktatoren einige Wenige, die als Verräter benannt wurden und deshalb sollte das ganze Volk mit dieser „Deportation“ bestraft werden. Die Türken übernahmen das zurückgelassene Gut der Armenier. Der Wahnsinn bestand darin, dass das gesamte Armenische Volk von vornherein ausgerottet werden sollte. Es gab gar keinen Ort, wo sie hätten leben sollen und können. Sie wurden buchstäblich in die Wüste geschickt.

Und der Weg dahin war der Weg des Mordens und der unermesslichen Folterungen und Vergewaltigungen. Es war ein Weg des größten unermesslichen Leidens überhaupt in der Menschheitsgeschichte. Man ließ die Menschen verhungern, Frauen, Babys, Kinder, Jugendliche und Männer. Es gab ein unvorstellbares Leiden ohne Ende, sie waren der Willkür und den Grausamkeiten der türkischen Armee ausgesetzt. Die anderen Nationen schwiegen, niemand bezog Stellung. Auch die Deutschen als Verbündete mit der Türkei sahen zu und unternahmen nichts. Nur Krankenschwestern, Ärzte und Missionare, die aus Schweden, Dänemark, Niederlande und Deutschland kamen, halfen in Waisenhäusern und auf dem Weg der Deportation. Dieses unvorstellbare Elend menschlichen Seins war nicht durch einzelne Personen ohne Lobby zu lindern! Es waren sogar noch viel mehr Menschen, die sterben mussten, als die 6 Millionen, die beim Holocaust auf die brutalste Weise in ein unerträgliches Leid, in unendlichen Schmerz und Verzweiflung getrieben worden und ausgerottet worden sind. Es gab nur wenige von den Armeniern, die diesen Genozid überlebt haben. Dieser Genozid wird noch heute zum größten Teil geleugnet!

Jedenfalls zeitlich befanden sich die beiden Familien von Maria und Gustav und die anderen übrig gebliebenen Dorfbewohner von S. und all die anderen, die sich auf die Flucht gen Westen begeben wollten oder bereits schon unterwegs waren, zwischen diesen beiden Genoziden. Es war wohl eine der dunkelsten Epochen seit Beginn der Schöpfung!

Drei Wochen nach Lenas Geburt sollte es losgehen. Mein Großvater, Marias Vater, klopfte an die Fensterscheibe von Marias und Gustavs Schlafzimmer in Gustavs Bauernhaus, das er von seiner Mutter übernommen hatte. Es war Mitte Januar 1944, sehr kalt, 25 Grad minus, verschneit und fünf Uhr morgens. Er sagte eindringlich, während er klopfte: „Kinder, es ist so weit!“

Es war das schrecklichste Klopfen, das Gustav und Maria je gehört hatten. Gustav mochte während seines späteren Lebens nicht, dass jemand an eine Scheibe klopft, er fühlte sich immer an jenes Klopfen erinnert, das das Verlassen der Heimat signalisierte.

Die beiden Familien und die anderen Dorfbewohner begaben sich mit ihren gepackten Planwagen auf die Flucht, die Pferde wurden noch getränkt, sechs von ihnen wurden vor den Planwagen gespannt, und zuletzt ließen sie die anderen Tiere auf den Bauernhöfen frei.

Und alle weinten, nicht nach außen, aber so tief in ihrem Inneren, dass dies ein Leben lang anhielt. Ihre geliebten Tiere, wie die Kühe, Ziegen, Hühner, Enten, Gänse, Katzen, Schafe und Hunde schienen diese Freiheit gar nicht zu wollen. Sie standen verloren und verunsichert herum und schienen ihren bisherigen Versorgern hinterherzuschauen. Lux, der treue Schäferhund, war bereits von Plünderern an deren Wagen gebunden worden. Er hatte gejault und war nicht mitgelaufen, sondern er hatte zurückgeschaut und sich davonschleifen lassen.

Diesen Moment hat Gustav nie vergessen. Er hatte immer Tränen in den Augen, wenn er später davon erzählte, und das hatte er sehr oft, wenn er über diese Zeit sprach.

Marias Lieblingsschafsbock blieb direkt vor dem Haus stehen, als wollte er das Haus verteidigen.

Maria weinte nach innen. Und sie weint auch heute noch tief in ihr Innerstes, allerdings nun auch nach außen, wenn sie ein Schaf sieht, sogar, wenn es nur aus Keramik ist, wie z. B. im Eingang ihres Alterswohnsitzes. Dieses Keramikschaf steht als österliche Dekoration auf einem kleinen Tisch und soll eigentlich die alten Gemüter erfreuen, löst aber bei Maria eine starke Traurigkeit aus.

Damals auf dem Hof meiner Eltern und Großeltern gab es wie selbstverständlich die artgerechte Tierhaltung und Achtung vor dem Mitgeschöpf, so wurde nur einmal in der Woche Fleisch gegessen! Die Tiere wurden geliebt, geachtet und entsprechend gut behandelt.

Heutzutage gibt es in den USA ungefähr nur 10 Schlachthöfe für das ganze Land und die Bedingungen des Schlachtens sind unvorstellbar grausam, weil es auf so massenhafte Weise innerhalb einer kurzen Zeitspanne vorgenommen wird!

Damals rollten die Wagen mit den angespannten Pferden an und eine lange kurze Reise begann. Die Straßen waren verstopft. Alle Menschen in der östlichen Region, die nicht von den russischen Truppen eingeholt werden wollten, begaben sich zu dieser Zeit auf die Wege und Straßen, mit Planwagen und mit dem mühevoll eingepackten Hab und Gut. Auch Maria hatte alles dabei, vor allem auch dicke Federdecken und -kissen gegen die Kälte, Lebensmittel und Kleidung.

Wertgegenstände waren zurückgelassen worden, aus Angst davor, ausgeplündert und ermordet zu werden.

Lenchen war fest in ein Federkissen eingepackt.

Sie kamen nur schleppend voran und waren nach einer Woche noch nicht sehr weit gekommen. Es waren Schüsse zu hören und die russischen Panzer nahten.

Die Flüchtlingswagen machten gerade Halt auf einem geplünderten Bauernhof, sonst wo, nicht weit ihrer jetzt schon Nicht-Heimat. Es kam, wie es nicht hätte kommen dürfen oder sollen: Es fuhr ein russischer Panzer auf den Hof. Das Herz schlug Maria bis zum Hals und den anderen Flüchtlingen, die sich auf diesem Hof eingefunden hatten, erging es nicht anders.

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