Luise Phillis - Die Lichtrebellin

Здесь есть возможность читать онлайн «Luise Phillis - Die Lichtrebellin» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Lichtrebellin: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Lichtrebellin»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der Roman «Die Lichtrebellin» erzählt die Geschichte der hochsensiblen Elisa, die ebenso wenig etwas über ihre Hochsensibilität weiß wie ihre Mitmenschen. Eingebettet ist ihre spannende Lebensgeschichte in die ihrer Eltern, und sie lässt den Leser an einem Stück Zeitgeschichte des 20. und am Beginn des 21. Jahrhunderts teilhaben.
Die vielschichtigen Gefühls-Denk- und Handlungsebenen einer Hochsensiblen werden am Beispiel der Protagonistin auf einfühlsame Weise veranschaulicht.
Zwischen Anpassung an alte Werte und Rebellion begibt sich Elisa auf eine intensive und ereignisreiche Lebensreise, auf der sich nicht nur die Hochsensiblen wiederfinden…
So ist dieser Roman u. a. auch eine Hommage an die Hochsensiblen und deren Potenzial. Sie sind diejenigen, die die Welt bereichern, es sind die Mitfühlenden in einer Gesellschaft… die Veränderer, die Heilenden, … die Betenden, alle, die authentisch forschen und die Weisheit lieben und sich künstlerisch und handwerklich ausdrücken … alle Kreativen und alle, die diese Tugenden und dieses Potenzial schätzen…

Die Lichtrebellin — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Lichtrebellin», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Bereits zwei Tage nach der Hochzeit musste Gustav wieder zurück an irgendeine Kriegsfront. Der Abschied fiel ihm schwer. Die Angst, Maria und sein zu Hause nicht wiedersehen zu können, war nicht nur unterschwellig da. Aber nicht nur er hatte Angst vor einem Abschied für immer, auch seine Mutter, seine Schwestern und vor allem Maria. Sie freute sich auf ihr Kind und auf ein Wiedersehen, aber die Zweifel, ob Gustav überhaupt wieder zurückkäme, waren ebenso stark vorhanden.

Jedenfalls wurde es eine Zeit des Wartens, der Schreckensmeldungen, der Angst und der Traurigkeit, aber auch der Liebe, der Verbundenheit und Zuversicht.

Im Laufe des Jahres 1944 spitzte sich die Kriegssituation für alle Beteiligten zu und alles deutete daraufhin, dass die Ostfront immer näher rückte. Die russischen Soldaten waren im Vormarsch. Irgendwann erfuhren das über die Volksempfänger auch die Ost- und Westpreußen, die Pommern und die Schlesier, alle Deutschen, die in den Ostgebieten, im heutigen Polen lebten.

Und irgendwann war klar, dass sie weg mussten – auf die Flucht. Es wurde genäht, gestrickt, geschlachtet, Wurst gemacht, eingekocht und es wurden Lebensmittel gehortet und verpackt. Die Wagen für den Treck, der sich aus dem Dorf in Richtung Westen bewegen sollte, wurden vorbereitet. Die meisten Deutschen im Osten begaben sich bereits im Herbst 1944 auf die Flucht, so war es auch im kleinen Dorf S. Viele Nachbarn, Freunde und Bekannte waren schon weg. Maria und Gustavs Familie waren noch übrig. Maria hatte alles gepackt, ebenso ihre und Gustavs Eltern. Sie waren bereit zu fliehen.

Diese Zeit des Wartens war bereits eine Zeit der Heimatlosigkeit, des Abschiednehmens, des nicht mehr Geborgenseins, des Ungeborgenseins, des Unbeheimatetseins, der Ungewissheit, des Zweifels, der Angst und dennoch eine Zeit des Mutes, der Zuversicht in eine unbekannte Zukunft. Es sollten sich nicht alle Deutschen zugleich aufmachen, damit die Straßen und Wege nicht alle „verstopft“ wären.

Es war in dieser Situation besonders schwierig, im Hier und Jetzt zu sein, da die gepackten Taschen, Pakete und Koffer schon die geplante Flucht spüren ließen. Der Aufbruch war noch nicht möglich und das „normale“ Leben auf dem Bauernhof, das es schon längst nicht mehr gegeben hatte, gehörte der Vergangenheit an. Das Jetzt, das aus Warten bestand, war unerträglich. Die Angst - dabei handelte es sich auch um Todesangst - wurde immer schlimmer.

Maria wartete auf Gustav, hatte schon länger nichts mehr von ihm gehört, und so war sie unruhig und zweifelnd. Aber irgendeine Kraft in ihr, es war mehr als die pure Überlebensenergie, hatte alles sorgfältig und auf hoffnungsvolle Weise vorbereitet.

Für die Soldaten, die im Krieg waren, war eine totale Urlaubssperre verhängt

worden, das betraf auch Gustav. Manchmal hoffte Maria insgeheim, dass Gustav ja vielleicht doch kommen könnte, einen Sonderurlaub erhalten und zur Geburt ihres Kindes da sein würde. Manchmal war sie verzweifelt und manchmal auch zuversichtlich. So ging es wohl den meisten Deutschen und allen anderen auch, die fliehen wollten oder die bereits auf der Flucht waren. Sie hatten Angst, wussten, dass sie ihre Heimat verlassen mussten und in die Heimatlosigkeit gingen. Dennoch war irgendeine Stärke in ihnen, die an das Leben glaubte. In jedem Lebewesen, auch im verzweifelten Menschen, steckt eine erstaunliche Lebenskraft.

Jedenfalls war es bereits Dezember 1944 und immer mehr Dorfbewohner waren schon weg, auf der Flucht gen Westen. Gustavs Schwester Frieda war bereits „im Reich“, so wurde gesagt, wenn Menschen aus den östlichen Gebieten in den Westen Deutschlands gegangen waren. Sie war mit einem Berliner Geschäftsmann verheiratet, mit dem sie in eine norddeutsche Kleinstadt gegangen war.

Maria war hochschwanger. Es war Heiliger Abend und es gab immer noch keine Nachricht von Gustav.

Plötzlich traten die Wehen ein, die Hebamme aus dem Nachbardorf wurde geholt und um 20 Uhr am Heiligenabend wurde die kleine Lena geboren, die als Lichtblick das Licht und die Dunkelheit der Welt erblickte.

Allen kam es wie ein Himmelsgeschenk vor, und so war es auch.

Aber ein Schatten lag über dem lichten Weihnachtsstern: Wo war Gustav? Wo waren die Brüder Fred und Ernst?

Alle weinten, auch wenn es nicht zu sehen war. Es fand innen, ganz tief in der Seele statt. Nur Lux, Gustavs Schäferhund, weinte laut. Er jaulte fast Tag und Nacht und fraß kaum noch etwas. Und ein paar Tage nach Weihnachten fing Lux an zu winseln und laut zu jaulen, aber anders als sonst. Es war Abend und schon dunkel, und Maria sah jemanden auf den Hof kommen und konnte nur die Konturen erkennen. Sie ging vor die Tür und sah, wie Lux sich von der Kette losgerissen hatte, auf den Fremden zusprang und vor Freude winselte. Und dann kam dieser Jemand näher, und es war Gustav.

Maria hatte sich so sehr erschrocken, da sie mit ihm nicht rechnete und daher dachte, es sei ein Geist. Sie hatte sich nicht vorstellen können, dass Gustav in dieser Zeit kommen würde. Es dauerte, bis Maria sich freuen konnte, ihren Gustav in den Armen zu halten. Es war ein großes Wunder!

Gustav hatte Sonderurlaub bekommen, er konnte es selbst kaum fassen. Marias Vater hatte ein Telegramm zu Gustavs Kompanie geschickt und mitgeteilt, dass er Vater geworden ist.

Gustavs Kompaniechef hatte ihn wegen des Telegramms zu sich gebeten. Gustav hatte etwas Furchtbares erwartet, doch dann sagte sein Vorgesetzter: „Herzlichen Glückwunsch! Ihre Familie braucht Sie jetzt. Sie bekommen Sonderurlaub! Was können wir denn hier noch ausrichten!? Abtreten!“

Und nun war Gustav wieder zu Hause, das nun keines mehr war. Alle Räume waren mit Taschen, Koffern und Bündeln vollgestellt. Alle freuten sich, dass Gustav wieder da war, seine Schwester, sein Stiefvater und seine Mutter, die Bediensteten. Und dann bekam er das kleine Lenchen auf seinen Arm, er weinte vor Freude und wusste, dass dies ein Christuskind, ein Kind des Himmels ist, denn seine Geburt war der Grund für diesen wundersamen Sonderurlaub. Es waren Momente der Rührung und des Glücks und der Liebe.

Wahrhaftig empfinden können wir nur den Augenblick ohne Gestern, ohne Morgen. Wenn wir uns nicht so sehr als geschichtliche Wesen mit unseren Gedanken und Gefühlen identifizieren würden, dann wäre das Leben wahrscheinlich erträglicher! Aber so einfach ist das nicht! Jede Tat, jede Situation ist mit vielen unterschiedlichen Gefühlen und Gedanken verbunden, sodass diese je nach Intensität im Gehirn gespeichert werden. Diese „Momentaufnahme“ kann dann je nach Inhalten in der bewussten Erinnerung oder aber auch auf der unbewussten Ebene entweder Schmerzen oder Freude bereiten.

Jedenfalls war das Glück des Wiedersehens überschattet vom nahenden Abschied. Das kleine Dorf S. war nicht mehr das, was es vorher einmal war. Es war Heimat gewesen, der Ort der Kindheit, der Vertrautheit, mit der Landschaft, mit den Häusern und Ställen, mit den Tieren und den Menschen und deren Gewohnheiten und Ritualen.

Da die meisten Dorfbewohner, darunter auch Freunde und Bekannte, schon aufgebrochen waren, war dieses Dorf nicht mehr Heimat, nicht mehr Geborgenheit. Es war wie ein Ort im Nirgendwo und eine Zeit des Nichts, und dennoch war da Hoffnung: Die kleine Lena, das Resultat von Marias und Gustavs Liebe, wies auf die Zukunft hin, egal, wo sich diese befinden würde, es würde einen Ort geben, wo sie miteinander glücklich leben könnten, auch wenn sie noch nicht wirklich wussten, wo sich dieser befand. Hier mussten sie weg, weg gen Westen, irgendwohin! Im „Reichsdeutschland“ würde es eine Möglichkeit geben, so hofften Maria und Gustav und deren Familien.

Vertreibung und Flucht stellt wohl das größte Trauma für den Menschen dar, es erinnert ihn auf der tiefsten Ebene seines Seins an die Vertreibung aus dem Paradies.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Lichtrebellin»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Lichtrebellin» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Lichtrebellin»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Lichtrebellin» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x