Luise Phillis - Die Lichtrebellin

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Der Roman «Die Lichtrebellin» erzählt die Geschichte der hochsensiblen Elisa, die ebenso wenig etwas über ihre Hochsensibilität weiß wie ihre Mitmenschen. Eingebettet ist ihre spannende Lebensgeschichte in die ihrer Eltern, und sie lässt den Leser an einem Stück Zeitgeschichte des 20. und am Beginn des 21. Jahrhunderts teilhaben.
Die vielschichtigen Gefühls-Denk- und Handlungsebenen einer Hochsensiblen werden am Beispiel der Protagonistin auf einfühlsame Weise veranschaulicht.
Zwischen Anpassung an alte Werte und Rebellion begibt sich Elisa auf eine intensive und ereignisreiche Lebensreise, auf der sich nicht nur die Hochsensiblen wiederfinden…
So ist dieser Roman u. a. auch eine Hommage an die Hochsensiblen und deren Potenzial. Sie sind diejenigen, die die Welt bereichern, es sind die Mitfühlenden in einer Gesellschaft… die Veränderer, die Heilenden, … die Betenden, alle, die authentisch forschen und die Weisheit lieben und sich künstlerisch und handwerklich ausdrücken … alle Kreativen und alle, die diese Tugenden und dieses Potenzial schätzen…

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Gustav war der Jüngste von insgesamt fünf Kindern. Er war das „geliebte Gustavchen“. Sein Bruder war der Älteste und dann hatte er noch drei Schwestern, von denen Frieda die jüngste war. Sie war es auch, die sehr eng mit Maria befreundet war. Eines Tages hatte Gustavs Großvater bei der Heuernte einen Unfall. Er fiel vom Heuwagen und hatte sich so schwer verletzt, dass er an den Folgen starb. Es lag nicht viel Zeit dazwischen, denn als Gustav sechs Jahre alt war, starb sein Vater. Die Todesursache war wohl ein Herzinfarkt. Und als Gustav zehn Jahre alt war, legte sich seine geliebte Großmutter eines Tages, als sie bereits in einem hohen Alter war, ins Bett und stand nicht mehr auf. Gustav war noch ein Schulkind und ging jeden Tag an das Bett der Großmutter. Seine Mutter und seine Geschwister standen um ihr Bett herum und sangen Kirchenlieder und beteten. Und eines Tages, es war eine lange Zeit des Wartens, starb die Großmutter in Frieden.

Hiervon hatte mein Vater häufig berichtet, auf eine irgendwie bewundernde Weise. Und heute, da er 93 Jahre alt ist, hat auch er sich ins Bett gelegt und etwas in ihm möchte sich verabschieden, sich verabschieden von allem Geliebten, von dieser Welt. Das Leben bedeutet Abschiednehmen: In jedem Moment nimmt man Abschied von dem vorhergehenden. Diese Erfahrung machten meine Eltern und deren Familien lebenslang auf sehr intensive Weise.

Bald heiratete Gustavs Mutter wieder, sein Stiefvater nahm jedoch so gut wie keinen Platz in seinem Leben ein.

Gustavchen war der zarte und hübsche Junge und alle liebten ihn. Das ist in seinem Leben so geblieben, bis zum heutigen Tag, an dem er im Sterben liegt. Er war der Schwarm aller Mädchen und Frauen, jedoch entschied er sich schon sehr früh reinen Herzens für Maria. Auch er war christlich geprägt wie Maria, stand allerdings weniger unter alttestamentarischem Einfluss. Er war sehr frei erzogen und genoss sein Leben besonders auch, als er jung war. Er fühlte sich glücklich, sang und spielte Posaune in einem Posaunenchor und stellte als Sechsjähriger einen Hasen in einem Kindertheaterstück dar und als junger Mann einen Richter. Erst als Gustav achtzig war, erzählte er mir, dass er am liebsten Schauspieler geworden wäre. Nicht alles läuft im Leben so, wie wir es planen! Auch wenn wir es gern so hätten. Wir stellen zwar ein eigenes Universum dar, sind aber gleichzeitig Teil eines Gesamtuniversums, dessen Regeln wir nicht ignorieren können und dessen Zusammenhänge wir zum größten Teil nicht kennen!

Auch Gustavs Bruder konnte nicht den Beruf ausüben, den er sich wohl immer gewünscht hatte, nämlich Hochschulprofessor für Philosophie zu werden. Das konnte er nicht verwirklichen, da er als ältester Sohn viel Verantwortung für seine Ursprungsfamilie übernehmen musste.

Eines Tages wurde eine der drei Schwestern Gustavs, die 16-jährige Lore, krank. Sie wurde in der benachbarten Stadt operiert, was jedoch nicht wirklich erfolgreich verlief. Sie hatte einen „offenen“ Bauch und wurde bettlägerig und zu Hause gepflegt. Sie würde nicht mehr lange leben, das wussten alle.

Gustav kam immer gleich nach der Schule zu ihr ans Bett und erzählte von seinen Schulerlebnissen und seinen Gedanken und das auf sehr einfühlsame Weise. Sie freute sich immer sehr über Gustav und auch sie wusste, dass sie nicht mehr lange zu leben hatte. Sie ging dem Tode mit frohem Herzen entgegen und erlebte ein bewusstes Sterben im Licht. Ihre Mutter betete mehrmals am Tag an ihrem Bett, sie sangen Lieder aus dem Kirchengesangbuch und auch Maria und Frieda, Ernst und die andere Schwester, Magda, saßen um die Sterbende herum und erzählten ihr etwas und sangen mit ihr. Auch Marias Eltern kamen zu Gustavs Mutter, beteten und sangen mit ihr gemeinsam am Bett der Sterbenden.

Und eines Tages erzählte Lore von einem Traum, den sie in jener letzten Nacht gehabt hatte, nämlich dass sie auf einer wunderschönen Wiese Blumen pflückte und dass alles in einem sehr hellen Licht erschien und dass sie sehr glücklich war. Am darauf folgenden Tag starb Lore im Beisein ihrer Angehörigen. Alle waren tief berührt, besonders auch Gustav, der seine Schwestern sehr liebte und zu Lore eine besonders intensive Beziehung gehabt hatte. Er weinte viel und wusste dennoch, dass sie im Licht war.

Jetzt bete ich, beten wir für Gustav, und er betet auch den ganzen Tag, denn jetzt liegt er im Sterben …

Damals, während Gustavs und Marias Jugendzeit kam alles noch ganz anders. Durch den politischen Wandel im Deutschen Staat von der Demokratie zur Diktatur wurde der Zweite Weltkrieg vorbereitet. Und eines Tages war er da und alle Männer wurden in den Kriegsdienst eingezogen. Auch mein Vater und sein Bruder und die anderen männlichen Verwandte und Freunde.

Jedenfalls begann damit eine bleierne Schwere. Es geschahen die schrecklichen Dinge, von denen wir jetzt immer mehr wissen: Damit sind nicht nur die „gefallenen“, man muss wohl eher sagen, die getöteten Soldaten an der Front gemeint, sondern auch die fehlenden Menschen überall im damaligen „Reichsdeutschland“ und in den Minderheitenregionen, also auch im damaligen Ostpreußen (heutiges Polen). Sie waren einfach weg – bestimmte Familien, Ärzte, Rechtsanwälte und Schneidermeister, wie auch der befreundete meiner Eltern und Großeltern. Auch der Arzt, der die Familienmitglieder von Maria und Gustav einfühlsam behandelt hatte, war wie vom Erdboden verschwunden, und auch Kaufleute und deren Familien, alle waren plötzlich weg.

Es hieß, sie seien verreist. Auch der alte Jude mit seinem Bauchladen, der Jiddisch sprach und im Winter in der ländlichen Region immer Quartier gesucht hatte und entweder bei Marias oder Gustavs Eltern unterkommen konnte, weil genügend Platz in den Bauernhäusern war, auch dieser liebenswerte Landstreicher war weg.

Viele kranke Menschen waren auch nicht mehr da. Dazu gehörten auch so genannte „Schwachsinnige“, die angeblich irgendwie im „Reich“ (gemeint ist das Nationalsozialistische Deutschland, ohne Gebiete im Osten) in „Anstalten“ eine „Behandlung“ erfahren sollten, aber getötet wurden. Es wurde geschwiegen, einfach nicht darüber gesprochen, es geschah im Namen der Eugenik, also der Rassenlehre Hitlers.

Ich weiß, dass mein Großvater, Marias Vater, einmal zwei Juden versteckt hatte. Es drohte eine hohe Strafe für den „Täter“ und für alle Familienangehörige: KZ-Haft und die Todesstrafe. Mein Großvater und alle anderen aus der Familie waren davongekommen, niemand hatte die Tat je entdeckt.

Ein dunkles Netz hatte nun Maria und Gustav und deren Familien eingefangen. Die männlichen Familienmitglieder waren alle „eingezogen“ worden, auch alle anderen „tauglichen“ Männer aus dem Dorf, außer Marias Vater und Gustavs Stiefvater. Die „Eingezogenen“ waren irgendwo auf der Welt stationiert: entweder an der russischen Front wie Marias Bruder Fred und Gustavs Bruder Ernst oder aber wie Gustav selbst, in Griechenland und Italien. Andere waren in Frankreich oder in Nordafrika oder an einer anderen Stelle, an der sich das „Deutsche Reich“ als „Heilversprechen“ durchsetzen sollte.

Der kleine Wahnsinnige, der eigentlich ein Stadtstreicher war, wollte die Weltherrschaft und setzte das zunächst auch „erfolgreich“ um.

Getragen waren seine Taten von den Gedanken der damals und auch schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts verbreiteten Rassentheorien.

Dabei handelte es sich um einen Sozialdarwinismus, der besagte, dass nur die Gesunden, „Erfolgreichen“, Vitalen ein Recht haben zu leben und dass es nur so möglich ist, die Welt zu erhalten und zu erneuern.

Auch Nietzsches Philosophie vom „Übermenschen“ und vom „neuen Menschen“ hatte großen Einfluss auf diese Theorien, die der Kleine mit dem schwarzen Schnurrbart leider auf die konsequenteste Weise verdrehte und missverstand und auf seine Weise in die Praxis umsetzte.

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