Luise Phillis - Die Lichtrebellin

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Der Roman «Die Lichtrebellin» erzählt die Geschichte der hochsensiblen Elisa, die ebenso wenig etwas über ihre Hochsensibilität weiß wie ihre Mitmenschen. Eingebettet ist ihre spannende Lebensgeschichte in die ihrer Eltern, und sie lässt den Leser an einem Stück Zeitgeschichte des 20. und am Beginn des 21. Jahrhunderts teilhaben.
Die vielschichtigen Gefühls-Denk- und Handlungsebenen einer Hochsensiblen werden am Beispiel der Protagonistin auf einfühlsame Weise veranschaulicht.
Zwischen Anpassung an alte Werte und Rebellion begibt sich Elisa auf eine intensive und ereignisreiche Lebensreise, auf der sich nicht nur die Hochsensiblen wiederfinden…
So ist dieser Roman u. a. auch eine Hommage an die Hochsensiblen und deren Potenzial. Sie sind diejenigen, die die Welt bereichern, es sind die Mitfühlenden in einer Gesellschaft… die Veränderer, die Heilenden, … die Betenden, alle, die authentisch forschen und die Weisheit lieben und sich künstlerisch und handwerklich ausdrücken … alle Kreativen und alle, die diese Tugenden und dieses Potenzial schätzen…

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Ich schreibe jetzt gegen die Zeit oder mit der Zeit, jedenfalls liegt Gustav seit mehr als einem halben Jahr im Sterben und Maria fühlt sich heimatlos, heimatloser als in jener Zeit, und empfindet eine unerträgliche Traurigkeit. Maria ist erschüttert von einer nicht auszuhaltenden Schwere im Herzen, da sie Abschied von Gustav nehmen muss, der sie 90 Jahre lang begleitet hat und für sie Heimat gewesen war. Hinzu kommen auch Gefühle von jener Traurigkeit und Heimatlosigkeit, die sie auf der Flucht hatte, die sie allerdings unterdrücken musste, um überleben zu können. Das alles überwältigt Maria und bestimmt seit dem ihr Leben.

Irgendwie weiß ich nicht genau, warum ich mir diese Eltern ausgesucht habe, in der Zeit der Feinstofflichkeit, aber irgendwie weiß ich auch genau, warum sie es waren, die meine Wahl getroffen hat.

Die Deutschen, die von den russischen Soldaten wieder in ihre Nicht-Heimat zurückgeschickt wurden, erfuhren ähnliches Leid, wie ihre Kriegsgegner es durch die Deutschen hatten erfahren müssen. Das betraf auch Maria und Gustav und deren Familienangehörige. Dennoch waren sie irgendwie noch davongekommen, sie erlitten nicht die Brutalität, die die deutsche Armee teilweise an den Russen und Polen angewandt hatte.

Gustav und Maria wurden in eine Art Lager eines benachbarten Dorfes gebracht. Dort mussten sie arbeiten und bekamen kaum etwas zu essen. In jenem Lager trafen sie auch andere Deutsche, deren Flucht missglückt war. Einige wurden geschlagen. Es waren Polen und Russen, die diese Deutschen dort in Gefangenschaft hielten. Gustavs Mutter, die ich bis zum heutigen Tage, in Gesprächen die „Kleine Oma“ nenne, weil sie im Alter sehr zierlich und klein von Statur, aber groß an menschlicher Wärme war, hatte ihr kleines Kirchengesangbuch mitgenommen, und sang leise daraus, wenn sie irgendeine kleine Ecke für sich alleine fand: „Bis hierher hat mich Gott gebracht durch seine große Güte: Bis hierher hat er Tag und Nacht bewahrt Herz und Gemüte: Bis hierher hat er mich geleit`t. Bis hierher hat er mich erfreut, bis hierher mir geholfen. “ Auch die weiteren zwei Strophen sang sie mutig, demütig und gläubig.

Dennoch musste sie viel Schwieriges in ihrem Leben erleiden, der frühe Tod ihres Mannes, ihrer Töchter. Wahrscheinlich gerade deshalb war sie so stark in ihrem Glauben und so bescheiden und voller Liebe.

Sie hatte dieses Lied auch immer gesungen, wenn sie bei uns zu Besuch war, sie blieb meistens zwei Monate bei uns und sang und betete dann jeden Morgen und Abend für alle ihre Kinder, die sie noch hatte, ihre Schwiegerkinder und Enkelkinder. Sie schlief im Zimmer neben meinem und ich konnte die Gebete immer hören. Sie zelebrierte dann eine kleine Andacht mit vielen Liedern:„Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit …“ oder „Befiehl Du Deine Wege und was Dein Herze kränkt …“

Aus jenem Gesangbuch der „kleinen, großen Oma“, das sie über die Flucht und Gefangenschaft hinaus gerettet hatte, singt jetzt täglich Maria im Seniorenheim diese Lieder und weint viel. Es sind die Tränen der Angst, Verzweiflung und Trauer, die sie damals nicht weinen konnte und es sind auch die Tränen der Sehnsucht, des Heimwehs und des Abschiednehmens von Gustav, ihrem geliebten Mann. Das klingt romantisch, ist es aber nicht, es ist erlebt, erfahren, erduldet und erlitten.

Trotz ihrer Zuversicht musste die kleine Oma damals, als sie in Gefangenschaft bei den Polen lebte, erleiden, dass ihre Tochter Magda, die auch Zwangsarbeit verrichten musste, eines Tages nicht mehr aufzufinden war. Es hieß, sie hätte eine Fischvergiftung gehabt und sei daran gestorben und deshalb sei sie sofort „separiert“ worden. Meine Großmutter hat Magdas Leiche nie gesehen. Sie war unendlich traurig und verzweifelt und dennoch weiterhin stark in ihrem Glauben und in ihrer Liebe. Sie hat mir davon erzählt, als ich 13 Jahre alt war, sie weinte und sagte: „Ich möchte nach Polen, ich möchte sie suchen!“ Ich verstand ihre Traurigkeit und konnte mitfühlen und auch diese Verzweiflung darüber, nicht einmal die Toten bestatten zu können!

Während der Gefangenschaft in Polen war es kaum erträglich für sie, die Zwangsarbeit durchzuhalten und ihr Kind jeden Tag zu vermissen und nicht zu wissen, wie Magda gestorben ist. Da Magda erst 18 Jahre alt, sehr zierlich und zerbrechlich war und harte Arbeit nicht gewohnt, war meiner Oma klar, dass sie von den Polen umgebracht worden war, weil sie für die Arbeit nicht tauglich und deshalb aus deren Sicht nur eine Belastung war.

Das alles war fürchterlich und traurig und zeigte die Idiotie, die Kriege und besonders dieser 2. Weltkrieg mit sich brachte. Den Deutschen in den russischen und polnischen Gefangenenlagern wurde genau das zugefügt, was sie den anderen Menschen angetan haben, die sie als Feinde und nicht als Menschen betrachteten. Es gab allerdings immer auch diejenigen, die sich nicht als Deutsche, Polen, Russen oder sonst wer fühlten, sie waren einfach Menschen im wahrhaftigen Sinne, voller Güte, voller Leben, voller Weitsicht wie der russische Offizier, der Lenchen zu einer Kuh verhalf, so dass sie nicht verhungern musste.

Gustav und Maria mit Lenchen erging es unter den Umständen der Zwangsarbeit auch nicht besonders. Gustav hatte bei der Zuweisung von Schlafplätzen für Maria und sich – auf einem nackten Steinfußboden einer großen Scheune inmitten einer Vielzahl von Menschen – zu den polnischen Aufsehern gesagt: „Da oben ist ein Dachboden, dort wollen meine Frau und ich schlafen, schließlich sind wir ein jung verheiratetes Paar.“ Gustav hatte dies mit so viel Überzeugung und Nachdruck gesagt, dass die beiden mit Lenchen tatsächlich für eine Nacht oder mehr dort oben schlafen konnten.

Zu essen gab es kaum etwas und Lenchen wurde zwischendurch bei ehemaligen Bekannten untergebracht, hier bekam sie ihre Fläschchen und Maria traf eine arme polnische Bäuerin, deren große Familie Marias Eltern regelmäßig mit Mehl, Brot und Fleisch unterstützt hatten. Maria denkt noch heute daran, wie sie das als Kind mitbekommen hatte, wenn diese Bäuerin die geschenkten Lebensmittelgüter entgegennahm und dann jedes Mal zu ihren Eltern sagte: „Vergelt´s euch Gott, ich werde es euch einmal zurückgeben!“ Maria hatte damals als Kind gedacht: „Wie soll das möglich sein, wie will diese arme Frau uns das jemals wiedergeben?“

Jedoch in jener Zeit der Zwangsarbeit, des Hungers und der Not kam genau jene arme Bäuerin vorbei und brachte Maria und Gustav etwas zu essen, aus tiefer Dankbarkeit und einem aufrichtigen Mitgefühl heraus. Maria konnte sich genau an die verheißenden Worte der Bäuerin erinnern.

Es geschahen immer wieder kleine und große Wunder in jener Zeit der Angst und der Not. Auch Gustav erlebte noch zweimal die Situation der akuten Todesangst. Er wurde als verdächtiger deutscher Soldat an die Wand gestellt und sollte von polnischen und russischen Soldaten erschossen werden, jedoch rettete ihn die Tatsache, dass er polnisch und russisch sprach und dass polnische Freunde sich für ihn verbürgten, er sei ein guter Mensch und gehöre zu ihnen. Es waren wohl eher riesige Wunder, die Maria und Gustav damals erfahren konnten. In jener dunklen Zeit gab es also auch immer wieder Momente des Lichts.

Die Zeit der Flucht, der Gefangenschaft, der Ungewissheit und der Todesängste ist erwähnenswert, um meine Geschichte zu verstehen.

Jedenfalls kamen Gustav, Maria und Lenchen auf einen polnischen Gutshof, der zwei Nachbardörfer weiter gelegen war. Dort waren Gustav und Maria als Zwangsarbeiter eingesetzt und sie wohnten auch dort in einer kleinen Kammer. Maria musste schon morgens um vier Uhr Kühe melken und mit Gustav zusammen auf dem Feld arbeiten. Die Arbeit war sehr schwer und beide waren unterernährt. Sie bekamen zwar zu essen, aber das war nicht genug für eine so schwere Arbeit, die sie Tag für Tag verrichten mussten. Maria war ja erst 6 Wochen nach dem Wochenbett. Sie war oftmals erschöpft, jedoch hielt sie durch, genau wie Gustav. Niemand hatte den beiden zugetraut, dass sie so hart arbeiten konnten, denn sie sahen eher aus wie ein Schauspielerpaar auf der Durchreise. Lenchen hatte es vergleichsweise gut, denn sie war in einen Kinderwagen gebettet, bekam reichlich zu trinken und zu essen und wurde zu den Zeiten, als die Töchter der Gutsherrin und des Gutsherrn in den Semesterferien auf dem Hof waren, von diesen gehütet. Allerdings war sie auch viele Stunden täglich getrennt von Mutter und Vater. Gustav und Maria waren sonst gut behandelt worden. Einmal bekam Maria in aller Frühe, als Gustav schon auf dem Felde war, von dem Gutsherren „Besuch“.

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