Luise Phillis - Die Lichtrebellin

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Der Roman «Die Lichtrebellin» erzählt die Geschichte der hochsensiblen Elisa, die ebenso wenig etwas über ihre Hochsensibilität weiß wie ihre Mitmenschen. Eingebettet ist ihre spannende Lebensgeschichte in die ihrer Eltern, und sie lässt den Leser an einem Stück Zeitgeschichte des 20. und am Beginn des 21. Jahrhunderts teilhaben.
Die vielschichtigen Gefühls-Denk- und Handlungsebenen einer Hochsensiblen werden am Beispiel der Protagonistin auf einfühlsame Weise veranschaulicht.
Zwischen Anpassung an alte Werte und Rebellion begibt sich Elisa auf eine intensive und ereignisreiche Lebensreise, auf der sich nicht nur die Hochsensiblen wiederfinden…
So ist dieser Roman u. a. auch eine Hommage an die Hochsensiblen und deren Potenzial. Sie sind diejenigen, die die Welt bereichern, es sind die Mitfühlenden in einer Gesellschaft… die Veränderer, die Heilenden, … die Betenden, alle, die authentisch forschen und die Weisheit lieben und sich künstlerisch und handwerklich ausdrücken … alle Kreativen und alle, die diese Tugenden und dieses Potenzial schätzen…

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Am Wochenende, wenn Gustav von seinen Schleswig-Holstein-Touren nach Hause kam, gingen wir vier manchmal in die Kirche und anschließend spazieren. Wir waren sehr fein ausstaffiert. Maria trug ein eng anliegendes, modisches Kostüm mit breitem Kragen und einen Topfhut, Gustav hatte einen feinen Anzug an und trug einen ziemlich breitkrempigen Hut, Lenchen hatte ein Kleid an, das mit ihrem neuen Pettycoat sehr weit war und ich hatte ein weiß -blaues Sommerkleid an. So gingen wir in einen nahegelegenen Park und fielen auf. Wir sahen aus wie eine Fürstenfamilie. Lenchen und ich waren immer sehr gut angezogen. Wir sollten nicht als Flüchtlingskinder auffallen, aber wir fielen natürlich auf, weil wir besonders gut gekleidet waren. Als Kind möchte man gar nicht auffallen, man möchte nur dazugehören, aber das war nicht immer so einfach.

Danno und ich fahren morgen von der Kur nach Hause. Wir haben 12 Tage gefastet, und Danno will auch im Alltag noch weiter fasten. Heute hat Essen und Trinken einen anderen Stellenwert, aber das ist noch nicht dran. Wir besuchen nächste Woche Maria, die, mit Unterstützung von Beruhigungspillen, den Tod von Gustav zu verwinden versucht. Sie ist sehr tapfer, mehr in ihrer Mitte, nur sehr, sehr traurig.

Tapfer war Maria damals auch, denn Gustav war während der Woche unterwegs, und sie musste noch Geld dazu verdienen. Sie verkaufte Elektroöfen in einem Hotel in Ho. Wir hatten selbst auch so einen Ofen, der auf Rollen stand und elektrisch heizte. Der sollte eine Ergänzung dafür sein, wenn Kohle -oder Ölöfen nicht genügend Wärme brachten. Dann waren entweder die kleine Oma zu Besuch bei uns, um auf mich aufzupassen, oder meine Großeltern aus D.

Ich mochte das nicht, wenn Maria nicht da war. Ich fühlte mich wund und verlassen, habe aber mit niemandem darüber gesprochen.

Und einmal, es war ein Samstagmorgen, da stand ich auf, etwas später als sonst, und da waren morgens nur meine Großeltern da. Gustav und Maria waren in der Stadt zum Einkaufen. Sie hatten mir aber nichts davon gesagt, und da war ich sehr enttäuscht. Ich fühlte mich verlassen, im Stich gelassen, und da habe ich meinen Großeltern gegenüber Panik verbreitet, indem ich behauptete, ich hätte schon längst in der Schule sein müssen. Damals gingen die Kinder noch samstags zur Schule. Meine Großeltern waren ganz aufgeregt und wollten mir helfen, mich für die Schule fertig zu machen. Das habe ich aber nicht zugelassen und gesagt, das sei sowie schon zu spät. Die beiden waren besorgt, wussten aber nicht so recht, wie sie mir nun helfen konnten. Da kam Gustav. Er war sehr gelassen und liebevoll. Und ich freute mich einfach nur, dass er wieder da war. Er warf einen Blick auf den Stundenplan, der im Küchenschrank in der Innentür hing, und sagte: „Heute musst du doch erst um 10.30 Uhr in der Schule sein.“ Alle waren beruhigt und ich war glücklich, dass Gustav sich nun um mich kümmerte.

Als Gustav, Maria und ich einmal nach Düsseldorf zu meinen Großeltern fuhren, weil Maria und Gustav einen neuen Bus in Köln kaufen wollten, gab es wieder Hühnersuppe mit Suppengemüse und Nudeln, Hühnerfleisch mit Kartoffeln und Gurkensalat bei meiner Oma.

Und als Maria und Gustav am nächsten Morgen nach Köln fuhren und mir erklärt hatten, dass sie mich nicht mitnehmen könnten, da hatte ich den Grund nicht verstanden und die Tatsache, bei meinen Großeltern bleiben zu müssen, innerlich nicht hingenommen. Jedenfalls war ich bockig. Ich aß das Mittagessen meiner Oma nicht, obwohl ich Hunger hatte, und sagte zu ihr: „Das ist alles von gestern!“ Und das wurde noch viele Jahre später als Anekdote erzählt, weil ich sonst immer das artige, angepasste Kind war. Tatsächlich war ich damals sehr enttäuscht gewesen, dass meine Eltern mich nicht nach Köln mitgenommen hatten, und ich war traurig und auch ein wenig verzweifelt gewesen. Als Gustav und Maria dann mit dem neuen Auto vor der Tür standen, da war ich froh, und meine Bockigkeit war sofort verschwunden.

Wenn die kleine Oma zu Besuch war und auf mich aufpasste, während Maria Elektroöfen verkaufte, Gustav mit seinen Teppichen unterwegs war und Lenchen sich mit ihren Freundinnen und Freunden traf, da hatte ich manchmal auch dieses Bockigkeitsgefühl. Obwohl ich meine kleine Oma sehr liebte, tobte ich draußen herum und sagte ihr nicht, wann ich wieder zurückkommen würde. Ich spielte mit den Flüchtlings -und Barackenkindern „Räuber und Gendarm“ oder „Cowboy und Indianer“, und ich fiel oft hin und schlug mir die Knie auf. Maria wusch mich abends in der Schüssel und behandelte mich wie einen Jungen. Sie rieb mit einem Lappen und Seife über meine Wunden und sagte: „Das härtet ab!“ Und ich hielt das tapfer aus.

Ich sammelte Schnecken, große und kleine, mit Häusern und ohne und ich genoss es, wenn sie in unserem Kinderzimmer auf der Fensterbank ihre Schleimspur hinterließen.

Einmal hatte ich Keuchhusten und verwand das ganz tapfer. -

In der Adventszeit war alles schön geschmückt und an den Adventssonntagen wurde am späten Nachmittag das Licht ausgemacht und die Kerzen am Adventskranz angezündet. In dieser Atmosphäre erzählten Gustav und Maria Lenchen und mir, als seien wir Erwachsene, von den Gräueltaten, die sie auf der Flucht gesehen und miterlebt hatten. Sie beschrieben Leichenberge am Wegesrand, Menschen, die schwer verwundet und am Verbluten waren, denen sie nicht helfen konnten, Freunde und Bekannte, die erschossen worden waren, Kinder, die verhungert waren, Mütter, die ihre verhungerten Babys noch mit sich herumtrugen, weil sei deren Tod nicht fassen konnten. Sie schilderten die Angst und den Terror der damaligen Zeit und ihre eigene Angst.. Wir Kinder waren sprachlos, haben aber alles verstanden.

Später haben Gustav und Maria nie mehr von jenen Gräueltaten erzählt, sondern nur noch von dem Geschenk, dass sie so heil davongekommen sind.

Als der 6. Dezember kam, glaubte ich immer noch irgendwie an den Nikolaus. Ich konnte in jener Nacht nicht schlafen und wollte irgendwie wissen, ob es den guten Mann nun gibt oder nicht. Es war nur Maria da. Lenchen schlief bei ihrer Freundin Petty, und Gustav war mit seinen Teppichen unterwegs. Als es über Mitternacht hinaus war und ich immer noch nicht eingeschlafen war, ging die Tür auf. Ich stellte mich schlafend und Maria trat ein und steckte mir ein paar bunte Süßigkeiten in den Schuh, da begriff auch ich, dass es den Nikolaus, der den Kindern Geschenke bringt, gar nicht gibt! Oder?

Zu Weihnachten bekam ich einen Kaufmannsladen, Lenchen bekam hübsche Sachen zum Anziehen und Singles für ihren Plattenspieler, den die ganze Familie nutzte.

Gustav spielte mit mir die Weihnachtstage über, indem er bei mir in meinem Kaufmannsladen einkaufte und immer große Mengen Bonbons verlangte: Er wollte immer zwei Kilogramm Bonbons haben, sodass ich ihm sagen musste, so viele seien gar nicht so gut!

Als ich die erste Klasse beendet hatte, bekam ich ein Zeugnis, das überragend war. In den Sommerferien sollten wir mit Buchstaben und kurzen Wörtern ein ganzes Heft voll schreiben, das tat ich dann auch, obwohl mich das irgendwie belastete.

Und in der zweiten Klasse hatten wir dann Religionsunterricht. Die Religionslehrerin war eine große, dünne ältere Frau mit einem grauen Knoten und einer Brille, und sie erzählte uns biblische Geschichten, die ich sehr mochte.

Und einmal, vor Ostern, erzählte sie uns die Geschichte von Jesus. Alle hörten aufmerksam zu. Es war eine unglaubliche Stille im Klassenzimmer, die fast wehtat. Ich hatte das Gefühl, als würde ich diese Geschichte bereits sehr gut kennen. Die Lehrerin beschrieb die Leidensgeschichte Jesu besonders eindringlich, und ich war sehr traurig. Ich konnte es nicht verstehen, dass ein Mensch, der nur Gutes getan hatte, der die Menschen geheilt und sich für Gerechtigkeit eingesetzt hatte, gekreuzigt worden war, und dass das auch noch für mich zum Zeichen sein sollte, dass meine Sünden vergeben sind.

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