Luise Phillis - Die Lichtrebellin

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Der Roman «Die Lichtrebellin» erzählt die Geschichte der hochsensiblen Elisa, die ebenso wenig etwas über ihre Hochsensibilität weiß wie ihre Mitmenschen. Eingebettet ist ihre spannende Lebensgeschichte in die ihrer Eltern, und sie lässt den Leser an einem Stück Zeitgeschichte des 20. und am Beginn des 21. Jahrhunderts teilhaben.
Die vielschichtigen Gefühls-Denk- und Handlungsebenen einer Hochsensiblen werden am Beispiel der Protagonistin auf einfühlsame Weise veranschaulicht.
Zwischen Anpassung an alte Werte und Rebellion begibt sich Elisa auf eine intensive und ereignisreiche Lebensreise, auf der sich nicht nur die Hochsensiblen wiederfinden…
So ist dieser Roman u. a. auch eine Hommage an die Hochsensiblen und deren Potenzial. Sie sind diejenigen, die die Welt bereichern, es sind die Mitfühlenden in einer Gesellschaft… die Veränderer, die Heilenden, … die Betenden, alle, die authentisch forschen und die Weisheit lieben und sich künstlerisch und handwerklich ausdrücken … alle Kreativen und alle, die diese Tugenden und dieses Potenzial schätzen…

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Adenauer hatte dafür gesorgt, dass nach harten Verhandlungen mit der damaligen Sowjetunion die restlichen gefangenen deutschen Soldaten aus der russischen Gefangenschaft freigelassen wurden und „heimkehren“ konnten. Es handelte sich dabei um die „Heimkehr der 10.000“. Das entfachte eine derart riesige Freude im ganzen Land, dass dieser Bundeskanzler auf der Beliebtheitsskala ganz oben stand. Allerdings war dieses „Heimkehren“ nicht ganz unproblematisch, da viele ehemalige Soldaten bereits längst totgesagt waren und die Frauen sich „neue“ Männer gesucht hatten. Diese Soldaten waren nicht erwünscht und hatten dann nicht unbedingt ein Zuhause. Die „Heimkehrer“ waren alle abgemagert und um viele Jahre gealtert. Es gab einen langen Prozess der Integration.

In unserer Familie kam das nicht vor. Alle Männer waren irgendwie rechtzeitig jenem Wahnsinnskrieg entkommen, zumindest äußerlich. Das war wie ein Wunder.

Und wenn Silvester war, dann haben die Erwachsenen gefeiert, und wir Kinder mussten schlafen gehen und wurden zum Feuerwerk geweckt. Es war laut und bunt und kalt auf dem kleinen Balkon, von dem aus wir das Spektakel ansehen konnten.

Beim nächsten Silvester durften wir dann aufbleiben und Onkel Hans, Martin und Wilfried setzten Stinkbomben und andere Scherzartikel ein, wie z. B. ein Feuerzeug, das gar nicht funktionierte, Becher zum Trinken, aus denen dann gar keine Flüssigkeit herauskam und vieles andere. Dann gab es kleine Tischfeuerwerke, und um Mitternacht wurden Raketen in Flaschen gezündet. Gustav mochte das nicht so gern, ich auch nicht. Ich mag es bis heute nicht.

Irgendwie war das gutgegangen, zwei Jahre lang, zwei Familien in einer Wohnung -irgendwie hielt man damals zusammen und auch später veränderte sich der Zusammenhalt zwischen diesen beiden Familien nicht.

Eines Tages wollten Gustav und Maria wieder ein eigenes Zuhause für die Familie haben. Sie mussten abwarten, bis sie eine Zuzugsgenehmigung bekamen, und irgendwann war es dann so weit. Wir zogen innerhalb der kleinen Stadt Ho. um.

Wir hatten eine Wohnung in einer Kaserne bekommen, die Gustav und Maria erst als Wohnung hatten ausbauen müssen. Das Gebäude war aus gelbem Backstein und unterhalb der Wohnung gab es große Garagen.

Zuerst kam man in eine große Küche. Maria bekam nigelnagelneue Einbauküche mit einem Drehschrank für die Töpfe, mit vielen Unterschränken und einem Küchentisch mit einer Eckbank.

Die Räume gingen alle ineinander über. Von der Küche aus kam man dann ins Wohnzimmer, dann ging es von dort ins Schlafzimmer und dann in ein Kinderzimmer, das Lenchen und ich uns teilten.

Es war alles ganz neu tapeziert mit modernen Mustern der 1950er-Jahre, und auch die Wohnzimmermöbel und das Kinderzimmer entsprachen dem Geschmack der Zeit.

Lenchen hatte sich für das Kinderzimmer eine Teenager -Tapete ausgesucht. Der Hintergrund war anthrazitfarben und im Vordergrund befanden sich Laternen, an die junge Mädchen mit einem weiten Rock angelehnt waren. Das war für die damalige Zeit ein ganz „verwegenes“ Design.

Die Wohnung war hell, und die Fenster zeigten zu einem davor gelegenen Sportplatz, der von Bäumen und Sträuchern umgeben war. Gustav und Maria waren glücklich, wieder ein eigenes Zuhause zu haben, und sie hatten es dort noch ganz gut angetroffen. Gegenüber unserer Wohnung stand ein großes, kastenförmiges Kasernengebäude, in dem viele Flüchtlinge nur ein einziges Zimmer bewohnten. Rechts hinter diesem Kasernengebäude befanden sich außerhalb dieses Kasernengeländes mehrere Holzbaracken, in denen ebenfalls Flüchtlinge wohnten.

Unsere Wohnung war, verglichen mit den eben beschriebenen Wohnmöglichkeiten, mit Abstand die beste.

Nun war ich gerade sechs Jahre alt und wurde zu Ostern eingeschult. Das war damals so. Ich bekam eine große blaue Schultüte, hatte ein hübsches Kleid an, Kniestrümpfe und schwarze Lackschuhe und einen blauen Teddymantel, weil es doch noch irgendwie kalt war. Maria ging an jenem Tag mit mir zur Schule.

Dort stellte sich unsere Klassenlehrerin vor, die Schapprot hieß und noch sehr jung war. Sie führte uns Kinder, wir waren ungefähr 30, in unseren Klassenraum, und sie erzählte uns eine Geschichte, die am Ende ein Rätsel aufgab. Es wurde ein Gewächs beschrieben, das sich im Wald befände, einen weißen Stängel mit einem roten Dach und weißen Punkten darauf hätte. Ich sagte als Einzige, ohne mich zu melden, weil ich das noch gar nicht kannte: „Das ist ein Fliegenpilz!“ Das war nun meine erste richtige Antwort in der Schule gewesen, und Maria hat noch viele Jahre später immer stolz davon erzählt. Zunächst ging ich gern zur Schule. Ich hatte eine Schiefertafel und einen Griffelkasten mit Griffeln und Buntstiften und einen Zeichenblock. Ich lernte einzelne Buchstaben kennen: das kleine i, das war ein Hockeyschläger mit einem Ball oben drauf, kleine Schleifen, damit war das kleine e gemeint, und große Schleifen bedeuteten das kleine l. Das erste Wort, das ich lesen konnte, stand auf einer Dose. Ich saß allein am Frühstückstisch, was häufig vorkam, und sah mir die Dose mit dem Caro -Kaffee auf dem Tisch genau an. Ich kombinierte: C A R O. Und dann las ich Caro, und weil ich wusste, dass sich darin der besagte Kinderkaffee befand, war mir klar, dass ich richtig gelesen hatte.

Ich lernte, das Lied zu lesen, zu schreiben und zu singen: „Tut, tut, ein Auto kommt, tut, tut, ein Auto kommt, tut, tut, tut, tut, tut, tut, tut, tut … tut, tut ein Auto kommt!“ Das sollte wohl sehr modern sein, dass das Auto schon für ein sechsjähriges Kind wichtiger sein sollte als eine Blume, ein Tier oder ein Mensch!

In meiner Klasse gab es sogenannte Barackenkinder, die waren nicht hübsch gekleidet. Die fielen auf, weil sie ungepflegt waren. Irgendwie taten die mir leid. Wir hatten einen Lehrer, der hat diese Kinder geschlagen. Vor unser aller Augen musste z.B. ein Junge nach vorn kommen, weil er seinen Griffelkasten vergessen hatte, oder er hatte gar keinen, weil die Eltern so arm waren – und der Lehrer nahm ein Lineal und schlug dem Jungen, der sich auf das Pult legen musste, damit auf den Po. Das war so furchtbar mit anzusehen und schürte die Angst bei uns Kindern.

Ich war sehr gut in der Schule, aber auch ich wurde einmal geschlagen. Da haben wir Buchstaben geschrieben, auf unseren Zeichenblock. Ich war früher fertig als die anderen Kinder, und ich drehte mich nach hinten um, um einer Mitschülerin zu zeigen, wie sie die Buchstaben zeichnen/schreiben müsse. Daraufhin kam Fräulein Schapprot und schlug mir ins Gesicht. Heute würde man so ein Kind belohnen, das eine so hohe soziale Kompetenz zeigt.

Heutzutage verhalten sich Kinder seltener auf diese Weise, sie mobben einander mehr als damals und sind oftmals gewalttätiger. Jedenfalls erzählte ich damals nicht viel von meinen Schulerlebnissen zu Hause, aber das hier schon.

Als Maria und Gustav von dem Schlag ins Gesicht hörten, waren sie empört, und Maria ging am nächsten Tag zur Schule und beschwerte sich bei Fräulein Schapprot: „Unsere Kinder werden zu Hause nicht geschlagen, und mein Mann und ich wollen auch nicht, dass unsere Kinder in der Schule geschlagen werden!“

Das tat Maria für mich, und ich wurde auch nie wieder in der Schule geschlagen!

Ich war sehr beliebt, und ein Schulkamerad, der in unserer Nähe wohnte, holte mich immer morgens zur Schule ab und brachte mich wieder nach Hause. Werner hieß er und er mochte mich gern. Maria fand das niedlich, mir war das irgendwie gar nicht so wichtig.

Ich musste morgens immer ein Glas warme Milch trinken und bekam Butterbrote mit in die Schule.

Werner kam auch zu meinem Geburtstag und er war sehr fein gemacht – mit einer Fliege. Er brachte mir hübsche Geschenke mit. Das war mir allerdings auch nicht so wichtig. Überhaupt mochte ich einen Jungen lieber als Werner, der hieß Gerd und war ganz dünn und blass. Ich weiß nicht, warum mir der gefiel, aber es war so.

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