Luise Phillis - Die Lichtrebellin

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Der Roman «Die Lichtrebellin» erzählt die Geschichte der hochsensiblen Elisa, die ebenso wenig etwas über ihre Hochsensibilität weiß wie ihre Mitmenschen. Eingebettet ist ihre spannende Lebensgeschichte in die ihrer Eltern, und sie lässt den Leser an einem Stück Zeitgeschichte des 20. und am Beginn des 21. Jahrhunderts teilhaben.
Die vielschichtigen Gefühls-Denk- und Handlungsebenen einer Hochsensiblen werden am Beispiel der Protagonistin auf einfühlsame Weise veranschaulicht.
Zwischen Anpassung an alte Werte und Rebellion begibt sich Elisa auf eine intensive und ereignisreiche Lebensreise, auf der sich nicht nur die Hochsensiblen wiederfinden…
So ist dieser Roman u. a. auch eine Hommage an die Hochsensiblen und deren Potenzial. Sie sind diejenigen, die die Welt bereichern, es sind die Mitfühlenden in einer Gesellschaft… die Veränderer, die Heilenden, … die Betenden, alle, die authentisch forschen und die Weisheit lieben und sich künstlerisch und handwerklich ausdrücken … alle Kreativen und alle, die diese Tugenden und dieses Potenzial schätzen…

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In dieser Zeit lief auch die sechsteilige Serie „So weit die Füße tragen“. Wohl jeder, der in der damaligen Bundesrepublik einen Fernseher hatte, hat sich diesen Film angesehen. Wir Kinder durften mit dabei sein. Die Erwachsenen hatten sich gar nichts dabei gedacht, ob es wohl für Kinder geeignet war oder nicht.

Jedenfalls handelte der Film von einem deutschen Kriegsgefangenen mit Namen Forel (der Name des Schauspielers ist Heinz Weiß, der vor einigen Jahren gestorben ist), der sich in russischer Gefangenschaft befand. Die furchtbaren Lebens- bzw. Überlebensbedingungen dort brachten ihn dazu zu fliehen. Leider wurde er erwischt, und da seine Mitgefangenen wegen seiner Flucht nichts zu Essen bekommen hatten und sowieso fast am Verhungern waren, schlugen sie ihn mit Stöcken. Das fand ich furchtbar. Und dann floh Forel mit der Unterstützung eines alten deutschen Arztes, der selbst vorgehabt hatte, zu fliehen, das aber unterließ, da er Krebs hatte, ein zweites Mal. Damals lernte ich, dass Krebs eine tödliche Krankheit ist, was sich heute so allerdings nicht mehr unterschreiben lässt.

Auf der zweiten Flucht begegneten ihm unterschiedliche Menschen und unterschiedliche Gefahren, das ließ alle Zuschauer den Atem anhalten. Und dann in der sechsten Folge schließlich kam Forel völlig erschöpft nach zweijähriger Flucht mehr oder weniger zu Fuß in Deutschland an. Heute gibt es Remakes dazu, die dem Original nicht annähernd nahekommen. Dieser Film beschäftigte mich sehr lange, aber letztlich auch die Erwachsenen damals.

Jedenfalls war die Angst vor Krieg und Schrecken noch lange nicht vorbei. Die größte Angst war die, dass „die Russen kommen“ könnten!“ Die Kriegserlebnisse waren geistig -seelisch nicht verarbeitet worden, und so wurde eine Angst aufgebaut, die trotz oder gerade wegen der Ablenkung und Verdrängung immer irgendwie präsent war, und gleichzeitig wuchs ein Feindbild in den Köpfen der Menschen: „die bösen Russen“.

Lenchen ging zum Gymnasium und hatte viele Freundinnen. Ihre beste Freundin hieß Petty, und die wohnte mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern direkt an dem kleinen Flüsschen in einem winzig kleinen Arbeiterhaus. Die Mutter war immer Zuhause. Und da gab es noch einen Bruder, Beppo genannt, den Lenchen gern mochte und umgekehrt. Manchmal ruderten Lenchen, Petty und ihr Bruder auf dem kleinen Flüsschen, obwohl es wegen unberechenbarer Strömungen verboten war. Maria und Gustav hatten es Lenchen verboten. Sie wird sich allerdings nicht davon abgehalten lassen haben.

Im Sommer fuhren wir häufiger zu Onkel Ernst und Tante Magda und der kleinen Oma. Dafür wurden dann wieder die Teppiche aus dem Bus herausgenommen. Die Taschen mit Butterbroten und Frikadellen und Getränken waren gepackt, und wir fuhren dann die Bundesstraße in Richtung Nes., das hinter Braunschweig am Elm, einem bewaldeten Mittelgebirgszug, liegt.

Wilfried und ich als die Jüngsten saßen ganz hinten und konnten die hinter uns fahrenden Autos und Autofahrer sehen und ihnen zuwinken. Wir freuten uns auf die kleine Oma und auf Onkel Ernst, Tante Magda und unsere beiden Cousinen und unsere beiden Cousins.

Unterwegs machten wir eine Essenspause und fuhren dann gemütlich weiter. Wir kamen Freitagabend in Nes. an. Dort wurden wir herzlich empfangen und bewirtet. Onkel Ernst und Tante Magda wohnten in einem kleinen Haus inmitten einer großen Kirschplantage, wo wir im Sommer immer Kirschen pflückten. Sie hatten einige Kühe im Stall, einen Hofhund, der Rolf hieß, Enten, Hühner und Katzen.

Ich fand es wunderbar dort und fühlte mich wohl. Alle, meine Cousins, meine Cousinen, Tante Magda und Onkel Ernst und die kleine Oma kamen heraus und begrüßten uns. Dann setzten sich die Männer in das kleine Wohnzimmer, in dem immer so viel Raum war für Gespräche und Austausch. Die Frauen waren in der Küche. Ich lief immer hin und her und genoss beide Welten.

Im Wohnzimmer wurde über Politik gesprochen, es wurden Bier und Schnaps serviert. Onkel Ernst sprach damals bereits über die Kirlian -Fotografie, die von dem russischen Elektronikingenieur Semjon Kirlian und dessen Frau Walentina 1939 entwickelt worden war. Das war damals neu, unglaublich und Bahn brechend. Darüber wurde in alltäglichen Zeitungen, im Radio oder im Fernsehen nicht berichtet. Kirlian hatte eine spezielle Kamera entwickelt, die die Energie, die durch den menschlichen Körper, aber auch durch Gegenstände, Tiere und Pflanzen ausgestrahlt wird, messen d. h. sichtbar machen kann. Die Aura eines Menschen konnte also fotografiert, d. h. tatsächlich sichtbar werden. Onkel Ernst, der auch sehr gern in Öl malte und alte Meister interpretierte, erklärte damit die Heiligenscheine, die typisch für die religiöse Malerei seien und dass die Aura zu jedem Menschen gehöre und aus Lichtpartikeln bestünde. Damals galt diese neue Methode als osteuropäische wissenschaftliche Forschung paranormaler Phänomene, d. h. es wurde im Westen zunächst als „Humbug“ abgetan.

Heute sind die Erkenntnisse der Quantenphysik immer weiter verbreitet und beweisen, dass alles Energie ist und dass es keine Trennung von Geist und Materie gibt. So war das damals noch nicht. Die Menschen wussten etwas von Atomphysik, von kleinsten Teilchen, die dann in der Explosion einer Atombombe sichtbar würden. Ja, Onkel Ernst war der Philosoph in der Familie und sprach damals bereits über Auramessung und Homöopathie, was damals nicht üblich war, da gerade der Fortschritt der Schulmedizin die Modernität jener Zeit bewies. Mithilfe der Kilian-Fotografie kann man heutzutage z. B. Krankheitsdiagnosen sowohl physischer als auch psychischer Natur erstellen, und mit homöopathischen Mitteln kann man z. B. Umweltgifte aus dem Körper ausleiten. Ja, es war damals spannend zuzuhören und die erhitzten Gemüter bei diesen Gesprächsthemen zu beobachten. Es war sensationell und dem damaligen Zeitgeist weit voraus.

In der Küche sprachen Tante Magda, Tante Frieda und Maria über ihr Befinden, über ihre Kinder und bereiteten das Essen zu. Meine Cousinen Nora und Ilse halfen, sie waren schon erwachsen. Wir Kinder, Lenchen, Martin, Wilfried und ich, spielten draußen, obwohl Lenchen auch schon meistens bei den Erwachsenen war.

Mein Cousin Bastian war noch ein Teenager, mochte Lenchen gern und sah wie ein Cowboy aus. Er hatte schwarzes dichtes Haar und große blaue Augen. Er war der Liebling aller, da er eine besonders herzliche Ausstrahlung hatte.

Sein älterer Bruder Emil saß bei Onkel Ernst, Onkel Hans und Gustav. Emil hatte bereits eine Verlobte, Felicitas, und meine Cousine Nora hatte einen Verlobten, der Bernhard hieß.

Jedenfalls war das Haus voll von wunderbaren Menschen. Ich spielte draußen und war im Kuhstall bei den Kühen. Ich sah zu, wie Tante Magda noch vor dem Abendessen herauskam und die Kühe molk. Ich liebte das und besonders die Tiere selbst. Ich wollte damals gern Bäuerin werden, als ich jedoch erfuhr, dass man dann Kühe zum Schlachten bringen muss, wollte ich das nicht mehr.

Dass der Hofhund Rolf, der ein Mischling von mittlerer Größe war, an einer langen Kette lag, gefiel mir nicht. Ich durfte ihn dann auch losmachen und mit ihm spielen. Und als ich dann eine kleine Wunde auf dem Kopf von Rolf entdeckte, wurde ich sehr traurig und fühlte mich, als wäre ich selbst verwundet.

Martin, Wilfried und Lenchen durften in einem Zelt auf dem Rasen vor dem Haus schlafen. Das fanden sie natürlich toll, aber ich sollte im Haus schlafen, mit Ilse und Nora in einem Zimmer, weil es dort am Wald Wildschweine gab und das zu gefährlich und ich zu klein sei! Ich war ein wenig traurig und enttäuscht, aber die Tiere auf der Plantage von Onkel Ernst glichen das aus und ich war dennoch sehr glücklich.

Wir aßen alle zusammen an einem langen Tisch und es wurde gefeiert. Was wurde gefeiert? Das Leben!

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