Luise Phillis - Die Lichtrebellin

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Der Roman «Die Lichtrebellin» erzählt die Geschichte der hochsensiblen Elisa, die ebenso wenig etwas über ihre Hochsensibilität weiß wie ihre Mitmenschen. Eingebettet ist ihre spannende Lebensgeschichte in die ihrer Eltern, und sie lässt den Leser an einem Stück Zeitgeschichte des 20. und am Beginn des 21. Jahrhunderts teilhaben.
Die vielschichtigen Gefühls-Denk- und Handlungsebenen einer Hochsensiblen werden am Beispiel der Protagonistin auf einfühlsame Weise veranschaulicht.
Zwischen Anpassung an alte Werte und Rebellion begibt sich Elisa auf eine intensive und ereignisreiche Lebensreise, auf der sich nicht nur die Hochsensiblen wiederfinden…
So ist dieser Roman u. a. auch eine Hommage an die Hochsensiblen und deren Potenzial. Sie sind diejenigen, die die Welt bereichern, es sind die Mitfühlenden in einer Gesellschaft… die Veränderer, die Heilenden, … die Betenden, alle, die authentisch forschen und die Weisheit lieben und sich künstlerisch und handwerklich ausdrücken … alle Kreativen und alle, die diese Tugenden und dieses Potenzial schätzen…

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In dieser „gemütlichen Zeit“ wuchs ich im Bauch meiner Mutter heran und spürte bereits ihren Schmerz, ihr inneres Weinen, das damals schon zu meinem wurde, ihre Angst, Gustavs Liebe zu verlieren, ihre Eifersucht, ihre Angst vor Krankheit und Tod.

Irgendwann müssen Marias Schmerzen so unerträglich geworden sein, dass sie sich wünschte, ich wäre nicht da, ich würde nicht kommen.

Vielleicht war es nicht nur ihr Wunsch, sondern sie hat auch irgendetwas unternommen, ich weiß es nicht. Darüber wurde nie gesprochen, darüber, dass ich ein Wunschkind war.

Ein seriöser Astrologe sagte mir einmal: „Zuerst hatten sie Angst, dich bekommen, und dann hatten sie Angst, dich zu verlieren!“

Genau diese Ambivalenz sollte ich in diesem Leben zu spüren bekommen, zwischen Liebe und Angst, Hingabe und Verzweiflung, Zärtlichkeit und Ablehnung, Freude und Traurigkeit, Ekstase und Kontemplation, Licht und Schatten.

Und eines Tages entdeckte Lenchen, die damals sieben Jahre alt war, etwas an Marias Rücken, als sie ihr den Rücken wusch. Da Maria ihren rechten Arm vor Schmerzen nicht mehr anheben konnte, half Lenchen ihr öfter, ihren Rücken zu waschen. Dabei fühlte sie einen Huckel an Marias unterer Wirbelsäule. Maria suchte einen Orthopäden auf und der fand nun endlich heraus, dass Maria Knochentuberkulose hatte. Das war ein riesiger Schock für Maria und gleichzeitig fühlte sie sich irgendwie erleichtert, da sie nun wusste, woher ihre starken Schmerzen kamen. Sie musste sich nun nicht mehr anhören, sie stelle sich an und sie solle doch dankbar sein.

Nein, dieser Psychoterror sollte nun für sie ein Ende haben!

Gleichzeitig jedoch hatte sie Angst, Angst vor der Geburt, vor der Ankunft ihres Kindes, Angst vor der Versorgung, vor allem, wie alles werden sollte, wenn sie krank war.

Nun hatte Maria in jener Zeit eine sehr gute Freundin, die in ihrem Alter war und einen sehr netten Mann hatte. Diese hatte keine Kinder und konnte auch keine bekommen. Sie wollte Maria helfen, wenn das Baby da ist. Damals wusste man noch nicht vor der Geburt, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird. Jedenfalls blieb die Angst vor der Zukunft.

Knochentuberkulose? Was war die Ursache? Ist die Krankheit ansteckend? Ist sie heilbar? Viele Fragen kreisten Maria im Kopf herum, ebenso Gustav, und auch Lenchen hatte ihre Fragen.

Entstanden war Marias Krankheit im Krieg, auf der Flucht, durch die Mangelernährung und harte Arbeit auf dem polnischen Gutshof. Knochentuberkulose ist nicht ansteckend so wie Lungentuberkulose durch Tröpfcheninfektion. Sie ist grundsätzlich heilbar. Und für Maria?

So hatte der Krieg doch seine Spuren hinterlassen, die Ungeheuerlichkeiten, die geschehen waren, die Auswirkungen der Genozide wie Täter- und Opfererlebnisse und die damit verbundenen Schuldgefühle! Das alles bekamen auch viele Überlebende zu spüren, früher oder später, sichtbar oder unsichtbar, und auch die nächste Generation blieb nicht verschont!

Nun stand die Geburt bevor und es war der 6. Januar 1953. Maria bekam Wehen und Gustav und Hinnerk, der „Knecht“, fuhren Maria mit der Kutsche in eine kleine Stadt zu einem katholischen Krankenhaus.

In jener Zeit waren Hausgeburten nicht üblich, geradezu verpönt, da ein Krankenhaus Fortschritt symbolisierte, Modernität und eine medizinische Versorgung sichere und der Schwangeren die Geburt erleichtere, so glaubte man damals.

Deshalb war auch Maria in einem Krankenhaus. Sie wurde in ein Zimmer gebracht, in dem sie allein war. Die Wehen wurden immer stärker und der Arzt war noch nicht da. Die Hebamme, die für Maria zuständig war, wurde geholt. Maria lag auf dem Bett, und Gustav saß neben ihr und hielt ihre Hand …

Und plötzlich? Auf einmal war ich da, hier auf der Erde! Und ich war gesund! Es war alles da, was zu einem menschlichen Wesen gehörte.

Gustav erzählte mir davon, als er 80 Jahre alt war und er hatte Tränen in den Augen: „Und plötzlich warst du da, niemand sonst außer deiner Mutter und mir waren dabei, und du hast nicht geweint, hast sofort deine Augen geöffnet und uns so intensiv angesehen, als ob du sagen wolltest: `Ach so, Ihr seid also meine Eltern!`“ Gustav weinte vor Rührung, als er mir das vor 13 Jahren erzählte und Maria saß dabei. Wahrscheinlich war sie ebenso berührt wie Gustav, sie konnte es –wie immer– nicht wirklich zeigen.

Maria und Gustav waren bei meiner Geburt glücklich und tief berührt gewesen, denn es war eine leichte Geburt, und sie waren stolz darauf, ein Mädchen bekommen zu haben. Es war unwichtig für sie, ob sie nun einen Jungen oder ein Mädchen hatten. Nun war ich ein Mädchen und sollte Elisa heißen.

Ich war am Heiligen Dreikönigstag 1953 geboren worden, war also das zweite Christuskind in dieser Familie. Dieses Jahr war durch viele bemerkenswerte Ereignisse geprägt. So gab es z. B. viele Atomversuche und den blutig niedergeschlagenen Aufstand am 17. Juni in Berlin gegen die sowjetische Besatzung.

Dieser Tag wurde dann zum gesetzlichen Feiertag, der übrigens auch der Hochzeitstag von Gustav und Maria ist. Ich habe häufig scherzhaft gesagt: „Der Tag der Deutschen Einheit, der bis 1989 der offizielle Feiertag war, wird wegen der Hochzeit meiner Eltern gefeiert!“

Jedenfalls ein paar Tage nach meiner Geburt kam ein Pfarrer in Marias Zimmer und nahm mich auf den Arm und war tief beeindruckt und sagte: „Was ist das für ein besonderes Kind, es schaut schon so klug aus den Augen!“

Im Krankenhaus war ich meistens weit weg von meiner Mutter, wie es damals üblich war. Ich wurde in einen Baby -Saal gebracht. Hier waren viele Säuglinge, Nachkriegskinder, die dort gewickelt und gewaschen wurden. Ich kam nur zweimal am Tag zu meiner Mutter…

Jedenfalls waren meine Eltern glücklich, dass ich da war, und auch Lenchen. Endlich ein Geschwisterchen, endlich nicht mehr allein! Und dann? Dann war ich doch nicht wirklich willkommen! Wer sollte für mich sorgen, die Windeln wechseln, mir die Flasche geben und mich waschen und anziehen?

Maria war nach der Geburt so erschöpft und so krank, dass sie im Krankenhaus bleiben musste. Ich fühlte mich von Anfang an schuldig an ihren Schmerzen und ihrem Elend, obwohl ich ihr ja die Geburt so leicht gemacht hatte, wie ich nur konnte. Marias Knochentuberkulose war so weit fortgeschritten, dass ihre untere Wirbelsäule zusammengeschoben war und sie unerträgliche Schmerzen hatte. Maria wurde in eine Gipsschale gelegt und die Ärzte machten ihr klar, dass sie 12 Monate so liegen müsse. So hätte Maria eine Chance, wieder gehen zu können und nicht im Rollstuhl sitzen zu müssen. Auch das war ungewiss…

Wohin also mit mir und Lenchen? Gustav arbeitete in jener Zeit bei Wintershall, einer Ölfirma, und er hatte einmal Früh- und einmal Spätschicht. Marias Freundin, die sich so auf mich gefreut hatte und mich gern genommen hätte, starb in der der Zeit, als ich auf die Welt gekonmmen war, an einem Herzanfall.

Jedenfalls kam die kleine Oma aus Nes., einem kleinen Dorf in der Nähe von Braunschweig, zu Gustav, Lenchen und mir. Sie machte Gustav den Haushalt, half ihm, mich zu wickeln, zu waschen und zu füttern, und sie war für Lenchen da, die bereits zur Schule ging und die auch ihren regelmäßigen Tagesablauf brauchte.

Ungefähr drei Wochen lang war die kleine Oma damals da.

Vor meiner Geburt hatten Maria und Gustav angefangen, ein Haus zu bauen, ein „Nest“ für sie und die Kinder. Das war noch nicht fertig, und es gab noch viel daran zu tun. Auch sie hatten als Flüchtlinge vom Staat einen Lastenausgleich für den verlorenen Besitz in Ostpreußen bekommen und hatten sich in Mel. davon ein großes Grundstück gekauft und angefangen, in Eigenregie zu bauen. Das Haus war noch nicht fertig. Sie wohnten noch bei Settes, und es war dort sehr eng. Aber irgendwie bekamen sie es hin mit der Enge, nur nicht für längere Zeit.

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