Luise Phillis - Die Lichtrebellin

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Der Roman «Die Lichtrebellin» erzählt die Geschichte der hochsensiblen Elisa, die ebenso wenig etwas über ihre Hochsensibilität weiß wie ihre Mitmenschen. Eingebettet ist ihre spannende Lebensgeschichte in die ihrer Eltern, und sie lässt den Leser an einem Stück Zeitgeschichte des 20. und am Beginn des 21. Jahrhunderts teilhaben.
Die vielschichtigen Gefühls-Denk- und Handlungsebenen einer Hochsensiblen werden am Beispiel der Protagonistin auf einfühlsame Weise veranschaulicht.
Zwischen Anpassung an alte Werte und Rebellion begibt sich Elisa auf eine intensive und ereignisreiche Lebensreise, auf der sich nicht nur die Hochsensiblen wiederfinden…
So ist dieser Roman u. a. auch eine Hommage an die Hochsensiblen und deren Potenzial. Sie sind diejenigen, die die Welt bereichern, es sind die Mitfühlenden in einer Gesellschaft… die Veränderer, die Heilenden, … die Betenden, alle, die authentisch forschen und die Weisheit lieben und sich künstlerisch und handwerklich ausdrücken … alle Kreativen und alle, die diese Tugenden und dieses Potenzial schätzen…

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Gustav also liegt seit nun mehr als neun Monaten „im Sterben“. Dabei will noch so viel in ihm leben, seine Hände sind gut durchblutet, seine Füße ebenfalls, dennoch hat etwas in ihm beschlossen, zu sterben! Ich stelle mir die Frage, ob ich, ob wir, Maria, Lenchen und ich, genügend gezeigt haben, vorgelebt haben, dass auch sein Leben von 93 Jahren noch lebenswert sein kann, noch lebenswert ist, dass wir uns freuen, dass er noch da ist, hier ist, und mit uns den Eingang ins Wassermannzeitalter erlebt – 2012 als Fixum, das viele als den Dreh- und Angelpunkt in ein neues Zeitalter des Wandels vom aufrechten zum aufrichtigen Menschen ansehen!?

Haben wir es genügend gezeigt? Gustav war als Mann, als Mensch, seiner Zeit voraus. Er war nie autoritär, immer dankbar und ein Liebender, einer, der das Leben liebte, die Sonne, den Mond, die Pflanzen, Tiere und Menschen und Gott. Das zeichnete ihn aus. Er tanzte so gern, er sang so gern. Er war so gern hier auf der Welt. Ich habe es versucht, ich meine, ihm zu zeigen, dass es schön ist, wenn er noch hier ist. Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist. Jedenfalls isst er nichts mehr und hält Maria für mich … Er fragte Lenchen an einem schönen Julitag, ob es draußen schneit. Gustav verabschiedet sich!

Als ich sein Zimmer vor zwei Tagen verließ und mich von ihm verabschiedete, da sagte er mit viel Mühe und mit einer nachdrücklichen Langsamkeit: „Komm gut nach Hause! Komm gut nach Hause! Komm gut nach Hause!” Und dann sagte er noch einmal das gleiche zu Maria und mir: „Kommt gut nach Hause, kommt gut nach Hause, kommt gut nach Hause von dieser Welt!“

Er will also endlich nach Hause, nach so vielen Jahren in seine richtige Heimat kommen. Ich glaube, dass er immer auf der Suche war nach dieser Heimat. Ich meine jetzt zu wissen, warum ich keine örtliche Heimat finden kann. Diese Sehnsucht habe ich mit Gustav gemeinsam.

Jedenfalls war ich traurig und ich schreibe jetzt noch mehr gegen die Zeit, im Zeit -und Raumkontinuum, als könnte ich hiermit etwas bewirken im Hinblick auf Klärung, Verstehen und Loslassen!

Und ich? Für mich ist es schwierig, obwohl ich so viel darüber weiß, über das Leben und Sterben, aus Büchern und vielleicht aus alten Leben!

Jedenfalls bin ich an dieser Stelle des Romans erst geboren, befinde mich im ersten Jahr meines Lebens. Es war damals kein Abschied, keine Trennung für immer, aber ein Baby weiß das nicht. Irgendwie ist es mir bis heute nicht klar, aber irgendwie auch doch, warum ich damals weg musste mit Lenchen. Es war wohl das damalige Bewusstsein: „Das Kind kann ruhig weit weg von der Mutter sein. Das macht gar nichts, wenn eine Oma dann als Ersatzmutter fungiert, ist es für alle Beteiligten die beste Lösung! Für das Baby ist es sowieso nicht so schlimm, das merkt das noch nicht und kann sich nicht erinnern! Für Lenchen könnte es da vielleicht etwas problematischer sein, aber auch das ist nicht so schlimm!“

Dabei ist das Gegenteil der Fall: Ein Baby erträgt die Trennung nicht oder viel schlechter als ein achtjähriges Kind wie Lenchen.

Lenchen und ich waren auf Juist bei unseren Großeltern und Onkel Andre. Lenchen ging dort zur Schule, musste umgeschult werden, da sie ja zwei Jahre zuvor in dem Dorf an der holländischen Grenze eingeschult worden war. Onkel Andre brachte sie dorthin. Er war sieben Jahre älter als sie und damals 15 Jahre alt, und Lenchen sollte sich bei ihm auf dem Schulweg immer einhaken, so wollten es unsere Großeltern. Sie wollte das nicht und schämte sich. Lenchen vermisste ihre Eltern, sie fühlte sich verlassen.

Meine Großeltern machten alles so gut, wie sie es konnten in ihrem Alter, mit ihrer eigenen Geschichte, zwei Weltkriege hinter sich gebracht zu haben, die Flucht, ein Neuanfang ohne Haus und Hof, Gesinde und Tiere!

Fürsorge wurde mir nach dem Prinzip „sauber, satt und trocken“ zuteil. Und sonst? Es gab nicht viel darüber hinaus. Ich war verloren ohne meine Mutter, ohne meinen Vater. Jede einzelne Körperzelle schrie nach ihnen.

Ich hatte sie mir doch als meine Eltern ausgesucht! Ich wollte doch bei ihnen sein!

Damals auf Juist wurde ich im Kinderwagen ausgefahren. Auf dieser Nordseeinsel waren neben den Flüchtlingen auch Urlauber, die sich auch zu jener Zeit Ferien vom Alltag leisten konnten. Reiche Menschen gab es immer, auch nach dem Zweiten Weltkrieg.

Da ich ein außergewöhnlich hübsches Baby war, das bereits viele Haare hatte und große dunkle Augen, wurde ich häufig angelacht, von Spaziergängern, Urlaubern, von Nachbarn, Familienangehörigen, von Alt und Jung. Und ich lächelte zurück. Ich war hier auf diese Welt gekommen, um zu lächeln, um zu geben und etwas abzugeben – das war mein Gefühl, seit ich denken kann.

Und irgendwann hatte ich dann dieses Lächeln verloren, aber das war viel später und ist noch nicht dran. Es war damals kein gequältes Lächeln, vielmehr war es ein Lächeln des Lebens, des Lebenwollens, der Offenheit, die pure Lebensenergie, der „ungepanzerte Mensch“, nach W. Reich.

Damals auf der Insel Juist fing also mein Leben an. Es hört sich so nach Ferien, Relaxen und Entspannung an. Das Leben auf einer Nordseeinsel, mit Sonne, Wind und Ruhe. Aber es war eher ungeordnet, nicht geplant, ich sollte doch eigentlich bei meinen Eltern sein, jedenfalls hätte ich das gern gewollt, aber es war so, wie es war. Das fühlte sich für alle Beteiligten schwierig an. Also lächelte ich noch mehr und war das entsprechende Wonnebaby. Ich kannte auch damals schon das Gefühl von Dankbarkeit und Dankbarsein, dass ich überhaupt hier sein darf.

Ich wurde gut gefüttert, mit fetter Kuhmilch, Karotten -und Haferbrei.

Und um nicht aufzufallen, aß und trank ich alles, was mir als Brei oder in Form eines Fläschchens bereitet wurde, ohne dass etwas übrig blieb. Ich war also das artige, problemlose, hübsche Baby, das alle liebten, so schien es zumindest. Nur meine Eltern waren sehr weit weg.

Alle waren froh, dass die Zeit des Hungerns, der Ungewissheit und der Todesangst vorbei war. Und fast alle taten alles, um nicht an die Zeit der Entbehrungen, des Leidens und der Ängste erinnert zu werden. Insofern war dies eine glückliche Zeit im Hinblick auf den wirtschaftlichen Aufschwung.

Das Bewusstsein verlagerte sich auf den Konsum, alles musste neu aufgebaut werden, dafür brauchte man alles an materiellen Gütern, was man herstellen und beschaffen konnte. Es begann eine Zeit des Neuanfangs, des Nachholens, des Verdrängens, und dennoch machten es alle so gut, wie sie es nur konnten!

Häufig wurde ich nicht von meiner Großmutter ausgefahren, sondern von einem engagierten Mädchen, das nur etwas älter als Lenchen war.

Deshalb war Lenchen oft traurig, weil sie mich ausfahren wollte, das aber nicht durfte, weil sie noch zu jung sei, so meinten meine Großeltern.

Eines Tages, als sie draußen mit anderen Kindern spielte, sah sie plötzlich den Kinderwagen, in dem ich gelegen hatte, einfach unter einem Baum abgestellt, und von dem Babysitter -Mädchen war nichts zu sehen.

Lenchen hatte das sehr wehgetan, denn sie sah mich dort allein gelassen und fühlte sich für mich verantwortlich, was sie auch später mir gegenüber meistens empfand – ein außergewöhnliches Verantwortungsbewusstsein.

Das wurde viele, viele Jahre später geradezu aufgedeckt, als sie Schulleiterin war und wegen ihres Hyper-Verantwortungsbewusstseins, unter dem sie selbst, aber auch andere immer irgendwie gelitten hatten, eine Supervision durchführen ließ.

Auch ich wurde später, als erwachsene Frau, an jene Situation erinnert, natürlich aus meiner Sicht, nämlich, als ich ein „Rebirthing-Wochenende“ mitmachte, an dem ich durch Hyperatmung an dieses frühkindliche Alleingelassensein in meinem Kinderwagen herangekommen war, und ich von Weinkrämpfen geschüttelt wurde.

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