Petra S. Korn - Das ehrbare Haus

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Die 30-jährige Kathi Sailer erfährt, dass ihr Vater an einem Herzinfarkt gestorben ist. Sie ist verstört, denn er war nicht herzkrank. Am nächsten Tag spricht sie mit Kriminalhauptkommissar Korbinian Kronfeld, der gleich ein Verbrechen wittert. Doch Kathi wiegelt ab. Wer sollte ihrem Vater etwas antun?
Kurz darauf erhält Kronfeld einen merkwürdigen Anruf. Der Arzt, der den Totenschein ausgestellt hatte, ist plötzlich nicht mehr sicher, was die Todesursache betrifft. Der Kommissar ordnet eine Obduktion an, was der Witwe des Verstorbenen gar nicht gefällt. Kronfeld wird wieder misstrauisch und beginnt mit seiner Kollegin Sophie Landauer zu ermitteln. Dabei stoßen sie auf ein schreckliches Familiengeheimnis.
Die Personen und Handlungen in diesem Roman sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

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Die Töchter sahen den Planungen der Luxusreisen ihrer Eltern neidisch zu und hatten einen Grund mehr, ihre kleine Schwester zu hassen.

Das früher meist harmonische Familienleben der Sailers war seit diesem Sommer irgendwie abhanden gekommen. Die Töchter keiften sich gegenseitig an, stritten wegen jeder Kleinigkeit mit der Mutter und redeten kaum noch mit dem Vater. Die Eltern lebten lustlos und schweigsam nebeneinander her, ihre einzige Verbundenheit waren noch die gemeinsamen Reisen. Wilfried hielt sich aus allem heraus. Gegen seinen Weiberhaushalt kam er sowieso nicht an. Seine Frau hatte sich zu einer zweiten Klara entwickelt. Sie bestimmte, wo es lang geht, hatte immer recht und ließ sich von ihm nichts mehr sagen, sie hatte eindeutig die Hosen an. Ein einziges Mal hatte er versucht, sich einzumischen, da waren alle drei über ihn hergefallen. Deshalb zog er sich mehr und mehr zurück und interessierte sich fortan kaum noch für die Belange der Familie. Abends kam er oft spät von der Arbeit nach Hause um dann gleich im Schlafzimmer zu verschwinden, oder er hielt sich stundenlang in seinen Hobbykeller auf, wo er mit großer Hingabe an alten Radios oder seiner elektrischen Eisenbahn bastelte.

Kapitel 3

Der Verdacht

Am Freitagmorgen kam Kriminalhauptkommissar Korbinian Kronfeld gut gelaunt in die Kantine des Polizeipräsidiums. Der geschiedene Endvierziger hatte sich angewöhnt, sein Frühstück im hauseigenen ›Gourmettempel‹, wie die Gäste die Kantine respektvoll nannten, zu holen. Sein Kühlschrank zu Hause füllte sich leider nicht von allein. Schnurstracks marschierte er zu dem Buffet, wo die leckeren, frisch belegten Semmeln, die von der Chefin morgens selbst zubereitet wurden, schon bereit lagen.

»Einen wunderschönen guten Morgen Sternchen«, lächelte er Kathi an, »meine übliche Leberkässemmel bitte.«

Viele ihrer Gäste nannten Kathi ›Sternchen‹. Kathis Kochkünste wurden sehr geschätzt. Irgendwann hatte mal einer gesagt, sie hätte längst einen Gourmet-Stern verdient. Da kamen einige Stammgäste auf die Idee, ihr eine Urkunde für ›Die beste Sternchenköchin‹ zu verleihen. Der dazugehörige selbstgebastelte Stern hing seitdem stolz neben dem Eingang zur Kantine.

»Guten Morgen«, lächelte Kathi matt, »wie immer, eine Leberkässemmel.«

»Du meine Güte, du siehst aus, als hättest du die Nacht durchgemacht. Habe ich eine Party verpasst?«

»Nein, keine Party, nur schlecht geschlafen.«

»Kathi, du arbeitest zu viel. Ich glaube, ich muss mal mit deinem Max ein ernstes Wörtchen reden. Ihr solltet Urlaub machen. Obwohl, vielleicht bekommst du da noch weniger Schlaf?«, zwinkerte Kronfeld grinsend. Er nahm sein Frühstück entgegen und gab ihr einen 5 Euro Schein. Sie kramte in der Kasse nach dem Wechselgeld.

»Kathi, was ist passiert?«, fragte Kronfeld plötzlich besorgt.

»Nichts, wie gesagt, nur schlecht geschlafen.«

»Das glaub ich dir nicht. Kathi, schau mich an und erzähl mir was los ist.«

Als sie aufblickte, sah sie die Sorgenfalten auf seiner Stirn, das Lächeln war verschwunden.

»Wie kommst du darauf … «

»Auf der Leberkässemmel fehlt der Leberkäs«, rief er erstaunt, »du bist ganz schön durch den Wind. Also, was ist passiert?«

Da musste Kathi doch lachen. »Entschuldige bitte, das ist mir noch nie passiert. Ich bin wohl tatsächlich etwas geistesabwesend. Es ist nur so … « Sie wurde wieder ernst. »Mein Vater ist gestern ganz plötzlich verstorben. Und ich weiß nicht warum. Verstehst du? Er war doch nicht krank.«

»Oh, das tut mir leid.« Verlegen gab er ihr die Semmel zurück. »Da kann es natürlich schon sein, dass man mit den Gedanken nicht ganz bei der Sache ist. Herzliches Beileid.« Er überlegte kurz, seine kriminalistische Neugier war erwacht. »Aber was meinst du mit deiner Bemerkung ›du weißt nicht warum‹, glaubst du, mit seinem plötzlichen Ableben stimmt etwas nicht?«

»Oh, nein … nein, es kam nur so überraschend. Es würde ihm doch niemand etwas antun … nein, das ist abwegig.«

»Gut, aber wenn ich dir irgendwie helfen kann … «

»Sag ich es dir, danke.« Sie belegte die leere Semmel mit einer extra Scheibe Leberkäs und reicht ihm sein Frühstück schmunzelnd zurück.

In Gedanken versunken ging Korbinian Kronfeld in sein Büro. Er kannte Kathi seit acht Jahren, seit sie bei Frau Sedelmayer, der früheren Kantinen-Pächterin, als Jungköchin angefangen hatte.

Maria Sedelmayer hatte ihm auf ihrer Abschiedsparty, als sie vor drei Jahren in den Ruhestand ging erzählt, dass sie die Kathi schon seit ihrer Kindheit kennt.

»Ich betrieb damals einen Imbiss Ecke Webergasse und Stadtplatz, ganz in der Nähe, wo die Kleine wohnte. Das Mädchen war nach der Schule oft allein auf der Straße unterwegs, sie ging nicht gern nach Hause. Es kümmerte sich ja auch keiner um sie. Ich glaube ja bis heute, mit der Familie stimmt etwas nicht. Der Mutter war sie lästig, die duldete sie nicht in ihrem Geschäft. Und ihre beiden älteren Schwestern … denen war sie vor allem im Weg. Ich habe da aus der Nachbarschaft hässliche Dinge gehört, das kann ich Ihnen sagen. Diese widerlichen Gören haben regelrecht versucht, die Kleine los zu werden. Das war zu der Zeit, als Kathi noch kleiner war, bevor sie zur Schule kam. Einfach abgeschoben haben sie sie, ja direkt ausgesetzt. Und dabei geriet Kathi nicht nur einmal in Lebensgefahr. Sie hätte ja auch entführt werden können. Abscheulich sage ich nur. Was da alles hätte passieren können!«

»Das ist ja unglaublich«, Kronfeld stellten sich die Nackenhaare auf, »wenn die Nachbarn das wussten, warum hat niemand die Familie angezeigt? Das war zumindest Verletzung der Aufsichtspflicht. Ganz abgesehen vom moralischen Standpunkt.«

Frau Sedelmayer seufzte: »Was glauben Sie denn! Man hatte natürlich den Eltern erzählt, was die arglistigen Schwestern trieben, aber die Mutter stellte sich immer schützend vor sie und wiegelte ab, es sei nur ein Versehen, nicht böse gemeint, eine dumme Nachlässigkeit und so weiter. Was sollte man da machen? Immerhin hörten diese Gemeinheiten ja auf, als Kathi in die Schule kam. Zu der Zeit habe ich sie dann auch kennengelernt. Sie kam auf dem Weg von der Schule immer an meinem Imbiss vorbei. Mir war aufgefallen, dass sie ständig vor meinem Laden trödelte und neugierig herüber sah und ich hatte das Gefühl, sie sucht Ansprache. Da habe ich nicht lange gezögert und sie zu mir geholt.« Mit einem glücklichen Lächeln erzählte sie weiter: »Sie war so ein liebes Mädchen. Und ich bin fest überzeugt sie hat mich gesucht und gefunden. Deswegen habe ich sie unter meine Fittiche genommen. Sie war für mich die Tochter, die ich mir gewünscht hätte. Zuerst war sie eher schüchtern und immer ein wenig traurig. Aber wir haben viel miteinander geredet und mit der Zeit wurde sie zutraulicher. Sie erzählte mir von ihrem Aschenputteldasein und ich meinte, dann komm doch einfach nach der Schule zu mir. Von da kam sie jeden Tag. Wir hatten viel Spaß miteinander. Sie blühte auf und irgendwann kam sie mit ganz neuen Ideen für den Imbiss. Eine neue Speisekarte, neue Dekorationen ... ja, sie war so begeistert. Damals war sie schon fest entschlossen, Köchin zu werden und irgendwann ein eigenes Restaurant zu führen.«

Gleich nach dem Abitur begann Kathi zielstrebig ihre Ausbildung zur Köchin. Dieser lange gehegte Berufswunsch war nicht nur ein Kindertraum gewesen, sie hatte damals schon gefühlt, dass es ihre Berufung war.

»Als Kind sagte sie immer, sie will in meinen Laden kommen und bei mir arbeiten. Aber dann musste ich den Imbiss aufgeben, weil der Hausbesitzer meinen Vertrag nicht verlängerte. Er baute das ganze Haus um und jetzt ist dort so ein Schicki-Micky-Cafe drin.« Sie rümpfte die Nase. »Aber nichts Schlechtes, wo nicht auch was Gutes drin steckt«, strahlte sie zwinkernd, »kurz darauf war die Ausschreibung für die Polizeikantine und ich hab den Zuschlag bekommen. Und als Kathi mit ihrer Ausbildung fertig war, stand sie einen Tag später vor meiner Tür.« Frau Sedelmayer hatte feuchte Augen bekommen. »Sie machte dann auch noch eine ›Aufstiegsfortbildung‹ zur Küchenmeisterin und jetzt übernimmt meine Kleine schon den Laden«, fügte sie stolz hinzu.

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