Petra S. Korn - Das ehrbare Haus

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Die 30-jährige Kathi Sailer erfährt, dass ihr Vater an einem Herzinfarkt gestorben ist. Sie ist verstört, denn er war nicht herzkrank. Am nächsten Tag spricht sie mit Kriminalhauptkommissar Korbinian Kronfeld, der gleich ein Verbrechen wittert. Doch Kathi wiegelt ab. Wer sollte ihrem Vater etwas antun?
Kurz darauf erhält Kronfeld einen merkwürdigen Anruf. Der Arzt, der den Totenschein ausgestellt hatte, ist plötzlich nicht mehr sicher, was die Todesursache betrifft. Der Kommissar ordnet eine Obduktion an, was der Witwe des Verstorbenen gar nicht gefällt. Kronfeld wird wieder misstrauisch und beginnt mit seiner Kollegin Sophie Landauer zu ermitteln. Dabei stoßen sie auf ein schreckliches Familiengeheimnis.
Die Personen und Handlungen in diesem Roman sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

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Wilfried hatte als Junggeselle in einem möblierten Zimmer zur Untermiete gewohnt. Das war billiger als eine Mietwohnung gewesen, und ihm hatte es gereicht. Aber in dieser Unterkunft konnte er natürlich nicht mit Frau und Kind wohnen. Als er auf der Hochzeit mit seinem Schwiegervater an der Bar des Gasthauses, wo ungefähr 30 Gäste mit ihnen feierten, ein Schnäpschen trank, sprach er mit ihm über seine Pläne.

»Klara meinte ja, wir sollten bei euch wohnen, aber ich weiß nicht … das wird doch zu eng. Ich werde uns lieber eine eigene Wohnung suchen. Vielleicht finden wir etwas in eurer Nähe … «

»Was höre ich da?«, Klara Poltz gesellte sich gut gelaunt zu den Beiden, »das kommt ja gar nicht in Frage, mein Lieber. Ich hab mit Anna schon alles besprochen. Ihr wohnt natürlich bei uns, wenigstens bis das Kind da ist. Dann sehen wir weiter.«

Wilfried presste seine schmalen Lippen zusammen und sah den Schwiegervater inständig an, doch dieser meinte nur: »Lass gut sein Junge, gegen die zwei kommen wir nicht an. Es wird sich schon alles finden.«

Da Wilfried keine wirklichen Argumente gegen diese Wohngemeinschaft fand, arrangierte er sich. Aber nach der Geburt des Babys drängte er Anna wieder:

»Wir müssen uns jetzt eigene vier Wände suchen. Es wird zu eng hier.«

Im Grunde genommen war genug Platz in der großen Wohnung, aber Wilfried war das Zusammenleben mit den Schwiegereltern leid. Während der letzten Monate drehte sich alles nur um die Schwangerschaft, Anna steckte ständig mit ihrer Mutter zusammen und was die Mutter sagte, war Gesetz. Ein Privatleben mit seiner Frau fand praktisch nicht mehr statt und Wilfried fühlte sich ausgegrenzt. So hatte er sich die Ehe nicht vorgestellt.

»Das geht nicht«, widersprach Anna vehement, »wie stellst du dir das vor? Ich arbeite jetzt wieder und du bist den ganzen Tag unterwegs oder im Büro. Wer soll sich dann um das Kind kümmern? Mutter und ich haben schon alles besprochen. Ich übernehme ab sofort mehr Verantwortung im Geschäft und sie nimmt mir dafür die Kleine ab.«

»Das ist nicht dein Ernst«, versuchte Wilfried zaghaft einzuwenden, doch ihr Blick sagte ihm, es wäre besser, wieder mal den Mund zu halten.

Wilfried zog sich schmollend zurück, doch dann überlegte er: ›Vielleicht ist es gar nicht so verkehrt. Mit Klara als Babysitter wären wir wieder frei. Wir könnten abends ausgehen, uns mit der Clique treffen, unser altes Leben wieder aufnehmen‹. Diese Gedanken versöhnten ihn ein weiteres Mal mit seiner Wohngemeinschaft.

Die Großmutter hielt ihr Versprechen. Sie zog sich mehr und mehr aus dem Geschäft zurück und kümmerte sich um die kleine Ruth als wäre sie ihr eigenes Kind. Die Kleine nannte sie Momi, was zugleich Mami und Omi bedeutete. Das gefiel Klara. Sie wollte der Enkelin die Mutter sein, die sie bei ihrer eigenen Tochter nicht sein konnte, weil sie wegen der Arbeit im Geschäft keine Zeit gehabt hatte. Sie wollte mit ihr all die Dinge erleben, die sie mit Anna versäumt hatte. Und die kleine Ruth liebte ihre Großmutter abgöttisch. Die Momi war immer für sie da, erfüllte ihr jeden Wunsch und gab ihr das Gefühl, etwas ganz Besonderes zu sein. Wilfried und Anna erfreuten sich indessen ihrer wiedergewonnenen Unabhängigkeit und alles lief wunderbar.

Bis Anna zwei Jahre später wieder ein Kind erwartete. Wilfried war nicht sehr begeistert, aber Anna meinte, die Schwangerschaft geht auch vorüber und Momi würde sich dem zweiten Kind ebenso hingebungsvoll widmen wie der kleinen Ruth. Aber ihnen war auch klar, dass die elterliche Wohnung in Zukunft nun doch für die ganze Familie zu klein sein würde. Momi Klara musste dem widerwillig zustimmen. Doch sie wollte die Kinder nicht fortziehen lassen und entschied deshalb, dass die Mieter in der zweiten Etage zugunsten der wachsenden Familie ihrer Tochter ausziehen müssten. Bei der Gelegenheit, meinte sie praktischer Weise, könnte man gleich das ganze Haus renovieren. Daher mussten auch die Mieter in der dritten Etage ihre Wohnung räumen. Nach so einer Modernisierung konnte man schließlich einen höheren Mietzins verlangen.

»Wir statten jede Wohnung mit Zentralheizung, Parkettfußböden, neuen Bädern, modernen Küchen und energiesparenden Thermofenstern aus«, plante Klara Poltz großzügig, »auch unsere.« Dabei sah sie ihren Mann Josef an, der nur zustimmend nickte.

Die aufwändigen Umbauarbeiten zogen sich hin. Als im Sommer 1973 Annas zweite Tochter Walburga geboren wurde, war endlich alles fertig und die letzten Handwerker rückten ab. Die junge Familie bereitete ihren Umzug in die eigene Wohnung vor und die Großeltern freuten sich nach den Strapazen der Bauarbeiten auf einen unbeschwerten Urlaub. Wie jedes Jahr fuhren Josef und Klara Poltz mit ihrem Auto nach Italien.

»Wir sind ja bald wieder da und bringen dir auch etwas Schönes mit«, versprach die Momi feierlich, als Ruth beim Abschied bittere Tränen vergoss. Am liebsten hätte Klara ihre Enkelin mitgenommen, aber Anna meinte, das Kind sei noch zu klein für so eine lange Autofahrt.

Ruth fragte jeden Tag, wo denn die Momi bleibt. Und sie bekam immer die Antwort: »Die Momi kommt bald wieder.« Doch sie kam nie wieder.

Bei der Rückfahrt aus Italien geschah das tragische Unglück. Auf der Autobahn ereignete sich eine fürchterliche Massenkarambolage. Der Wagen der Poltz‘ fing Feuer, da kam jede Hilfe zu spät. Josef und Klara waren sofort tot.

Als die schockierende Nachricht kam, wussten Anna und Wilfried nicht, wie sie es dem Kind sagen sollten. Die Kleine verstand es ja noch nicht. Man müsste abwarten, würde es ihr später erklären. Aber Ruth fragte immer weiter und da erzählte Anna die übliche Geschichte: »Die Momi und der Opi sind jetzt bei den Engeln im Himmel. Irgendwann wirst du sie wieder sehen, aber das dauert noch sehr, sehr lang. Jetzt bin ich deine Momi.« Ruth sah ihre Mutter nur mit großen Augen an und nickte unsicher. Seitdem nannte sie ihre Mutter Momi und hing wie eine Klette an ihr.

Von ihrem geplanten Umzug in die zweite Etage war jetzt nicht mehr die Rede, Ruth richtete sich mit ihrer Familie in der neu renovierten, elterlichen Wohnung ein.

Zu der unermesslichen Trauer mischten sich in diesen Tagen aber auch noch finanzielle Sorgen. Anna hatte außer dem Haus auch noch jede Menge Schulden geerbt. Der Umbau war teurer gewesen, als vom Architekten veranschlagt und auf dem Haus lag eine hohe Hypothek.

Das Familienunternehmen war zum Glück gut etabliert und die Stammkunden hielten ihr die Treue, doch der Vater fehlte in der Schneiderei, die Mutter bei der Kinderbetreuung, und die Last, den hohen Kredit abzutragen, lag allein auf Annas Schultern. Wie sollte sie mit all dem allein zurecht kommen? Ihr Mann Wilfried konnte sie finanziell nicht unterstützen. Sein Gehalt und ihre Erlöse aus dem Geschäft reichten zwar zum leben, doch für die Rückzahlung des Kredits brauchten sie zusätzliche Einnahmen. Und die waren nur mit den Wohnungen zu erzielen. Anna steigerte die Mieteinnahmen indem sie die Zimmer einzeln an Studentinnen vermietete.

Dann galt es, Betrieb und Familie neu zu organisieren. In die Schneiderwerkstatt, die den hinteren Teil des Geschäftes einnahm, stellte sie einen Stubenwagen für Walli und einen Laufstall für Ruth. Dann stellte sie Frau Kruse ein, eine Schneiderin die schon für ihren Vater in Heimarbeit genäht hatte.

Nun begann sie, das Geschäft umzugestalten. Die Stoff- und Kurzwarenabteilung musste verkleinert werden, denn die Aufträge für Neuanfertigungen waren zurückgegangen. Eine Bluse, ein Rock, ab und zu mal ein Kleid oder ein Anzug, sonst hauptsächlich Änderungen. Die Wäscheabteilung hingegen vergrößerte sie, denn die Nachfrage nach aufreizenden Dessous und zarten Negligees war gestiegen. Bei der Damenmode blieb sie der exklusiven Linie treu. Einige ihrer Kundinnen kamen aus den sogenannten besseren Kreisen, das heißt sie hatten Geld zur Genüge, reichlich Zeit und einen extravaganten Geschmack. Diesen noblen Kundenkreis galt es zu vergrößern. Nicht zuletzt änderte sie deshalb auch noch den Namen ihres Ladens in ›Noble Fashion Store‹.

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