Bodo Manstein - Endstation Sylt

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Jugendzeit, Ausbildung, die erste Liebe, der Autor Bodo Manstein beschreibt als «Stephan» in diesem autobiografischen Roman einen wesentlichen Abschnitt seines Lebens. Auch seine Rauchgewohnheiten ziehen sich wie ein roter Faden durch diesen Lebensabschnitt, eine Sucht, die er immer wieder bekämpft und loszuwerden versucht. Der eine oder andere Leser wird sich während des Lesens vielleicht auch selbst wiedererkennen und sich an seine eigene Vergangenheit erinnern.

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In den deutschen Hitlisten werden die langen Kreuzberger Nächte besungen und in der ZDF-Hitparade singt eine gewisse Anke Engelke das Lied von Manuel. Kaum zu glauben, aber das war noch keine Comedy-Einlage.

In Frankfurt rockt Udo Lindenberg gegen Rechts und Elton John tourt als erster westlicher Solokünstler durch die Sowjetunion.

Aus der kleinen Welt um einen Bauwagen erklärt Peter Lustig den Kindern die Pusteblume und auch in die Politik ziehen Latzhose und Rentierpulli ein, als die Grünen gegründet werden.

Der Sohn eines CIA-Agenten steht neben einem gewissen Sting in einer New-Wave-Band, die mit Message in a bottle ihren ersten Nummer-Eins-Hit landet.

* * *

Eine Flaschenpost hätte Stephans Familie am Neujahrstag auf Baltrum auch nicht helfen können. Das Wattenmeer war nahezu komplett zugefroren und der Schiffsverkehr zum Festland sicherheitshalber auf unbestimmte Zeit eingestellt worden. Baltrum war damit von der Außenwelt abgeschnitten, was bei den ersten der wenigen Urlauber eine gewisse Unruhe erzeugte. Die Schulferien neigten sich ihrem Ende zu und man befürchtete, nicht mehr rechtzeitig nach Hause zu kommen.

Der einzige Weg von und nach Baltrum führte nur noch durch die Luft.

Stephan erinnerte sich an seine Kindheit, als er immer erwartungsvoll am Wohnzimmerfenster gestanden und gespannt auf das Postflugzeug gewartet hatte. Dieses kam mehrmals in der Woche morgens im Tiefflug über den heutigen Inselflugplatz angeflogen und warf einen Postsack ab.

Bei diesen Wetterverhältnissen war natürlich an eine Landung von Flugzeugen auf der tief verschneiten Insel nicht zu denken. Daher charterte man Hubschrauber, um über eine Art Luftbrücke dringend benötigte Güter einzufliegen. Auf dem Rückflug nahm man dann Passagiere mit, die unbedingt aufs Festland mussten.

Stephans Vater hatte auch bereits für alle Fälle einen solchen Flug reserviert.

Ein Hubschrauberflug, das wäre ein versöhnlicher Abschluss für die zurückliegende 'Leidenszeit', dachte Stephan und schickte von nun an regelmäßig kleine Stoßgebete gen Himmel.

Nach dem Mittagessen hatte Stephan seiner Mutter ganz stolz von seinem guten Vorsatz erzählt. Nach immerhin schon vierzehn Stunden war er der Meinung, dass eine Mitteilungsreife damit durchaus bestand.

Vierzehn Stunden als Nichtraucher, das war doch schon was, dachte er und verzog sich ins Wohnzimmer, wo er gelangweilt einen von Oscars Comics durchblätterte. Schon nach wenigen Minuten legte er das Heft wieder beiseite. Asterix der Gallier kannte er inzwischen schon fast auswendig. Lustlos starrte er an die Decke. Außer dem gleichmäßigen Ticken der Wanduhr war es still im Haus. Der Rest der Familie hielt ihren täglichen Mittagsschlaf.

Jetzt eine rauchen, dachte er wehmütig. Nein, er musste sich ablenken. Also zog er sich eilig an und ging an den Strand, wo ihn ein eisiger Wind empfing. Jetzt fehlte ihm auf einmal die gewohnte Zigarette zum Aufwärmen, die er während seiner Streifzüge über die Insel immer so genossen hatte.

Auf dem Rückweg kam er bei Stadtlander, Baltrums legendärem Einzelhändler, vorbei, dessen Kiosk soeben geöffnet hatte. Für einen kurzen Moment blieb er stehen und überlegte. Geld hatte er dabei. Doch dann dachte er an sein Wunschmoped und riss sich noch einmal zusammen.

Am nächsten Tag ging Stephan schlecht gelaunt und wieder einmal schrecklich gelangweilt zu seiner Mutter in die Küche, in der Hoffnung, wenigstens hier etwas Ablenkung zu finden. Selbst der Umstand, dass er nun schon fast fünfunddreißig Stunden clean war, verbesserte seine Stimmung nicht wesentlich.

Er warf seiner Mutter, die gerade die Kartoffeln für das Mittagessen schälte, einen kurzen Blick über die Schulter zu, bevor er sich suchend in der Küche umsah. Vielleicht war ja schon der Nachtisch fertig und er konnte ein wenig naschen.

Doch anstatt an einer Süßspeise blieb sein Blick an der Schachtel HB hängen, die verlockend auf der Fensterbank lag.

Oh, wie gerne würde er jetzt eine rauchen!

Stephan schielte vorsichtig zu seiner Mutter hinüber und überlegte auch schon, ob er es wagen konnte, hinter ihrem Rücken eine Zigarette zu stibitzen.

Frag sie doch einfach, dachte er. Ein Wort würde genügen.

Nein, die schadenfrohen Sprüche wollte er sich dann doch lieber ersparen, schließlich hatte er ja erst gestern vollmundig herumgetönt, mit dem Rauchen aufgehört zu haben. Und auch wenn sein Verlangen nach einer Zigarette immer drängender wurde, wollte er lieber weiter auf eine günstige Gelegenheit warten.

Stephan schlenderte durch die Küche und heuchelte dabei ein gewisses Interesse an der Zubereitung des Mittagessens.

»Hast du Langeweile?«, fragte seine Mutter auf einmal. »Dann kannst du mir ja beim Wäsche aufhängen helfen.«

Wäsche aufhängen! - Das wäre die Gelegenheit, auf die er die ganze Zeit gewartet hatte, denn dazu musste seine Mutter in den Keller.

»Ach nöh«, sagte er rasch. »Ich glaub, ich gehe noch ein bisschen raus.«

»Denk aber dran, dass wir bald essen«, sagte seine Mutter, bevor sie die Kellertreppe hinabstieg.

Auf seinem Weg zum Strand und außer Sichtweite des Hauses zündete Stephan sich dann kurz darauf eine gute HB an. Wie gut das tat! Genussvoll nahm er den zweiten Zug, mit dem dann auch das schlechte Gewissen zurückkehrte. Nicht nur, weil er seiner Mutter eine Zigarette stibitzt hatte, sondern auch, weil er nach nicht einmal zwei Tagen der Sucht erlegen war. Er dachte an sein Moped, dessen Bild vor seinem geistigen Auge auf einmal wieder zu verblassen begann.

»Einmal ist keinmal«, sagte er zu sich selbst, nahm einen letzten Zug und schnippte den Zigarettenstummel in den Schnee. Von nun an würde er durchhalten. Komme, was wolle.

»Einmal Drum mit Blättchen«, sagte Stephan und lächelte die Dame bei Stadtlander etwas verlegen an. Knapp vierundzwanzig Stunden und vier stibitzte HB später hatte Stephan entgegen seiner Kampfansage von gestern beschlossen, sich wenigstens der 'Beschaffungskriminalität' zu entziehen. Und obwohl er sich nach wie vor noch darüber ärgerte, dass er der Nikotinsucht nicht mehr Widerstand hatte entgegensetzen können, war er doch froh, wieder im Besitz eigener Rauchwaren zu sein. Entspannt machte er auf dem Rückweg einen Schlenker über die Strandmauer, wo er sich bei einer frisch gedrehten Zigarette den kalten Westwind um die Nase wehen ließ.

Nach diesem erfolglosen Versuch, dem blauen Dunst zu entsagen, folgte auch gleich die Strafe. Seine Hoffnung, mit einem Hubschrauberflug die Weihnachtsferien zu beenden und so wenigstens etwas Interessantes am ersten Schultag berichten zu können, zerplatzte wie eine Seifenblase. Wie Stephan am Nachmittag erfuhr, würde der Fährbetrieb zum Festland rechtzeitig zu ihrem geplanten Abreisetag eingeschränkt möglich sein. Und so erfolgte zwei Tage später ihre Abreise wie gewohnt mit dem Schiff.

Wie gewohnt?

Nein, nicht ganz.

Sehr viel langsamer als normalerweise bahnte sich die Baltrum-Fähre einen Weg durch die Eisschollen, die immer noch in großer Zahl im Wasser trieben. Kurz vor dem Hafen von Neßmersiel verlor dann das Schiff merklich an Fahrt, was Stephan irgendwie spanisch vorkam. Als es dann auch noch plötzlich bedenklich knirschte, während die Fähre zitternd zum Stillstand kam, erinnerte ihn das an das unglückliche Schicksal der Titanic. Sollten sie etwa auch ...?

Stephan sah sich vorsichtig um, doch zu seiner Beruhigung war alles um ihn herum ruhig. Nirgendwo gab es Anzeichen für Panik und es verzweifelte auch niemand bei dem Versuch, eines der Rettungsboote oder eine der Rettungsinseln zu erreichen, wie er solche Szenen aus dem Fernsehen kannte. Ein vorsichtiger Blick zu seinen Eltern bestärkte den Eindruck. Auch sie machten einen absolut entspannten Eindruck, obwohl nun auch noch zwei Besatzungsmitglieder eine lange Aluminiumleiter zum Bug brachten. Hieß das, dass sie nun doch die Boote besteigen mussten? Aber über eine Aluminiumleiter?

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