Frank Riedinger - Mongolei – Gesichter eines Landes

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Dieses umfangreiche Werk spiegelt die Mongolei und Ihre Bewohner im 21. Jahrhundert treffend wieder. Traumhafte Bilder wechseln sich mit packenden Reiseberichten, mongolischen Legenden und Beschreibungen mongolischer Sehenswürdigkeiten. Über 30 Interviews mit teils prominenten Mongolen; unter anderem mit der drittplatzierten Olympiateilnehmerin Munkhbayar Dorjsuren, die mittlerweile für Deutschland an den Start geht; runden dieses Buchkonzept ab.

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Wir bleiben bis in die späte Nacht, keiner von uns will gerne in seine Unterkunft zurück. Ich habe für zwei Monate eine Wohnung gemietet, doch heimisch fühle ich mich dort nicht. Es ist vielmehr ein Büro, von dem aus ich meine Reisen organisiere. Draußen winken wir einem der seltenen Autos, das langsam auf der Chaussee heranfährt. Der Fahrer stoppt umgehend und lässt mit sich einen Fahrpreis von 500 Tugrik pro Kilometer aushandeln, für den er uns nach Hause bringt. Die meisten Autofahrer sind diesem Nebenjob nicht abgeneigt und bessern ihr Einkommen mit gelegentlichen Taxifahrten auf.

Am nächsten Morgen beginnen die drei Hauptfeiertage des Tsagaan Sar, an denen Familienbesuche stattfinden, um sich ein gutes neues Jahr zu wünschen. Die Reihenfolge sieht vor, dass sich zuerst die engsten Angehörigen sehen und danach die Verwandtschaft besucht wird. Battulga hat ein überraschendes Wiedersehen mit seiner alten Mutter für mich eingefädelt. Ich soll mit ihnen feiern, und zwar bis zum Ende der Festzeit. Das ist eine wunderbare Geste der Freundschaft.

Der Milchtee ist schon zubereitet, genug für alle Personen. Wir sind in der Wohnung der Mutter, demzufolge ist ihr die Ehre der ganzen Familie zuteil. Vor dem Trinken wird etwas Tee geopfert und in die vier Himmelsrichtungen gesprengt. Zur Begrüßung der Mutter strecke ich meine beiden Unterarme aus. Sie werden, um sie als Älteste der Familie symbolisch zu stützen, unter ihre ebenfalls vorgestreckten Arme geschoben. Dabei wird es gerne gesehen, wenn ein Geldgeschenk der Hochachtung auch Nachdruck verleiht.

Nach der Zeremonie begrüßen sich die Familienangehörigen, außer den Ehepaaren, da sie nach der Vorstellung der Mongolen eine Einheit bilden und untrennbar zusammengehören. Es sollen kein Wasser geholt und auch keine Handarbeiten verrichtet werden. Auch ist es nicht gestattet, Müll nach draußen zu bringen. Wer dagegen verstößt, erlebt ein Unglücksjahr, sagt Battulgas Mutter, auch derjenige, der bei Fremden übernachtet, streitet, mittags schläft oder weint.

Manch abergläubiger Mongole hätte mir unter diesen Bedingungen abgeraten über Nacht zu bleiben, aber die redliche Gastfreundschaft der Familie Battulgas ist aufrichtig, also bleibe ich. Ihre ehrliche Vorfreude ist herzbewegend, und wird es allen bösen Geistern zukünftig schwer machen.

Airag die vergorene Stutenmilch wird an Tsagaan Sar gerne getrunken - фото 40

Airag - die vergorene Stutenmilch - wird an Tsagaan Sar gerne getrunken.

Tsagaan Sar bei Battulga zu Hause Tsagaan Sar mit dem essbaren Symbol des - фото 41

Tsagaan Sar bei Battulga zu Hause.

Tsagaan Sar mit dem essbaren Symbol des Festes der Idee und der fette - фото 42

Tsagaan Sar mit dem essbaren Symbol des Festes – der Idee und der fette Hammelrücken.

Am Morgen des ersten Tages im neuen Jahr wird der Ovoo umrundet und danach dem - фото 43

Am Morgen des ersten Tages im neuen Jahr wird der Ovoo umrundet und danach dem Sonnenaufgang gehuldigt.Ein festes Ritual an Tsagaan Sar.

An Tsagaan Sar finden überall im ganzen Land Pferderennen statt und das - фото 44

An Tsagaan Sar finden überall im ganzen Land Pferderennen statt, und das teilweise bei Temperaturen unter –40°C.

Die mongolische Familie Zwei Umleitungen musste Suhkee fahren Endlich sind - фото 45

Die mongolische Familie

Zwei Umleitungen musste Suhkee fahren. Endlich sind wir auf der Piste nach Baga Gazriin Chuluu, dem 230 Kilometer von Ulaanbaatar entfernt liegenden Nationalpark in der Mittelgobi. Ich höre Sukhee zu, wie er von seinem Freund Batsaikhan erzählt, jetzt wo das Ziel vor Augen ist. Vielleicht sind es nur noch wenige Kilometer, vielleicht geht es aber doch länger. Mittlerweile habe ich gelernt, dass Nachfragen keinen Sinn hat. Von meinem Fahrer bekam ich einmal die verblüffende Antwort, dass die vagen Angaben wie „Vielleicht“ oder „Später“ dem mongolischen Lebensgefühl genug Spielraum bieten, alle Eventualitäten zuzulassen, die unvermeidlich sind. Wer wüsste unter den landesüblichen Fahrbedingungen auch die genaue Ankunftszeit.

Die Landschaft, von seltener Trockenheit geprägt, durchquert ein Flussbett, dem das Wasser fehlt. Wir müssen schon auf dem Gebiet des Nationalparks sein, denn die urigen Felsengebilde kenne ich aus Erfahrung. Die Steinformen spielen mit der Fantasie des Betrachters, zufällig sind sie von der Natur angeordnet wie eine stumme Tierparade.

Sukhee richtet sich im Sitz auf und gibt Gas. Er hat den Kumpel aus alten Tagen lange nicht gesehen und die Vorfreude lässt ihn sich an eine Anekdote nach der anderen erinnern. Später wirst du ihn kennen lernen, meint Sukhee zu mir. Er schattet die Augen gegen das Sonnenlicht ab und sucht die Richtung, in der wir Batsaikhans Lagerplatz finden wollen. Hinter zyklopischen Granitblöcken, etwas südlicher, unweit der staubigen Piste links, murmelt er. Diese Umschreibung trifft die Sache in etwa so genau, wie das „Später“ und „Vielleicht“ die Frage nach der Uhrzeit. Folglich fahren wir die staubige Piste weiter nach Süden, biegen links hinter markanten Granitfelsen ab. Wie selbstverständlich landen wir genau vor einer Jurte.

Batsaikhan wartet in Gesellschaft seiner Schafe und Ziegen. Sie scharen sich um den einzigen Brunnen der Gegend und wissen nichts von unserer Verabredung. Ich schaue verwundert um mich. Das alles sieht nach einem gediegenen Nomadendasein aus. Einen Ranger im Naturreservat habe ich mir anders vorgestellt. Aber das Berufsleben in der Mongolei ist vielschichtig, die Menschen gehen, das ist keine Seltenheit, unterschiedlichen Aufgaben und Jobs nach.

Die Freunde umarmen sich herzlich. Ich stehe dabei und denke an die vielen Begrüßungen und Abschiede, deren Zeuge ich war. Hier klopfen sich zwei Abenteurer auf die Schultern, rufen Erinnerungen wach, gleich werden wir im Schatten der Jurte sitzen und Geschichten erzählen. So ist es. Genüsslich paffen sie Zigaretten. Ich strecke meine Beine aus und höre zu.

Von einer älteren Nomadin wird berichtet, deren Schafe und Ziegen spurlos verloren gingen. Ohne Herde kehrte sie am Abend heim. Sie vermutete, dass Wölfe über ihre Tiere hergefallen seien. Eines Tages, sie hatte nun die Herde ihres Nachbarn zu hüten, lief eine Ziege davon und kletterte in die Berge. Mühsam folgte die Alte dem Tier und fand einen versteckten Höhleneingang. Sie tastete ins Innere, und als sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, versuchte sie, die Ziege zu entdecken. Ein plötzlicher Schauer ließ sie anhalten. Vor ihr rieselten kleine Steine, die sie mit ihrem Fuß berührt haben musste, in eine abgrundtiefe Felsenkluft. Mit letzter Kraft konnte sie ihren Absturz verhindern. Die Unglückshöhle aber wurde von den Dorfbewohnern für immer verschlossen.

In diesem Moment höre ich Händeklatschen. Ich bin etwas schläfrig geworden. Die Hitze, der Willkommenstrunk: Oft hebt mich die Lautmalerei der Sprache in eine entspannte, beinahe meditative Stimmung. Als könnte Batsaikhan meine Gedanken lesen, geht ein Strahlen über sein Gesicht und er lädt zum Essen ein, außerdem dürfen wir hier übernachten. Uns zu Ehren schlachtet er eine Ziege. Trotz der staatlichen Anstellung hat er, wie fast alle Mongolen, noch Weidetiere, deren Fleisch die fünfköpfige Familie versorgt.

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