Lexe war starr vor Schreck. Er lauert auf uns, flüsterte er leise.
„Was sollen wir tun?“ „Ich werde die Zeit still stehen lassen, dann fliehen wir.“
Nubs aber war das gar nicht geheuer. „Dieser riesen Vogel hat einige Tricks drauf“, sagte er. „Was für Tricks“, wollte Pelus wissen?“
„Das weis ich doch nicht, aber er ist sehr gefährlich.“
„Ich gehe jedenfalls nicht aus unserem Versteck, sagte Lexe. Die Kugel hat mir gezeigt, dass der Drache mich verschleppt.“
Pelus saß da, und überlegte eine Weile. „Wenn wir wissen das er auf uns wartet, dann können wir ihn auch austricksen!“
„Wenn du deine Kräfte nicht richtig einsetzt, dann funktioniert der Zauber nicht“, sagte Nubs. „Konzentrier dich auf den Wunsch, dann geht er auch in Erfüllung.“
Pelus wünschte sich ganz fest das sie alle ein paar Meilen weg von hier waren. Dann wie ein Wunder lagen sie auf einer riesigen Wiese.
„Es hat funktioniert“, rief Nubs. „Du lernst schnell“, Pelus.
„Was hast du getan“, fragte Kelas. „Uns von dem Drachen weggewünscht.“
„Das war ein guter Gedanke.“ „Wo sind wir gelandet?“
„Ich kenne die Gegend nicht, denn unser Land ist riesen groß.“
„Nubs du musst doch wissen, wo wir hier sind!“ „Nein, weiß ich nicht“, lachte Nubs.
„Doch wir werden es sehen, wenn wir die große Wiese verlassen.“ Sie suchten ihre Beutel sowie ihre Mützen zusammen und liefen los. Nach einigen Stunden sahen sie in der Ferne ein großes Dorf.
„Last uns in das Dorf gehen! Wir wollen sehen wer da lebt“, sagte Lexe.
Als sie näher kamen, kammen sie an einem Fluss. Da waren zwei Leute die Fische fingen.
„Wer seid ihr“, fragte Kelas?
Die Fischer sahen die drei etwas unsicher an. „Wir sind vom Stamm der Abus.“
„Wer aber seid ihr, und wie seid ihr gekleidet?“ „Wir kommen von weit her, aus einem anderen Land, sagte Pelus laut.“
Die beiden Fischer waren gekleidet wie aus einer fernen Zeit. „Ihr müsst euch sehr vorsehen, denn die anderen Stämme sind nicht gut auf uns zu sprechen“, sagte der Lange. „Bei uns gibt es etwas zu essen“, und eine Schlafstelle gibt es auch “, sagte der andere.
„Dann last uns erst mal ins Dorf gehen“, rief Nubs.
Die beiden konnten nicht mehr vor Lachen. „Der kleine Pudel kann ja sprechen“, rief der Lange. Doch dann trauten die drei ihren Augen nicht. Als sie loslaufen wollten, sahen sie am rechten Bein der zwei Fischer eine Kette mit einer schweren Kugel befestigt.
„Was ist das“, fragte Kelas?
„Was meinst du“, sagte der Lange? „Die Kugel an unserm Bein?“
„Ja, die meine ich!“
Der Lange sah sich ängstlich um. Das tat der Andere auch.
„Es gibt einen Zauberer der heißt Ab. Weil wir uns ihm nicht unterordnen, hat er jedem von uns im Dorf eine Kugel ans Bein gewünscht. Auch wenn wir die Kette lösen, wird sie sofort wieder an das Bein angepasst.“
Pelus konzentrierte sich auf die Kette. Dann fiel sie auf einmal ab. Die beiden konnten es gar nicht glauben. Sie waren die Kugel für immer los.
„Was hast du getan“, riefen die beiden. „Wenn Ab das sieht verzaubert er uns als irgendein Haustier.“
„Was für ein Haustier?“
„Bei uns im Dorf gibt es viele Schweine und Ziegen. Doch wir können kein Fleisch essen, denn da würden wir unsere verzauberten Dorfbewohner verzehren.“
Lexe setzte sich erst mal. „Ich kann das nicht begreifen“, und schüttelte den Kopf. „Der Hund spricht, du kannst zaubern. Ein Drache will mich entführen. He ihr beiden, ich will auf der Stelle nach Hause!“
„Nun krieg dich wieder ein, jetzt gehen wir erst mal in das Dorf und sehen nach dem Rechten, lachte Pelus.“
Als die fünf das Dorf betraten sahen alle Bewohner dass ihre zwei Gefährten keine Ketten mehr an den Beinen hatten. Der Älteste kam sofort auf sie zu.
„Was habt ihr getan“, rief er. „Wollt ihr von Ab in Schweine verwandelt werden? Und wer sind diese Jungen?“
Pelus merkte, das ein kleines Schwein an seiner Hose schnüffelte.Er sah es neugierig an.
„Das ist Nibe, die Tochter des Ältesten, rief der Lange .“
Pelus konzentrierte sich auf sie. Alle schrien auf, als Nibe plötzlich wieder ihre menschliche Gestalt annahm.
„Wer seid ihr“, rief Gag.
„Ich bin wieder frei“, lachte Nibe überglücklich. Dann gab sie Pelus einen Kuss auf die Wange. „Du bist ein großer Zauberer“, sagte Gag. „Nein bin ich nicht.“
„Dann sind wir verloren“, wimmerde der Älteste.
„Noch ist es nicht soweit“, gab Lexe von sich. Alle im Dorf liefen herbei.
„Du musst unseren Verwandten den Zauber abnehmen“, schrien alle durcheinander. Pelus tat, um was sie in baten. Alle die der Zauberer Ab verwünscht hatte, waren wieder frei.
Nubs sah Pelus an: „Das ist nicht gut, was du tust!“
„Warum hast du auf einmal was gegen meine Zaubereien?“ „Weil der Zauberer Ab, ein böser ist.“
Die Dorfbewohner sahen wie entgeistert den Hund an. So etwas hatten sie noch nie gesehen. „Du kannst sprechen“, lachte Nibe. „Wo hast du ihn her“, fragte sie Pelus.
„Wie seid ihr überhaupt gekleidet?“
„Das ist eine lange Geschichte, aber wir haben viel Zeit uns kennen zu lernen.“
Kelas lachte ihn an. „Jetzt hast du eine neue Freundin gefunden.“
„Da hast du recht“, sagte Pelus. Er drehte sich zu Nibe um. „Wirst du uns von deinem Dorf erzählen.“
Sie gingen in die Hütte des Ältesten. Nibes Mutter konnte es gar nicht fassen.
„Du bist wieder frei. Wer hat den Fluch von dir genommen?“
„Ich“, sagte Pelus. „Wer bist du, und wie seht ihr drei aus?“ „Das erzähle ich dir alles, wen Pelus und ich, uns besser kennen gelernt haben Mutter“, sagte Nibe lachend.
Sie setzten sich in die hintere Ecke. Als Nubs an der Mutter vorbeiging, grüßte er sie.
„Ich grüße sie Frau Alma.“ Alma schrie wie am Spieß auf.
„Was ist das für ein Hund“, rief sie? „Der kann ja sprechen.“
„Es ist unser Nubs“, grinste Lexe.
Da fiel Mutter Alma in Ohnmacht. Der Älteste wedelte ihr Luft zu.
„Ich träume“, sagte sie leise. „Gag unsere Tochter war in meinem Traum wieder da. Aber das unglaubliche ist, sie hatte einen Hund dabei der sprach.“
„Das war kein Traum“, sagte Nubs. Alma schrie noch mal auf doch Gag beruhigte sie.
„Das sind die neuen Freunde unserer Tochter.“ „Aber wo kommen sie her?“
„Das weis ich auch nicht“, lachte Gag. „Doch alle die der Zauberer Ab mit einem Fluch belegt hat, sind wieder frei.“
„Das gibt Ärger wenn der böse Ab kommt!“ „Das hab ich auch gesagt“, murmelte Gag.
Nibe sah die drei neuen Freunde an. „Also nun sagt schon, wo kommt ihr her?“
„Weist du“, sagte Pelus. „Erst will ich etwas über euch erfahren.“
„Gut frag mich!“ „Wir haben einen riesigen Drachen gesehen.“
„Was ist ein Drache“, fragte sie? „Bei euch ist das ein riesiger Vogel.“
„Ach du meinst Suja den Todesvogel.“ „Ja den meine ich.“
„Bei euch ist das ein Drache?“ „So kann man sagen.
Warum sagst du Todesvogel?“
„Er beherrscht die ganze Gegend. Alle haben Angst vor ihm. Selbst die Zauberer und Hexen.“ „Aber es muss doch einen Grund dafür geben“, sagte Lexe.
„Man sagt, bei uns ist derjenige der Größte der die meisten Zauberer und Hexen vernichtet“, lachte Nibe.
„Warum ist der, der Größte, wer viele Zauberer und Hexen vernichtet?“ „Weil derjenige die Kräfte der anderen bekommt. Und der Drache hat schon viele getötet.“
„Also will er mich“, fragte Pelus. „Ja“, lachte Nibe. „Er will deine Kräfte.“
„Oh Pelus, das ist nicht gut.“ „Dich will er ja nicht Lexe, also tu nicht so als würdest du von ihm gejagt.“
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