Monika Buttler - Atme oder stirb!

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"Atme oder stirb!" ist der erste große Erfahrungsbericht
über Asthma. Als die Journalistin Monika Buttler die Diagnose
"Sie sind unheilbar krank" erhält, stürzt sie in die tiefste Krise
ihres Lebens. Erstickungsanfälle, Koma, Kündigung des
Arbeitgebers – es scheint keinen Ausweg zu geben. Verzweifelt
begibt sich die Autorin von Therapie zu Therapie: Akupunktur,
Thymus, Nebenhöhlen-Operation, Bachblüten, Hypnose u.a.
Bis die Behandlung bei einem Immunologen den Durchbruch
bringt. Ein sensibler, dramatischer und ermutigender Lebensbericht.

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Im Alter von 36 Jahren wurde ich einmal von einer 48-jährigen Malerin, bei der ich einige Tage zu Gast war, wegen meiner Jugend, meiner Verehrer, meiner Stellung als Redakteurin und meiner scheinbar sorglos-naiven Attraktivität offen beneidet. Als sie dann aber von der „Krankheitsbilanz“ meines bisherigen Lebens erfuhr, wirkte sie sichtlich erschüttert und hörte mit ihren spitzen Bemerkungen auf. Und diese Bilanz sah so aus: Nach der Bandscheiben-Operation ließ ich mir den Bauch aufschneiden, um meine Gebärmutter-Knickung beseitigen zu lassen. Klar, ein freiwilliger Entschluss. Aber aus meiner Sicht nötig, denn sonst hätte es mit der Empfängnis nicht geklappt. Und ich hatte mich – ich ging auf Mitte dreißig zu – entschieden, ein Kind zu bekommen. Mein damaliger Mann war allerdings von diesem Gedanken nicht begeistert. Ich weiß noch, wie er mit mir schimpfte, als ich mich ins Krankenhaus begab. „Das ist doch pervers, nur um Kinder zu kriegen, eine solche Operation auf sich zu nehmen.“

Immerhin gab er meinem Kinderwunsch nach – ich habe nichts gegen seinen Willen getan. Doch zum Glück für ihn und von heute aus betrachtet für uns alle, ging die Sache schief: Ich erlitt meine erste Fehlgeburt. Ich erwartete männliche Zwillinge, hatte nach Auskunft des Arztes aber keine Chance, sie zu behalten, da sich der Mutterkuchen an der Seite statt oben in der Gebärmutter angesiedelt hatte. Der Arzt wollte mich deshalb von den Zwillingen „befreien“, aber ich lehnte ab. „Dann gehen Sie mal eine Stunde lang spazieren, danach wird es aus sein“, prophezeite er. Und so war es. Mich erfasste ein Schüttelfrost, der nur durch eine Spritze zu stoppen war; im Kreißsaal fühlte ich überall Blut unter mir, dann kamen unter Schmerzen zwei blutverschmierte Wesen aus mir heraus, die sofort weggetragen wurden.

Ein Jahr später die zweite Fehlgeburt, diesmal war das Geschlecht noch nicht erkennbar. Eine Ursache konnte man nicht finden. Mein damaliger Mann und ich ließen unser Erbgut untersuchen – es war alles in Ordnung.

Diese Erlebnisse hatten mich traurig gemacht, gewiss. Aber doch nicht untröstlich. Ich hatte die Signale meines Körpers verstanden und hätte eine dritte Schwangerschaft nicht riskiert. Kurz danach kam die Scheidung, und ich war froh, nicht allein mit zwei Kleinkindern dazustehen. Manchmal rechne ich nach, wie alt die Zwillinge jetzt wären ... Als Erinnerung blieb mir nur ein „Mutterpass“.

Habe ich noch etwas vergessen? Ja, die Gehirnerschütterung, mit der ich im Krankenhaus landete, nachdem mich ein Tänzer bei der Rock’n Roll-„Butterwaage“ hatte fallen lassen ...

Fünf Krankheitsereignisse in sechs Jahren – das war die Bilanz. Und doch fühlte ich mich damals in meiner Lebensqualität nicht beeinträchtigt. Ich war eine fröhliche Stehauffrau.

„Armes Menschenkind“

7. Mai 1987

Inzwischen zeigte sich mein Asthma so offenkundig, dass ich von allen Seiten gutgemeinte Tipps erhielt. Wieder kommt meine Kosmetikerin mit einer Adresse: „Gehen Sie doch mal zu Dr. Dornberg. Er ist Diplom-Biologe und soll bei Asthma schon große Erfolge erzielt haben.“ Diplom-Biologe, das hörte sich gut an. Vielleicht hatte dieser Mann ein neues Verfahren auf Lager? Da konnte ich es auch in Kauf nehmen, dass ich die Behandlung selbst bezahlen musste.

Sinnigerweise hatte Dr. Dornberg seine Praxis ein paar Häuser weiter neben Dr. Fehrs, dem Anthroposophen. Wer mochte mit seiner Methode wohl besser sein? Dr. Dornberg ist ein großer, ruhiger Typ, der mir nichts verspricht, aber dennoch Optimismus ausstrahlt. Nachdem er meine Geschichte gehört hat, gibt er mir eine Spritze in den Rachen und schließt mich an eine Maschine an, die mich mit Mineralien durchspülen soll. Wieder vertrage ich das Liegen nicht, ich merke, wie meine Bronchien enger werden und ich nur noch mit Mühe ausatmen kann. Obwohl ich mittlerweile mit hervorspringenden Schläfenadern und schwerem Keuchen alle Anzeichen eines Anfalls zeige, lässt mich Dr. Dornberg in diesem Zustand gehen. Ich taumle die Treppen hinunter, halte mich auf der Straße an einem Zaun fest. „Armes Menschenkind“, höre ich eine Frau sagen, und es trifft mich bis ins Innerste. Jetzt weiß ich, dass mein Leben wirklich aus den Fugen geraten ist.

Dr. Dornberg hat mir homöopathische Tropfen verschrieben, die ich mir in die Unterarm-Beuge reiben soll. Wochenlang ziehe ich diese Nosoden-Therapie durch; als ich aber zu einer mehrtägigen Fotoproduktion nach Westfalen muss, kann ich meiner Arbeit nur mit Hilfe starker chemischer Mittel nachgehen. Ein paar Mal rufe ich von dort Dr. Dornberg an – später finde ich jedes Telefonat auf der Rechnung wieder. Ich beschließe, nicht noch mehr Geld in den offensichtlich überschätzten Herrn zu investieren.

Mein HNO-Arzt ist ein freundlicher und kompetenter Softie, mehrfacher Familienvater und den Künsten zugetan, wie die Ausstellungen in seiner Praxis bezeugen.

„Ich tue Ihnen ungern weh“, meint er, „aber wir kommen mit der Sinusitis so nicht weiter. Ich muss in Ihre Nebenhöhlen hineinschauen und eine Sinoskopie machen.“

Ich bin einverstanden. Wieder einmal, wie beim Zahnarzt, ein Termin, dem ich angstvoll entgegensehe. Dr. Paulsen schiebt Geräte durch meine Nase, ich höre es laut krachen und knacken, am Ende wird alles mit Watte verschlossen. Ich gehe nach Hause und liege stundenlang mit schmerzender, blutender Nase im Bett.

So unangenehm wie die Untersuchung ist das Ergebnis: noch immer eine chronische Entzündung. Dr. Paulsen rät zu einer „Fensterung“, einer kleinen Operation, bei der eine Öffnung geschaffen wird, so dass das Sekret abfließen kann. Allein eine Spülung würde nichts nützen, da nach der Vernarbung alles wieder von vorn begänne. Auch zu Hause wird immer stärker Druck auf mich ausgeübt.

„Wenn du nichts unternimmst und dich nicht fenstern lässt, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du dein Asthma nicht los wirst “, sagt mein Arzt-Schwager. In der Redaktion erzählt mir ein Kollege, dass diese Operation nicht so schlimm sei und dass es ihm seither mit der Nase sehr viel besser gehe.

Ich habe keine Schmerzen an den Nebenhöhlen und hätte der Sache vielleicht kaum Beachtung geschenkt, wenn sie nicht mit dem leidigen Asthma gekoppelt wäre. Dieses Asthma aber lässt sich nicht ignorieren. Es macht mich schlaflos und versetzt mich, bei einem Anfall, von einer Minute in die andere in Todesangst. Mein HNO-Arzt hat mich inzwischen an eine Lungenfachärztin überwiesen. Wenn man etwas an der Lunge hat, muss man zum Lungenarzt, das ist doch logisch. Warum hatte ich mich bisher so unzureichend behandeln lassen?

Ich komme nicht dazu, zu entscheiden, wann ich wegen der Fensterung ins Krankenhaus gehe. Die dramatischen Umstände zahlloser Asthma-Anfälle veranlassen die Ärztin, mich ins Krankenhaus St. Georg einzuweisen.

Man liegt auf der „Inneren“, wenn man Asthma hat, und wird hier mit den verschiedensten Krankheiten, von der Darmentzündung bis zu Nierensteinen, konfrontiert. „Innere“ war ein Wort, das auf mich passte, sprachen doch die Ärzte inzwischen von „endogenem Asthma“ bei mir, so wie man von einer endogenen Depression spricht.

Da ich nach der Scheidung meine private Zusatzversicherung aufgegeben hatte, liege ich nun in einem Saal. Morgens, wenn ich aus meinem Schlafmittel-Betäubungsschlaf zu mir komme, krümme ich mich mit verschleimtem Oberkörper über den Nachttisch-Wagen und warte auf die erlösende Cortison-Spritze. Kann ich nach einiger Zeit aufrecht gehen, setze ich mich an den langen Frühstückstisch. Schnell sind die anderen fertig, nur wir beiden Asthmatikerinnen bleiben zurück. Weit entfernt sitzen wir uns gegenüber, und auch die innere Entfernung ist groß: Keine hat die Kraft, die andere zu trösten. Jede von uns muss elf Medikamente einnehmen: Pülverchen auflösen, Kapseln, Tabletten, Tropfen schlucken. Jeden Morgen laufen der Frau – sie muss so um die sechzig sein – unaufhörlich die Tränen übers Gesicht, aber der Visite machende Arzt reagiert darauf nicht. Ich kann zu der Zeit überhaupt nicht mehr weinen.

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