Ursula Tintelnot - Floria Tochter der Diva

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Der schwere Vorhang der Metropolitan Opera senkte sich langsam. Die Lichter im Saal gingen an.
"Werde ich jemals wieder singen können?"
Ausgerechnet in einer ihrer Paraderollen war der Albtraum einer jeden Sängerin für sie Wirklichkeit geworden. Die Stimme der Diva hatte versagt, Floria war auf offener Bühne zusammengesunken.
Zerrissen vom Wunsch für die Kunst und für die Liebe zu leben, fällt sie in eine tiefe Depression.
Sie flüchtet aus New York, der Stadt, die ihr zur zweiten Heimat geworden ist, zurück in den Garten ihrer Kindheit, zu Emma, ihrer Großmutter.
Hier, im Norden Deutschlands, in dem riesigen Bauernhaus, in dem sie aufgewachsen ist, hofft sie Ruhe zu finden. Eine vergebliche Hoffnung, wie sich herausstellt.
Schicksalsroman über eine Diva. Gibt es für Floria neben der Kunst noch ein anderes Leben? Vielleicht auch Liebe? Der Weg einer Sopranistin in die Höhen des Ruhms und Ihren Fall. Kann sie Kunst und Liebe miteinander verbinden?

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Er legte es, ohne den Blick von ihr zu nehmen, neben den Brotlaib auf der Anrichte. Langsam verzog sich sein Gesicht. Floria war sich nur allzu bewusst, was er sah.

»Ah, Sie besitzen wenigstens eine Brille«, sagte er.

»Floria, das ist Julian, Katjas Vater. Und nun lass mich endlich hier runter. Was soll denn meine Enkelin denken?«

»Ich glaube, sie denkt gar nichts.«

Floria hatte sich noch nicht gerührt.

»Ich besitze selbst ein Auto und an Frauen bin ich nicht interessiert.«

Floria dachte an die erste Begegnung mit ihm. Wie hatte er denn diesen Kobold zustande gebracht?

»Guten Abend«, stieß sie endlich hervor und kam sich unendlich dämlich dabei vor.

»Emma hat Kartoffelsuppe gekocht, meine Lieblingssuppe. Isst du mit uns?«

Katja fragte ganz unbefangen. Floria fühlte sich plötzlich von diesem Kind ausgeschlossen.

Das ist meine Lieblingssuppe und Emma gehört mir, nicht dir.

Floria ließ sich auf einen Stuhl fallen. Mein Gott, was denke ich denn nur. Bin ich etwa eifersüchtig auf ein kleines Kind, das wie alle Kinder glaubt, die Welt gehöre ihm? Es hatte eine Zeit gegeben, in der sie am Morgen mit der Frage erwacht war, was der Tag für sie bereithielte. Sie fühlte sich plötzlich alt. Alt und hässlich.

Floria wünschte sich weit weg. Weg aus dieser Küche, in der sie sich wie ein Eindringling vorkam.

»Deine Socken gefallen mir«, sagte Katja ernsthaft.

»Ja, meine Tochter hat einen exzellenten Geschmack, die gefallen mir auch.«

Wie reizend sie aussieht, dachte Julian. Riesig saß die Brille in ihrem ungeschminkten Gesicht. Die kräftigen Farben ihres Hemdes ließen ihre Wangen schimmern. Die Schlabberhosen über den dicken Ringelsocken waren an Garstigkeit kaum zu überbieten. Er stellte den schweren Suppentopf auf den Tisch.

»So, Emma, jetzt darfst du dich zu uns setzen.« Er hob ihre Großmutter von der Kommode, als sei sie gewichtslos.

Wieder kroch die Angst, sie zu verlieren, in ihr hoch.

Wie eine Herbergsmutter teilte Julian die Suppe aus. Er gab einen Klacks Creme fraiche auf jeden Teller. Die eiserne Pfanne mit den in Butter gebratenen Brotwürfeln stellte er mit einem Untersetzer ebenfalls auf den Tisch.

»Nein, Katie, du wartest bis Emma anfängt.« Die Kleine ließ den Löffel sinken.

»Warum?«

»Weil dies Emmas Küche ist und hier ist sie die Bestimmerin wie du in deinem Kinderzimmer.«

Sie nahm Katjas unbefangenes Geplauder wahr. Sie hörte Emmas Gelächter und Julians Stimme. In Gedanken war sie weit weg. In den letzten Jahren hatte sich alles um sie gedreht. Floria Mura. Ein neuer Stern am Opernhimmel. Es hagelte Preise. Kein Tag, an dem nichts über sie in der Zeitung stand, nicht ein Bild erschien oder Rezensionen über ihren letzten Auftritt auf einer der großen Bühnen der Welt. Sie hatte nicht den Eindruck, dass dieser Julian je von ihr gehört hatte. Er kannte sie nur als Emmas Enkelin. Sie war nicht sicher, ob ihr das gefiel. Jetzt, in diesem Aufzug, hätte sie sowieso kein Mensch erkannt, dachte sie in einem Anfall von Selbstironie.

»Du musst lauter sprechen, Liebling. Floria sieht schlecht und hören tut sie offenbar auch nicht so gut.«

Als sie ihren Namen hörte, hob sie den Kopf.

»Was?«

»Man sagt, wie bitte.«

Emma lachte. »Das hab ich Floria auch immer gesagt, Katja, aber sie gehorcht manchmal nicht, genau wie du.«

»Zeigst du mir dein Zimmer?« Katja wiederholte ihre Frage.

»Nicht heute, Katja, ein andermal.« Floria fror trotz der heißen Suppe und war unendlich müde.

Emma stand auf. »Ich habe einen Pudding im Kühlschrank.« Katja war sofort abgelenkt.

»Für mich nicht mehr, Emma. Ich gehe schlafen.« Floria schleppte sich die Treppe hoch und stieg, so wie sie war, in ihr Bett.

Thomas

Am nächsten Morgen wachte Floria verschwitzt und zerschlagen auf. Immer wieder träumte sie diesen Traum: Sie stand auf der Bühne und starrte in einen dunklen Zuschauerraum. Sie musste singen, aber kein Ton kam aus ihrer Kehle.

Floria setzte sich auf. Ihr war schwindelig, sie hatte Kopf und Halsschmerzen.

Das kann ja heiter werden, dachte sie unglücklich.

Sie hatte jahrelang an nichts anderes als an ihre Stimme gedacht. Sie mied klimatisierte Räume, ging nur gelegentlich in Restaurants und umarmte selten jemanden. Erkältungen konnte sie sich nicht leisten. Sie versuchte sich so gut wie möglich vor Ansteckungen zu schützen.

In ihrer Tasche wühlte sie nach Medikamenten.

Leises Klopfen ließ sie hochblicken.

»Ja?«

Emma öffnete die Tür und blieb erschrocken stehen. Die Hand, die einen Becher hielt, zitterte ganz leicht.

»Flo, wie siehst du denn aus?«

Sie kam herein, stellte den Becher ab und meinte resolut: »Du legst dich sofort wieder hin. Ich lasse den Doktor kommen.«

Floria wurde wieder zum Kind. Sie ließ sich ohne Widerstand in die Kissen drücken, hob brav den Kopf und trank ein paar Tropfen Tee, die Emma ihr einflößte.

Floria spürte die Hand ihrer Großmutter auf der Stirn und dämmerte wieder weg. Ein Gefühl, als ob sie flöge. Sie ließ sich treiben, hörte nicht mehr, dass Emma das Zimmer verließ, nicht das Knarren der drittletzten Stufe und auch nicht Emmas Stimme, die ins Telefon brüllte.

Sie könne ihre Gesprächspartner auch ohne Telefon erreichen, behauptete Alex Mendel immer. Aber Emma lachte nur und meinte ungerührt: »Sicher ist sicher.«

Während sie Ingwer raspelte, dachte Emma über ihre Enkelin nach. Ihr eigenes Leben ging zu Ende, Florias begann erst. Flo sah so entsetzlich traurig aus, blass und ohne ihren sprühenden Witz war sie kaum wiederzuerkennen. Floria hatte sich verändert. In ihren dunklen Augen sah Emma den Schmerz und sie fragte sich besorgt, was sie tun könnte, um ihre einzige Enkelin aufzuheitern. Ihr einen Weg zu zeigen, auch ohne Gesang, wenn das sein müsste, glücklich zu werden. Ihre Ehe war gescheitert, sie hatte ihre große Liebe verloren, ihre Stimme …

Mein armes Mädchen, dachte sie.

Floria hatte den tödlichen Unfall des jungen Komponisten, seit sie zurück war, mit keinem Wort erwähnt. Sie hatte nicht über ihren Kummer gesprochen. Aber Emma las Zeitung. Sie las alles, was über Floria Mura geschrieben wurde. Und ihre Enkelin war für sie ein offenes Buch.

Ich muss dich zum Reden bringen, meine Kleine. Wenn du nicht über deine Gefühle sprichst, kannst du nicht gesund werden.

Ohne es zu ahnen, kam Emma zu dem gleichen Schluss wie Florias Spezialist in New York.

Als das Wasser kochte, gab sie den geraspelten Ingwer mit einem Löffel Honig zusammen in den Topf und ließ alles gut zwanzig Minuten köcheln.

Emma schloss ihre Türen am Tage nie ab. Alle, die zu ihr kamen, standen unvermittelt in ihrer Küche oder gingen in den Garten hinter dem Haus. Sie hatte einen guten Ruf als Kräuterhexe, wie die Leute sagten, wenn sie nicht in der Nähe war. Heilerin war der Begriff, den sie selbst verwandte.

Was heilte, konnte auch töten, dachte sie, als sie den Topf mit dem Ingwersud vom Herd zog.

»Das duftet sehr gesund. Guten Morgen, Emma.« Doktor Thomas Müller umarmte die alte Frau vorsichtig. »Ich sehe, du brauchst mich gar nicht.« Er betrachtete die Kräuter. Lindenblüten, Salbei und Thymian lagen auf dem Tisch. Er hob den Deckel von ihrem Kochtopf.

»Setz dich, Thomas, und nimm die Finger von meinem Topf. Kaffee?«

»Gerne.« Er stellte seine Arzttasche neben einen Stuhl. Emma war noch sehr beweglich. Aber er musste aufpassen, dass sie sich nicht übernahm. Sie war nicht unsterblich, wie er mit Bedauern feststellte. Er mochte diese kluge Frau, wie alle in der kleinen Stadt. Sie gehörte einfach dazu und würde eine schmerzhafte Lücke hinterlassen, wenn sie einmal nicht mehr war.

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