Tom blickte hinüber zu seiner Frau. Sie war immer noch aufgelöst und schien Martin Vorwürfe zu machen. Immer wieder schlug sie ihm auf die Brust und redete unter Tränen wütend auf ihn ein.
»Ich möchte die beiden nicht stören«, meinte Tom nur knapp und folgte Simon zum Baucontainer.
Dort drohte die Situation zu eskalieren.
Niemand saß mehr auf den Stühlen. Die Emotionen gingen hoch, vorwiegend wurden zwei Personen von der Meute angegriffen. Zum einen Herbert Grodek, dessen Frau sich inzwischen in eine Ecke verzogen hatte und leise vor sich hin weinte. Zum anderen wurde Sabine Adler von vielen Eltern angefeindet.
»Natürlich haben Sie genug Geld auf der Seite, Frau Adler. Wie man hört, verdient ihre Pharmafirma ja genug mit Medikamenten, die trotz großer Bedenken weiterhin verkauft werden dürfen«, meinte Josef Konrad.
»Sie haben keinen blassen Schimmer, von was Sie reden! Lassen Sie mich einfach in Ruhe, kümmern Sie sich lieber um sich selber. Sie … ach, mit so einem Abschaum wie Ihnen gebe ich mich doch gar nicht ab.« Sie drehte sich wütend weg und wollte gehen, doch Grodek legte noch nach.
»Vielleicht sollten Sie lieber auf ihr Geld schauen, nachdem die Aktien ihrer Firma zuletzt derartig in den Keller gegangen sind, Verehrteste«, meinte er nur schnippisch.
»Das sagt genau der, der deshalb das große Geld macht, weil er reihenweise seine Mitarbeiter kündigt, damit mehr Geld für ihn übrig bleibt«, war ihre Antwort.
Simon stieß Tom mit dem Ellbogen leicht an.
»Keiner denkt mehr daran, dass es hier um ihre eigenen Kinder geht. Jeder schaut nur auf sich selbst und auf sein Bankkonto. Das ist krank.«
»Wahrscheinlich ist das der Plan von Jakob, was meinst Du?«
»Kann leicht sein. Wenn ich diesen Mistkerl in die Finger bekomme …«
Ein leises Piepsen von Simons Uhr verkündete, dass es Punkt 17 Uhr war.
»Es geht los, die nächste Runde mit Jakob«, meinte Simon und marschierte mit dem Handy zu dem Tisch mit der Tonanlage. Tom blieb bei der Tür stehen. Er konnte Tamara und Martin von hier aus nicht mehr sehen, was ihm aber im Moment auch sehr recht war.
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