Manfred Rehor - Die Ruinen von Kab

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Dritter Band der Ringlande-Serie!
Die Ringlande: Ein Verbund aus sieben Provinzen, beherrscht von sieben Fürsten. Beschützt vom magischen Berg Zeuth und deshalb sicher vor Kriegen. Idyllisch, wohlhabend und geborgen. Und doch in seiner Existenz bedroht.
Fast unbemerkt übernehmen die Kurrether die Macht in den Ringlanden. Die Magische Akademie wird bald unter ihrer Kontrolle stehen, die Königin will einen der Fremden heiraten. Doch in den Tempeln und Fürstenhäusern begreift man nun, was droht.
Aron von Reichenstein wird von Fürst Borran in die südöstlichen Provinzen geschickt. Unterwegs findet er heraus, dass es bereits Pläne zur Rettung seiner Heimat gibt. Es geht um Kämpfen oder Standhalten.
Aber wie wehrt sich ein Land, wenn es mit friedlichen Mitteln unterjocht werden soll? Oder geht es nicht nur um die Ringlande, sondern um sehr viel mehr?

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Wir waren durch eine eiserne Tür hier hereingekommen, die nur mit einem besonderen Schlüssel geöffnet werden konnte, den Leviktus an einer Kette um den Hals trug. Vor der Tür standen zwei Wachsoldaten des Fürsten Borran.

Ich schätzte, dass dieser Raum nur zwei Drittel der Grundfläche des großen ehemaligen Handelshauses Prehm einnahm. Deshalb zeigte ich auf eine weitere Eisentür im hinteren Bereich. „Was ist dort?“, fragte ich.

„Ein Lagerraum, zu dem nur wenige Personen Zugang haben. Ich gehöre nicht dazu.“

„Also hat vermutlich der Hohepriester einen Schlüssel“, folgerte ich. „Und Fürst Borran und Magi Achain. Die drei Männer, die diese seltsame Ansammlung allen Wissens der Ringlande erstellen zu lassen.“

„Ich finde das Vorhaben nicht seltsam“, wies mich der Schreiber zurecht. „Es ist längst überfällig, wenn man einmal darüber nachdenkt. Fast könnte man auf den Einfall kommen, es sei die für uns Ringländer typische Lethargie, die uns bisher abgehalten hat.“

Um das zu sagen, musste er in der Lage sein, diese Lethargie zu bemerken. Also war er vermutlich davon nicht übermäßig betroffen, im Gegensatz zu den meisten unserer Mitbürger. Ich selbst hatte früher auch nie etwas Auffälliges an der gemütlichen Art der Ringländer gefunden. Wir lebten im Schutz des Berges Zeuth, fast jeder im Land hatte zu Essen, vielen ging es wirtschaftlich gut. Erst entsprechende Bemerkungen von Fürst Borran hatten mich nachdenklich gemacht. Während des Winters in den Kaltlanden lernte ich dann die dort lebenden Völker kennen. Sie waren weiter entwickelt, als man bei uns dachte, und verfügten sogar über diplomatische Kontakte zu den Reichen Askajdar und Ostraia. Kurz, sie wussten mehr von der Welt als wir. Und doch betrachteten wir Ringländer sie als unterentwickelte Halbwilde. Sie dagegen sahen ihrerseits auf uns herab, sie hielten uns für antriebsarme Schwächlinge, die sich im Schutz des Berges Zeuth versteckten.

Eine Lücke zwischen zwei Regalen fiel mir auf. Dort hatte man ein hölzernes Podest aufgestellt. Es war etwa so hoch wie die Stehpulte, an denen Schreiber gewöhnlich arbeiteten, doch die Platte oben war nicht geneigt, sondern waagerecht.

„Was ist das?“, fragte ich Leviktus.

„Dort werden versiegelte Bücher geöffnet“, sagte er und senkte dabei die Stimme ehrfürchtig.

„Benötigt man einen besonderen Platz, um die Siegel aufzubrechen?“

„Es handelt sich nicht um Siegel aus gewöhnlichem Hartwachs“, belehrte er mich. „Die wichtigsten Werke des Glaubens und der Magie werden durch Zauber oder Segenssprüche verschlossen. Darauf haben sich der Hohepriester Echterion und Magi Achain verständigt. Es soll die Zusammenarbeit zwischen dem Tempel des Einen Gottes und der Magischen Akademie des Zeuth für immer festigen.“

„Ich verstehe, dass Echterion wichtige religiöse Bücher besonders schützt und Achain die magischen. Aber was hat das mit der Zusammenarbeit zu tun?“

„Sie versiegeln die Folianten gegenseitig! Für den Tempel bedeutsame Werke verschließt man magisch. Nur ein Magi kann sie öffnen. Zauberbücher, die für die Akademie wertvoll sind, werden mit einem schützenden Segen des Hohepriesters versehen. Nur er oder ein von ihm gesegneter Priester kann sie öffnen. So müssen Tempel und Akademie immer zusammenarbeiten, wenn sie das Wissen nutzen wollen, das künftig hier unten eingelagert sein wird.“

„Donnerwetter!“, entfuhr es mir. „Das kann man als Zeichen großen Vertrauens, aber auch als Zeichen großen Misstrauens werten.“

„Es wird nur wenige Bücher betreffen“, beschwichtigte der Schreiber. „Und wenn Sie schon das Wort Misstrauen aussprechen, so sollten Sie sich fragen, gegen wen es sich richtet. Wen trifft es, wenn wertvolle magische Werke nicht mehr von jedem beliebigen Magier geöffnet werden können?“

Nun leuchtete mir dieses seltsame Vorgehen ein! Es traf die Akademie, und die wurde bald von einer Kurretherin geleitet!

„Aber ist es nicht so, dass Sie vor allem Bücher kopieren, die es bereits gibt?“, fragte ich. „Wieso werden die Kopien geschützt, wenn die Originale jederzeit greifbar sind?“

„Es mögen Zeiten kommen, in denen die Originalwerke nicht mehr zugänglich oder gar zerstört sind“, sagte er. „Deshalb wird ja die Bibliothek geschaffen. Außerdem erfassen wir auch Wissen, das noch nirgends niedergeschrieben ist. Im Übrigen muss ich gestehen, dass ich nicht über alles Bescheid weiß, was die Gründer dieser Bibliothek bei ihren Planungen bedacht haben.“

Wir hatten die Tür hinter uns offengelassen, denn es gab hier noch nichts außer den leeren Regalen und den Öllampen. Nun hörte ich mehrere Menschen die Treppe herunterkommen. Sie betraten den Kellerraum. Es waren eine Schreiberin und zwei Kurrether.

Ich verbeugte mich vor den Besuchern, wenn auch nicht tief. Denn es handelte sich um Rat Geshkan und Rat Anghery. Anghery war eine Frau, eine der ganz wenigen Kurretherinnen, die in den Ringlanden lebten. Sie war eine Magierin, auch das eine Seltenheit bei diesem Volk, und sie würde auf Beschluss der Königin-Witwe neue Erzmagierin der Akademie des Zeuth werden.

Leviktus schien sie ebenfalls zu kennen, er verbeugte sich deutlich tiefer als ich.

Die Schreiberin, die die beiden hereinführte, sagte: „Die Räte haben den Wunsch, die Bibliothek zu besichtigen. Die oberen Stockwerke haben sie bereits gesehen, aber auch die Kellerräume interessieren sie.“

„Wie ich höre, haben Sie die Aufgabe übernommen, diese Institution zu schützen“, wandte sich Geshkan an mich, ohne Leviktus zu beachten.

„Soweit es notwendig ist“, spielte ich die Sache herunter. „Wer würde schon Bücher stehlen?“

„Man weiß nie. Was dem Einen nur ein paar bedruckte Seiten sind, mag für den Anderen unschätzbar wertvoll sein.“

Er sah sich um, als wären die leeren Regale hochinteressant für ihn. Rat Anghery tat es ihm gleich. Aber während er eine grimmige Miene dabei machte, lächelte sie.

„Dies ist unser Lagerraum“, erklärte Leviktus ungefragt. „Besonders gegen Brand gesichert, denn Bücher bestehen nun einmal aus Papier.“

„Ich verstehe“, behauptete Geshkan. „Wir werden wiederkommen, wenn die ersten Bände hier eingelagert sind. Dann können wir uns ein besseres Bild davon machen.“

Die beiden Kurrether gingen hinaus, ohne auf die Schreiberin zu warten, die sie hierher geführt hatte. Wir hörten, wie sie die Treppe hochgingen und das Gebäude verließen.

Erst jetzt fiel mir auf, dass die Schreiberin bleich im Gesicht war. Sie beugte sich zu Leviktus und flüsterte ihm zu: „Rat Geshkan hat gefragt, ob die Bibliothek im Besitz von Büchern über die Ruinen von Kabh ist. Ich habe verneint.“

Leviktus nickte düster.

Ich war mir nicht sicher, ob ich den Begriff richtig verstanden hatte, denn ich kannte ihn nicht. Deshalb fragte ich: „Wonach hat er sich erkundigt?“

„Nichts Wichtiges“, beteuerte Leviktus und drängte mich hinaus.

„Wenn Geshkan nach einem Buch fragt, tut er das nicht grundlos“, widersprach ich.

„Sicherlich wollte er nur herausfinden, wie gut wir in der öffentlichen Bibliothek bereits mit Lesestoff versorgt sind“, half nun die Schreiberin aus. Aber es klang nicht ehrlich.

Ich stand im Büro des Fürsten Borran und starrte die große Karte der Ringlande an, als würde ich sie zum ersten Mal sehen. Es war erstaunlich, wie viele Städtchen, Dörfer, Straßen und Wege darauf eingetragen waren. Niemand im Land verfügte über eine genauere Darstellung. Sogar die Höhenlage und die Art des Pflanzenbewuchses hatte man an einigen Stellen vermerkt. Und doch war dies der einzige Teil der Welt, den wir Ringländer kannten. Konnte es sein, dass dieses kreisförmige Land von mehr als siebenhundert Meilen Durchmesser nur ein kleiner Ausschnitt war von einem sehr viel größeren Ganzen, von dem wir keine Ahnung hatten? Die Kaltlande, Askajdar, Ostraia, das alte Kaiserreich, die Dschungelgebiete im Süden - davon wussten wir, auch wenn wir wenig aus eigener Anschauung kannten. Aber jenseits dieser Gebiete, was gab es noch?

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