Charlotte Link - Der Verehrer

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Als in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten jungen Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen vor einem Rätsel. Denn die Frau galt seit sechs Jahren als spurlos verschwunden. Der Telefonanruf einer ehemaligen Urlaubsbekanntschaft liefert den ersten Anhaltspunkt für die Ermittlungen — aber erst ein weiteres Verbrechen, das in Art und Ausführung dem ersten auffallend ähnelt, führt auf eine konkrete Spur.
Alle Fäden scheinen bei einer Frau zusammenzulaufen: bei der vierzigjährigen Leona Dorn, deren Leben seit einiger Zeit völlig aus den Fugen gerät. Durch einen tragischen Zufall ist sie Zeugin eines Selbstmordes geworden, ohne ihn verhindern zu können; zudem hat ihr Mann sie wegen einer anderen Frau verlassen.
Leona kann dies alles kaum verkraften.
Sie ahnt jedoch nicht, daß sie erst am Beginn einer Kette dramatischer Ereignisse steht — und daß sie am Ende all ihre Kraft und Entschlossenheit brauchen wird, um ihr Leben zu retten…

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Was soll nur werden? dachte sie ratlos, als sie sich um kurz nach sechs Uhr auf den Heimweg machte. Zu Fuß dauerte es etwa eine halbe Stunde, bis sie vom Verlag aus daheim ankam. Meistens nutzte sie diese — einzige — Gelegenheit des Tages, sich körperlich zu betätigen, wenn es nicht gerade in Strömen regnete oder sie allzusehr in Eile war. Heute, an diesem ersten September, nieselte es zwar, aber das war ihr egal, und eilig hatte sie es schon gar nicht.

Sie ging durch die stillen Straßen des Villenviertels, sah heute nicht die vertrauten alten Häuser rechts und links, die in spätsommerlich bunten, üppig blühenden Gärten im Regen vor sich hin träumten. Die Wassertropfen pladderten auf das Dach aus Blättern, das die gewaltigen Bäume entlang den Bordsteinen bildeten.

Wird er zu Hause sein, wenn ich komme? Wie lange wird dieses Zuhause überhaupt noch meines sein?

Dieser letzte Gedanke war ihr bisher noch nicht gekommen,und er erschreckte sie zutiefst. Das Haus gehörte ihnen beiden zusammen, das Haus, das im Grunde nur ein Häuschen war. Es war noch lange nicht abbezahlt, aber das Abstottern des Bankkredits hatte sich als billiger erwiesen, als es Mietzahlungen gewesen wären.

Das Haus war aus hellem Sandstein gebaut, es hatte zwei Zimmer im Erdgeschoß und drei Zimmer im ersten Stock. Die Küche hatte einen Fußboden aus Steinplatten und eine weißlackierte Tür, die nach hinten zum Garten hinaus führte und im Sommer fast verschwand hinter den Jasminbüschen, die rechts und links von ihr gepflanzt waren. Im Wohnzimmer gab es einen Erker, in dem man Tee trinken und auf die Straße hinausblicken konnte, und das Eßzimmer hatte einen bezaubernden alten Kamin und Sprossenfenster, die von Efeu umrankt wurden. Wolfgang und Leona hatten das Haus an einem sonnigen Apriltag vor sieben Jahren zum erstenmal gesehen und sich beide sofort verliebt. Wolfgang hatte Leona eingeschärft, gegenüber der alten Frau, die das Haus verkaufen und zu ihrer Tochter nach Kalifornien ziehen wollte, nur keine Begeisterung zu zeigen, da dies eine schlechte Ausgangsbasis wäre, den Kaufpreis zu drücken. Aber dann hatten sie beide ihr Entzücken nicht verhehlen können. Den Garten schirmten hochgewachsene Hecken gegen neugierige Blicke ab, und in der Mitte lud eine weiße Bank unter einem Apfelbaum zum Träumen an stillen, heißen Sommertagen ein.

«Wissen Sie«, hatte die alte Frau gesagt,»wenn ich nicht so allein wäre, ich würde mich nie von dem Haus trennen. Die Urgroßeltern meines Mannes haben es gebaut. Ich möchte, daß es jemand bekommt, der es liebt. Nicht irgendeine Baugesellschaft, die es sofort abreißt und einen großen Klotz mit fünfzehn Eigentumswohnungen statt dessen hinstellt.«

«Wir würden es lieben«, hatten Leona und Wolfgang wie aus einem Mund gesagt.

Allein kann ich es nur schwer halten, dachte Leona nun, und überhaupt nicht, wenn ich Wolfgang auszahlen muß.

Sie dachte an ihren Garten, den sie gehegt und gepflegt und liebevoll bepflanzt hatte, und die Tränen stiegen ihr in die Augen. Bisher hatte sie nicht geweint, sie war immer noch zu betäubt. Sie würgte und schluckte. Es fehlte noch, daß sie auf offener Straße losheulte.

Sie hatte nicht die Kraft, jetzt nach Hause zu gehen. Gestern nacht, oder besser: heute in den allerfrühesten Morgenstunden, am Ende ewigwährender, aufreibender, zermürbender Gespräche mit Wolfgang, hatte sie ihm gesagt, er möge so schnell wie möglich ausziehen, und er hatte versprochen, ihrem Wunsch nachzukommen. Vielleicht stand er jetzt daheim im Schlafzimmer und packte seine Koffer. Dann würde sie weinen.

Kurzentschlossen lenkte sie ihre Schritte in Richtung von Evas Haus.

Sie war nie mehr dagewesen seit jenem Tag vor sechs Wochen. Und auch jetzt, als sie das Haus sah und die Straße davor, schauderte sie unwillkürlich und mußte sofort wieder das Bild der todgeweihten Frau verdrängen, die dort verdreht und verkrümmt vor ihr gelegen hatte.

Sie hastete auf den Eingang zu und musterte die Klingelschilder. Fabiani stand noch dort, so als sei nichts geschehen, als sei die Wohnungseigentümerin noch am Leben.

Mit einem Summton öffnete sich die Tür. Kühl und dämmrig empfing Leona das Treppenhaus. Ihr wurde nun erst bewußt, wie naß sie im Nieselregen geworden war. Sie fror, und der Kopfschmerz, der sie die halbe Nacht lang gepeinigt hatte, kündigte sich wieder an.

Ich muß zum Wegwerfen aussehen, dachte sie, während sie die Treppen hinaufstieg, hoffentlich fragen sie mich nicht, ob ich krank bin oder Kummer habe.

Lydia erwartete sie oben in Evas Wohnungstür und fragte sofort:»Ist etwas mit Ihnen? Sie sehen aber schlecht aus!

Haben Sie Ärger in Ihrem Verlag, oder ist Ihre Erkältung schlimmer geworden?«

«Ich bin einfach nur naß«, entgegnete Leona etwas unwirsch,»es regnet draußen.«

«Mein Gott, dann kommen Sie nur schnell rein!«Sie zog Leona in den Flur, nahm ihr den Mantel ab.»Möchten Sie trockene Sachen von mir haben?«

«Nein, danke. Ist Evas geschiedener Mann schon da?«erkundigte sich Leona.

Im Garderobenspiegel erhaschte sie einen flüchtigen Blick auf ihr Gesicht. Sie sah bleich und elend aus, so elend, wie sie sich fühlte. Die langen, blonden Haare klebten pitschnaß an ihrem Kopf.

«Der ist noch nicht da. Aber er wollte heute abend noch kommen. Sicher wird er an sich raffen, was er nur kann.«

«Ich möchte im Grunde gar nichts haben von Evas Sachen, Lydia. Mir ist es richtig peinlich, hier aufzukreuzen.«

«Aber das muß Ihnen nicht peinlich sein. Robert hat keine Ahnung, wohin mit all den Sachen. Er hat nur eine kleine Wohnung in Ascona, und die ist komplett eingerichtet. Es war seine Idee, wie ich schon sagte, daß wir Sie anrufen und bitten, vorbeizukommen.«

Leona sagte sich, daß Lydia wohl recht hatte. Sie wußte aber auch, sie wäre nie hierhergekommen, wenn sich in ihrem privaten Leben nicht eine Katastrophe ereignet hätte und der Himmel über ihr eingestürzt wäre.

«Gehen Sie doch schon mal ins Wohnzimmer«, sagte Lydia und wies auf eine halboffene Flügeltür am Ende des Flurs.»Ich sortiere in der Küche gerade das Porzellan aus, das ich behalten möchte.«

Leona trat ins Wohnzimmer. Hier sah es bereits nach einer Wohnungsräumung aus: Die Möbel waren kreuz und quer gerückt, der Teppich zusammengerollt. Grauverfärbte Rechtecke an den Wänden wiesen darauf hin, daß dort bis vor kurzem noch Bilder gehangen hatten. Bücherstapel türmten sich auf dem Boden. Durch die geöffnete Terrassentür strömte kühle Regenluft herein.

Inmitten des Durcheinanders kniete Robert. Er hatte Leona den Rücken zugewandt, und sie konnte nicht genau erkennen, was er tat; er schien in einem Buch zu blättern. Er war so vertieft, daß er wohl nicht einmal die Klingel wahrgenommen hatte.

Sie räusperte sich und sagte:»Guten Abend!«

Er schrak zusammen und drehte sich um.

Seine warmen graugrünen Augen waren wie verschleiert von Traurigkeit, blickten schmerzerfüllter drein als bei der Beerdigung. Er sah Leona an, dann stand er auf und kam auf sie zu. In der Hand hielt er ein altes, verstaubtes Buch.

«Guten Abend, Leona«, sagte er. Er streckte ihr die Hand hin.»Ich freue mich, daß Sie gekommen sind.«

Er sah wirklich gut aus, das stellte sie erneut fest, und unter normalen Umständen hätte sie sich jetzt über ihre nassen Haare und ihr graues, abgespanntes Gesicht geärgert. Aber wie die Dinge lagen, hatte sie ganz andere Sorgen, und es konnte ihr gleich sein, wie sie auf ihn wirkte.

Sie standen einander etwas verlegen gegenüber, dann machte Robert eine hilflose Handbewegung, mit der er das ganze chaotische Zimmer umfaßte.

«Ich hätte nicht gedacht, daß es mir so schwerfallen würde, hier in ihren Sachen herumzukramen. Ständig stoße ich auf persönliche Dinge, die tausend Erinnerungen in mir heraufbeschwören. Ich sitze da und grübele, und wahrscheinlich bin ich in einem halben Jahr noch nicht mit allem durch.«

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