Charlotte Link - Der Verehrer

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Als in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten jungen Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen vor einem Rätsel. Denn die Frau galt seit sechs Jahren als spurlos verschwunden. Der Telefonanruf einer ehemaligen Urlaubsbekanntschaft liefert den ersten Anhaltspunkt für die Ermittlungen — aber erst ein weiteres Verbrechen, das in Art und Ausführung dem ersten auffallend ähnelt, führt auf eine konkrete Spur.
Alle Fäden scheinen bei einer Frau zusammenzulaufen: bei der vierzigjährigen Leona Dorn, deren Leben seit einiger Zeit völlig aus den Fugen gerät. Durch einen tragischen Zufall ist sie Zeugin eines Selbstmordes geworden, ohne ihn verhindern zu können; zudem hat ihr Mann sie wegen einer anderen Frau verlassen.
Leona kann dies alles kaum verkraften.
Sie ahnt jedoch nicht, daß sie erst am Beginn einer Kette dramatischer Ereignisse steht — und daß sie am Ende all ihre Kraft und Entschlossenheit brauchen wird, um ihr Leben zu retten…

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«Ich kann mir vorstellen, daß das alles sehr schlimm ist für Sie.«

«Wissen Sie, ich fange jetzt erst an, es langsam zu begreifen. Mir geht es jetzt viel schlechter als an dem Tag, an dem ich von ihrem Tod erfahren habe. Es ist so unfaßbar«, er schüttelte den Kopf,»es ist so unfaßbar, wie sie sich hat töten können! Sie war eine schöne Frau, sie hätte jeden Mann haben können! Warum mußte sie sich wegen diesem umbringen?«

«Vielleicht wollte sie nur ihn«, sagte Leona gepreßt.

Er warf ihr einen raschen Blick zu.»Ja. Sie wollte wohl nur ihn.«

Er zeigte ihr das Buch. Ein altes Gedichtbändchen, in Leinen gebunden.

«Rilke. Das habe ich ihr zu ihrem sechzehnten Geburtstag geschenkt. Im Grunde ist es das einzige, was ich von ihr haben möchte.«

«Sie haben Ihrer Schwester sehr nahegestanden?«

«Wir waren ein Herz und eine Seele, früher, als Kinder. Wir wuchsen in einem wunderschönen Haus in Ronco auf, hoch über dem Lago Maggiore. Es gab nichts, was wir nicht gemeinsam taten. Das änderte sich erst, als sie… als sie sich in diesen Fabiani verliebte. Sie war wie besessen von ihm. Ich habe sie gewarnt und gewarnt — vergeblich. «Er betrachtete nachdenklich das schmale Buch in seinen Händen.»Und doch blieben wir innerlich sehr verbunden. Wir sind die letzten, die übrig sind von der Familie, Eva und ich. Das heißt: Jetzt bin es nur noch ich. «Der Schmerz in seiner Stimme, in seinen Worten klang echt und bestürzend.

Eine Familie, die ausstirbt, dachte Leona. Die Eltern sind tot. Und nun steht er hier an einem verregneten Septembertag in einer Wohnung in Frankfurt und sichtet den Nachlaß seiner achtunddreißigjährigen Schwester, die sich aus dem Fenster in den Tod gestürzt hat. Und es zerreißt ihm fast das Herz.

«Ich wollte eigentlich gar nicht herkommen«, sagte sie. Mehr noch als zuvor bei Lydia hatte sie das Bedürfnis, sich zu entschuldigen.»Ich… mir steht hier eigentlich nichts zu.«

«Das sehe ich anders«, erwiderte Robert.»Es bedeutet mir sehr viel zu wissen, daß sofort jemand bei Eva war, nachdem es passiert ist. Daß jemand mit ihr gesprochen hat. Sie war nicht allein.«

«Das war aber nicht mein Verdienst. Es war Zufall, daß ich vorbeikam.«

«Es gibt keinen Zufall«, sagte Robert und lächelte. Sein Lächeln war so warm wie seine Augen.

Lydia streckte den Kopf ins Zimmer.»Das chinesische Teeservice — kann ich das haben?«

Robert zündete sich eine Zigarette an.»Natürlich. Ich habe Ihnen doch gesagt, Sie können nehmen, was Sie möchten.«

«Und das englische…«

«Alles«, sagte Robert genervt. Lydia verschwand.

Robert nahm einen tiefen Zug aus seiner Zigarette.»Irgendwie geht mir diese Frau schrecklich auf die Nerven. Ich muß mir wirklich Mühe geben, nett zu ihr zu sein. Ich frage mich, was Eva so zu ihr hingezogen hat!«

«Vielleicht brauchte sie einfach jemanden zum Reden«, meinte Leona,»und Lydia war eben da.«

Mit wem würde sie reden, wirklich reden, wenn Wolfgang gegangen war? Die Angst vor einer leeren, dunklen Zukunft griff kalt an ihr Herz. Sie konnte etwas erahnen von der Verzweiflung, die Eva umgetrieben, die ihr Handeln bestimmt hatte.

Robert betrachtete sie nachdenklich.»Ist wirklich alles in Ordnung, Leona? Sie klangen schon gestern am Telefon so eigenartig.«

«Es ist wirklich alles in Ordnung. Ich bin zur Zeit nur etwas überarbeitet, das ist alles.«

Sie hatte nicht den Eindruck, daß Robert ihr glaubte, aber er war taktvoll genug, nicht weiter zu forschen.

«Lydia rafft, was sie nur kriegen kann«, sagte er,»aber sie hat dabei durchaus einen Blick für das, was wertvoll ist. Sie hat sich schon Evas Schlafzimmer gesichert, weißer Schleiflack, und alles vom Feinsten.«

«Warum behalten Sie das nicht?«

«Ich kann es nicht mit nach Ascona nehmen. Ich habe dort überhaupt keinen Platz. Na ja, soll die Alte es haben. Offensichtlich hat sie Eva ja etwas bedeutet. «Er wies auf die Büchertürme.»Nehmen Sie doch ein paar Bücher, Leona. Irgendwie muß ich die Wohnung leer bekommen, ehe ich sie verkaufe.«

Er setzte sich auf einen Stuhl, strich sich die dunklen Haare aus der Stirn.

«Entschuldigen Sie, ich bin völlig kaputt. Das alles geht über meine Nerven. Eine verdammte Geschichte.«

«Wann haben Sie zuletzt etwas gegessen?«fragte Leona sachlich.

Robert stutzte, dann lachte er.»Gute Frage. Gestern abend, glaube ich.«

«Dann könnte es nicht schaden, jetzt mal wieder etwas zu sich zu nehmen.«

«Ich würde nichts hinunterbringen.«

Leona beugte sich über einen der Bücherstapel. Vorwiegend Gedichtbände. Hesse, Hölderlin, Lasker-Schüler, Benn, Trakl. Eva hatte Gedichte geliebt.

«Sie wissen nicht vielleicht jemanden, der diese Wohnung hier kaufen möchte?«fragte Robert.

Leona verneinte. Sie verbiß sich das bittere Lächeln, das sich bei dem Gedanken auf ihr Gesicht stehlen wollte, daß sie selbst eine geeignete Interessentin sein könnte. Nach dem Verkauf des Hauses bliebe ihr wohl gerade genug Geld dafür.

Wie Eva hatte auch sie ihren Mann verloren. Wenn sie nun ihre Wohnung nahm, konnte sie Evas Weg bis zur letzten Konsequenz gehen und irgendwann dort unten auf der Straße ihr Leben aushauchen. Der alte Mann mit dem Cockerspaniel würde ihr aus verständnislosen Augen dabei zusehen. Wie hatte Robert Jablonski gesagt: Es gibt keinen Zufall.

«Ein paar von den Gedichtbänden nehme ich gerne mit«, erklärte sie.

Lydia streckte schon wieder den Kopf herein.»Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich sterbe vor Hunger! Ich könnte für uns alle etwas Leckeres kochen, oder wir gehen zum Italiener um die Ecke und essen da etwas!«

Letztere Idee schien ihr am meisten zuzusagen. Doch Robert schüttelte den Kopf.

«Machen Sie sich keine Mühe, Lydia. Und zum Italiener können wir nicht gehen, wir müssen hier auf Bernhard Fabiani warten. Er steht sonst vor verschlossenen Türen, was ich ihm zwar gönnen würde, was aber insgesamt das Problem nicht löst. Irgendwann muß ich mit ihm hier die Sachen durchgehen.«

«Er könnte jetzt wirklich bald mal kommen«, meinte Lydia unzufrieden.

«Sicher trifft er jeden Moment ein.«

Sie warteten schweigend. Der Regen rauschte stärker, und Dämmerung senkte sich über das Zimmer.

Der allseits so verhaßte Bernhard Fabiani erschien kurz nach acht Uhr, ziemlich abgehetzt und irgendwie zerknautscht aussehend. Die wenigen Schritte vom Auto bis zur Haustür hatten ausgereicht, ihn völlig naß werden zu lassen.

Lydia öffnete, als es klingelte, und führte ihn ins Wohnzimmer, wo die beiden anderen dabei waren, Bücher zu sortieren und in Kartons zu verpacken. Robert würde die meisten an Antiquariate verkaufen.

Bernhard Fabiani trat ein, ein großer, sehr schlanker Mann mit grauen Haaren und einem intelligenten Gesicht. Auf den ersten Blick fand Leona, daß er nichts von einem notorischen Fremdgeher und Verführer hatte, dann aber dachte sie, daß man auch Wolfgang seine Untreue nicht ansah. Wolfgang wirkte außerordentlich seriös, und doch hatte er sie ein halbes Jahr lang belogen und betrogen.

«Guten Abend«, sagte Fabiani. Er ging auf Robert zu.

«Robert…«

Robert wich einen Schritt zurück, reichte seinem Schwager nach kurzem Zögern jedoch die Hand. Die beiden Männer begrüßten einander außerordentlich kühl. Bernhard Fabiani realisierte wohl in diesem Moment erst das ganze Ausmaß der Feindseligkeit, die ihm entgegenschlug.

Schließlich schälte er sich aus seinem Mantel, wartete kurz, aber da sich niemand anschickte, ihm das Kleidungsstück abzunehmen, legte er es resigniert über einen Stuhl. Dann streckte er Leona zögernd die Hand hin.

«Bernhard Fabiani«, stellte er sich vor.

Leona ergriff seine Hand und gewahrte einen Anflug von Erleichterung in seinen Zügen.

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