Charlotte Link - Der Verehrer

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Als in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten jungen Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen vor einem Rätsel. Denn die Frau galt seit sechs Jahren als spurlos verschwunden. Der Telefonanruf einer ehemaligen Urlaubsbekanntschaft liefert den ersten Anhaltspunkt für die Ermittlungen — aber erst ein weiteres Verbrechen, das in Art und Ausführung dem ersten auffallend ähnelt, führt auf eine konkrete Spur.
Alle Fäden scheinen bei einer Frau zusammenzulaufen: bei der vierzigjährigen Leona Dorn, deren Leben seit einiger Zeit völlig aus den Fugen gerät. Durch einen tragischen Zufall ist sie Zeugin eines Selbstmordes geworden, ohne ihn verhindern zu können; zudem hat ihr Mann sie wegen einer anderen Frau verlassen.
Leona kann dies alles kaum verkraften.
Sie ahnt jedoch nicht, daß sie erst am Beginn einer Kette dramatischer Ereignisse steht — und daß sie am Ende all ihre Kraft und Entschlossenheit brauchen wird, um ihr Leben zu retten…

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«Es ist eine sehr persönliche Angelegenheit«, wehrte sie ab.

Eine Weile erwiderte er nichts. Schließlich sagte er:»Ich glaube, ich bin vor eineinhalb Jahren auch für lange Zeit mit diesem Ausdruck in den Augen herumgelaufen. Das war, als meine Verlobte gestorben ist. Ich konnte den Verlust nicht verkraften. «Ein paar Sekunden lang hing er eigenen Gedanken nach.»Das ist es immer, was uns am schlimmsten trifft, nicht? Der Verlust eines Menschen, der uns nahesteht. Es ist schlimmer als Krankheit. Es macht krank. Letztlich ist ja auch Eva mit genau diesem Problem nicht fertig geworden.«

Sie wandte sich ihm zu, betroffen über seine Worte.»Ihre Verlobte ist gestorben?«

«Ja. Sie ist ertrunken im Lago Maggiore.«

Das Haus lag leer und dunkel, als sie eintrat, aber die Hitze der vergangenen Wochen hing noch zwischen den Mauern, und es war angenehm warm in allen Räumen. Sie stellte ihre Tasche gleich im Flur ab und ging ins Wohnzimmer, ins Eßzimmer, in die Küche. Überall herrschte Stille.

«Wolfgang?«rief sie halblaut, obwohl sie wußte, er war nicht da. Sein Auto hatte weder in der Garage noch auf der Straße gestanden. Es war halb zehn. Montags kam er normalerweise nicht nach halb acht heim. Andernfalls hinterließ er eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Das Gerät blinkte. Sechs Anrufe waren im Lauf des Tages eingegangen, aber keiner stammte von Wolfgang. Der letzte kam von Leonas Mutter.

«Hallo, mein Schatz, es ist gleich halb neun. Wo steckst du? Ich wollte mit dir plaudern, aber offensichtlich habe ich Pech! Du hast das ganze Wochenende nichts von dir hören lassen. Melde dich doch mal!«

Die vertraute Stimme tat Leona gut, vermochte aber nicht ihre Unruhe zu vertreiben. Sie lief die Treppe hinauf. Dieselbe völlige Ruhe wie unten empfing sie. Sie schaute ins Schlafzimmer, knipste das Licht an. Auf den ersten Blick erschien alles wie immer. Sie öffnete die Türen der Kleiderschränke. Sofort sah sie, daß eine ganze Reihe seiner Anzüge fehlte, außerdem Wäsche, Hemden, Pullover, Strümpfe. Sie rannte in sein Arbeitszimmer hinüber. Die katastrophale Unordnung auf Schreibtisch und Beistelltischen hatte sich gelichtet. Zwar hatte er natürlich nicht alles wegräumen können. Aber eine Menge Bücher, Papierstapel, Akten waren verschwunden.

Zumindest teilweise war Wolfgang ausgezogen. Eindeutig. Leona lief wieder hinunter. Im Eßzimmer schenkte sie sich einen doppelten Whisky ein und kippte ihn in einem Zug hinunter. Sie nahm gleich noch einen zweiten, und da sie fast nichts gegessen hatte den ganzen Tag über, wurde ihr sogleich schwindelig, und der schön gemauerte Kamin an der Längsseite des Raumes schwankte ein wenig.

Sie sank auf einen der Stühle und stützte den Kopf in die Hände. Sie bemühte sich, einen klaren Gedanken zu fassen, aber der Alkohol und all das Unfaßbare der letzten vierundzwanzig Stunden vermengten sich zu einem Chaos, in dem sie nirgendwo einen roten Faden zu finden vermochte. In ihr hämmerte nur immerzu der Gedanke, daß sie Wolfgang unwiederbringlich verloren hatte, und dazu die Frage, wie sie über so lange Zeit nichts davon hatte bemerken können. Ihre Welt war von einem Moment zum anderen in sich zusammengestürzt. Wenn es Vorbeben gegeben hatte, so hatte sie diese nicht gespürt. Wie satt, wie zufrieden, wie schläfrig mußte sie gewesen sein. Schwerfällig und gutgläubig. Eine ausgemachte Idiotin.

Sie merkte, daß sie im Augenblick zu nichts weiter fähig war als zu einer endlosen Kette von Selbstvorwürfen und daß sie bald halb betrunken und in Tränen aufgelöst am Tisch sitzen würde. Ihre Großmutter Eleonore (von der sie ihren Namen hatte, aber wehe, jemand nannte sie so!) hatte als Heilmittel für jede Gelegenheit immer heiße Milch mit Honig bereitgehalten, für Tränen wegen eines aufgeschlagenen Knies ebenso wie wegen einer schlechten Schulnote. Plötzlich von Sehnsucht gepackt nach der Großmutter und nach einer Zeit, in der sie sich umsorgt und beschützt gefühlt hatte, stand Leona auf. Sie ging in die Küche hinüber, nahm Milch aus dem Kühlschrank, setzte einen Topf auf den Herd, nahm ihren dicken Keramikbecher vom Regal.»Leona «stand darauf in blauer Schnörkelschrift. Wolfgang hatte den gleichen Becher. Irgend jemand hatte sie ihnen einmal geschenkt.

Man hatte ihnen überhaupt oft Dinge geschenkt, dachte Leona, die in irgendeiner Weise Zusammengehörigkeit symbolisierten. Silberkettchen mit den Anfangsbuchstaben des jeweils anderen als Anhänger, Serviettenringe, in die» L&W «eingraviert war. Im Freundeskreis galten sie als Traumpaar. Ausgeschlossen, daß gerade sie sich trennen könnten.

Für eine ganze Menge Leute wird jetzt eine Welt einbrechen, dachte Leona. Während sie darauf wartete, daß die Milch warm wurde, fiel ihr Robert wieder ein. Es hatte sie erschüttert zu hören, daß er die Frau, die er hatte heiraten wollen, auf so schreckliche Weise verloren hatte.

«Was?«hatte sie gefragt und war stehengeblieben.»Ertrunken?«

«Sie war eine leidenschaftliche Seglerin. Und Schwimmerin. Sie war verrückt nach allem, was mit Wasser zu tun hatte. An jenem Tag zog sie allein mit ihrem Boot los. Sie fragte mich noch, ob ich sie begleiten wolle, aber ich hatte zu viel zu tun. Also ging sie allein.«

Seine Stimme klang gleichmütig. Aber das kannte Leona schon. Auch von Eva hatte er in diesem Tonfall gesprochen. Nur seine Augen verrieten, was in ihm vorging.

Sie waren weitergegangen durch die dunklen Straßen. Nässe hing in der Luft.

«Ein Sturm kam auf. Die Frühjahrsstürme können heftig sein da unten. Ich war so vertieft in meine Arbeit, ich merkte es kaum. Erst spät realisierte ich, daß draußen ein Unwetter tobte.

Ines erschien und erschien nicht. Irgendwann lief ich zum See. Dann informierte ich Polizei und Wasserwacht. «Er starrte an Leona vorbei.»Sie haben sie erst am nächsten Tag gefunden. Ihr Boot war gekentert. Sie war ertrunken.«

«Robert, das ist schrecklich. Es tut mir sehr leid, daß das passiert ist«, sagte Leona.»Solche Dinge… man wird sie nie ganz los, glaube ich.«

Sie waren schweigend weitergegangen, jeder in eigene Gedanken versunken, und dann waren sie vor Leonas Haus angekommen. Kein Lichtschein hinter einem der Fenster. Kein Auto. Sie spürte einen leisen, krampfartigen Schmerz im Magen. Allein und verlassen. Das Wort» verlassen «fuhr wie ein kaltes Messer durch sie hindurch.

«Ich wohne hier«, sagte sie, und ratlos fügte sie hinzu:»Ich weiß gar nicht, was ich noch sagen soll. Es ist furchtbar, was Sie mir erzählt haben.«

Er nahm ihre Hand, hielt sie einen Moment lang fest.

«Entschuldigen Sie. Ich wollte Sie nicht in solche Bestürzung versetzen. Ich wollte nur…«Er ließ ihre Hand los.»Ich weiß gar nicht, was ich wollte. Es war wirklich der Blick in Ihren Augen. Er erinnerte mich an mich selbst in jener Zeit… ach, vergessen Sie das alles. Es hat nichts mit Ihnen zu tun.«

Er hatte gewartet, bis sie ihren Schlüssel nach langem Suchen in der Tasche gefunden hatte, bis sie ins Haus getreten war. Er hob noch kurz die Hand zum Gruß, als sie die Tür wieder schloß. Als sie kurz darauf noch einmal aus dem Wohnzimmerfenster sah, war er verschwunden.

Die Milch kochte über, das zischende Geräusch auf der Herdplatte riß sie aus ihren Gedanken. Der Geruch von Angebranntem erfüllte die Küche. Leise fluchend zog Leona den Topf vom Herd, kippte den Inhalt ins Spülbecken. Es würde nichts werden mit ihrer Honigmilch. Sie mußte sich doch wieder an den Whisky halten. Vielleicht würde sich der in ihrer augenblicklichen Situation sowieso als hilfreicher erweisen.

5

Es gelang Lisa nicht, ihre Gedanken von der toten Schwester zu lösen, auch dreieinhalb Monate nach der Beerdigung nicht. Sie wunderte sich darüber, denn Annas Tod hatte nichts an ihrem Leben verändert, hatte keine Lücke hinterlassen. Eine verschollene Schwester oder eine tote Schwester — wo war da der Unterschied?

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