Charlotte Link - Der Verehrer

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Als in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten jungen Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen vor einem Rätsel. Denn die Frau galt seit sechs Jahren als spurlos verschwunden. Der Telefonanruf einer ehemaligen Urlaubsbekanntschaft liefert den ersten Anhaltspunkt für die Ermittlungen — aber erst ein weiteres Verbrechen, das in Art und Ausführung dem ersten auffallend ähnelt, führt auf eine konkrete Spur.
Alle Fäden scheinen bei einer Frau zusammenzulaufen: bei der vierzigjährigen Leona Dorn, deren Leben seit einiger Zeit völlig aus den Fugen gerät. Durch einen tragischen Zufall ist sie Zeugin eines Selbstmordes geworden, ohne ihn verhindern zu können; zudem hat ihr Mann sie wegen einer anderen Frau verlassen.
Leona kann dies alles kaum verkraften.
Sie ahnt jedoch nicht, daß sie erst am Beginn einer Kette dramatischer Ereignisse steht — und daß sie am Ende all ihre Kraft und Entschlossenheit brauchen wird, um ihr Leben zu retten…

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Vielleicht hätte ich ihr sogar verzeihen können, daß sie sich aus dem Staub gemacht hat, dachte Lisa. Vielleicht hätte sie mir erklärt, warum sie es getan hat, und vielleicht hätte sie verstanden, was sie mir damit angetan hat. So hat sie mich ein zweites Mal zurückgelassen — mit diesem Dorf, mit diesem sterbenden Mann.

Lisa trat ans Fenster und starrte hinaus. Von hier aus konnte sie den Wald sehen, den Wald, in dem Anna gestorben war. Ein stürmischer Wind zerrte an den Blättern der Bäume, und goldener Herbstsonnenglanz lag über dem Land.

Lisa begann zu weinen.

6

Am 15. September begann Leonas Urlaub. Sie und Wolfgang hatten sich zwei Wochen freigenommen. Sie hatten vorgehabt, für eine Woche zu Leonas Familie in die Rhön zu fahren und in der zweiten Woche die Küche zu streichen und ein paar andere notwendig gewordene Reparaturen am Haus vorzunehmen. Geplant hatten sie dies alles Ende Mai.

Zu diesem Zeitpunkt, dachte Leona nun bitter, war Wolfgang schon mit der anderen zusammen und wußte vermutlich ziemlich genau, daß er diese Ferien nicht mit mir verbringen würde.

Sie schwankte ständig zwischen Trauer und Wut. Noch immer hatte sie niemandem erzählt, was geschehen war. Sie wußte selber nicht, weshalb sie es nicht fertigbrachte, darüber zu reden. Sie hatte eine Ahnung, daß sie von dem unbewußten Gedanken geleitet wurde, die Geschichte könne noch gut ausgehen, solange sie sie in gewisser Weise nicht akzeptierte. Faßte sie sie erst in Worte, dann wurden die Geschehnisse Realität.

Wolfgang hatte noch eine Menge Sachen abgeholt. Taktvollerweise — oder war es Feigheit? — kam er immer dann, wenn sie im Verlag war. Sie mußten einander auf diese Weise nicht begegnen, und sie mußte nicht zusehen, wie er seine Habseligkeiten Stück für Stück aus dem Haus und aus ihrem Leben trug. Wenn sie abends heimkam, merkte sie immer sofort, daß er dagewesen war. Sie wußte zu gut Bescheid in seinen Sachen, jedes Fehlen eines Gegenstandes fiel ihr auf.

Eines Morgens, kurz vor dem Urlaub, faßte sie sich ein Herz und rief ihn vom Verlag aus in seinem Büro an. Erstaunlicherweise stellte die Sekretärin sie sofort zu ihm durch; für gewöhnlich war es äußerst schwierig, ihn tagsüber zu sprechen. Er schien erleichtert, daß sie den ersten Schritt getan hatte.

«Leona! Wie geht es dir?«

Leona überlegte, ob diese Frage höhnisch oder ernst gemeint war, oder ob sie lediglich als Floskel diente, um die Verlegenheit des Augenblicks zu überspielen. Sie hielt die letzte Variante für die wahrscheinlichste.

«Es geht mir recht gut, danke«, sagte sie kühl. Zum Glück konnte er von ihrem Herzrasen nichts spüren.»Wolfgang, ich wollte dich fragen, wie du dir das nun alles weiterhin vorstellst.«

«Müssen wir das am Telefon besprechen?«

«Ja. An einem persönlichen Treffen bin ich bis auf weiteres nicht interessiert.«

Er seufzte. Er hätte das alles so gerne freundschaftlich gelöst. Statt dessen hatte er es mit einer verletzten, verbitterten Frau zu tun, die ihm die Angelegenheit nicht durch Verständnis oder Freundlichkeit erleichterte. Leonas Stimme klang, als klirrten Eiswürfel in einem Glas aneinander.

«Leona, ich muß in zehn Minuten in einer Konferenz sein…«

«Gut. Zehn Minuten reichen mir. Also?«

«Was willst du wissen?«

«Wie es weitergehen soll.«

«Himmel, Leona, das weiß ich im Moment auch nicht ganz genau. Ich habe mir erst einmal alles geholt aus dem Haus, was ich brauche an Kleidungsstücken, Büchern und Akten. Vorläufig werde ich dich dort also nicht mehr behelligen.«

«Ich werde sowieso die nächste Woche nicht dasein.«

«Wohin fährst du?«

«Zu meinen Eltern. Wir hatten das schließlich langfristig geplant. Sie freuen sich auf uns. Ich kann das jetzt nicht plötzlich absagen.«

Er klang etwas unsicher.»Wissen sie, daß wir…«

«Nein. Ich wollte es ihnen nicht telefonisch sagen. Es wird sie sehr treffen.«

«Sie werden es letztendlich verstehen.«

Verstehen, dachte Leona, wie denn? Ich verstehe es ja selbst nicht!

«Wolfgang, ich muß wissen, was aus dem Haus werden soll«, sagte sie ohne Übergang.»Es gehört uns beiden. Ich kann dich nicht auszahlen. Wenn du deinen Anteil haben möchtest, müssen wir es verkaufen.«

Er schwieg einen Moment.»Wir sollten nichts überstürzen«, meinte er dann.»Bleib doch einfach vorläufig dort wohnen.«

«Was wird aus Tilgung und Zinsen?«

«Solange wir nicht wissen, was werden soll, zahle ich meinen Teil selbstverständlich weiter.«

«Ich will aber wissen, was werden soll«, beharrte Leona,»ich will nicht in dem Haus sitzen und auf den Tag warten, an dem du mich hinausschmeißt.«

«Du weißt ganz genau, daß ich dich nie hinausschmeißen würde«, sagte Wolfgang ärgerlich.»Ich könnte es außerdem gar nicht, da das Haus ja zur Hälfte dir gehört. Hör zu, ich rufe dich am Wochenende an. Ich muß jetzt unbedingt zu dieser Konferenz!«

Leona grübelte den halben Tag über das Gespräch nach. Sie fragte sich, weshalb Wolfgang nicht sofort einem Verkauf des Hauses zugestimmt hatte. Wo lag für ihn der Sinn, wenn sie das Haus behielten, sie darin wohnen blieb und er sich auch noch an den Abzahlungen beteiligte? War er sich am Ende seiner Geschichte mit der anderen Frau gar nicht so sicher? Wollte er sich den Rückweg offenhalten?

Zu ihrem eigenen Ärger weckte dieser Gedanke Hoffnung in ihr. Sie wollte nicht dasitzen und hoffen, daß er gnädig zu ihr zurückkehrte. Sie wollte ihn nicht mehr wollen. Sie wollte, daß er ihr gleichgültig wurde.

«Zu früh, Leona«, sagte sie sich,»zu früh. Du kommst an diesen Punkt, aber es wird seine Zeit dauern.«

Dann kam ihr ein anderer Gedanke, und der erschien ihr als der plausibelste Grund für Wolfgangs Verhalten: Er hätte das Haus gern. Er hätte es gern für sich, seine Fernsehmieze mit der eigenen Talkshow und am Ende noch für eine ganze Schar hoffnungsvollen Nachwuchses. Unter Garantie würde er noch vor Weihnachten mit diesem Ansinnen herausrücken.

Den ganzen Samstag über versuchte er, Leona anzurufen, aber sie ließ den Anrufbeantworter laufen und nahm kein Gespräch an. Sie hatte plötzlich keine Lust mehr, mit Wolfgang wegen des Hauses, wegen der Zukunft zu reden. Sie mußte ihren Koffer packen und sich überlegen, wie sie ihren Eltern die Hiobsbotschaft vom Scheitern ihrer Ehe überbringen sollte.

Wolfgangs Stimme klang von Mal zu Mal ärgerlicher.»Ich weiß, daß du da bist, Leona! Warum gehst du nicht an den Apparat? Du wolltest doch ein Gespräch mit mir!«

«Gestern hattest du keine Zeit, heute habe ich keine«, murmelte Leona. Keine fünf Minuten später klingelte das Telefon erneut, aber diesmal war es Leonas Schwester Olivia, die anrief. Leona nahm sofort den Hörer ab.

«Olivia! Wie schön, dich zu hören!«

«Ich weiß, du kommst morgen«, sagte Olivia,»aber dann ist ja ständig die ganze Familie um uns. Deshalb wollte ich mich vorher noch einmal melden.«

«Ich hätte dich auch schon lange anrufen sollen, ich weiß. Aber bei mir geht zur Zeit alles etwas durcheinander.«

Olivia registrierte sofort, daß Leonas Stimme bedrückt klang. Die beiden hatten von Kindheit an sehr aneinander gehangen, und Olivia wußte genau, wie sich Leona für gewöhnlich anhörte.

«Was ist denn passiert? Du klingst gar nicht gut!«

Es war unerwartet befreiend, endlich einem Menschen gegenüber die Maske fallen lassen zu dürfen.

«Olivia, es ist eine Katastrophe für mich. Wolfgang hat mich verlassen. Er hat eine andere Frau kennengelernt und möchte sich scheiden lassen.«

Vom anderen Ende der Leitung kam ein fast einminütiges Schweigen.»Das gibt’s doch gar nicht«, sagte Olivia schließlich leise. Wie alle Menschen, die Leona und Wolfgang kannten, hätte sie jede Wette gehalten, daß eher die Welt einstürzte, als daß dieses Traumpaar sich trennte.

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