Charlotte Link - Der Verehrer

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Als in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten jungen Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen vor einem Rätsel. Denn die Frau galt seit sechs Jahren als spurlos verschwunden. Der Telefonanruf einer ehemaligen Urlaubsbekanntschaft liefert den ersten Anhaltspunkt für die Ermittlungen — aber erst ein weiteres Verbrechen, das in Art und Ausführung dem ersten auffallend ähnelt, führt auf eine konkrete Spur.
Alle Fäden scheinen bei einer Frau zusammenzulaufen: bei der vierzigjährigen Leona Dorn, deren Leben seit einiger Zeit völlig aus den Fugen gerät. Durch einen tragischen Zufall ist sie Zeugin eines Selbstmordes geworden, ohne ihn verhindern zu können; zudem hat ihr Mann sie wegen einer anderen Frau verlassen.
Leona kann dies alles kaum verkraften.
Sie ahnt jedoch nicht, daß sie erst am Beginn einer Kette dramatischer Ereignisse steht — und daß sie am Ende all ihre Kraft und Entschlossenheit brauchen wird, um ihr Leben zu retten…

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«Was hätte ich längst?«fragte Olivia kampfbereit.

Die beiden Schwestern sahen einander an. So sehr sie einander liebten, beim Thema Dany gerieten sie immer wieder aneinander. Jeder geriet an diesem Punkt mit Olivia aneinander. Olivia wußte, daß Leona das Heim gemeint hatte, in dem man die Schwerstbehinderte Dany längst hätte unterbringen müssen, und sie war bereit, ihrer Schwester die Augen auszukratzen, wenn sie es wagen sollte, dies wirklich auszusprechen. Olivia wußte außerdem, daß sie mit ihrer Entschlossenheit, Dany daheim in der Familie aufwachsen zu lassen, völlig allein stand, und sie hatte schon lange das Gefühl, mit dem Rücken zur Wand gegen eine Übermacht von Feinden zu kämpfen. Sie hatte die chronische Gereiztheit eines bedrängten Tieres in einer Falle entwickelt. Sie hatte sich in zahllosen Diskussionen um das Thema völlig verausgabt und erschöpft; nun ließ sie Diskussionen von vornherein nicht mehr zu.

Leona kapitulierte. Die meisten Leute taten das. Sie kapitulierten nicht aus Angst vor Olivias fauchender Stimme, sondern aus Mitleid mit ihrem müden, ausgezehrten Gesicht und ihrem viel zu dünnen Körper. Olivia vermittelte so deutlich den Eindruck, am Rande ihrer Kräfte zu stehen, daß jeder sich schäbig vorkam, der ihr zusätzliche Probleme bereitete.

«Okay«, sagte Leona,»vergiß es. Du mußt allein wissen, was du tust. «Olivia atmete tief durch, dann trat sie auf Dany zu, die sofort zu schreien begann.»Dany, ich möchte, daß du jetzt ins Bett gehst«, sagte sie. Dany spuckte ihr ins Gesicht. Leona fragte sich, wie ihre Schwester dieses Kind noch lieben konnte.

Innerhalb weniger Sekunden hatte sich der gleiche Zweikampf wie schon zuvor entwickelt, aber diesmal wurde er abrupt von dritter Seite beendet: Ein hochgewachsener Mann trat ins Zimmer, schob Olivia zur Seite, packte Dany und drehte ihr mit geübtem Griff beide Arme auf den Rücken. Dany schlug nach hinten aus, bombardierte seine Schienbeine mit Tritten. Er packte die Arme etwas fester. Dany fauchte, hörte aber auf zu treten.

«Wohin mit ihr?«fragte er keuchend und stieß sie vor sich her in Richtung Tür.

«In ihr Zimmer«, sagte Olivia,»und tu ihr nicht weh!«

«Nicht, wenn sie mir nicht weh tut«, entgegnete ihr Mann und bugsierte die nun recht willige Dany auf den Flur hinaus. Olivia folgte den beiden. Danys Vater kehrte nach fünf Minuten ins Wohnzimmer zurück. Er schob seine verrutschte Krawatte zurecht und strich sich über die Haare. Wer ihn nicht kannte, hätte ihn als erstaunlich ruhig empfunden, aber Leona konnte die verhaltene Wut in seinem Gesicht erkennen, den Zorn, den er mühsam zurückdrängte. Er atmete schwer.

«Guten Abend übrigens«, sagte er.

«Guten Abend, Paul«, erwiderte seine Schwiegermutter unter völliger Nichtbeachtung dessen, was gerade geschehen war.»Jetzt, wo alle da sind, werde ich mich um das Abendessen kümmern.«

Sie lächelte. Sie liebte es, die Familie versammelt unter einem Dach zu wissen. Sie ignorierte Spannungen so perfekt, daß Leona manchmal mutmaßte, sie glaube selbst daran, daß um sie herum alles in Ordnung war.

Leona und Paul blieben allein im Zimmer. Paul gab den Versuch, seine Krawatte zu richten, auf, zerrte sie vom Hals und schleuderte sie in einen Sessel.

«Gott im Himmel«, sagte er wütend,»ich weiß schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt, wenn man nach einem harten Arbeitstag heimkommt und von Ruhe und Frieden statt von Geschrei und Ringkämpfen empfangen wird. Es muß das Paradies sein.«

«Olivia sagte, es sei besser gewesen mit Dany in der letzten Zeit.«

Paul lachte. Es klang müde und unfroh.»Wenn Dany einen Tag friedlich ist, wird Olivia schon euphorisch. Die Wahrheit ist, daß es an acht von zehn Tagen zu Szenen der Art kommt, wie du sie gerade erlebt hast. Es wird schlimmer. Und zwar einfach deshalb, weil Dany immer stärker wird. Sie hat Bärenkräfte entwickelt. Du siehst ja, daß Olivia schon überhaupt nicht mehr mit ihr fertig wird. Und ich werde es auch nicht mehr lange schaffen.«

«Olivia muß das doch auch sehen.«

«Ich glaube, bei Olivia schlagen die Gene eurer Mutter durch«, sagte Paul bitter.»Sie will nicht wahrhaben, daß wir in einer katastrophalen Situation leben, also darf diese Tatsache mit keiner Silbe erwähnt werden. Wenn ich das Wort ›Heim‹ ausspreche, springt sie mir fast ins Gesicht.«

Leona wußte, daß er mit der» katastrophalen Situation «nicht nur die täglichen Zweikämpfe mit Dany meinte. Er haßte es vor allem, wegen des Kindes im Haus seiner Schwiegereltern leben zu müssen. Für kurze Zeit hatten sie es mit einer eigenen Wohnung versucht, aber Olivia war völlig überfordert gewesen; sie hatte sich keinen Schritt aus dem Haus rühren können, um wenigstens die nötigsten Einkäufe zu tätigen.

Dany war natürlich schulpflichtig, aber sowohl sie als auch ihre Mutter taten alles, um regelmäßige Besuche der einzig erreichbaren Behindertenschule zu boykottieren. Dany entwickelte die verrücktesten Krankheiten und fieberte häufig erschreckend hoch, sobald sie länger als drei Tage hintereinander an dem ihr verhaßten Unterricht teilnehmen mußte. Olivia verlor darüber vollends die Nerven und war oft noch kranker als ihre Tochter. Das Ergebnis war, daß sich Dany viel zu oft daheim aufhielt, als daß die äußerst sporadischen Schulbesuche noch irgendeinen Sinn haben konnten.

Dany durfte keine Sekunde allein bleiben. Eine ausgebildete Pflegerin als Hilfe hatten sich ihre Eltern nicht leisten können. Sie hatten es mit wechselnden Haushälterinnen oder Putzfrauen probiert, die für ein Extrahonorar hin und wieder auf Dany hatten aufpassen sollen, damit Olivia wenigstens zum Zahnarzt oder zum Friseur gehen konnte. Aber die Putzfrauen hatten entweder nach kurzer Zeit empört gekündigt, oder sie waren von Olivia gefeuert worden, weil sie Dany zu hart anpackten. Irgendwann war Olivia dann zu ihren Eltern übergesiedelt, den einzigen Menschen, die sie verstanden, denen sie vertraute.

Paul hatte schließlich die Wohnung gekündigt und war der Frau, die er einmal zu sehr geliebt hatte, um ihr nun mit Härte entgegentreten zu können, gefolgt. Für ihn, der in einer Frankfurter Bank arbeitete, bedeutete dies, daß er mehr als vier Stunden täglich im Auto verbrachte und daß er, wenn er morgens ins Bad wollte, eine komplizierte Reihenfolge mit Olivias Eltern, ihrer jüngeren Schwester, deren Freund und dem kleinen Sohn der beiden einhalten mußte. Meist klappte die Organisation nicht, und Paul konnte das Haus nur mit Verspätung verlassen. Jedesmal wenn er dann mit gefährlich überhöhter Geschwindigkeit die Autobahn entlangbrauste und Stiche in seiner Herzgegend ihm sagten, daß er in das Alter kam, in dem sein Körper den Tribut für zuviel Streß und Frustration fordern würde, nahm er sich vor, Olivia vor die endgültige Entscheidung zu stellen: die Entscheidung für sie beide oder für das Kind.

Wenn er dann aber abends heimkam und in ihr überanstrengtes Gesicht blickte, ging es ihm wie allen anderen: Er brachte es nicht fertig, sie unter Druck zu setzen.

«Ich habe Olivia im Sommer vorgeschlagen, daß wir doch eine kleine Wohnung ganz in der Nähe mieten könnten«, fuhr er nun fort,»dann könnte sie tagsüber, während ich arbeite, mit Dany hierher zu euren Eltern gehen. Ich hätte zwar immer noch den weiten Weg, aber wir hätten doch abends etwas mehr Zeit für uns.«

«Und darauf ist sie nicht eingegangen?«fragte Leona.

Er machte eine wegwerfende Handbewegung.»Nein. Es war überhaupt nicht mit ihr zu reden. Je schlimmer es mit Dany wird, desto heftiger krallt sie sich an eure Mutter. Sie ist der einzige Mensch, bei dem Olivia unbedingten Rückhalt findet. Ich glaube, sie hat inzwischen Angst, mit mir allein zu sein. Sie denkt, daß ich ihr so lange zusetzen werde, bis sie nachgibt und Dany in ein Heim bringt. Vermutlich fühlt sie sich schon so kraftlos inzwischen, daß sie fürchtet, ihr Widerstand könnte erlahmen.«

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