Seré Halverson - Die andere Seite des Glücks

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Die andere Seite des Glücks: краткое содержание, описание и аннотация

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Wie weit gehen wir, um die zu schützen, die wir lieben?
Ein herzzerreißender, vielschichtig erzählter Roman. Ein Drama das unter die Haut geht. Eine Sommerlektüre, die Sehnsüchte weckt – und am Ende glücklich macht.
Ella Beene kann sich glücklich schätzen mit ihrem wunderbaren Ehemann, zwei lebhaften Kindern und Schwiegereltern, die sie wie eine eigene Tochter betrachten. Aber als ihr Mann Joe bei einem Unfall ertrinkt, ist ihr Leben mit einem Schlag auf den Kopf gestellt, und das Glück, das ewig dauern sollte, scheint vorbei zu sein. Als Joes schöne Exfrau, die ihn und die gemeinsamen Kinder drei Jahre zuvor verlassen hatte, plötzlich auf der Beerdigung auftaucht, fürchtet Ella das Schlimmste – zu Recht. Sie muss ihre eigene Trauer bewältigen, darum kämpfen, die Kinder zu behalten und sich um das wirtschaftliche Überleben der Familie kümmern. Aber während sie alles daran setzt, alles richtig zu machen und den Prozess um das Sorgerecht zu gewinnen, muss sie auch die Frage beantworten, ob sie die beste Mutter für die Kinder ist.

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Auf einmal drehte sie sich zu mir um und sagte: »Mommy? Du stirbst doch nicht, oder?«

O Gott, jetzt kommen die Fragen. Ich drückte meine Stirn an ihre. »Herzchen, irgendwann sterbe ich auch. Alle müssen sterben. Aber jetzt habe ich erst einmal vor, noch ganz ganz lange hier zu sein.«

Sie nickte mehrmals, wobei unsere beiden Stirnen hoch und runter wippten. Dann wandte sie sich wieder ihren Eiern zu und sagte: »Hast du … na ja … vor, irgendwann bald wegzugehen?«

Ich wusste genau, was sie dachte. An wen sie dachte. Ich drehte sie zu mir herum. »O Banannie, nein! Ich werde euch nie verlassen, das verspreche ich, okay?«

»Du versprichst es? Mit deinem kleinen Finger?«

Sie hielt mir ihren kleinen Finger hin, und ich verhakte meinen damit.

»Ich verspreche es sogar noch mit viel mehr als meinem kleinen Finger, ich verspreche es mit meinem ganzen großen Ich.«

Sie wischte sich über die Augen und nickte noch einmal. Dann widmete sie sich wieder ihren Rühreiern.

Immer mehr Leute trafen ein, die alles Mögliche reparierten: die aus den Angeln gerissene Hühnerstalltür, den Zaunpfosten, der schon vor Monaten bei einem Sturm umgeknickt war. Jemand wechselte das Öl vom Pick-up. Wer hatte ihn aus Bodega Bay hierhergefahren? Wer hatte Joes Jacke zurück an den Haken gehängt, die Decke zurück auf unser Bett gelegt, und wann? Die Rückkehr zur Normalität hatte begonnen. Das Haus roch wie ein italienisches Restaurant. Wie konnte jetzt jemand an Essen denken? David, der Schriftsteller in der Familie und gleichzeitig ein hervorragender Koch, saß im Garten auf der Bank, die er uns zur Hochzeit geschenkt hatte, und arbeitete an der Trauerrede. Gleichzeitig standen einige seiner kulinarischen Köstlichkeiten auf dem Tisch. Alle schienen etwas Konstruktives zu tun – alle außer mir. Immer wieder sagte ich mir, ich muss stark sein für die Kinder, doch ich fühlte mich nicht stark.

Meine Mutter, die aus Seattle eingetroffen war, kümmerte sich hingebungsvoll um Zach und buddelte mit ihm und seinem Konvoi aus Tonka-Traktoren und Action-Figuren in der Erde. Joes Mutter und Annie beschäftigten sich mit Saubermachen, was sie nur unterbrachen, um sich gegenseitig die Tränen wegzuwischen, um dann wieder alles zu wienern, was sie finden konnten. Ich selbst wanderte zwischen Annie und Zach hin und her, zog sie auf meinen Schoß, um sie zu drücken oder einen Seufzer auszustoßen, bis sie sich losmachten und ihre jeweilige Beschäftigung wieder aufnahmen.

Marcella sang beim Putzen. Marcella sang immer, sie war stolz auf ihre Stimme, und ganz zu Recht. Doch sie sang niemals Lieder von Sinatra oder anderen Musikern ihrer eigenen Generation; sie sang Lieder aus der Generation ihrer Kinder. Sie liebte Madonna, Prince, Michael Jackson, Cyndi Lauper – welchen 80er-Jahre-Song man auch nannte, sie konnte ihn singen. Joe und David hatten mir erzählt, dass sie als Teenager in ihrem Zimmer manchmal laute Musik gehört hatten und Marcella dann von unten aus der Küche rief: » Kinder! Macht den Mist lauter! «

Während sie jetzt die schmutzigen Fugen der Küchenfliesen mit der Zahnbürste schrubbte, stimmte sie mit einer schmerzvollen Sopranstimme » Like a virgin … for the very first time « an. Ein seltsames, hartes Lachen entschlüpfte meinem Mund, und sie sah mich betroffen an. »Was ist, Liebes? Alles in Ordnung?« Ich bin sicher, sie wollte keine Kritik an meiner Haushaltsführung üben, und sie war so in ihre Trauer versunken, dass sie nicht merkte, was sie da sang. Joe hätte das lustig gefunden, und an einem anderen Tag – in einer anderen Zeitebene – hätten wir sie auf den Text aufmerksam gemacht, gelacht und sie aufgezogen. Woraufhin sie ihr ausladendes Hinterteil hin- und herschwenkend geantwortet hätte: »Ach ja? Und wie findet ihr das: The kid is not my son … « Aber jetzt suchte sie in meinem Gesicht nach weiteren Anzeichen vom Kummer verursachten Wahnsinns, der hinter meinem schrillen Lachen stecken könnte. Ich schüttelte den Kopf, gab ihr abwinkend zu verstehen, sie solle es gut sein lassen. Marcella kam zu mir, umfasste mein Gesicht mit ihren dicken Händen. »Ich danke Gott, dass meine Enkel dich als Mutter haben. Jeden Tag danke ich Gott für dich, Ella Beene.« Ich schlang die Arme um ihren gewaltigen Körper.

»Setz dich doch hin«, sagte ich und griff nach dem Putzmittel in ihrer Hand. »Ruh dich aus. Ich mache dir einen Kaffee.«

Doch sie zog die Hand zurück. »Nein. Ich brauche das. Ich kann nicht anders. Ausruhen macht für mich alles noch schlimmer.«

Ich nickte, drückte sie noch einmal. »Natürlich.« Marcella glaubte seit jeher an die Klarheit von Fensterputzmitteln.

Am nächsten Morgen nahm ich mein schwarzes Kleid aus der Plastikhülle der Reinigung, hob die Arme und spürte das kühle Futter über meinen Kopf gleiten. Ich überlegte, stattdessen die Plastikfolie überzustreifen und zu warten, bis sie sich fest um Mund und Nase schloss, um mich neben Joe in die dunkle Grube legen zu lassen. Doch der Gedanke an die Kinder half mir, die Füße in die schwarzen Slingpumps zu stecken, die Lucy, meine beste Freundin, mir gekauft hatte – »Du kannst auf eine Beerdigung keine Birkenstocks anziehen, Bella, nicht einmal in Nordkalifornien« –, und die beiden Tropfenohrringe aus Silber und Aquamarin zu finden, die Joe mir an unserem ersten gemeinsamen Weihnachtsfest geschenkt hatte.

In der Kirche sprachen sechsunddreißig Leute. Wir weinten, aber wir lachten auch. Die meisten Geschichten stammten aus der Zeit vor mir. Es kam mir seltsam vor, dass fast alle in der Kirche ihn länger gekannt hatten als ich. Ich war die Neue unter ihnen, doch fand Trost in der Vorstellung, dass sie Joe nicht auf die gleiche Weise verbunden waren wie ich.

Hinterher gab es Gespräche, die kaum zu mir durchdrangen, Umarmungen, die ich kaum wahrnahm – als wäre ich am Ende doch in die Plastikfolie geschlüpft. Nur Annies und Zachs Hand spürte ich deutlich, die Zartheit ihrer Haut, den festen Druck ihrer kleinen Finger, als wir aus der Kirche schritten, am Grab auf dem Hügel standen, zum Auto gingen. Und dann ließ Annie meine Hand los. Sie bewegte sich auf eine beeindruckend schöne, blonde Frau zu, die ich nicht kannte und die am Rande des Friedhofs stand. Vielleicht eine von Joes ehemaligen Mitschülerinnen , dachte ich. Die Frau beugte sich hinab, und Annie streckte die Hand aus, berührte ihre Schulter.

»Annie?«, rief ich, lächelte die Frau an. »Wirklich kein bisschen schüchtern, das Kind.«

Die Frau nahm Annies andere Hand in beide Hände und flüsterte ihr etwas ins Ohr, dann sagte sie über die Schulter des Kindes hinweg zu mir. »Ich weiß das, glauben Sie mir. Aber Annie kennt mich, nicht wahr, Zuckerschnütchen?«

Ohne ihre Hand wegzuziehen oder aufzublicken, nickte Annie, sagte: » Mama? «

4. Kapitel

Annie hatte sie Mama genannt. Mich nannten Annie und Zach Mom und Mommy. Aber nicht Mama . Niemals Mama . Das hatte ich nie hinterfragt, genaugenommen hatte ich mir niemals Gedanken darüber gemacht, aber jetzt, auf dem Friedhof, hatte diese Unterscheidung etwas Alarmierendes: Mama ist die zuerst hervorgebrachte Variante von Mutter – das Murmeln des zufriedenen Babys an der Brust.

Dann erkannte ich Paige wieder. Ich hatte sie einmal auf einem Foto gesehen, als strahlende Schwangere, das in einem Buch über Fotografie mit dem Titel Das Licht einfangen gesteckt hatte. Das war das einzige Foto, das Joe vergessen hatte – oder vielleicht behalten wollte –, als er sämtliche Spuren von ihr im Haus beseitigte. Ihre Schönheit hatte mich erstaunt. Als ich ihm das sagte, zuckte er die Schultern und sagte: »Ist ein gutes Foto.«

Jetzt sah ich, dass Joe gern große Frauen an seiner Seite hatte. Paige war größer als ich, etwa ein Meter achtzig, und ich war es nicht gewöhnt, kleiner als andere Frauen zu sein. Ich hatte tolle Haare, wie all die Leute sagten, die es wild und rot und unbezähmbar mochten. Doch Paiges Haar war von universeller Schönheit – lang, blond, glatt, seidig. Shampoowerbungtauglich. Am Computer aufgehübschtes Haar, wie Frauen gern sagten, die sich beim Blick in Modemagazine mit den Worten trösteten: »Das Foto ist total retuschiert. Niemand hat solche Haare oder solche Haut oder so einen Körper.« Aber all das besaß Paige, und trug dazu eine Jackie-O.-Sonnenbrille, das einzige Accessoire, das unsere Kultur mit Stil, Enigma und einer starken, trauernden Witwe und Mutter assoziierte … oder in ihrem Fall, einer Mama.

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