Seré Halverson - Die andere Seite des Glücks

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Die andere Seite des Glücks: краткое содержание, описание и аннотация

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Wie weit gehen wir, um die zu schützen, die wir lieben?
Ein herzzerreißender, vielschichtig erzählter Roman. Ein Drama das unter die Haut geht. Eine Sommerlektüre, die Sehnsüchte weckt – und am Ende glücklich macht.
Ella Beene kann sich glücklich schätzen mit ihrem wunderbaren Ehemann, zwei lebhaften Kindern und Schwiegereltern, die sie wie eine eigene Tochter betrachten. Aber als ihr Mann Joe bei einem Unfall ertrinkt, ist ihr Leben mit einem Schlag auf den Kopf gestellt, und das Glück, das ewig dauern sollte, scheint vorbei zu sein. Als Joes schöne Exfrau, die ihn und die gemeinsamen Kinder drei Jahre zuvor verlassen hatte, plötzlich auf der Beerdigung auftaucht, fürchtet Ella das Schlimmste – zu Recht. Sie muss ihre eigene Trauer bewältigen, darum kämpfen, die Kinder zu behalten und sich um das wirtschaftliche Überleben der Familie kümmern. Aber während sie alles daran setzt, alles richtig zu machen und den Prozess um das Sorgerecht zu gewinnen, muss sie auch die Frage beantworten, ob sie die beste Mutter für die Kinder ist.

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Doch jetzt war ich bereit, alles zu glauben, alles zu beten, alles zu versprechen. »Bitte, bitte, bitte, bitte …«

Ich ging zum unteren Weg, Joe vor Augen, der mit festem Schritt marschierte, am Leben war. Ein leichter Aufstieg am First Rock, die weißen Wasserstrudel tief unten und nicht bedrohlich. Aber du hast deine eigene Regel gebrochen, Joe, stimmt’s? Die du mir und Annie und Zach immer wieder eingeimpft hast: Kehr dem Meer niemals den Rücken zu. Ein Boot der Küstenwache bewegte sich kontinuierlich weiter, ohne anzuhalten. Ich warf einen Blick über die Schulter zum Kliff. Es sah aus wie die geballte Faust Gottes, die anhaftenden rötlichen Seefeigen wie seine zerkratzten, blutigen Knöchel. Bitte, bitte, sag mir, wo er ist.

Ich stieg den Felsen hinab. Die Sonnenspiegelung im Wasser ließ mich zusammenzucken. Doch weiter unten sah ich, dass nicht das Wasser die Sonne reflektierte, sondern ein Stück Metall, das zwischen zwei Felsen eingeklemmt war. War das …? Ich kletterte näher heran, und da, als warte es darauf, von mir entdeckt zu werden, lag Joes Stativ. Ohne die Kamera.

Aber ja, das ist es! Du bist auf der Suche nach deiner Kamera. Du bist ganz krank deswegen und läufst irgendwo desorientiert in den Dünen umher. Jede Menge Wildspuren, sehr verwirrend, irgendwann sehen alle Dünen gleich aus, du weißt nicht mehr, wo du schon gesucht hast, und dann der peitschende Wind, und du bist müde und musst dich hinlegen. So kalt. Ein Reh beäugt dich argwöhnisch, doch dann merkt es, dass du verzweifelt bist, und es kommt näher, legt sich wärmend neben dich und leckt dir das Salz von der Nase.

Es geht dir gut! Du versuchst nur, den Weg zurückzufinden. »Sei mir nicht böse«, wirst du sagen und mir die Tränen mit dem Daumen wegwischen, mein Gesicht in beiden Händen und die Finger in meinen Haaren. »Es tut mir so leid«, wirst du sagen. Ich werde den Kopf schütteln zum Zeichen, dass ich dir vergebe und danke, dass du gegen die Welle angekämpft hast und zu uns zurückgekommen bist. Ich drücke meine Nase in deinen Hals, das Salz reibt auf meiner Wange. Du wirst nach getrocknetem Blut und Fisch und Seetang und Wild und Holzrauch und Leben riechen.

Ich wanderte bis nach Einbruch der Dunkelheit in den Dünen umher, lange nachdem sie die Suche für den Tag abgebrochen hatten. Der Halbmond gab nichts preis. Frank sagte kaum etwas. Normalerweise redete er ununterbrochen.

Joes Grüne Hornisse war neben Franks Streifenwagen noch das einzige Auto auf dem Parkplatz. Ich wollte den Pick-up für Joe dort stehenlassen, schloss ihn aber auf und legte den Schlüssel wieder unter die Fußmatte. Ich zog seine Jacke aus und ließ sie ebenfalls zurück, zusammen mit der Decke.

Ich stieg zu Frank in den Streifenwagen, hörte stumm zu, wie die Zentrale über Funk eine häusliche Auseinandersetzung meldete und die Adresse durchgab. Ich wollte bei den Kindern sein, doch ich hatte Angst, dass mein Gesicht mich verriet und einen Stachel in ihre glückliche Ahnungslosigkeit trieb. Frank bot an, Joes Eltern und Verwandte mindestens bis zum nächsten Morgen fernzuhalten. Ich nickte, wollte weder seine Eltern noch seinen Bruder oder sonst jemanden weinen sehen oder irgendetwas hören, das nach Niederlage klang. Wir mussten uns darauf konzentrieren, ihn zu finden.

Zu Hause rief ich als Erstes die Kinder an. »Habt ihr Spaß?«, fragte ich Annie.

»O ja«, sagte sie. »Lizzie hat uns erlaubt, alle Kissen von den Möbeln zu nehmen und damit ein Haus zu bauen. Und wir dürfen heute Nacht sogar darin schlafen!«

»Echt cool. Ihr wollt die Nacht also dort bleiben?«

»Ist wahrscheinlich besser so. Molly will nur in unserem Kissenhaus schlafen, wenn ich bei ihr bleibe. Du kennst ja Molly.«

»Ja, ist wahrscheinlich besser so.«

»Gute Nacht, Mommy. Kannst du mir Daddy geben?«

Ich beugte mich auf dem Sofa vor, zog die Schnürsenkel meiner Stiefel auf, schluckte, zwang mich zu einem lockeren Tonfall. »Er ist noch nicht da, Banannie.«

»Okay, dann gib ihm das.« Ich wusste, dass sie jetzt das Telefon an sich drückte. »Und das ist für dich … Tschüs.«

Zach kam gerade lange genug ans Telefon, um zu sagen: »Ich liebe dich ganz doll.«

Ich legte auf, rührte mich nicht von der Stelle. Callie legte sich mir zu Füßen und stieß einen tiefen Seufzer aus. Die Flurlampe warf Licht ins dunkle Zimmer. Ich hatte Joes Stativ in der Ecke aufgestellt, als Begrüßung, wenn er heimkam, doch plötzlich kamen mir die drei Beine und die fehlende Kamera wir ein böses Omen vor. Ich starrte die Uhr auf dem Beistelltisch an, ein Erbstück der Capozzi-Familie. Sie tickte ja, nein, ja, nein. Ich ging hin und machte das Glastürchen auf, hielt den Finger zwischen das hin und her schwingende Pendel, brachte es zum Stehen. Stille. Mit der Fingerspitze schob ich den Stundenzeiger zurück zu der Morgenstunde, als Joe sich neben mir zu regen begann. Ich hatte seine weichen Brusthaare geküsst, seine warme Schulter umfasst und gesagt: »Bleib. Geh nicht. Bleib hier bei uns.«

Am nächsten Tag fand ein Schweizer Tourist Joes Leiche, aufgedunsen und in Seetang gehüllt, als hätte ihn das Meer mumifiziert, in dem vergeblichen Versuch, sich zu entschuldigen. Diesmal öffnete ich Frank die Tür und umarmte ihn, bevor er etwas sagen konnte. Doch einen Moment später lehnte er sich zurück und schüttelte nur den Kopf. Ich machte den Mund auf, um Nein zu sagen, doch das Wort verklang tonlos.

Ich bestand darauf, ihn zu sehen. Allein. Frank fuhr mich zu McCready’s Bestattungsinstitut und stand neben mir, als eine grauhaarige Frau mit orange verfärbten Händen erklärte, Joe sei noch nicht so weit, ich könne ihn noch nicht sehen.

»Nicht so weit?« Ein seltsames, schrilles Lachen schob sich an dem Kloß in meinem Hals vorbei.

Frank neigte mir den Kopf zu. »Ella …«

»Na und? Wer zum Teufel ist denn je so weit?«

»Entschuldigen Sie, junge –« Doch dann schüttelte sie den Kopf, nahm meine Hände und sagte: »Kommen Sie mit, meine Liebe.« Sie führte mich vom noblen Empfangsbereich durch den ebenso stilvollen Flur mit Teppichboden, Magnolientapete und Mahagonitäfelung in den hinteren Teil mit den Arbeitsräumen, wo der heruntergekommene Korridor mit fleckigem, schadhaftem grünen Linoleum ausgelegt war.

Wie war das möglich? Dass er auf dem Tisch in diesem kühlen Raum lag, der einer überdimensionalen Edelstahlküche glich? Jemand hatte ihn gekämmt, den Scheitel auf der falschen Seite gezogen, vielleicht um die Wunde am Kopf zu verdecken, und ihn bis zum Hals mit einem Laken bedeckt – mehr nicht. Ich zog meine Jacke aus und breitete sie über seine Schultern und Brust, sagte seinen Namen immer und immer wieder.

Sie hatten ihm die Augen geschlossen, aber sein rechtes Lid war eingesunken, und ich begriff, dass das Auge fehlte.

Seine Augen seien Satellitenbilder von der Erde, hatte ich immer gesagt, ozeanblau mit hellgrünen Tupfen – ein Spiegel, in dem ich die ganze Welt sehen könne. In drei Sekunden konnte der Kummer darin in übermütigen Schalk umschlagen, und noch schneller schafften sie es, mich von der Hausarbeit weg ins Bett zu locken. Andererseits brauchte er sie nur sarkastisch zu rollen, um mich im Nu wütend zu machen.

Sein erstaunliches Fotografenauge mit dem besonderen Blick auf die Dinge – wo war es hin? Würde Joes Sichtweise durch die Lüfte schwingend in einer Möwe weiterleben, oder seitwärts flitzend in einem kurzsichtigen Taschenkrebs?

Sein Haar zwischen meinen Fingern war hart vom Salz, nicht weich und lockig. Ich legte es auf die richtige Seite. »So, mein Liebling«, sagte ich, wischte mir mit dem Ärmel über die Nase. »So ist es richtig.« Sein kaltes Kinn hatte einen Dreitagebart – Joe musste sich nur alle paar Tage rasieren und sagte immer, er könne unmöglich Italiener sein, wäre bestimmt adoptiert. Woraufhin er sich meist übers Kinn strich und meinte: »Muss mich jede verdammte Woche rasieren.«

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