Seré Halverson - Die andere Seite des Glücks

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Die andere Seite des Glücks: краткое содержание, описание и аннотация

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Wie weit gehen wir, um die zu schützen, die wir lieben?
Ein herzzerreißender, vielschichtig erzählter Roman. Ein Drama das unter die Haut geht. Eine Sommerlektüre, die Sehnsüchte weckt – und am Ende glücklich macht.
Ella Beene kann sich glücklich schätzen mit ihrem wunderbaren Ehemann, zwei lebhaften Kindern und Schwiegereltern, die sie wie eine eigene Tochter betrachten. Aber als ihr Mann Joe bei einem Unfall ertrinkt, ist ihr Leben mit einem Schlag auf den Kopf gestellt, und das Glück, das ewig dauern sollte, scheint vorbei zu sein. Als Joes schöne Exfrau, die ihn und die gemeinsamen Kinder drei Jahre zuvor verlassen hatte, plötzlich auf der Beerdigung auftaucht, fürchtet Ella das Schlimmste – zu Recht. Sie muss ihre eigene Trauer bewältigen, darum kämpfen, die Kinder zu behalten und sich um das wirtschaftliche Überleben der Familie kümmern. Aber während sie alles daran setzt, alles richtig zu machen und den Prozess um das Sorgerecht zu gewinnen, muss sie auch die Frage beantworten, ob sie die beste Mutter für die Kinder ist.

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Joe und ich gärtnerten gern, und das war nicht zu übersehen. Aber weder wir noch die Kinder schafften es, im Haus Ordnung zu halten. Das störte mich jedoch nicht sonderlich. In meinem früheren Haus – und Leben – war ich extrem ordentlich gewesen, aber auch ernsthaft und leer, weshalb ich die Unordnung als notwendige Begleiterscheinung eines erfüllten Lebens betrachtete.

Ich nahm die Milch aus dem Kühlschrank und heftete Joes Nachricht mit einem Magnet an die Tür. Warum ich sie aufhob, weiß ich nicht; wahrscheinlich wollte ich die Erinnerung an unsere liebevolle Versöhnung der letzten Nacht festhalten, das Ella Bella …

Ich heiße Ella Beene, was mir, wie man sich leicht vorstellen kann, jede Menge Spitznamen eingebracht hat. Doch der von Joe hat mir sofort am besten gefallen. Ich bin keine Schönheit – zwar auch nicht hässlich, aber nicht annähernd so, wie ich aussehen würde, wenn ich dabei ein Wörtchen hätte mitreden können. Ich habe helle Haut und Sommersprossen, ein passables Gesicht – braune Augen, recht hübsche Lippen –, das besser aussieht, wenn ich daran denke, mich zu schminken, und bin manchen Leuten zu groß und zu dünn. Aber das Beste ist: Joe mochte alles an mir. Das Innen und das Außen, die Zwischenräume, die ganzen ein Meter siebenundsiebzig. Und da alle meine Spitznamen zur jeweiligen Zeit auf mich gepasst hatten, schwelgte ich in diesem: Bella . Das war ich also, fünfunddreißig Jahre alt, schön auf Italienisch und an einem Samstagmorgen dabei, mir einen starken Kaffee und unseren Kindern einen Teller mit Plätzchen und Milch hinzustellen.

»Plätzchen! Wir wollen Plätzchen!« Die Seefahrer hatten das sinkende Schiff verlassen und nahmen sich – mit weit aufgerissenen Augen, als wären sie am Verhungern – die Milch und Haferplätzchen von der Anrichte. Callie, unsere Hündin, eine gelbe Labrador-Husky-Mischung, die genau wusste, wie sie dreinschauen musste, um herzzerreißend einsam zu wirken, saß so lange da und klopfte mit dem Schwanz auf den Boden, bis ich ihr einen Hundekeks gab und sie nach draußen ließ. Ich nippte an meinem Kaffee und sah Annie und Zach zu, wie sie sich schmatzend und reichlich krümelnd die Plätzchen in den Mund stopften. Das Vorbild des Krümelmonsters war das Einzige aus der ansonsten lehrreichen Sesamstraße , worauf ich gern verzichtet hätte.

Da uns die Sonne nach draußen lockte, bat ich die Kinder, sich mit dem Anziehen zu beeilen, schlüpfte in meine Shorts und füllte noch schnell die Waschmaschine mit dunkler Wäsche. Ich stopfte gerade die letzte Jeans hinein, als Zach splitternackt und mit seinem Schlafanzug in der Hand angelaufen kam. »Ich mach das selber«, sagte er. Beeindruckt, dass das Kleidungsstück ausnahmsweise mal nicht auf dem Fußboden gelandet war, nahm ich Zach auf den Arm, damit er es in die alte Toplader-Maschine werfen konnte. Sein Po fühlte sich kühl auf meiner Haut an. Bei geöffnetem Deckel sahen wir zu, wie der flauschige blaue Stoff mit den Feuerwehrautos im schaumigen Wasser hin- und hergeworfen wurde. Dann setzte ich Zach wieder ab, und er wackelte durch den Flur davon, wobei er mit den nackten Füßen auf den Holzboden patschte. Bis auf das Schnüren der Schuhe, das Zach erst in ein paar Jahren lernen würde, waren beide Kinder schon erschreckend eigenständig. Annie würde bald in die Grundschule und Zach in den Kindergarten kommen – auch wenn ich noch mit der Vorstellung haderte, sie gehen zu lassen.

Dieses Jahr sollte ein ganz besonderes werden: Joe würde den Lebensmittelladen, der seit drei Generationen in seiner Familie war, vor dem Untergang retten, und ich würde im Herbst einen Job als Naturführerin bei Fisch- und Wildbeobachtungen antreten. Annie und Zach würden jeden Morgen aus dem Haus gehen und mit immer länger werdenden Beinen immer größere Schritte auf dem Weg heraus aus ihrer Kindheit machen.

Als ich die beiden kennenlernte, war Annie drei Jahre alt und Zach sechs Monate. Ich hatte San Diego verlassen, um ein neues Leben zu beginnen, doch ohne genaue Vorstellung, wo und wie ich das bewerkstelligen sollte. In Nordkalifornien machte ich in einer kleinen, seltsamen Stadt namens Elbow halt. Elbow lag in einer Fünfundvierziggradbiegung des Redwoods River, was dem Ort den Namen – Ellbogen – eingebracht hatte, wobei Einheimische gern witzelten, er wäre nach den Hörnchennudeln benannt, weil so viele Italiener hier lebten. Ich wollte mir ein Sandwich und einen Eistee kaufen und vielleicht ein bisschen die Füße vertreten, denn ich hatte gelesen, dass es einen Weg hinunter zum Sandstrand am Fluss gab. Doch gerade, als ich zum Lebensmittelladen kam, war ein dunkelhaariger Mann mit einem Baby auf dem Arm im Begriff, die Tür abzuschließen. Das kleine Mädchen, das er an der anderen Hand hielt, riss sich los und lief schnurstracks in mich hinein. Lachend warf es den blonden Schopf nach hinten und streckte mir die Arme entgegen. »Hoch!«

»Annie!«, rief der Mann. Er war schlank, etwas zerzaust und angespannt, aber definitiv ein schöner Anblick.

»Ist das in Ordnung?«, fragte ich ihn.

Er lachte erleichtert. »Wenn es Ihnen nichts ausmacht?« Mir etwas ausmachen ? Ich nahm die Kleine auf den Arm, und sie fing sofort an, mit meinem Zopf zu spielen. »Wirklich kein bisschen schüchtern, das Kind«, sagte er. Sie hatte ihre strammen Beinchen um meine Hüften geschlungen, und der Duft von Babyshampoo, von frisch gemähtem Gras, Holzfeuerrauch und Erde stieg mir in die Nase. Ihr nach Traubensaft riechender Atem strich mir über die Wange, und sie hielt meinen Zopf fest in der Faust, aber ohne daran zu ziehen.

Callie bellte, und beim Blick aus dem Küchenfenster sah ich Frank Civilettis Streifenwagen. Das war merkwürdig, denn Frank wusste, dass Joe nicht zu Hause sein würde. Sie waren seit ihrer Grundschulzeit Freunde und tranken jeden Morgen im Laden einen Kaffee. Ich hatte Frank nicht kommen hören, doch er war es wirklich, fuhr langsam und mit knirschenden Reifen die Kieseinfahrt hoch. Das war auch seltsam: Frank fuhr niemals langsam. Und er stellte auch immer das Martinshorn an, wenn er von der Hauptstraße auf unser Grundstück einbog, extra für die Kinder. Ich sah auf die Uhr an der Mikrowelle: 8:53. Schon? Ich griff zum Telefon, legte es wieder zurück. Joe hatte nicht angerufen, als er im Laden angekommen war. Joe rief immer an.

»Hier.« Ich nahm den Eierkorb und gab ihn den Kindern. »Seht mal bei den Hühnerdamen nach und bringt was zum Frühstück mit.« Ich öffnete die Küchentür und blickte ihnen nach, als sie winkend zum Hühnerstall liefen und riefen: »Onkel Frank! Mach die Sirene an!«

Doch das machte er nicht. Er parkte den Wagen. Ich stand in der Küche, starrte den Kompostbehälter mit Joes morgendlichem Kaffeesatz und der Bananenschale von seinem Frühstück auf der Küchentheke an. Die Enden meines Glücks begannen braun zu werden, sich langsam aufzurollen.

Ich hörte Franks Autotür auf- und wieder zuklappen, seine Schritte auf dem Kies, der Veranda. Das Klopfen an der Haustürscheibe. Annie und Zach waren damit beschäftigt, im Hühnerstall nach Eiern zu suchen. Zach lachte ausgelassen, und ich wollte die Welt anhalten und unser Leben in sein Lachen einpacken, damit es heil und unbeschädigt blieb. Ich zwang mich, aus der Küche zu gehen, den Flur entlang, den Spielsachen am Boden auszuweichen. Durch die wellige Glasscheibe sah ich Frank, der nach unten auf seine Uniform starrte. Sieh mich an, schenk mir dein Jim-Carrey-Grinsen. Komm einfach rein, so wie du es immer tust, du Mistkerl. Plündere den Kühlschrank noch vor der Begrüßung. Doch wir standen nur da, die Tür zwischen uns. Dann blickte er auf. Ich drehte mich um, ging den Flur wieder zurück, hörte ihn die Tür öffnen.

»Ella«, sagte er. »Komm, wir setzen uns hin.«

»Nein.« Seine Schritte folgten mir. Ohne mich umzudrehen, machte ich eine abwehrende Handbewegung. Er sollte wieder gehen. »Nein.«

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