Seré Halverson - Die andere Seite des Glücks

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Die andere Seite des Glücks: краткое содержание, описание и аннотация

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Wie weit gehen wir, um die zu schützen, die wir lieben?
Ein herzzerreißender, vielschichtig erzählter Roman. Ein Drama das unter die Haut geht. Eine Sommerlektüre, die Sehnsüchte weckt – und am Ende glücklich macht.
Ella Beene kann sich glücklich schätzen mit ihrem wunderbaren Ehemann, zwei lebhaften Kindern und Schwiegereltern, die sie wie eine eigene Tochter betrachten. Aber als ihr Mann Joe bei einem Unfall ertrinkt, ist ihr Leben mit einem Schlag auf den Kopf gestellt, und das Glück, das ewig dauern sollte, scheint vorbei zu sein. Als Joes schöne Exfrau, die ihn und die gemeinsamen Kinder drei Jahre zuvor verlassen hatte, plötzlich auf der Beerdigung auftaucht, fürchtet Ella das Schlimmste – zu Recht. Sie muss ihre eigene Trauer bewältigen, darum kämpfen, die Kinder zu behalten und sich um das wirtschaftliche Überleben der Familie kümmern. Aber während sie alles daran setzt, alles richtig zu machen und den Prozess um das Sorgerecht zu gewinnen, muss sie auch die Frage beantworten, ob sie die beste Mutter für die Kinder ist.

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»Also gut«, sagte David. »Es passierte im Haus von Großvater Sergio, was jetzt dein Haus ist, in deinem Schlafzimmer. Die Gardinen waren zugezogen, schwerer, olivgrüner Stoff, es war düster und stickig und unerträglich heiß. Großvater Sergio lag im Bett, und ich saß auf einem Stuhl daneben und hielt seine Hand. Er und ich, wir standen uns wirklich nahe. Ich habe diesen Mann geliebt. Ich war neunzehn.«

»Erzähl weiter.«

»Mein Vater war auch da, aber Großvater fragte ständig nach Joe junior, der versuchte, so schnell es ging, aus der Stadt, wo er studierte, herzukommen. Und Großvater versuchte, so lange durchzuhalten. Ich hatte mich immer für Großvaters Liebling gehalten, aber in der Situation hatte er kein Interesse, mit mir zu reden.«

»Und was ist passiert?«

»Als Joe endlich kam, erzählte Großvater uns alles. All die Sachen, über die er nie gesprochen hatte, sprudelten aus ihm heraus, wie groß seine Angst gewesen war, seine Frau und seine Kinder nie wiederzusehen, als sie ihn mitnahmen. Dass er und Großmutter Rosemary keinerlei Ersparnisse hatten und die Einwohner von Elbow sich zusammentaten, um Großmutter mit dem Laden zu helfen. Er sagte, und das werde ich nie vergessen: ›Man hat uns aus Angst interniert: Angst vor der Herkunft der Menschen, Angst vor ihrem Vaterland. Sie fragten mich: Wen lieben Sie mehr? Italien oder Amerika? Ich antwortete, Sie wollen wissen, wen ich mehr liebe, meine Mutter oder meine Frau? Ich liebe sie beide, aber auf unterschiedliche Weise. Die eine ist meine Vergangenheit und die andere meine Zukunft. Ich sagte, ich liebe dieses Land, es ist meine Zukunft. Und Sie fragen, ob es mich bekümmert, dass mein neues Land Bomben auf meine Verwandten wirft? Ja, es bekümmert mich, habe ich gesagt, aber das kam gar nicht gut an.‹

Großvater sagte, wie sehr er seine beiden Enkel liebte. Aber dass er sein Haus und seinen Laden für seine Familie und die zukünftigen Generationen gebaut habe. Er sagte, wir schuldeten es Elbow, Capozzis Market weiterzuführen, weil der Laden für die Stadt die Hoffnung symbolisiere, auch in schweren Zeiten durchzuhalten.«

»Ich verstehe trotzdem nicht, warum er ihn an Joe weitergab.«

»Geduld, das kommt gleich. Also in dem Moment wandte er sich mir zu. Die ganze Zeit hatte er viel gehustet und schwer geatmet, aber dann sagte er mit glockenklarer Stimme: ›Davy, ich liebe dich, mein Junge. Ich habe etwas Geld, das ich dir geben will. Aber seien wir ehrlich, du wirst nie Kinder haben.‹ Dann wandte er sich an Joe und sagte: ›Versprich mir eines, Joe junior, versprich mir, dass du den Laden übernimmst, dass du ihn in meinem Sinne weiterführst und dem Namen Capozzi Ehre machst, damit nie wieder jemand diese Familie in Zweifel zieht. Und eines Tages wirst du den Laden deinen Bambini übergeben. Versprich mir das.‹ Im Zimmer wurde es mucksmäuschenstill. Sogar Großvaters Keuchen hatte aufgehört. Ich dachte nur: Bitte sag nicht ja, du willst doch Fotojournalist werden und in der Welt umherreisen . Doch Großvaters tränennasse Augen flehten ihn an. Und schließlich sagte Joe: ›Ja, Nonno, das verspreche ich.‹« Davids Stimme zitterte, doch er sprach weiter. »Und Großvater lächelte. Er hatte nie Nonno genannt werden wollen, und jetzt verstanden wir auch, warum. Er sagte: ›Ich danke dir, Joey‹, und schloss die Augen. Seine Tränen rollten zu den Ohren, und ich erinnere mich noch, wie Joe sie mit dem Daumen weggewischt hat. Und Joe weinte auch, und seine Tränen fielen auf Großvater. Kurz darauf war Großvater tot.«

Eine ganze Minute verstrich, vielleicht sogar mehr. »David, das war sicher ungeheuer schwer.«

»Wir hatten nie über mein Schwulsein gesprochen. Ich hatte es noch nicht einmal meinen Eltern erzählt. Doch Großvater hatte es gewusst, aber nie etwas gesagt. Er war immer liebevoll zu mir gewesen. Aber er wollte, dass dieser Laden von Generation zu Generation weitervererbt wird, und auf mich konnte er in der Beziehung nicht zählen. Aber so schwer das alles für mich war, für den armen Joe war es noch schwerer. Dieses Versprechen war wie eine Fessel um seinen Hals.«

»Er hat mir nie erzählt, wie alles gekommen war, nur, dass euer Großvater wollte, dass er den Laden übernimmt. Aber nicht, was das für euch beide bedeutet hat.«

»Joe hat sich nie beklagt und es einfach als seine Pflicht angesehen. Aus dem gleichen Grund hat er auch nie um Hilfe gebeten.«

Während David sprach, hatte ich kein Wort mitgeschrieben, doch nachdem wir aufgelegt hatten, notierte ich Folgendes: Grund für Internierung war Angst. Angst vor der Herkunft anderer. Angst vor dem Vaterland anderer. Paiges Herkunft, ihre Mutter, machte ihr Angst. Deshalb war sie weggegangen. In ihrem Brief hatte sie geschrieben, dass ihre Herkunft auch Joe Angst machte. Aber wovor genau hatten beide Angst gehabt? Und wie kann ich das herausfinden? David hat mir viel über Joe erzählt, aber wer kann mir etwas über Paige erzählen?

33. Kapitel

Als der Tag sich näherte, an dem die Kinder bei mir sein würden, kaufte ich Betten. Zunächst hatte ich überlegt, unsere Sachen von einer Umzugsfirma herbringen zu lassen, doch das war kostspieliger, als neue zu kaufen. Außerdem wusste ich im Grunde nicht, wohin die Reise ging. Würde ich hierbleiben? Das konnte ich mir schwer vorstellen. Aber nicht anders ging es mir bei dem Gedanken, ohne die Kinder zurückzukehren.

Ich ging in jeden Secondhandladen, den ich finden konnte, sah überall die gleichen Schmortöpfe, Waffeleisen, Horsd’œuvres-Platten und feuerfesten Schüsseln aus den sechziger Jahren. Doch ein Fundstück entlockte mir tatsächlich ein Lächeln: Eine Buzz-Lightyear-Lampe, die ich für Zach erstand. Für Annie fand ich einen kleinen gelben Schreibtisch und Regale. Bei Target kaufte ich eine Überdecke mit Dinosauriern, einen grünen Seersucker-Bettüberzug, passende Bettlaken und große Kopfkissen. Ich fuhr mit den Einkäufen zurück in meine Wohnung, froh über die schönen Schnäppchen, doch sobald ich zu Hause alles begutachtete, musste ich an ihre Zimmer bei Paige denken – größer als unsere Nicht-so-Gute-Stube in Elbow, inklusive Prinzessinnenbett –, und mein Herz wurde bleischwer. Callie und ich zogen noch einmal los, und während Callie angebunden in einem Stück Schatten wartete, begab ich mich auf die Suche nach einem coolen, billigen Knüller für die beiden – etwas, das sie begeistern würde. Und entdeckte es im Schaufenster eines Wohltätigkeitsladens: ein knallrotes Dreirad für Zach, und ein rosa Fahrrad für Annie, an dem vorn ein weißer, mit violetten Blumen verzierter Korb hing. Beides zusammen kostete nur vierzig Dollar. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Vielleicht war das ja ein Zeichen, dass der Wind sich gerade drehte.

Kurz bevor die Kinder kamen, machte ich mich daran, herrliche Küchendüfte zu erzeugen. Denn obwohl ich mein ganzes Budget für die vielen kleinen Extras ausgegeben hatte, würde die Wohnung Paiges Ansprüchen nicht genügen, und so sollte ihr zumindest der Duft aus der Küche verraten, dass ihre Kinder gut ernährt würden.

Um Punkt sechs klingelte es an der Tür. Das Herz schlug mir bis in die Ohren. Ich stellte die Kochplatte aus, öffnete die Tür und sank auf die Knie, um sie in die Arme zu schließen. Sie warfen mich um. Callie sprang auf uns drauf, und wir alle lachten.

Alle außer Paige. Sie lächelte bemüht, mit zuckendem Mundwinkel.

»Möchten Sie hereinkommen?«, bot ich noch auf dem Rücken liegend an.

»Nein. Aber danke. Ich muss gleich los. Annie, Zach, bekomme ich einen Kuss?« Zach sah mich an, stand dann zusammen mit Annie auf, und sie gaben ihr einen Kuss.

Paige sagte: »Wir sehen uns Sonntag«, und schon war sie weg.

»O meine süßen Lieblinge, ihr habt mir ja sooo gefehlt.« Ich drückte und küsste sie immer und immer wieder, sog den Duft ihrer Haare ein, ihres Nackens, ihrer Hände. Sie rochen anders, nach neuem Teppichboden und Klimaanlage und den künstlichen Jasmin- und Zitrusdüften von Macy’s. Ihr Terroir hatte sich verändert. »Erzählt mir, wie es euch geht. Erzählt mir alles!«

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