Taylor Caldwell - Der Herr der Erde

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Der Herr der Erde: краткое содержание, описание и аннотация

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Dschingis Khan – dieser mongolische Eroberer wurde zum Schrecken auch für das Abendland. Sein Leben ist die Geschichte eines Mannes, der unbeirrt, trotz fast unüberwindlich scheinender Hindernisse oder hoffnungsloser Situationen, seinen Weg ging, der gekennzeichnet war durch Härte, Grausamkeit, List und Klugheit. Dem Barbaren Dschingis Khan gelang es, Feinde zu Freunden zu machen, Freunde wiederum, die ihm im Wege waren, zu beseitigen und ohne Rücksicht auf Familienbande auch hier rücksichtslos sein Ziel zu verfolgen. Mit 51 Jahren war er der Beherrscher aller Mongolenstämme und ließ sich von ihnen zum Kaiser krönen. Mit großem dramatischem Schwung bändigt die Autorin den gewaltigen Stoff. Es ist Unterhaltung von Format – anschaulich, packend, psychologisch fesselnd, glänzend dargestellt und vorzüglich geschrieben.
Titel der amerikanischen Originalausgabe
THE EARTH IS THE LORDS
Deutsche Übersetzung von Gretel Friedmann.

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Sie sagte knapp: „Deine Schwester, die Gemahlin des Khans, möchte, daß du in ihre Jurte kommst.“

Er zog die Augenbrauen hoch, die wie zwei schwarze Schrägstriche verliefen. „Meine Schwester“, sagte er nachdenklich. Er grinste und stand mit erstaunlicher Behendigkeit auf. Jasai betrachtete ihn angeekelt. Die unverbildeten Mongolen fühlten sich von körperlicher Verunstaltung abgestoßen. „Was will sie von mir?“ fragte er nach kurzem Schweigen.

„Sie liegt in den Wehen“, antwortete die Alte und entfernte sich. Er stand allein in der Mitte seiner kleinen Jurte. Die Brauen zuckten über seinen Augen auf und ab und seine Lippen verzogen sich zur Andeutung eines Lächelns. Er hielt den Kopf gesenkt und schien merkwürdigen Gedanken nachzuhängen. Trotz seines verkrüppelten Wuchses, seiner unruhigen Augen und seines Lächelns war er sonderbar rührend. Er trat in das flammende Licht des Sonnenunterganges hinaus.

II

Die Schafhirten und Viehtreiber brachten ihre Ziegen- und Rinderherden ins Lager. Über ihnen zerstoben graugoldene Staubwolken und die flimmernde, gleißende Luft der Wüste hallte von ihrem heiseren Brüllen und schrillen Geschrei wider. Die Rinder klagten mit tiefen, traurigen Stimmen, als sie über die gewundenen Wege zwischen den schwarzen, kuppelförmigen Jurten galoppierten. Das Zeltlager war in der Nähe des Flusses Onon aufgeschlagen, und zu diesem gelbgrauen Wasser trieben die Hirten ihre Tiere. Nackte, braune Kinder spielten neben den Jurten im Staub, aber als die Herden donnernd näher kamen, kletterten sie auf die Karren und jubelten den Hirten zu, die inmitten der dröhnenden Hufe und des heißen Staubs liefen. Die Herden jagten wie Wahngebilde vorbei; da und dort zeichnete sich ein zurückgeworfener Kopf, ein Gewirr von Hörnern, ein Meer von Schwänzen, eine Masse von Tierleibern, ein Wald behaarter Beine ab, die in diesem aufwirbelnden, alles einhüllenden Staub vorbeijagten, der in dem unbarmherzig grellen Sonnenlicht glitzerte.

Ängstlich um ihre Kinder besorgte Frauen kamen an die Öffnungen der Jurten. Manche hatten ihre Säuglinge gestillt und ihre braunen Brüste hingen voll, schwellend und nackt herab. Sie mengten ihre schrillen Schreie und Drohungen in das Geschrei der Viehtreiber und das Brüllen der Herde. Andere tauchten mit Kupferkesseln und Holzeimern aus den Jurten auf, denn die Tiere mußten nach ihrer Rückkehr vom Fluß gemolken werden. Jetzt näherte sich eine weitere Hirtenschar mit wild ausschlagenden Hengsten und Stuten mit Fohlen, und die herumstreichenden Dorfbewohner retteten sich flink auf die Karren bei den Jurten. Man konnte den Angriff von Ziegen riskieren, aber nie den von Hengsten. Ihre wilden Augen glühten im Staub, ihre struppigen Leiber waren mit einer grauen Schicht überzogen. Die berittenen Hirten fluchten und brüllten und hieben mit langen Knüppeln auf die Tiere ein. Sie waren ungezügelter und wilder als die Hengste. Ihre Augen blitzten leidenschaftlich. Von ihren dunklen Gesichtern troff der Schweiß und ihre schwarzen Lippen waren vom Staub aufgesprungen. Das Getöse war ohrenbetäubend und der Gestank, stellte Kurelen naserümpfend fest, unerträglich.

Auf ihren kleinen, temperamentvollen arabischen Pferden folgten die Jäger, die ihre Beute vor sich auf die Pferde geworfen hatten: Hasen und Antilopen, Igel und Vögel und Füchse, Marder und anderes kleines Pelzgetier. Die Jäger jauchzten triumphierend, ließen ihre Pferde sich bäumen und herumschnellen, und wenn sie mit anderen zusammenprallten, lachten sie wie die Irren. Sie winkten mit ihren kurzen Schwertern und ihren Bogen, drückten ihren Pferden die harten Fersen in die Flanken und galoppierten im Kreis. Die Frauen hießen ihr kindisches Treiben nicht gut, und als die Jäger ihre Jurten betraten, wurden scheltende Frauenstimmen laut. Große purpurne Lagerfeuer begannen zwischen den Jurtenreihen aufzuglühen und flackernde Fackeln bewegten sich zwischen diesen Reihen, denn das weite Firmament über der Wüste tauchte jetzt rasch in abendliches Violett.

Die Herden waren vorbeigestürmt und Kurelen wagte sich aus einem kleinen Durchgang zwischen zwei Jurten hervor und begab sich zur größten Jurte, in der seine Schwester wohnte. Der grellgelbe Staub hing noch immer dick in der Luft und die schwarzen Zelte ließen sich nur unklar wie große Bienenschwärme, die unzusammenhängend im Nebel schwammen, ausnehmen. Die Lagerfeuer flammten hoch und lebhaft wie Fahnen und da und dort zuckten Fackeln in der Dämmerung auf. Die Stimmen klangen gedämpft, als kämen sie aus weiter Ferne. Kies und pulverisierte Erde unter Kurelens Füßen waren noch heiß von der Sonne und fühlten sich wie Samt an. Er blickte zum verblassenden Himmel auf. Im Westen, wo der Fluß zwischen graugrünen Grasbüscheln lief, bot sich ein einmaliges Bild. Der Himmel loderte in gebieterischer Unnahbarkeit. Wohl beleuchtete er den Westen, ließ jedoch die Erde im Dunkel. Der Horizont erstrahlte in blendendem, zuckendem Hellrot, und die meilenlange Kette der kleinen, schroffen, schwarzen Berge biß wie Zähne in die Luft. Über diesem gigantischen Pochen, das wie das Zucken eines ungeheuren Herzens aussah, schwangen Hunderte von Meilen breite blasse Flammenbänder, die sich in stummen, mächtigen Stürmen blähten, wie die Erde sie noch nie zu fühlen bekommen hatte. Darüber hoben sich ausgezackte Schleier von Grün und Gold und Rot und Grellblau zum Zenit, der die Farbe von Hyazinthen hatte. Und die Erde darunter lag dunkel und unfertig und wüst, verlassen und leer da, und die winzigen roten Feuerpunkte blinzelten in kläglicher Ohnmacht.

Kurelen blickte nach Osten. Hier schimmerte der endlose Himmel in verschwommenem, geisterhaftem Rosa. Darunter ließ sich violett der gigantische Schatten und Bogen der Erde erkennen, die sich wie ein Zelt der Nacht gegen das Firmament reckte, das ihr Spiegelbild zurückwarf. Und jetzt fielen die Winde über die Erde her. Sie stießen wie eine riesige, unsichtbare Herde aus dem Himmel und erfüllten sie mit dem Brüllen ihrer mächtigen Stimmen. Aber die tiefe Stille der Nacht über der Wüste Gobi wurde dadurch nur tiefer, nur unheimlicher. Jetzt war die Erde selbst zur Beute von Nacht und Winden geworden und verlor sich darin, und es gab nichts als den Westen mit seiner grauenhaften Pracht und seiner ewigen Einsamkeit.

Kurelen vergaß seine Schwester. Er verließ das Zeltlager und schritt durch die zunehmende Finsternis. Es war plötzlich bitterkalt geworden und ihn fröstelte unter seinem Ziegenfellumhang. Seine Augen funkelten in der Düsternis, als führten sie ein mißgünstiges Eigenleben oder spiegelten das sinkende Licht des westlichen Himmels. Er war allein. Tief zog er die sturmerfüllte Luft der dunklen Nacht ein. Jetzt war der Zenit mit dem hellen Flimmern leidenschaftlicher, eiskalter, drohender Sterne übersät. Allein stand er in Wind und Stille und dachte bei sich: Bis hierher ist die Habsucht des Menschen noch nicht vorgedrungen. Hier klingt kein verdammter Menschenschritt auf, kein Atem besudelt die Nacht. Hier gibt es Sterne und die Erde und dazwischen nur den Wind und mich!

Im weitab liegenden Lager hatte in einer der Jurten ein Flötenspieler sein Instrument angesetzt. Urplötzlich zerschnitten ergreifende, süße Töne die grenzenlose Nacht über der Wüste Gobi. Ungestüm, wütend und einsam entfachte die Melodie ein schmerzliches Feuer in der Brust. Kurelen fühlte, wie ihm das Herz abwechselnd eng und weit wurde, bis sein ganzes Sein in unerträglichem Schmerz und bitterer Sehnsucht pochte. Und doch brachte dieser Schmerz ein Gefühl von Erhabenheit und Frieden, das gleichzeitig Qual und Lust bedeutete. Tränen rollten über seine hageren Wangen. Er spürte ihren salzigen Geschmack auf den Lippen. Hier mußte er sich nicht mit Spott gegen die Ungeheuerlichkeit des Lebens wappnen. Er hatte dem Dorf den Rücken zugewandt und sah die kleinen zuckenden Flaggen der Lagerfeuer nicht. Er sah nichts als den Osten und den dunklen, gleitenden Schatten der Erde.

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