Albert T. Fischer - Die Seeweite

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Der Roman spielt im schweizerischen Mittelland, vorwiegend in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, leuchtet aber auch in seine leid- und gewaltvolle erste Hälfte. Er erzählt von den enormen Umbrüchen einer bisher scheinbar heilen Gesellschaft.
Geschildert werden die Familiengeschichten von 'Nachbarn' – in ihren Strukturen und ihrem beruflichen Wandel wird klar, wie die Neuerungen der Zeit ihren Weg bis in das letzte Dorf in die einzelnen Biografien der Menschen hinein finden.
Liebe und Leid, Eifersucht und Hoffnung; Aus diesem Garn sind viele der Fäden gesponnen, die Leo Buss bei einem Rehaaufenthalt in die Hand gedrückt werden mit dem Auftrag: 'Kümmere dich darum'. Geduldig fädelt Buss einen faden nach dem anderen auf, sortiert, legt, überblickt und staunt. Die gesamte Bandbreite menschlicher Existenz findet in den Einzelschicksalen ihren Niederschlag. Ein grosses Sittengemälde bis in unsere Tage.

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Niemals, niemals erwähnte der inzwischen 63-jährige Jakob seine heimliche Gespielin Cecile – seit 15 Jahren. Inzwischen war alles ein wenig gelassener geworden. Noch immer waren Jakob und Martina ein gutes Paar, und auch die Sache mit der erträumten Cecile war etwas in die Jahre gekommen, was er durchaus bedauerte. Vielleicht, wenn Marcel und Charlotte es geschafft hätten, wären sie sich hin und wieder begegnet. Das hätte ihm gut getan oder auch nicht, fiel ihm ab und zu ein. Manchmal befiel ihn eine leichte Wehmut, wenn er an Cecile dachte. Aber er liebte Martina durchaus. Martina war ihm immer eine gute und liebe Frau gewesen.

Warum konnten es die jungen Leute nicht auch so halten, grübelte Jakob in der Nacht nach jenem Tag, an dem sich Waldemar Gretler erschossen hatte.

Die äusserlich lächerlich harmlose und doch konsequent verheimlichte Geschichte mit Cecile begann im September 68 an der Hochzeit ihrer Tochter Charlotte mit Marcel Amrein. Sie waren sich zwar schon ein paar Monate zuvor am Tag der Verlobung der jungen Leute begegnet, aber viel Zeit, sich kennen zu lernen, war damals nicht geblieben. Jakob gefiel die mit 42 Jahren ohnehin noch junge, aber auch völlig unverbraucht wirkende Frau mit dem leicht französischen Akzent. Obwohl er ein wenig Französisch sprach, wich er der Anstrengung entschieden aus. Ihr Schweizerdeutsch war nicht nur schnell und gut, sondern auch so wunderbar welsch. Ihren Augen sah man an, dass sie gerne und viel lachte, und das tat sie auch jetzt, an diesem Hochzeitstag, als die Welt noch so war, wie Jakob sie eigentlich schon immer haben wollte.

Geschmückt mit roten Nelken am Revers zog die kleine Gesellschaft bei Glockengeläut und Orgelspiel in die alte Kirche des Städtchens im Luzerner Hinterland. Der Geistliche stellte die wichtigen Fragen, las die Traugebete und sprach sowohl «was Gott gebunden, soll der Mensch nicht trennen» als auch «so seid ihr Mann und Frau, bis dass der Tod euch scheidet». Die beiden Mütter waren sichtlich gerührt, und alle knieten nieder, als der Priester mit der Messe begann. Seit dem Konzil des beliebten, für Millionen von Katholiken und anderen Christen allzu früh verstorbenen grossen Papstes Johannes konnte jedermann die Gebete verstehen und zur Kommunion durften auch alle gehen, selbst die mit vollem Magen, solange sie den richtigen Glauben hatten. Die Predigt handelte vom Glück, das es zu schmieden gelte, vom Segen Gottes für die Menschen guten Willens und von der Liebe, die nur im Glauben ihre wirkliche Tiefe finde.

Cecile hatte schon lange keine Kirche mehr betreten. Nicht weil sie irgendeine ablehnende oder gar feindselige Einstellungen hatte, sondern aus purer Unbekümmertheit. Die Kirche schien ihr nicht mehr wichtig. Während der ganzen Messe war sie in Gedanken durch ihre Vergangenheit gereist, ihre Kindheit und ihr Leben mit Charlotte. Dazwischen hatte es fast nichts gegeben.

Cecile hatte ihre Tochter beinahe alleine, das heisst mit Hilfe der Grosseltern im Seeland – das nicht zu verwechseln ist mit unserer viel nördlicher gelegenen Seeweite – in der Nähe von Murten aufgezogen. Der leibliche Vater von Charlotte, ein polnischer Soldat, Internierter aus dem Lager von Aarberg, war 1945 mit seiner Truppe weggezogen, ohne zu wissen, dass Cecile guter Hoffnung war, wie man damals so schön sagte. Die Suche nach ihm brachte nichts, der Krieg war zu Ende, die Grenzen offen, die Welt roh. Das war für Ceciles Eltern beinahe weniger erträglich als für die junge Mutter. Sie erlebten «die Sache» als Schande und fühlten sich im Dorf dem Spott preisgegeben. Cecile hingegen war vor allem sehr traurig und machte daraus nach und nach eine masslose Wut gegen alles, was nach Mann aussah. Im Grunde aber blieb sie eine frohmütige junge Frau und liess sich nicht unterkriegen. Charlottes Grossvater murrte zwar lange Zeit und verfluchte die rufmordende Geschichte, aber er freute sich schliesslich doch, genau wie seine Frau, eine fröhliche, aber strenggläubige Fribourgeoise, über das hübsche, gesunde, pflegeleichte und stets hungrige Bébé – im Alltag sprach Ceciles Familie Französisch.

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