Eva Reichl - Mühlviertler Rache

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Ein Toter auf den Bahngleisen zwischen Freistadt und Summerau gibt Oskar Stern und Mara Grünbrecht vom LKA Linz Rätsel auf. Der Mann war offenbar an die Schienen gefesselt worden, der heranrasende Zug erledigte den Rest. Doch was hat das Opfer getan, dass es einen derart grausamen und theatralisch inszenierten Tod verdiente? Als seine Identität geklärt ist, haben Chefinspektor Stern und sein Team bald mehr Verdächtige, als ihnen lieb ist: Denn der Tote war Scheidungsanwalt.

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»Wir haben neben der S10 einen Aktenkoffer gefunden. Wenn er dem Toten gehört, können wir ihn damit identifizieren«, sagte Stern wie beiläufig, um wieder auf sicheres Terrain zu gelangen.

»Wie, gefunden?« Anscheinend hatte Stern nun Grünbrechts Interesse geweckt, da sie ihr Schweigen brach. Ein Schweigen, das ihn hätte bestrafen sollen, weil sie sich um Melanie hatte kümmern müssen. Oder weil sie ihn als Raben-Opa betrachtete, da er die Kleine allein im Büro gelassen hatte. Doch nach Sterns Meinung war eine Zwölfjährige mit einem Handy alles andere als allein. Sie hätte ihn ja anrufen können, wenn sie das Bedürfnis danach gehabt hätte. Oder wenn sie wirklich in Not geraten wäre, hätte sie bloß laut zu rufen brauchen. Das ganze Landeskriminalamt war voller Polizisten.

»Ich hab ihn gefunden, weil ich mal gemusst hab«, platzte Tobias heraus.

»Tobias!«, rügte Melanie ihren Bruder. Sie empfand es in Gegenwart einer Außenstehenden als peinlich, über die Bedürfnisse des Körpers zu sprechen.

»Du hast was gemusst?«, hakte Grünbrecht nach. Da sie noch keine Kinder hatte, verzieh ihr Stern die lange Leitung, auf der sie anscheinend stand.

»Pipi und …«

»Tobias!«, riefen Stern und Melanie im Chor. Schließlich befanden sie sich in einer Pizzeria, und die anderen Gäste am Nachbartisch schauten schon, da der Neunjährige nicht gerade leise redete.

»Oh! Klar.« Grünbrecht überging die Peinlichkeit und sah Tobias an. Stern hingegen würdigte sie keines Blickes. Sie redete nur mit dem Jungen. »Echt toll, dass du den Aktenkoffer gefunden hast! Und wo war das?«

»Neben der Schnellstraße«, erzählte Tobias bereitwillig. »Opa hat mich über die Leitplanke klettern lassen, und da bin ich dann hinter das Gebüsch, und dort ist er dann gelegen. Ich hab nur einen Kugelschreiber und das Feuerzeug mitgenommen, und weil wir schon so spät dran gewesen sind, hab ich dann vergessen, Opa davon zu erzählen, was sonst noch so alles dort rumgelegen hat. Außerdem ist Opa nicht für den Müll anderer Leute zuständig. Erst in seinem Büro hat Opa den Kugelschreiber gesehen und von mir wissen wollen, wo ich den herhab, und ich hab es ihm dann erzählt.« Tobias streckte die Hände von sich, als läge der Rest klar auf der Hand. Das tat er auch, trotzdem ergänzte Stern: »Wir sind noch mal hingefahren und haben den Koffer geholt. Die Kollegen untersuchen ihn gerade auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren.«

»Aber wieso liegt der Koffer des Toten – wir nehmen jetzt mal an, dass er tatsächlich unserem Opfer gehört –, also warum liegt der Koffer in Fahrtrichtung Freistadt und nicht in der entgegengesetzten Richtung?«, flüsterte Mara Grünbrecht Stern zu, weil es ihr unangenehm war, neben den Kindern offen über den Fall zu sprechen. Außerdem schien sie vergessen zu haben, dass sie sauer auf ihn war und nicht mit ihm reden wollte. »Wenn der Täter ihn mitgenommen hat, um die Identität des Opfers zu verschleiern, und er ihn aus dem Wagen geworfen hat, müsste er dann nicht in Fahrtrichtung Linz liegen?«

»Daran habe ich auch schon gedacht«, antwortete Stern genauso leise und sah, dass seine Enkel wieder mit ihren Handys beschäftigt waren. Dieses Mal wollte er sie deswegen nicht rügen. Er war froh, weil Grünbrecht und er dadurch den Fall diskutieren konnten. »Vielleicht ist der Täter noch einmal zurückgekehrt und wollte sehen, wie der Zug die Angelegenheit für ihn erledigt hat. Vielleicht hat er aber auch bloß seine Meinung geändert und zusehen wollen. Oder er hat etwas am Tatort vergessen und musste deshalb zurück.«

»Dafür gibt es viele Möglichkeiten.« Grünbrecht nippte nachdenklich an ihrem Mineralwasser.

Der Kellner kam und fragte nach Sterns Wünschen. »Eine Salamipizza für den jungen Sheriff und für mich bitte eine, auf der von allem etwas drauf ist. Außer Gemüse. Und ein Bier, bitte. Tobias, was magst du trinken?«

Der Junge sah nicht einmal von seinem Handy auf. »Eine Cola.«

»Und eine Cola, bitte«, wiederholte Stern.

»Mama erlaubt nicht, dass wir Cola trinken«, mischte sich Melanie ein. Stern blickte auf das Glas seiner Enkelin, in dem eine einsame Zitronenscheibe am Boden austrocknete, und sagte: »Heute schon!«

»Dann will ich auch eine Cola haben!« Melanie lächelte ihren Großvater erwartungsvoll an. Der hob die Hand und deutete mit zwei ausgestreckten Fingern in Richtung des Kellners: »Zwei Cola, bitte.«

Die Kinder grinsten einander an. So schlecht war es beim Opa gar nicht, schienen sie zu denken, und dasselbe dachte auch Stern. Mit sich und der Welt zufrieden wandte er sich wieder Grünbrecht zu.

»Nehmen wir mal an, dass der Koffer unserem Toten gehört hat, einem gewissen Dr. Jonas Belfuss, Rechtsanwalt in Freistadt, dann sollten wir zuerst seine aktuellen Fälle durchgehen, ob jemand Grund zur Rache gehabt hat.«

»Und natürlich sehen wir uns das familiäre Umfeld an. Bei der Mehrzahl aller Verbrechen handelt es sich um Beziehungstaten«, ergänzte Grünbrecht.

»Also, die Ehefrau möchte ich sehen, die ihren Mann auf diese Weise tötet. Frauen greifen doch eher zu ›sauberen‹ Methoden wie Gift zum Beispiel, als dass sie so ein Blutbad anrichten.«

»Frauen töten vielleicht anders …« Das Erscheinen des Kellners ließ Grünbrecht mitten im Satz innehalten. Der Kellner servierte die Pizzen für Stern und Tobias und verschwand wieder. Stern, der erst jetzt bemerkte, wie hungrig er war, schnitt ein großes Stück ab und steckte es sich in den Mund. Grünbrecht nutzte die Gelegenheit, um ihre Gedanken loszuwerden. »Auf alle Fälle ist es ein Verbrechen aus Leidenschaft gewesen. Oder Rache. Der Täter wollte, dass das Opfer leidet, bevor es stirbt. Zwar sollte es keine körperlichen Qualen erleiden, aber seelische.«

»Da haben Sie recht«, schmatzte Stern.

»Opa hat gesagt, ich bekomme einen Sheriffstern«, unterbrach Tobias das Gespräch der Erwachsenen und sah freudestrahlend von einem zum anderen.

»Toll«, meinte Grünbrecht und nahm einen Schluck Mineralwasser aus ihrem Glas. »Also bist du unser Hilfssheriff, verstehe ich das richtig?«

Tobias lachte. »Na klar!«

»Und du? Was machst du?«, fragte Grünbrecht Melanie.

»Ich interessiere mich nicht für die Toten«, antwortete die Zwölfjährige und legte ihr Handy beiseite. »Ich möchte mal in der Werbung oder in einem Zoo arbeiten. Ich weiß es noch nicht so genau.«

»Melanie liebt Meerschweinchen, aber Mama kauft ihr keines«, platzte Tobias mit vollem Mund heraus. »Sie sagt, das Meerschweinchen würde bei Melanie elendig verhungern.«

»Würde es nicht!«, fauchte Melanie.

»Würde es doch.« Tobias steckte sich ein weiteres Stück Pizza in den Mund und freute sich, dass es ihm gelungen war, seine Schwester zu necken.

»Du bist gemein«, zischte die ihm zu, bevor Grünbrecht eingriff, was eigentlich Sterns Sache gewesen wäre. Doch der hatte den Mund voll.

»Streitet euch nicht! So ein Haustier ist eine coole Sache. Ich hab einen Kanarienvogel gehabt, als ich in eurem Alter gewesen bin.«

»Echt?« Melanies Augen leuchteten und Grünbrecht nickte.

Indessen hatte Stern seinen Teller leer gegessen und machte sich über die Reste von Tobias’ Pizza her, was ihm einen prüfenden Blick von Grünbrecht im Hinblick auf seine Leibesfülle einbrachte, die zugegeben ein bisschen zu ausladend war. Doch davon ließ sich Stern nicht beirren. Während die Gruppeninspektorin die Vorzüge der Haltung eines Kanarienvogels gegenüber der eines Meerschweinchens erläuterte, aß er zu Ende und spülte mit dem letzten Schluck Bier den Mund aus. Dann warf er einen Blick auf die Armbanduhr. Es war bereits nach acht. »Es ist ein langer Tag gewesen. Die Kinder müssen ins Bett.«

Grünbrecht kramte in ihrer Tasche nach der Geldbörse.

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