Eva Reichl - Mühlviertler Rache

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Ein Toter auf den Bahngleisen zwischen Freistadt und Summerau gibt Oskar Stern und Mara Grünbrecht vom LKA Linz Rätsel auf. Der Mann war offenbar an die Schienen gefesselt worden, der heranrasende Zug erledigte den Rest. Doch was hat das Opfer getan, dass es einen derart grausamen und theatralisch inszenierten Tod verdiente? Als seine Identität geklärt ist, haben Chefinspektor Stern und sein Team bald mehr Verdächtige, als ihnen lieb ist: Denn der Tote war Scheidungsanwalt.

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»Untersuchen Sie ihn!«, befahl Stern dem Sanitäter. »Herz, Kreislauf, alles, was dazugehört. Ich will, dass Sie alles an ihm checken. Sogar den kleinen Zeh!«

»Aber Opa, mir fehlt gar nichts«, widersetzte sich Tobias den Anweisungen des Großvaters und sprang von der Trage herunter.

»Das weißt du doch gar nicht«, erwiderte Stern und verfrachtete seinen Enkel zurück in den Rettungswagen. Zumindest war er dort für die nächsten Minuten sicher und es war gewährleistet, dass er nicht auch noch die fehlende abgetrennte Hand fand. »Du lässt dich jetzt von dem netten Herrn untersuchen und danach fahren wir auf ein Eis.«

»Versprochen?«, quiekte Tobias aufgeregt. Zuerst eine Leiche und dann ein Eis – das war der Jackpot für den Neunjährigen! Freudig streckte er seinem Großvater die Hand entgegen.

Der schlug ein und sagte: »Versprochen!« Danach wandte er sich ab und überließ Tobias dem Sanitäter, der sich sofort um den Jungen kümmerte.

Stern ging zurück zu Mara Grünbrecht und jener Stelle, an der Tobias den Kopf des Opfers gefunden hatte. Nun steckte er in einem Plastikbeutel und sah aus wie ein Dekorationsstück aus der Geisterbahn des Wiener Praters.

»Der gehört zweifellos unserem Mann«, sagte Grünbrecht.

»Natürlich gehört er dem Opfer. So viele Kopflose wird es hier im Mühlviertel ja wohl nicht geben«, brummte Stern, nicht ahnend, wie falsch er damit lag.

2. Kapitel

Chefinspektor Oskar Stern lenkte den Audi A6 auf der Leonfeldner Straße zurück nach Linz, auf der Rücksitzbank saßen seine beiden Enkel. Beide waren gutgelaunt, und Tobias erzählte Melanie alles, was sich vor gut einer Stunde zugetragen hatte. Die Zwölfjährige hatte aufgrund eines Handyspieles nicht viel von Tobias’ Fund mitbekommen und lauschte gespannt den aufgeregten Worten ihres Bruders.

Stern hatte Tobias ein Eis versprochen, und dieses Versprechen wollte er nun einlösen, am besten im Café Jindrak am Pöstlingberg. Anschließend ging es zum Zwergerlschnäuzen in die Grottenbahn. Das war bestimmt gut für die Kinder. Denn warum der Neunjährige derart gute Laune versprühte, war dem Chefinspektor noch immer ein Rätsel. Der Anblick des Kopfes hätte ihn eigentlich traumatisieren müssen, war sich Stern sicher. Wie es aussah, reagierte Tobias nicht wie ein normales Kind auf Derartiges. Der Junge hatte ihn sogar gefragt, ob er ein Foto von dem Schreckgespinst aller Kinder machen dürfe, was Stern natürlich abgelehnt hatte. Heutzutage posteten die Kids doch alles auf Twitter oder Instagram. Da fehlte es ihm noch, dass, bevor die Kriminalpolizei wusste, wer das Opfer war, eines seiner Körperteile die Runde in den sozialen Netzwerken machte.

Endlich erreichten sie die Landeshauptstadt. Der Audi erklomm gemächlich den Pöstlingberg, der sich über das linke Donauufer von Linz emporhob. Wie jedes Mal, wenn Stern hierherfuhr, genoss er die Aussicht über die Stadt und die Umgebung. Tobias quäkte aufgeregt am Rücksitz, dass Stern sich beeilen solle, da er endlich in der Grottenbahn eine Runde auf dem Rücken des Drachen, an den Zwergen vorbei, drehen wolle, doch der Chefinspektor ließ sich nicht drängen. Er parkte den Wagen gut hundert Meter unter der Basilika zu den Sieben Schmerzen Mariä, der barocken, römisch-katholischen Pfarr- und Wallfahrtskirche auf der Kuppe des Pöstlingbergs. Dann stieg er gemächlich aus und spazierte zu der Aussichtsplattform. Tobias hüpfte aufgeregt neben ihm her, Melanie hingegen wirkte eher gelangweilt. Weder konnte sie die Aussicht auf Linz beeindrucken, auf das Kunstmuseum Lentos, das Ars Electronica Center oder die Donaulände, welche ergeben zu ihren Füßen lagen, noch jene auf den Besuch der Grottenbahn. Für Zwerge und Märchen sei sie zu alt, hatte sie während der Fahrt mehrmals bekundetet, was an Sterns Plänen jedoch nichts geändert hatte. Die Kinder brauchten einen Gegenpol zu dem eben Erlebten, redete er sich ein, und da war die Linzer Grottenbahn genau das Richtige. Mit ihrer Märchenwelt in einem der Befestigungstürme des Maximilianischen Befestigungsrings der Stadt und dem elektrisch betriebenen Zug in Drachengestalt, der durch den äußeren Ring des Wehrturms fuhr, vermochte sie jedes Kinderherz zu begeistern.

»Komm, Opa! Lass uns endlich das Eis essen und dann in die Grottenbahn gehen!«, forderte Tobias Sterns Versprechen vehement ein.

»Das machen wir ja gleich«, sagte Stern lachend und löste seinen Blick von der wunderbaren Aussicht über die Landeshauptstadt. Er folgte seinen Enkelkindern zum Café Jindrak, zu dem sie den Weg bereits kannten. Diese Attraktion hier oben auf der Spitze des Pöstlingberges besuchten sie jedes Jahr. Bei diesen Gelegenheiten kamen sie allerdings mit der Pöstlingbergbahn her, einer der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt, die vom Linzer Hauptplatz direkt herauffuhr.

Vor dem Eingang des Cafés warteten die Kinder. Stern zog für sie die Tür auf und ließ sie ein. Sie setzten sich auf die gemütliche Sommerterrasse und bestellten einen Bananensplitt, einen Früchtebecher und einen Eiskaffee.

»Erzähl noch mal, wie hat er ausgesehen?«, fragte Melanie zum wiederholten Mal ihren Bruder. Wahrscheinlich bereute sie es längst, dass sie wie üblich auf ihr Handy geglotzt hatte und dadurch das wahre Leben an ihr vorbeigezogen war wie Nebelschwaden, die man nicht aufzuhalten vermochte. Stern hingegen würde gern mal das Thema wechseln. Er rechnete noch immer mit einem spät einsetzenden Schock bei seinem Enkel.

»Er hat mich angestarrt, als wäre ich der Geist und nicht er«, sagte Tobias mit monotoner Stimme, um es spannender für seine Schwester zu machen. Sein Körper war jedoch derart vollgepumpt mit Adrenalin, dass es ihm offensichtlich schwerfiel, ruhig zu sitzen. Er rutschte auf dem Stuhl hin und her und wusste nicht, wohin mit den Händen. Er war ständig in Bewegung. »Er hatte die Augen so weit aufgerissen.« Tobias deutete die Größe der angesprochenen Organe an und versuchte, den Blick des Opfers zu imitieren. Dabei formte er den Mund zu einem entsetzten »Oh« und verharrte derart eine Weile.

»Und du hast ihn dir echt angesehen?« Melanie wollte nicht glauben, was ihr Bruder ihr erzählte. Es war nicht zu erkennen, ob sie Bewunderung für ihn hegte oder Abscheu, weil er sich dermaßen für den abgetrennten Kopf eines Menschen begeisterte.

»Ja, hab ich.« Tobias strahlte.

»Du bist echt krank!«, stieß Melanie angewidert aus, lachte aber.

Das Eis wurde serviert und Tobias rammte seinen Löffel so brutal in die oberste Eiskugel, dass Stern Angst bekam, der Junge könnte vielleicht doch einen Schaden durch die Sache erlitten haben. Dann würden keine Zwerge mehr helfen, kein Drachenzug und ebenso keine Märchen. Melanie pickte zuerst die Obststücke aus ihrer Schale und Stern schlürfte seinen Eiskaffee mit dem Strohhalm, ohne die Kinder aus den Augen zu lassen.

»Wenn ich das meinen Freunden erzähle …«

»Oh, oh, oh, warte!« Stern hätte sich fast am Eiskaffee verschluckt. »Du darfst niemandem davon erzählen. Das ist Teil einer laufenden Ermittlung …«

»Aber Opa! Da ist endlich mal was los und ich darf nicht darüber reden? Das kann nicht dein Ernst sein!« Das Adrenalin schien schlagartig aus Tobias’ Körper zu weichen wie die Luft aus einem zerplatzten Luftballon. Der Junge ließ die Schultern hängen und sah seinen Großvater enttäuscht an.

Mist, fluchte Stern innerlich. Wie alle Großeltern ertrug er es nicht, wenn eines seiner Enkelkinder traurig war oder ihm ein Wunsch verwehrt blieb. Natürlich ein vernünftiger Wunsch, wobei die Definition von vernünftig zwischen Großeltern und Eltern noch nicht ausjudiziert war. Weshalb sonst stopften so viele Omas und Opas ihre Enkelkinder mit allerlei Süßigkeiten voll, dass sich die Eltern der Kinder oftmals grün und blau ärgerten? Genauso war es mit den Regeln, die die Eltern zu Hause aufstellten und mühevoll bei den Kindern durchzusetzen versuchten, die aber beim Überschreiten der Schwelle in das Heim der Großeltern außer Kraft traten, als durchschritte man ein Tor in eine andere Welt. Um diesem Schema voll und ganz zu entsprechen, fragte Stern: »Willst du noch ein Eis haben?«

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