Christof Wackernagel - Traumprotokolle
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– ich decke mit einem anderen auf einem größeren Platz die Wahrheit ab, die ein größerer, Plastik- oder Gummi-artiger Klecks von etwa einen Meter Durchmesser ist, den man abziehen kann, und dann ist sie aufgedeckt, aber insgesamt wird es auch nicht viel klarer dadurch, und dann findet eine lange vorbereitete Veranstaltung vom Schriftstellerverband mit dem Thema »Widerstand und Bewegung« endlich statt, es ist eigentlich nur eine ganz kleine, spießige Bochumer Veranstaltung, aber es ist rappelvoll, man kommt kaum zwischen den Leuten durch; ich habe keinen Text von mir, noch irgendetwas anderes dabei, das ich vortragen könnte, Sabine fängt schon mal an und spielt etwas im Saal, während ich noch im Vorraum bin, nachdem ich nochmal rausgegangen war und gerade noch rechtzeitig zurückgekommen bin, als sie anfängt, schon zum Publikum spricht, während ich am Platz des Auftritts stehe und überlege, was ich denn sagen soll, und erwäge, ganz einfach frei zu sprechen, mal richtig zur Sache zu kommen und das dann »Über Klartext« zu nennen, ganz klar die Dinge beim Namen zu nennen und unumwunden zu sagen, was und wie verbrecherisch alles ist und zwar koste es, was es wolle, da kommt ein anderer Kollege rein, der da auch mitmacht und sofort beginnt, sich für seinen Auftritt umzuziehen, aber mir vorher noch seine CD auf den Tisch wirft, die ich offensichtlich kaufen soll und die ich nehme und mir anschaue, aber als Erstes sehe ich, dass unten steht: »Für Freunde 90 Cent pro Minute«, es sind aber insgesamt fünfzig Minuten, also fast fünfzig Euro, weswegen ich ihn frage, wie er das begründet, wozu er den Kopf schüttelt und sagt: »das geht nicht anders!«, er bekomme das auch, weil alles so teuer sei, und dann erzähle ich ihm, dass ich frei sprechen will, sozusagen neben mir stehen will und so deutlich wie möglich alles sagen, was man sonst immer nur umschreibt, aber er sagt: »das würde ich nicht machen«, zeigt, seine Umzieherei unterbrechend, mit dem Finger irgendwohin neben mich und fährt fort: »das steht ja da geschrieben«, woraufhin ich frage: »wo?«, aber er wegwerfend antwortet: »ja, bei mir irgendwo!«, was er so lässig ausruft, dass ich lache, woraufhin er sagt: »ja, stimmt, das gilt natürlich nicht für dich, weil es sich bei mir aufs Autofahren bezieht, ich würde mich sonst zu Tode rasen«, und dann stelle ich mir vor, dass Leute, die hören, was von mir gesagt wird, das nach unten verlängern und festmachen, mit Seilen oder Schnüren am Boden fixieren und dadurch seine Wirkung entschärfen, und obwohl die Vorstellung schon läuft, gehe ich nochmal raus und unten am Fluss entlang, unter den hohen Bäumen, die am Flussufer stehen • großes Treffen der gesamten ehemaligen Rote-Armee-Fraktion-Mitglieder beim Bundeskriminalamt mit den ehemaligen Fahndern mit Essen und Trinken und allgemeinem Quatschen und Machen und Tun, sowohl im Souterrain des BKA als auch auf der Wiese davor sitzt man in Grüppchen am Tisch oder auf dem Boden und quatscht, alles ist voller Mikrofone, mit denen jedes Wort dieses historischen Treffens aufgezeichnet wird, alle fühlen sich wichtig, finden es aber auch witzig, alles ist voll mit Maschinenpistolen und schwer bewaffneten zum Teil vermummten Sondereinsatzkommando-Leuten, die drumrum patrouillieren, man tauscht erstmal nur Eingangsfloskeln aus und unterhält sich angeregt über die Unmengen von zum Teil uralten Postkarten, die gesammelt wurden und werden, auch welche von Franz Josef Strauß, der auch zu dem Treffen gekommen ist, und man unterhält sich darüber, wer wie wo wann was geschrieben hat, und einer vom BKA, der aussieht wie Udo Fischer, hält die Begrüßungsansprache, man versteht aber nichts, es ist nicht klar, was er sagt; es ist schon das zweite Treffen dieser Art, das letzte Mal mit weniger Leuten, wobei ich aber auch schon Postkarten gesammelt hatte, die ich in dem Kunstprojekt mit Sigrid aus dem Norden eingebracht habe und die damit längst ins Museum gewandert sind; man kann nach dem Treffen Kisten und Unterlagen mitnehmen, so viel man will, und die Hauptfrage ist: »warum hat sich die RAF aufgelöst?«, was weder die RAFler noch die BKAler erklären können, es wird fast wie früher danach gefahndet, wobei kurz sowohl von den RAF-Leuten mit den BKA-Leuten als auch von den BKA-Leuten mit den RAF-Leuten echte verhörartige Situationen entstehen, bei denen aber nichts, nicht das geringste bisschen herausgefunden wird, es gibt auch mehrere andere Ansätze, etwas zu bequatschen, man kommt aber nicht dazu, und dann kommt eine Delegation von ganz jungen Typen rein und ich sage zu Stefan, dass der ganz lockere, ziemlich junge Typ von denen der oberste Chef der Bundeswehr ist, den ich beim letzten Treffen kennen gelernt und mit dem ich ziemlich viel gekifft habe, was Stefan mir nicht glaubt, und der Typ, der aussieht wie Udo Lindenberg, gibt erstmal keine Wiedererkennungszeichen von sich, kommt aber dann zu uns und setzt sich an unseren Tisch, wo wir gerade große Kuchenstücke essen; es ist nur das Waschbecken benutzbar, aber da sind irgendwelche Sicherheitsmaßnahmen des BKA in Kraft, und am Rande des Gartens sehe ich Gert auf dem Fahrrad kommen, der ein riesiges Buch, mindestens doppelt so groß wie mein »es«, dabei hat, das erstmal von einer SEK-Patrouille kontrolliert wird, was Gert lächelnd über sich ergehen lässt, ich will ihm entgegenkommen und auch helfen, da ist er aber schon da und passiert gerade eine Durchleuchtungskontrolle, was ich von weiter hinten sehe und zuschaue, aber dann das dicke Buch von ihm in Empfang nehme, und ich sage den BKA-Leuten, sie sollten doch die Steine und Gesteinsbrockensammlungen aus dem Zusammenhang auch mitbringen, nicht nur die Postkarten, und die Behälter reichen alle gar nicht, um die ganzen Postkarten und anderen Sachen alle aufzubewahren und zusammenzustellen • ziehe vorübergehend in eine Wohnung am Hang in Stuttgart, wo eine Familie mit erwachsenen oder fast erwachsenen Kindern lebt, stelle meine Sachen in meinem Zimmer ab und setze mich mit diesen Kindern schon mal an den Tisch auf der Veranda mit Blick auf Stuttgart, dessen Tal sich fast bis zum Horizont erstreckt, und wir besprechen, wie das Zusammenleben so laufen wird, wobei ich sage: »ich kann noch nicht genau sagen, wie es gehen wird; ich kann dort arbeiten, ich kann hier arbeiten, je nachdem, es wird also auf ein Sowohl-als-Auch rauslaufen«, und die eine Tochter, eine ein bisschen nachdenklich-philosophische wie Maryam Sangaré, sagt: »also nie ganz ankommen?« – »nie ganz ankommen und nie ganz wegkommen!«, sage ich daraufhin, und betone, es sei ein philosophischer Irrtum, zu glauben, es gebe so etwas wie »Heimat«, und der Freund von ihr ist sehr skeptisch gegenüber dem, was ich da sage, weshalb ich noch eins draufsetze und sage: »es ist auch ein Irrtum zu glauben, dass es Liebe gibt«; ich esse gerade Cornflakes und setze mich an den Rand der Straße, die unter dem Haus entlangläuft vor diesen Hangbefestigungsmauern aus dunklem Naturstein vor diesem weitläufigen Balkon mit seinem wunderschönen Blick über das riesige Stuttgart mit seinen schönen Häusern unter dem schönen blauen Himmel, und dann kommt ein Typ über die Straße zu mir und fragt: »mögen Sie Scheiße?«, ich frage mit vollem Mund »mhm?« und er ruft triumphierend aus: »sehr gut! danke, das reicht«, wendet sich ab und geht weiter und lacht sich tot, weil er so tut, als habe ich seine Frage bejaht, was sogar ich selbst ein bisschen witzig finde und den jungen Leuten lachend erzähle, aber der Freund von Maryam regt sich total auf, wie blöd dieser Typ sei, der so eine saudumme Frage gestellt habe, wie man überhaupt so einen Schwachsinn fragen könne, aber ich sage: »naja, wenn er sich dann den ganzen Tag beömmelt, hat es ja seinen Sinn gehabt«, aber der junge Mann glaubt das nicht und betont: »nein, so dumm kann niemand sein, sich darüber zu beömmeln!« • ich hänge das Tonbandgerät auf einen Bügel in zwei Meter fünfzig Höhe, hole es dann aber da wieder runter und da ist das Geschenk für Fips, das da noch festhängt, das muss aber auch unbedingt mit –
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