Almut Irmscher - Das Namibia-Lesebuch

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Wenn die Sonne sich zum Abend neigt, brennen Himmel und Wüste in einem Rausch aus feurigem Rot und Orange. Das schroffe Gebirge am Horizont färbt sich rosa, es erscheint so unwirklich wie die geheimnisvolle Festung aus einer fantastischen Märchenwelt.
Stolze Oryxantilopen mit schlanken Hörnern ziehen gleich verwunschenen Einhörnern durch die leuchtende Ebene. Eine Giraffe schaut mit sanften Augen zwischen den Kronen dorniger Bäume hervor, die wie Schirme aus der endlosen Weite ragen. Auf samtenen Pfoten schleicht ein Leopard durch die abendlichen Schatten von Felsen, aus denen Wind und Zeit die wunderlichsten Steinskulpturen formten.
Kommen Sie mit auf eine Reise in die faszinierende Welt von Namibias Wüste und Wildnis. Erkunden Sie die bewegende Vergangenheit und entdecken Sie das Namibia von heute. Mit typischen Rezepten aus Namibias Küche, die exotische, aber auch merkwürdig vertraute Genüsse bietet, runden Sie die Eindrücke ab.

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Nun sind wir schon mitten in der Bevölkerungsstruktur Namibias und deren historischer Entwicklung angekommen, dabei wollten wir uns zunächst nur einen kurzen Überblick über das Land verschaffen. Doch gerade dem Kolonialismus ist es geschuldet, dass es den Staat Namibia in dieser Form überhaupt gibt, und auf jeden Aspekt des Landes hat er bis in die heutige Zeit maßgeblichen Einfluss. Sei es die Bevölkerung, die Pflanzen- und Tierwelt, die Infrastruktur, die sozialen Verhältnisse, die Wirtschaft oder die offizielle Amtssprache Englisch, immer wieder fällt der Blick auf die Folgen des Kolonialismus. Wir werden deshalb nicht umhinkommen, uns mit diesem Thema später noch ausführlicher zu befassen.

Doch kehren wir zunächst zum Land selbst zurück. Das Gebiet des heutigen Namibia zählt zu den allerältesten Teilen unserer Erdkruste, sein Festlandsockel erhob sich aus dem Urmeer, lange bevor der riesige Kontinent Gondwana in der Erdfrühzeit vor etwa 550 Millionen Jahren entstand. Das Festland Namibias, das später ein Teil Gondwanas werden sollte, ist dagegen schon unfassbare zwei Milliarden Jahre alt.

Neben der Namib im Westen und der Kalahari im Osten wird es durch das dazwischenliegende zentrale Binnenhochland geprägt, das durchschnittlich 1.700 Meter über dem Meeresspiegel liegt und von einigen Bergmassiven durchzogen ist. Markante Gebirge sind der Waterberg, ein etwa 240 Kilometer nördlich der Hauptstadt Windhoek befindliches Tafelbergplateau, und die noch einmal etwa 85 Kilometer nördlicher gelegenen Otaviberge. Windhoek wurde übrigens während der deutschen Kolonialzeit „Windhuk“ geschrieben, und noch heute ist das die offizielle Schreibweise des Auswärtigen Amts. Ich habe mich dennoch in diesem Buch für die Verwendung der namibischen Schreibweise „Windhoek“ entschieden.

Die höchste Erhebung Namibias ist mit 2.573 Metern der Königstein im Brandbergmassiv, das im Damaraland liegt, einer Region im Nordwesten des Landes. Sie entspricht annähernd dem ursprünglichen Siedlungsgebiet des Volks der Damara, ist aber keine historisch gewachsene Region, sondern hat eine willkürlich festgelegte Begrenzung. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes „Homeland“, ein im Rahmen der Apartheidpolitik definiertes Heimatgebiet von Schwarzen. Diese Einteilung sollte die Verwaltung vereinfachen, diente aber natürlich vor allem dazu, die betroffenen Menschen von den anderen zu trennen, dauerhaft zu isolieren und zu kontrollieren. Doch derartige Themenbereiche wollten wir ja zunächst ausklammern.

Namibia ist 824.116 Quadratkilometer groß. Damit ist es mehr als doppelt so groß wie Deutschland, genauer gesagt, 2,3-mal so groß. Ein kurioser Zufall ist, dass das Land Namibia rund 2,3 Millionen Einwohner hat. In Deutschland leben dagegen etwa 83 Millionen Bürger. Hätte Namibia eine vergleichbare Bevölkerungsdichte, so müssten dort rund 190 Millionen Menschen leben. Anhand dieses Vergleichs bekommt man eine gute Vorstellung davon, wie extrem dünn Namibia tatsächlich besiedelt ist. Es gehört sogar zu den am dünnsten besiedelten Staaten unserer Welt. Und das hat natürlich seinen Grund.

Wir wissen ja schon, dass Wüste und Steppe die vorherrschenden Landschaftsformen Namibias sind. Das bedeutet auch, dass Regen hier ein wahrlich rares Gut ist. Ackerbau, Obst- und Gemüsegärten bleiben deshalb ein schöner Traum, mal abgesehen von kleinen Gebieten im regenreicheren Norden des Landes.

Im sogenannten Caprivizipfel, einem in weiten Teilen nicht mehr als 30 Kilometer breiten Streifen, der an der nördlichen Landesgrenze wie ein ausgestreckter Arm 450 Kilometer weit ostwärts ins afrikanische Binnenland hineinreicht, gibt es sogar tropische Bedingungen mit enormem Wasserreichtum, der sich in heftigen Regenfällen und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 70 Prozent manifestiert. Der Caprivizipfel unterscheidet sich deshalb grundlegend vom restlichen Namibia.

Dass es diesen merkwürdigen Landstreifen überhaupt gibt, ist der deutschen Kolonialpolitik zu verdanken, die auf Biegen und Brechen eine Landverbindung quer durch den Kontinent nach Deutsch-Ostafrika hin schaffen wollte. Deutschland schloss daher 1890 einen Vertrag mit Großbritannien, durch den wechselseitig Ländereien verschachert wurden. Dabei entstand nicht nur der Caprivizipfel, auch die Insel Helgoland fiel im Zuge dessen an Deutschland. Im Austausch dafür erhielten die Briten unter anderem das Recht, die Insel Sansibar zu annektieren, deshalb bezeichnet man das Vertragswerk auch als Helgoland-Sansibar-Vertrag. Aber nun sind wir schon wieder bei der Kolonialpolitik gelandet, kehren wir lieber schnell zurück zu den Lebensbedingungen in Namibia.

Auch die Viehhaltung stellt in dem kargen Land ein Problem dar, sie ist im Grunde nur im namibischen Hochland möglich, wobei selbst dort das Nahrungsangebot für die Tiere mehr als dürftig ist. Wovon sollen die Menschen sich also ernähren?

Lebt man in unseren feuchten mitteleuropäischen Gefilden, dann kann man sich kaum vorstellen, wie trocken es in Namibia ist. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes staubtrocken. Das hat den Vorteil, dass man als Reisender die Sommerhitze, von der die 30-Grad-Marke oft schon in den Morgenstunden geknackt wird, gar nicht als so dramatisch empfindet.

Alle anderen hätten es dagegen gerne ein bisschen feuchter, vor allem die Pflanzen, die bei der Dürre kaum überdauern können. Die meisten Sträucher und Bäume strecken deshalb während der überwiegenden Zeit des Jahres nur verdorrtes Geäst in die Höhe. Erst wenn im Hochsommer die Regenzeit einsetzt, hier auf der Südhalbkugel also etwa ab Mitte Dezember, entfalten sich zarte Blätter. Sie verschwinden genauso schnell wieder, sobald im April der Herbst Einzug hält und mit ihm der Regen wieder versiegt. Im Winter, vor allem in seinen kältesten Monaten Juli und August, kann es nachts sogar frieren, die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind dann vielerorts geradezu dramatisch.

Durchgehend kühler ist es lediglich in den Küstenregionen am Atlantik. Was bei uns der Golfstrom ist, dessen Wärme für ein relativ mildes Klima sorgt, das ist hier der Benguelastrom. Der bewirkt allerdings das glatte Gegenteil, er ist nämlich kalt und sorgt für entsprechende Temperaturen. Das Meerwasser erreicht selbst im Sommer kaum mehr als 15 Grad Celsius, und die krassen Temperaturunterschiede zwischen heißer Wüstenluft und kaltem Wind, der vom Meer heranweht, sorgen häufig für dichten Seenebel. In den Sommermonaten ist es an der Küste recht angenehm temperiert, im Winter hingegen oft empfindlich kalt. Und der Regen macht sich auch hier rar.

Wenn es aber nicht regnet, dann bleiben auch die Flüsse trocken. Die ausgetrockneten Flussbetten bezeichnet man auf namibisch-deutsch als „Rivier“, ein Wort, das dem Afrikaans entlehnt wurde, der kolonial-niederländischen Sprache der südafrikanischen Buren. Während die Riviere sich fast das ganze Jahr hindurch knochentrocken durch das ausgedörrte Gelände schlängeln, können sie in der Regenzeit mitunter rasend schnell zu reißenden Strömen anschwellen. Doch allzu bald verkümmern sie wieder zu nichts als einer staubigen Schneise durch das vertrocknete Land.

Eine der ganz wenigen Ausnahmen bildet der Strom Okavango, der im Norden Namibias auf einer Strecke von etwa 400 Kilometern entlang der Grenze zu Angola und dann weiter quer durch den Caprivizipfel nach Botswana verläuft. Er führt ganzjährig Wasser, wenn auch in stark schwankenden Mengen, und versiegt am Ende seines Wegs restlos mitten im Binnenland des östlich an Namibia angrenzenden Botswana. Dort bildet er ein sumpfiges Delta, dessen Wasser schließlich im Staub der Kalahari versickert.

Einen Teil der weiteren Grenze zwischen Namibia und Angola markiert auf etwa 300 Kilometern Länge der Kunene, der mit einem bis zu 30 Kilometer breiten Delta an Namibias nordwestlicher Grenze in den Atlantik mündet. Auch der Kunene führt ganzjährig Wasser.

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