Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

Здесь есть возможность читать онлайн «Ricarda Huch - Deutsche Geschichte» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Deutsche Geschichte: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Deutsche Geschichte»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

Deutsche Geschichte — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Deutsche Geschichte», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

So­wohl in Dä­ne­mark wie in Schwe­den gab es schon christ­li­che Kir­chen und Gläu­bi­ge, über­haupt ließ sich das Volk dort oben gern von Chris­tus und sei­nen Ta­ten er­zäh­len; aber die deut­schen Chris­ten wa­ren es, so er­fuhr man, die die Aus­brei­tung des Chris­ten­tums er­schwer­ten. Ihr Bei­spiel schreck­te ab, da sie das, was sie lehr­ten, nicht durch ihr Le­ben ver­wirk­lich­ten. Be­son­ders die Hab­gier, mit der sie Steu­ern auf­leg­ten, und die Här­te der Ein­for­de­rung der­sel­ben er­reg­ten Un­wil­len; bei­des wur­de dem Her­zog Bern­hard von Sach­sen vor­ge­wor­fen, der oh­ne­hin Adal­berts Feind war. Auch der Sla­wen Frei­ge­big­keit und Gast­frei­heit hob sich preis­wür­dig ab von der christ­li­chen Hab­gier. Die Aner­ken­nung schö­ner und ed­ler Ei­gen­schaf­ten der Hei­den führ­te nicht etwa zur Her­ab­set­zung des Chris­ten­tums, son­dern zu dem ver­stärk­ten Wun­sche, die­se Hei­den zu Chris­ten zu ma­chen, da­mit sie das ein­zi­ge er­wür­ben, was ih­nen fehl­te. Denn erst als Chris­ten wa­ren sie Glie­der des Rei­ches, tra­ten sie ein in den got­t­er­füll­ten Raum des Him­mels und der Erde, des Le­bens in der Ewig­keit. Es war ein Zau­ber, der die Men­schen ver­klär­te, auch wenn er ihr In­ne­res nicht ver­wan­del­te.

In ei­nem Punk­te nur fand man die Nord­leu­te zu ta­deln, in der Maß­lo­sig­keit näm­lich, mit der sie sich sinn­li­chen Genüs­sen hin­ga­ben. Sie be­rausch­ten sich im Trunk und in der Lie­be, und we­der das Trin­ken noch die Frau­en woll­ten sie sich neh­men las­sen. Kö­nig Sven wur­de vom Vol­ke we­gen der großen Zahl sei­ner na­tür­li­chen Kin­der Kö­nig Va­ter ge­nannt. Die Men­ge der Be­zie­hun­gen hin­der­te nicht, dass sie ei­ner ein­zel­nen Frau mit be­harr­li­cher Lei­den­schaft an­hin­gen. Sven hat­te nach dem Tode sei­nes Vor­gän­gers auf dem schwe­di­schen Thro­ne des­sen Wit­we Gun­hild ge­hei­ra­tet, die nach der An­sicht der Kir­che in ei­nem ver­bo­te­nen Gra­de mit ihm ver­wandt war. Da die dä­ni­schen Bi­schö­fe ihn bei Adal­bert des­we­gen an­klag­ten und Adal­bert, in die­sem Punk­te un­er­bitt­lich, ihm riet, sich von sei­ner Frau zu schei­den, wei­ger­te er sich, muss­te schließ­lich aber doch nach­ge­ben. Adal­bert hat­te Mühe, den Er­bit­ter­ten zu ver­söh­nen. Die Frau, die er dann hei­ra­te­te, wur­de von sei­ner Ge­lieb­ten ver­gif­tet. Adal­bert, der selbst, au­gen­schein­lich mehr in­fol­ge na­tür­li­cher Ver­an­la­gung als aus As­ke­se, keusch war, ver­ach­te­te die, wel­che ihre sinn­li­chen Ge­lüs­te nicht be­herr­schen konn­ten. Da­von ab­ge­se­hen moch­te er sich dem Aus­schwei­fen­den und Fan­tas­ti­schen der nor­di­schen Men­schen ver­wandt füh­len. Mön­chi­sche Dür­re war ihm fremd; es war, als bre­che die ver­hal­te­ne Sinn­lich­keit mit dop­pel­tem Über­schwang aus sei­nem Geis­te her­vor. Er war ein Ver­schwen­der, der nur in der Fül­le at­men konn­te. Nach ei­nem großen Bran­de bau­te er den Dom von Bre­men nach dem Mus­ter des Doms von Be­ne­vent fremd­ar­tig und über alle Ge­wohn­heit präch­tig. Er lieb­te das Alte Te­sta­ment, wo der Herr sich in sei­ner Ma­je­stät of­fen­bart. Ob­wohl er an gu­ten Ta­gen ohne Ge­sel­lig­keit nicht le­ben konn­te, emp­fand er leicht Ver­ach­tung für die Men­schen. Frei­ge­big­keit, sag­te er, sei ein Merk­mal des Adels; das Über­wie­gen von Klein­lich­keit, Dumm­heit und Hab­gier an den Men­schen er­reg­te sei­nen Hohn. Sei­ne Plä­ne wa­ren Vi­sio­nen, die auf die Wirk­lich­keit we­nig Rück­sicht nah­men; das galt be­son­ders von sei­nem größ­ten, sei­nem ei­gent­li­chen Plan, den ge­heim­nis­vol­len, ur­ge­wal­ti­gen Nor­den zu sei­ner Di­öze­se zu ma­chen. Eine Zeit lang schi­en es, als soll­te die­ser mäch­ti­ge Traum, der dem deut­schen Ein­fluss ein neu­es, aus­ge­dehn­tes Ge­biet er­öff­ne­te, Ge­stalt ge­win­nen, als der deut­sche Bru­no von Toul den Hei­li­gen Stuhl in­ne­hat­te. Sei­ne Re­gie­rung war zu kurz, als dass ein so we­nig vor­be­rei­te­tes Un­ter­neh­men vom Papst hät­te an Hand ge­nom­men wer­den kön­nen. Das nor­di­sche Pa­tri­ar­chat soll­te nach Adal­berts Mei­nung zwölf Bi­stü­mer um­fas­sen, von de­nen noch kei­nes vor­han­den war. Die Be­keh­rung mach­te kei­ne nen­nens­wer­ten Fort­schrit­te. Es ge­hör­te zu Adal­berts Plä­nen, dass er selbst den Nor­den be­rei­sen und den Hei­den pre­di­gen wür­de; aber als Kö­nig Sven ihm riet, die Auf­ga­be ei­nem Ein­hei­mi­schen zu über­las­sen, der der Spra­che mäch­tig sei, ließ er sich leicht über­re­den. Als ein großer Träu­mer ba­de­te er sei­ne Stirn in Ruhm, ohne dar­an zu den­ken, dass der vor­ge­fühl­te Glanz durch Ar­beit und müh­se­li­ge Tage in die Wirk­lich­keit ge­lei­tet wer­den müs­se. Al­ler­dings nahm der Kö­nigs­dienst sei­ne Kraft und Zeit sehr in An­spruch: er be­glei­te­te Hein­rich III. auf al­len sei­nen Heer­fahr­ten und stand in den An­fän­gen Hein­richs IV. eine Zeit lang an der Spit­ze der Reichs­re­gie­rung. Wenn er den un­ge­nü­gen­den Mit­teln, die ihm zur Ver­fü­gung stan­den, schuld gab, dass er sei­ne Ge­dan­ken nicht ver­wirk­li­chen kön­ne, hat­te er nicht ganz un­recht; er sag­te ein­mal, es fehl­ten ihm zum herr­li­chen Aus­bau sei­ner Kir­che nichts als Geist­li­che und Stei­ne.

Ein­mal je­doch be­geg­ne­te Adal­bert ei­nem Eben­bür­ti­gen, wenn auch im Cha­rak­ter ganz von ihm Ver­schie­de­nen, in dem Sla­wen Gott­schalk. Ein Obo­tri­ten­fürst war so weit für das Chris­ten­tum ge­won­nen wor­den, dass er sei­nen Sohn dem Mi­chaels­klos­ter in Lü­ne­burg zur Er­zie­hung übergab, wo er den Na­men Gott­schalk an­nahm. Als dem Jüng­ling die Kun­de zu­kam, dass sein Va­ter von den Sach­sen er­mor­det wor­den sei, floh er aus dem Klos­ter, um Ra­che zu neh­men. Tau­send Sach­sen soll­ten fal­len für einen Wen­den. Nach mör­de­ri­schem Wü­ten un­ter den Fein­den wur­de er von Her­zog Bern­hard von Sach­sen ge­fan­gen­ge­nom­men, der aus Ach­tung vor der Tap­fer­keit des Geg­ners ihm die Frei­heit schenk­te un­ter der Be­din­gung, dass er das Land ver­las­se. Gott­schalk ging nach Dä­ne­mark, be­freun­de­te sich mit Kö­nig Knut und be­glei­te­te ihn nach Eng­land. Dort wur­de er vom Chris­ten­tum, das er als Kna­be wie an­de­re Schul­auf­ga­ben ge­lernt hat­te, im In­ners­ten er­grif­fen und wünsch­te nun, sei­nem Vol­ke die­sen Glau­ben mit­zu­tei­len. Er kehr­te zu­rück, setz­te sich mit Adal­bert ins Ein­ver­neh­men und ent­warf mit ihm den Plan ei­nes Be­keh­rungs­ver­su­ches un­ter den Wen­den. Was Adal­bert an­griff, be­kam einen großen, schwung­vol­len Um­riss: ein christ­li­ches Wen­den­reich soll­te ge­bil­det wer­den, an des­sen Spit­ze Gott­schalk ste­hen soll­te un­ter dem Schut­ze des Erz­bi­schofs. Als ein­ge­bo­re­ner Fürst, der Spra­che kun­dig und von der Kraft des auf­rich­ti­gen Glau­bens durch­drun­gen, er­ziel­te Gott­schalk be­deu­ten­de Er­fol­ge; es konn­te ein Bis­tum Al­den­burg den Bi­stü­mern Meck­len­burg und Rat­ze­burg hin­zu­ge­fügt wer­den. Adal­berts Freund Sven Es­thrit­son trat in die Ver­bin­dung ein, in­dem er Gott­schalk sei­ne Toch­ter Si­grid zur Frau gab. Bre­mens be­herr­schen­der Ein­fluss über das be­nach­bar­te Sla­wen­land schi­en ge­si­chert zu sein.

Da ver­riet ein furcht­ba­rer Auf­stand, zu dem der Sturz Adal­berts im Jah­re 1066 das Zei­chen gab, dass der Hass der Wen­den ge­gen die Chris­ten und ih­ren Gott nicht er­lo­schen sei: Gott­schalk wur­de er­schla­gen, eben­so die Bi­schö­fe von Meck­len­burg und Rat­ze­burg; wie Op­fer­tie­re wur­den sie den heid­nischen Göt­tern ge­schlach­tet.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Deutsche Geschichte»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Deutsche Geschichte» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Deutsche Geschichte»

Обсуждение, отзывы о книге «Deutsche Geschichte» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.