Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Meer­kö­nig im Nor­den zu wer­den, die ver­schie­de­nen, das frie­si­sche Meer be­gren­zen­den Län­der zu ei­nem Reich zu­sam­men­zu­fas­sen, war eine Lo­ckung für Ero­be­rer­her­zen. Dä­nen und Deut­sche ka­men da­bei haupt­säch­lich in Be­tracht, Dä­ne­mark und Deutsch­land ha­ben jahr­hun­der­te­lang um die Be­herr­schung der Nord- und Ost­see ge­run­gen, bald kämp­fend, bald sich ver­tra­gend. Der ers­te, der die Auf­ga­be mit großem Sinn er­fass­te, war der Kö­nig von Dä­ne­mark, Knut, der im Be­ginn des 11. Jahr­hun­derts Eng­land mit sei­nem Lan­de ver­ei­nig­te und mus­ter­haft re­gier­te. Sein An­se­hen war so über­zeu­gend, dass Kon­rad II., der da­ma­li­ge Kai­ser, es für das bes­te hielt, in Freund­schaft mit ihm aus­zu­kom­men, ihm das Land zwi­schen Ei­der und Schlei ab­trat, sei­nen Sohn Hein­rich mit Knuts Toch­ter ver­hei­ra­te­te. Auch Erz­bi­schof Un­wan von Bre­men, ein Nach­kom­me Wi­du­kinds und Vet­ter des Bi­schofs Mein­werk von Pa­der­born, dem er dar­in glich, dass er an­ge­stamm­ten Reich­tum sei­nem Bis­tum zu­gu­te kom­men ließ, un­ter­hielt mit Knut freund­schaft­li­che Be­zie­hun­gen. Er emp­fing ihn in Ham­burg, wo er gern Hof hielt, um ihn zu eh­ren, zu­gleich aber auch, ihm einen Ein­druck von sei­ner fürst­li­chen Macht zu ge­ben. Die Erz­bi­schö­fe von Ham­burg-Bre­men wa­ren die größ­ten Her­ren im deut­schen Nor­den, mäch­ti­ger als die Her­zö­ge von Sach­sen, die ei­fer­süch­tig sie zu schä­di­gen trach­te­ten. Es war des­halb na­tür­lich, dass ei­nem von ih­nen die Vi­si­on des Nor­di­schen Rei­ches auf­ging, wenn sie es auch nur in kirch­li­che Gren­zen ban­nen konn­ten.

Nach­dem Knut und Un­wan ge­stor­ben wa­ren, er­nann­te Hein­rich III. Adal­bert, einen Gra­fen von Go­seck, zum Erz­bi­schof von Bre­men. Ge­gen­über von Naum­burg sind noch Res­te sei­ner Stamm­burg er­hal­ten, die er und sei­ne Brü­der in ein Klos­ter ver­wan­del­ten. Von al­len Lei­den­schaf­ten, die die­sen un­ge­wöhn­li­chen, hoch­be­gab­ten Mann be­weg­ten, war Ruhm­be­gier­de die stärks­te. Man hät­te den­ken kön­nen, ihr wäre Ge­nü­ge ge­tan, als der Kai­ser, der ihn hoch­schätz­te, ihn zum Papst ma­chen woll­te; aber er lehn­te es ab, um ein Pa­tri­ar­chat im Nor­den zu er­rich­ten. So sehr hat­te der Nor­den sei­nen Sinn be­rückt. Al­ler­dings konn­te er im Nor­den un­ab­hän­gi­ger sein als ein vom Kai­ser er­nann­ter Bi­schof von Rom. Um die nor­di­schen An­ge­le­gen­hei­ten be­küm­mer­ten sich die Kai­ser we­nig: es war kei­ne Un­ter­stüt­zung, aber auch kei­ne Ein­mi­schung von ih­nen zu er­war­ten. Hier war al­les neu und fremd, Aben­teu­er, un­be­grenz­te Mög­lich­keit. Der Blick des jun­gen Man­nes, der in den tü­rin­gi­schen Wäl­dern ge­fan­gen ge­we­sen war, schweif­te ent­zückt über das bri­tan­ni­sche und das bal­ti­sche Meer, über nie ge­se­he­ne In­seln bis da­hin, wo in Dun­kel und Grau­en die Erde en­det. Die­se Län­der wa­ren zum Teil noch heid­nisch, zum Teil noch nicht im Chris­ten­tum be­fes­tigt; durch leb­haf­te Mis­si­ons­tä­tig­keit konn­te die Kir­che von Bre­men hof­fen, sie sich kirch­lich un­ter­zu­ord­nen, war sie doch mit Hin­blick auf die­se Auf­ga­be ge­grün­det, die nur durch un­glück­li­che Um­stän­de und durch die Nach­läs­sig­keit man­cher Bi­schö­fe nicht er­füllt war. Es war ein ähn­li­cher Ge­dan­ke, wie im Süd­os­ten des Rei­ches Bi­schof Pil­grim von Passau ihn ge­hegt hat­te.

Aus ei­ge­ner An­schau­ung hat­te Adal­bert kei­ne Kennt­nis der nor­di­schen Län­der; aber er sam­mel­te so viel Nach­rich­ten über sie wie mög­lich. Mit den Sla­wen, die Meck­len­burg und Pom­mern be­wohn­ten, gab es Be­zie­hun­gen, denn an der Mün­dung der Oder lag Jum­ne, die reichs­te Han­dels­stadt der Welt, wo kost­ba­re Er­zeug­nis­se fer­ner Län­der ge­tauscht wur­den. Es war be­kannt, dass man von dort zu Lan­de nach Grie­chen­land ge­lan­gen konn­te, wenn auch die­ser Weg we­gen der un­be­re­chen­ba­ren Sin­nes­art der an­woh­nen­den Völ­ker ver­mie­den wur­de. Wei­ter­hin nach Os­ten warf das Meer den gold­gel­ben Bern­stein ans Ufer, mit dem die Frau­en des Sü­dens sich schmück­ten, und noch wei­ter oben lag das selt­sa­me Land der Ama­zo­nen, von de­nen man sag­te, dass sie durch ein Was­ser, das dort flie­ße, schwan­ger wür­den, an­de­re mein­ten durch vor­über­rei­sen­de Kauf­leu­te, die sie ge­fan­gen­näh­men und nach dem Ge­brauch wie­der vers­tie­ßen. Sie er­zeug­ten Mäd­chen von wun­der­ba­rer Schön­heit und Söh­ne mit Hun­de­köp­fen. Zur­zeit des Erz­bi­schofs Ale­brand, der vor Adal­bert re­gier­te, ta­ten sich ei­ni­ge vor­neh­me Frie­sen zu­sam­men, um zu er­kun­den, ob es wahr sei, dass man von der Mün­dung der We­ser aus im­mer nord­wärts fah­rend zum gren­zen­lo­sen Welt­meer kom­me. Nach­dem sie sich eid­lich mit­ein­an­der ver­bun­den hat­ten, fuh­ren sie ab, ru­der­ten an Dä­ne­mark, Schott­land und Is­land vor­über und ge­rie­ten plötz­lich in den Ne­bel des wel­ten­den­den Mee­res. Dort riss sie ein Stru­del mit, der ih­rer Mei­nung nach da­durch ent­stan­den sei, dass dort alle Strö­mun­gen Ur­sprung und Aus­mün­dung hät­ten, ver­schlang ei­ni­ge Schif­fe und spie an­de­re wie­der aus. Sie kehr­ten nach Bre­men zu­rück und er­zähl­ten dem Erz­bi­schof ihre Er­leb­nis­se. Bei Is­land, sag­ten sie, sei das Eis des Ozeans schwarz und so tro­cken vor Al­ter, dass es an­ge­zün­det bren­ne. Si­che­re­re Nach­rich­ten gab es über die skan­di­na­vi­schen Län­der. Nicht nur dass schon der hei­li­ge Ans­gar am Mälar­see ge­we­sen war, Adal­bert stand in freund­schaft­li­cher Be­zie­hung zum schwe­di­schen Kö­nig Sven Es­thrit­son, in des­sen Ge­dächt­nis die Ge­schich­te der nor­di­schen Völ­ker wie in ei­nem Bu­che ge­bor­gen war. Man kann­te Fü­nen mit der großen Stadt Oden­se, See­land mit Rös­kil­de, dem dä­ni­schen Kö­nigs­sitz, Scho­nen mit Lund, die frucht­bars­te dä­ni­sche Land­schaft, wo es schon 300 Kir­chen gab. Schwe­den schil­der­te der Kö­nig als ein eben­falls an Vieh, Früch­ten und Ho­nig rei­ches Land, dem auch viel Wa­ren aus der Frem­de zu­ge­führt wür­den; herr­lich sei der gol­de­ne Tem­pel von Upp­sa­la, wo alle neun Jah­re, zur­zeit der Früh­lings-Tag­und­nacht­glei­che alle schwe­di­schen Völ­ker zu­sam­men­kämen und ein Fest fei­er­ten. Nor­we­gen da­ge­gen sei rau, un­ge­heu­er kalt, un­frucht­bar, arm. Das Volk lebe von Vieh­zucht, nur an Milch und Wol­le sei es reich. Er er­zähl­te von den schwar­zen Füch­sen und Ha­sen, wei­ßen Mar­dern und Bä­ren, die es oben im Nor­den gäbe, und von den Fin­nen, die auf Schnee­schu­hen die Ure, Büf­fel und El­che über­flü­gel­ten, die sie jag­ten. Alle Nord­leu­te, aber ganz be­son­ders die Fin­nen, kann­ten noch die al­ten Zau­ber; so wuss­ten sie durch ge­mur­mel­te Sprü­che die Wal­fi­sche in ihre Ge­walt zu brin­gen. Je mehr man nach Nor­den kam, de­sto mehr war heid­nische Zau­be­rei im Schwan­ge.

Den Cha­rak­ter der Nord­leu­te stell­te man an Adal­berts Hofe nach al­lem, was man da­von sah und hör­te, sehr hoch. Sie be­sa­ßen die von den Deut­schen so ge­schätz­ten Ei­gen­schaf­ten der Tap­fer­keit und des Stol­zes; sie lie­ßen sich lie­ber tö­ten als züch­ti­gen; von ei­nem zum Tode Ver­ur­teil­ten er­for­der­te der An­stand, un­be­küm­mert fröh­lich zu er­schei­nen. Sie ver­ach­te­ten Gold und Sil­ber, Pelz­werk und fei­ne Stof­fe, und ihre Gast­frei­heit war un­be­grenzt. Es mach­te tie­fen Ein­druck, dass in man­chen Ge­gen­den Schwe­dens und Nor­we­gens die vor­nehms­ten Män­ner Vieh­hir­ten wa­ren wie die Erz­vä­ter der Bi­bel, dass die Schwe­den noch kei­ne Städ­te hat­ten und ihr Le­ben in Ar­mut und hei­li­ger Ein­falt zu­brach­ten. Sie wa­ren so lie­be­vol­ler Ge­sin­nung, dass sie al­les ge­mein­sam be­sa­ßen, und zwar nicht nur die Ein­hei­mi­schen un­ter­ein­an­der, son­dern die Frem­den in­be­grif­fen. Dies, sag­te man, sei nicht eine Fol­ge des Chris­ten­tums, son­dern ihre Na­tur sei christ­lich, ohne dass sie von Chris­ti Leh­re et­was wüss­ten. Die ge­bil­de­ten Deut­schen be­trach­te­ten die Nord­leu­te ge­rührt wie etwa Ta­ci­tus die Ger­ma­nen.

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