Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

Здесь есть возможность читать онлайн «Ricarda Huch - Deutsche Geschichte» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Deutsche Geschichte: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Deutsche Geschichte»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

Deutsche Geschichte — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Deutsche Geschichte», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Was den Kai­sern ob­lag, dem Reich, des­sen Gren­zen der Idee nach mit den Gren­zen der Welt zu­sam­men­fie­len, Rich­tung, Recht und Frie­den zu ge­ben, über­stieg Men­schen­kraft; des­halb hat­ten die Kai­ser fast alle, mit Aus­nah­me Karls des Gro­ßen und Ot­tos des Gro­ßen, einen tief­tra­gi­schen Zug. Al­ler Le­ben war ein fort­wäh­ren­der Kampf, ein fort­wäh­ren­des ver­geb­li­ches Be­mü­hen, das Un­mög­li­che zu ver­wirk­li­chen, wo­bei sie sich auf­rie­ben. Die meis­ten star­ben jung, Otto II. und Otto III. er­reich­ten nicht ein­mal das Man­nes­al­ter, Kon­rad II. wur­de 50, Hein­rich III. nur 40 Jah­re alt, Hein­rich IV. starb mit 56 Jah­ren, Hein­rich V. mit 44 Jah­ren. Vor­tei­le gab es kaum zu er­lan­gen au­ßer grö­ße­re Ehre und grö­ße­re Verant­wor­tung. Dass es trotz­dem nie an Be­wer­bern um die Kro­ne fehl­te, er­klärt sich dar­aus, dass es im Krei­se de­rer, die sich be­rech­tigt füh­len konn­ten, im­mer Hoch­her­zi­ge gab, die eben die Ehre und die Verant­wor­tung lock­te. Schon Deutsch­land zu ei­ni­gen er­for­der­te eine un­ge­heue­re An­span­nung der Kräf­te, die ge­leis­tet wer­den muss­te nicht mit Söld­nern und ei­nem Volks­heer, son­dern mit Hil­fe von Va­sal­len, von de­nen die meis­ten nur dann ge­horch­ten, wenn sie da­bei zu ge­win­nen hoff­ten. Es kam nie vor, dass alle Stäm­me, alle Reichs­glie­der sich frei­wil­lig dem ge­wähl­ten Kai­ser un­ter­war­fen; das Deut­sche Reich war nichts fest Um­grenz­tes, es muss­te fort­wäh­rend neu ge­bil­det wer­den. Zu die­ser Auf­ga­be, das Reich im In­ne­ren zu ei­nem Gan­zen zu­sam­men­zu­fas­sen, ka­men die Ein­fäl­le der frem­den Völ­ker im Nor­den, Os­ten und Sü­den, die stets wach­sa­me An­griffs­lust Frank­reichs und die Geg­ner­schaft des Paps­tes. War es das Ge­fahr­vol­le, so war es doch auch das Wun­der­vol­le in der Ver­fas­sung des Rö­mi­schen Rei­ches Deut­scher Na­ti­on, dass es dar­in kei­ne Ge­walt gab, die nicht einen Ge­gen­spie­ler ge­habt hät­te, der es ihr un­mög­lich mach­te, un­be­schränkt zu herr­schen. Nie­mand konn­te nur be­feh­len, nie­mand hat­te nur zu ge­hor­chen. Selbst die hö­ri­gen Bau­ern hat­ten we­nigs­tens in den ers­ten Jahr­hun­der­ten des Mit­tel­al­ters ih­ren Grund­her­ren ge­gen­über be­stimm­te Rech­te, die es ih­nen er­mög­lich­ten, über­mä­ßi­gen Druck ab­zu­weh­ren; erst in der Ver­fall­zeit wur­den sie ganz wehr­los. Je­der Stand muss­te sich sein Be­ste­hen und Ge­dei­hen im täg­li­chen Kampf er­obern. Ein Spiel von lei­den­schaft­li­chen Ge­gen­sät­zen, die nie auf­hör­ten, sich aus­zu­wir­ken, führ­te oft zu un­heil­vol­len Er­schüt­te­run­gen, er­zeug­te aber doch Jahr­hun­der­te hin­durch groß­ar­ti­ge Schöp­fun­gen auf al­len Ge­bie­ten und gab Men­schen und Er­eig­nis­sen großen Um­riss. Am Ge­gen­satz ent­brennt das Feu­er der Ge­schich­te. – Hein­rich III, Her­zog von Bay­ern, war nach dem Tode Ot­tos III. der Nächst­be­rech­tig­te zur Kö­nigs­kro­ne als nächs­ter Ver­wand­ter der Lu­dol­fin­ger; er war der En­kel von Ot­tos des Gro­ßen Bru­der Hein­rich und ihm we­nigs­tens im Herr­scher­be­wusst­sein ähn­lich; aber er war klü­ger und be­däch­ti­ger, er ver­stand zu war­ten und ver­such­te es mit di­plo­ma­ti­schen Küns­ten, be­vor er Ge­walt an­wen­de­te. Da zu sei­ner Zeit im Os­ten un­ter be­deu­ten­den Herr­schern, Ste­phan von Un­garn und Bo­les­law von Po­len, selbst­stän­di­ge Staa­ten sich bil­de­ten, muss­te er sich an­stren­gen, um den Deut­schen die bis­he­ri­ge Sphä­re des Ein­flus­ses zu er­hal­ten. Er brach­te es dazu, dass Bo­les­law, viel­mals be­siegt und im­mer wie­der ab­fal­lend, die Ober­ho­heit des Rei­ches an­er­kann­te. Der Kir­che ver­stand er sei­nen Wil­len auf­zu­zwin­gen, ohne sie sich zum Fein­de zu ma­chen, ist er doch als ein­zi­ger un­ter den deut­schen Kai­sern un­ter die Hei­li­gen auf­ge­nom­men wor­den. Nicht ein­mal dass er vom sla­wi­schen Stam­me der Li­u­ti­gen Hil­fe ge­gen Po­len durch Frei­ge­bung ih­res heid­nischen Kul­tus er­kauf­te, mach­te die Geist­lich­keit an ihm irre. Sei­ne Vor­lie­be für Bam­berg be­ruh­te wohl zum Teil auf dem Ver­ständ­nis für die freund­li­che Schön­heit der frän­ki­schen Land­schaft. Wie ein Ge­schöpf der Na­tur in ed­ler An­mut wächst sein Dom dar­aus her­vor und be­wahrt das Ge­dächt­nis des letz­ten Kai­sers aus der großen säch­si­schen Fa­mi­lie.

Die Mi­schung von Ho­heit und Trau­lich­keit, den Hu­mor, die herz­li­che Wär­me, die den Ot­to­nen ei­gen war, hat­ten die Sa­lier nicht. Sie wa­ren ein her­ri­sches Ge­schlecht, un­beug­sam, schroff und hät­ten De­spo­ten wer­den kön­nen, wenn die viel­fa­chen Wi­der­stän­de im Reich sich hät­ten über­win­den las­sen. Als Kon­rad II. den Mark­gra­fen Adal­be­ro von Kärn­ten ab­set­zen woll­te und zu die­sem Zweck die Gro­ßen des Rei­ches ver­sam­melt hat­te, er­hob sein Sohn Hein­rich, da­mals schon Kö­nig, Ein­spra­che da­ge­gen, weil er Adal­be­ro ge­gen­über durch einen Eid ge­bun­den sei. Kon­rad bat wie­der und wie­der, be­stürm­te im­mer ein­dring­li­cher, zu­letzt be­wirk­te der An­prall sei­nes hef­ti­gen Wil­lens ge­gen einen eben­so stark wi­der­stre­ben­den, dass er ohn­mäch­tig zu Bo­den fiel. Als er die Be­sin­nung wie­der­er­langt hat­te, stürz­te er sich so­fort mit fri­scher Kraft wie­der in den Kampf, fiel sei­nem Sohn zu Fü­ßen und fleh­te ihn an, ein­zu­wil­li­gen. Da gab Hein­rich nach.

Das Reich wur­de im­mer noch als Got­tes­reich auf­ge­fasst, der Kai­ser als Stell­ver­tre­ter Chris­ti, Ge­rech­tig­keit zu üben als sei­ne ers­te Pf­licht. Als Kon­rad II. in Mainz die Wei­he emp­fing, hielt der Erz­bi­schof von Mainz eine An­re­de, in der er von den Auf­ga­ben sprach, die Gott den Kö­ni­gen zu­er­teilt habe, näm­lich in sei­nem Rei­che Recht, Ge­rech­tig­keit und Frie­den wal­ten zu las­sen, ein Ver­tei­di­ger der Kir­che, ein Schir­mer der Wit­wen und Wai­sen zu sein. Da­ran schloss er die Bit­te der Kir­che um Gna­de für alle, die sich ge­gen den Kö­nig ver­fehlt hät­ten. Vor der Wei­he er­schie­nen meh­re­re Bitt­stel­ler vor dem Kö­ni­ge, ein Bau­er der Main­zer Kir­che, ein Wai­sen­kind, eine Wit­we, ein Ver­bann­ter. Als ei­ni­ge Fürs­ten den Kö­nig zur Eile mahn­ten, da­mit der fei­er­li­che Akt nicht ver­zö­gert wer­de, ant­wor­te­te Kon­rad, ihm schei­ne es wich­ti­ger, sei­ne Pf­licht zu tun, als Re­den dar­über an­zu­hö­ren. Es mag sein, dass die Bitt­stel­ler als her­kömm­li­che Re­qui­si­ten der Kö­nigs­krö­nung an­zu­tre­ten hat­ten; aber auch als Sym­bo­le zeig­ten sie doch an, was die all­ge­mei­ne Mei­nung vom künf­ti­gen Kai­ser ver­lang­te.

So­wohl Kon­rad II. wie Hein­rich III. ge­lang es im Rei­che we­nigs­tens über­wie­gend den Frie­den zu er­hal­ten. Kon­rad durf­te sich Meh­rer des Rei­ches nen­nen, da er Bur­gund, des­sen letz­ter Kö­nig im Jah­re 1032 starb, dem Reich an­glie­der­te. In­des­sen trotz ih­rer star­ken und stren­gen Füh­rung, trotz ih­rer glän­zen­den Er­fol­ge wur­de un­ter ih­rer Re­gie­rung, teils von ih­nen selbst, der Sa­men künf­ti­ger Ge­fah­ren ge­legt; oft sind es ja die in der Ge­gen­wart un­schein­ba­ren Er­eig­nis­se, aus de­nen sich Gro­ßes, im Schlim­men und im Gu­ten, ent­wi­ckelt. Der An­sie­de­lung der Nor­man­nen in Un­ter­ita­li­en wirk­te Kon­rad nicht ent­ge­gen, weil sie ihm we­ni­ger be­denk­lich er­schie­nen als die Grie­chen, de­ren Kai­ser sich im­mer noch als die ech­ten Cäsa­ren be­trach­te­ten und wenn auch kei­ne tat­säch­lich zu fürch­ten­de Geg­ner­schaft, doch eine är­ger­li­che Le­gi­ti­mi­tät be­deu­te­ten. Dass Hein­rich II. den großen kö­nig­li­chen Va­sal­len die Erb­lich­keit zu­ge­stan­den hat­te, such­te Kon­rad II. da­durch aus­zu­glei­chen, dass er den nie­de­ren Lehns­leu­ten den­sel­ben Vor­teil ein­räum­te. Das Ge­setz über die Erb­lich­keit al­ler Le­hen im Man­nes­stam­me be­sie­gel­te al­ler­dings nur eine Ent­wick­lung, die sich oh­ne­hin ein­ge­bür­gert hat­te; durch die förm­li­che Aner­ken­nung er­kauf­ten sich die Kö­ni­ge den gu­ten Wil­len der Be­güns­tig­ten und so­mit einen au­gen­blick­li­chen Ge­winn. Die Ver­stär­kung der Macht der Va­sal­len war leid­lich, so­lan­ge die Kö­ni­ge selbst in­so­fern erb­lich wa­ren, als man von der herr­schen­den Fa­mi­lie nicht ab­zu­ge­hen pfleg­te. So­wie man die Ge­wohn­heit auf­gab, den Sohn, Nef­fen oder En­kel fol­gen zu las­sen, viel­mehr es zum Grund­satz mach­te, zu wech­seln, muss­te der Kö­nig in die Ab­hän­gig­keit der wäh­len­den Fürs­ten ge­ra­ten.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Deutsche Geschichte»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Deutsche Geschichte» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Deutsche Geschichte»

Обсуждение, отзывы о книге «Deutsche Geschichte» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.