Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Der Kir­che ge­gen­über tra­ten Hein­rich II., Kon­rad II., Hein­rich III. als Ge­bie­ter auf, sie setz­ten Bi­schö­fe nach ih­rem Gut­dün­ken ein und ab und be­geg­ne­ten da­bei im All­ge­mei­nen kei­nem Wi­der­stand; aber ge­ra­de auf kirch­li­chem Ge­biet be­för­der­ten sie das Wachs­tum ei­ner ver­häng­nis­vol­len Saat. Die Ver­wil­de­rung der kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen in Frank­reich rief eine re­for­ma­to­ri­sche Ge­gen­be­we­gung her­vor, de­ren Mit­tel­punk­te die Klös­ter Cluny in Bur­gund und Gor­ze in Loth­rin­gen wa­ren. Die­se stren­ge Rich­tung för­der­ten die Kai­ser, nicht so sehr aus Fröm­mig­keit, son­dern weil die re­for­mier­ten Klös­ter bes­ser be­wirt­schaf­tet wur­den und in­fol­ge­des­sen leis­tungs­fä­hi­ger wa­ren, wohl auch aus dem In­stinkt des Herr­schers für Ord­nung. Sie stie­ßen bei die­sen Be­mü­hun­gen auf ein­mü­ti­gen Wi­der­stand der großen deut­schen Reichs­klös­ter. Ei­ner­seits hat­te sich zwar die stren­ge Re­gel be­deu­tend ge­lo­ckert, wie denn ein Hin­aus­ge­hen über die Na­tur im­mer nur vor­über­ge­hend, dank ei­nem be­son­de­ren An­trieb von in­nen oder au­ßen, ge­leis­tet wer­den kann; aber so arg war die Ver­wil­de­rung doch nicht, dass die Not­wen­dig­keit des Ein­schrei­tens sich ohne wei­te­res auf­ge­drängt hät­te. Der Deut­sche hat, ohne ge­ra­de aus­schwei­fend zu sein, viel Sinn für Ge­müt­lich­keit und fröh­li­ches Bei­ein­an­der­sein, die As­ke­se im Sin­ne ver­dros­se­nen oder gar fins­te­ren Tri­um­phie­rens über einen ge­schu­ri­gel­ten Kör­per liegt im­mer nur sehr we­ni­gen. Den klei­nen Über­schuss an Le­bens­won­ne, den der Wein und die mü­ßig­gän­ge­ri­sche Stun­de im Freun­des­krei­se er­zeug­ten, ein ge­wis­ses Maß an Un­ge­bun­den­heit und Raum für den Flü­gel­schlag der See­le woll­ten auch die Mön­che nicht miss­en. Wa­ren sie doch ad­li­ge Her­ren; der Ver­such, sie ge­walt­sam ei­nem Skla­ven­joch zu un­ter­wer­fen, moch­te ih­nen wie ein schnö­der Ein­griff in ihr an­ge­bo­re­nes Recht er­schei­nen; vie­le ver­lie­ßen lie­ber das Klos­ter, als dass sie sich re­for­mie­ren lie­ßen. Der her­ri­sche Wil­le der Sa­lier trug doch den Sieg da­von. Be­son­ders Hein­rich III. hat­te einen fa­na­ti­schen Zug, der die un­bän­di­gen Deut­schen fremd­ar­tig an­mu­te­te; dass er an sei­nem Hoch­zeits­fes­te die Gauk­ler und Spaß­ma­cher fort­wies, die sich bei sol­chen Ge­le­gen­hei­ten an­zu­sam­meln pfleg­ten, miss­fiel all­ge­mein, und man lob­te den from­men Erz­bi­schof Bar­do von Mainz, der sich ih­rer er­barm­te. Es ge­hör­te zu den Grund­sät­zen der stren­gen klu­nia­zen­si­schen Rich­tung, dass die Pries­ter­ehe und die Si­mo­nie, das Kau­fen und Ver­kau­fen geist­li­cher Stel­len, als ver­dam­mens­wer­te Las­ter ab­zu­schaf­fen sei­en. Die Ehe­lo­sig­keit war zwar bei der hö­he­ren Geist­lich­keit längst ein­ge­führt, nicht aber bei der nie­de­ren, den Pfar­rern, de­ren Wi­der­stand ge­gen den Zö­li­bat den Bi­schö­fen selbst un­über­wind­lich vor­kam. Als Pa­tri­zi­us von Rom und Vogt der rö­mi­schen Kir­che hielt Hein­rich III. sich für ver­pflich­tet, sie von al­len Fle­cken ein­ge­ris­se­ner Un­ord­nung zu rei­ni­gen, und um si­cher zu sein, dass die Spit­zen, von de­nen aus Ge­sin­nung sich ver­brei­tet, in sei­nem Sin­ne re­gier­ten, brach­te er nicht nur re­for­ma­to­ri­sche Män­ner auf die Bi­schofs­sit­ze, son­dern auch re­for­ma­to­ri­sche Päps­te auf den rö­mi­schen Stuhl. Nach­dem Bi­schof Suit­ger von Bam­berg, als Papst Cle­mens II., in­ner­halb ei­nes Jah­res und Pop­po von Bri­xen, als Papst Da­ma­sus II., nach drei Mo­na­ten ge­stor­ben wa­ren, schi­en es, als sei­en die deut­schen Päps­te mit ei­nem un­ent­rinn­ba­ren Flu­che be­la­den. Schwe­ren Her­zens folg­te Bi­schof Bru­no von Toul dem Be­fehl des Kai­sers. Die­ser el­säs­si­sche Graf, da­mals 46 Jah­re alt, war schön und hoch­be­gabt, sehr mu­si­ka­lisch, sitt­lich ma­kel­los, ohne pe­dan­tisch und klein­lich zu sein. In sei­nem Ver­hal­ten ge­gen die Sün­der wähl­te er sich Chris­tus zum Vor­bild, der nicht ge­straft, son­dern ge­sagt habe: Gehe hin in Frie­den und sün­di­ge hin­fort nicht mehr. Man nann­te ihn den gu­ten Bru­no. Um dem Tode zu ent­ge­hen, der, wie er glaub­te, den deut­schen Päps­ten in Ita­li­en auf­laue­re, reis­te er so oft wie mög­lich nach Deutsch­land; aber er er­eil­te ihn doch nach sechs­jäh­ri­ger Re­gie­rung. In den Ar­men sei­nes Nach­fol­gers und Geg­ners, des Bi­schofs Geb­hard von Eich­stätt, der sich als Papst Vik­tor II. nann­te, starb der mäch­ti­ge Kai­ser, nach­dem er sei­nen ho­hen Gast in Gos­lar emp­fan­gen hat­te. Schon im nächs­ten Jah­re folg­te ihm der Papst. Ob­wohl die­se deut­schen Päps­te ru­he­los Ita­li­en mög­lichst mie­den, um den Tod zu be­trü­gen, ha­ben sie doch in Rom einen Um­schwung der Ge­sin­nung vor­be­rei­tet, wie Hein­rich III. ge­wünscht hat­te. Die ge­rei­nig­te, auf stren­gen Grund­sät­zen auf­ge­bau­te Kir­che be­gann sich als eine selbst­stän­di­ge Macht zu füh­len.

Die sa­li­schen Kai­ser ga­ben ih­rem im­pe­ria­lis­ti­schen Hoch­ge­fühl Aus­druck durch den Bau der Kir­che von Spey­er, die sie zu ih­rer Grab­stät­te be­stimm­ten. Mit bis da­hin in Deutsch­land un­er­hör­ter Mäch­tig­keit er­hob sich der viel­tür­mi­ge Bau über den Sär­gen des stol­zen Ge­schlech­tes, weit­hin den Rhein be­herr­schend. Noch er­grei­fen­der ver­sinn­bild­li­chen die Rui­nen der Ab­tei­kir­che Lim­burg im Was­gau, zu der Kon­rad II. am sel­ben Tage wie zum Dom von Spey­er den Grund­stein leg­te, eine tri­um­phie­ren­de Macht und einen weltum­fas­sen­den Ge­dan­ken.

Heinrich IV. und Gregor VII.

Eine neue Idee er­griff die Geis­ter, ein neu­es Schlag­wort er­klang und wirk­te: die Un­ab­hän­gig­keit der Kir­che von welt­li­cher Ge­walt. Es war eine ganz und gar be­rech­tig­te, selbst­ver­ständ­li­che Idee, die frü­her oder spä­ter zur Auf­leh­nung ge­gen Ein­grif­fe der Kai­ser in das kirch­li­che Ge­biet füh­ren muss­te. Nicht nur aber Be­vor­mun­dung von Sei­ten des Staa­tes muss­te die Kir­che ab­leh­nen; es lag ihr nah, ih­rer­seits eine sol­che über den Staat aus­üben zu wol­len. Mit dem Sitz in Rom war der An­spruch auf Herr­schaft so not­wen­dig ver­bun­den, dass, so­wie ein her­vor­ra­gen­der, zur Herrsch­sucht nei­gen­der Mann Papst wur­de, das Ge­fühl, Nach­fol­ger der Cäsa­ren zu sein, ihn er­griff. Dann ver­schmolz die Idee des rö­mi­schen Wel­treichs mit der Idee der christ­li­chen Welt­kir­che zu ei­nem Trach­ten nach Wel­t­herr­schaft von fürch­ter­li­cher Kraft. Der Papst war dann nicht nur das Ober­haupt der christ­li­chen Kir­che, der dem Kai­ser das welt­li­che Schwert zu füh­ren über­ließ, son­dern er war der rö­mi­sche Kai­ser rö­mi­scher Na­ti­on, der in dem rö­mi­schen Kai­ser deut­scher Na­ti­on einen bar­ba­ri­schen Usur­pa­tor sah. Das mach­te sich gel­tend, so­wie schwa­che Kai­ser die Re­gie­rung in­ne­hat­ten. Wäh­rend das Reich un­ter den Söh­nen und En­keln Karls des Gro­ßen zer­fiel, in der Mit­te des 9. Jahr­hun­derts, als man glaub­te, der Un­ter­gang der Welt ste­he be­vor, be­stieg den päpst­li­chen Stuhl Ni­ko­laus I., ein vor­neh­mer und ge­bil­de­ter Rö­mer, und er­griff die Zü­gel, die den er­schlaff­ten Hän­den der Ka­ro­lin­ger ent­fal­len wa­ren. Die rat­lo­se, rings von Bar­ba­ren­hor­den über­flu­te­te Chris­ten­heit klam­mer­te sich an den neu­en Eli­as, der in ei­ner zer­trüm­mer­ten Welt die ein­zi­ge, die ewi­ge Macht dar­stell­te. Die Gunst des Au­gen­blicks er­ken­nend, leg­te er mit si­che­rer Hand den Grund zur Herr­schaft: zog mög­lichst vie­le Streit­fäl­le vor ein schieds­rich­ter­li­ches Ur­teil, er­klär­te je­den für den Bann ver­fal­len, der die von den rö­mi­schen Bi­schö­fen er­las­se­nen De­kre­te und Ent­schei­dun­gen nicht an­er­ken­ne, such­te die Bi­schö­fe von sich ab­hän­gig zu ma­chen. Die­se wi­der­streb­ten: der Erz­bi­schof Gün­ther von Köln pro­tes­tier­te ge­gen die Ab­sicht des Paps­tes, die Welt zu be­herr­schen, fuhr fort, die Ex­kom­mu­ni­ka­ti­on ver­ach­tend, in der Kir­che zu am­tie­ren, aber schließ­lich muss­te er sich doch un­ter­wer­fen. Die au­ßer­or­dent­li­chen Macht­an­sprü­che Ni­ko­laus I. konn­ten al­ler­dings von sei­nen Nach­fol­gern nicht durch­ge­setzt wer­den; ver­ges­sen und auf­ge­ge­ben wur­den sie nicht. Nur auf Au­gen­bli­cke konn­ten die bei­den Ge­wal­ten, die ge­mein­sam die Welt re­gie­ren soll­ten, im schwe­ben­den Gleich­ge­wicht er­hal­ten wer­den; zu sehr wa­ren die In­ter­es­sen der bei­den Völ­ker, de­nen sie an­ge­hör­ten, ver­schie­den, zu sehr die Kai­ser zu­gleich Kö­ni­ge der Deut­schen, zu sehr die Päps­te zu­gleich Her­ren von Rom, Cäsa­ren, Wel­t­herr­scher. Hät­te Hein­rich III. län­ger ge­lebt, so wäre der Kampf zwi­schen Kai­ser und Papst hin­aus­ge­scho­ben; er ent­brann­te, als sich nach sei­nem Tode ein über­mü­ti­ger, zucht­lo­ser jun­ger Mann und ein Dä­mon der Herrsch­sucht ge­gen­über­tra­ten.

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