Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

Здесь есть возможность читать онлайн «Ricarda Huch - Deutsche Geschichte» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Deutsche Geschichte: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Deutsche Geschichte»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

Deutsche Geschichte — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Deutsche Geschichte», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Die al­ten Klös­ter mit ih­ren Kir­chen und Kreuz­gän­gen sind im Lauf der Jahr­hun­der­te ent­we­der ganz zer­stört oder um­ge­baut wor­den. Die Ab­tei Prüm in der Ei­fel, die Karl Mar­tells Schwes­ter Ber­tra­da zu An­fang des 8. Jahr­hun­derts stif­te­te, stammt in ih­rer jet­zi­gen Ge­stalt aus dem 18. Jahr­hun­dert, Ful­da ist vom Ba­rock be­herrscht, Sankt Gal­len vom Ro­ko­ko, eben­so fast alle bay­ri­schen und ös­ter­rei­chi­schen Klös­ter, im säch­si­schen Kor­vey, wo der Mönch Wi­du­kind die Ge­schich­ten sei­nes Vol­kes schrieb, muss man die ro­ma­ni­schen Über­bleib­sel des al­ten Baus auf­su­chen. Aber wenn man die In­sel Rei­chenau be­tritt, dann wird man in die Zeit der Erst­lin­ge des Glau­bens ent­rückt. Hier ist al­les fest um­grenzt, al­les schlicht ge­formt, al­les Sym­bol und Ge­heim­nis. Die Häu­ser sind klein, selbst die Kir­chen nied­rig, und den­noch, mit ih­ren di­cken Mau­ern, ih­ren fla­chen De­cken und kur­z­en Säu­len er­schei­nen sie ge­wal­tig und hau­chen über­ir­di­sche Schau­er aus. Die Göt­ter­ge­stalt Chris­ti, die wir von den halb­zer­stör­ten Wand­ge­mäl­den ab­le­sen, wie sie Kran­ke heilt und Tote er­weckt, steigt aus bo­den­lo­sen Ab­grün­den her­vor, Füh­rer durch Blut und Trä­nen in ein Reich jen­seits der Ster­ne. Er­drückend wäre die Hei­lig­keit die­ser Räu­me, wenn sie nicht Na­tur hold um­gä­be: um die Ge­mäu­er singt die Wel­le, flüs­tert das Schilf, blüht und rauscht die Lin­de. Der Gott, der hier an­ge­be­tet wird, liebt die Na­tur, sie ist sei­ne Toch­ter und at­met dicht an sei­nem Her­zen. An den Spa­lie­ren rei­fen Äp­fel und Bir­nen, Pfir­si­che und Trau­ben, nicht nur durch die Gü­ter, die Schif­fe ihr von weit­her zu­füh­ren, ist die­se Aue reich, son­dern durch das, was sie selbst her­vor­bringt. Hier sind alle Men­schen, die ho­hen und die nie­de­ren, die Her­ren und die Bett­ler, Kin­der der Erde, ein Volk von Bau­ern, ge­nüg­sam in sei­nen An­for­de­run­gen an das Ir­di­sche, maß­los in sei­nen Ah­nun­gen des Ewi­gen. Ihre Hei­mat ist eine In­sel, ums­aust von Stür­men, um­bran­det von Wel­len, aber hoch oben rol­len die Ster­ne aus der Hand des Herrn als ein Band, das die Erde und ihre klei­ne Hei­mat mit dem Him­mel ver­bin­det – A­do­re­mus Glo­rio­sis­si­mum.

Der Adel

Die Edda er­zählt, dass Heim­dall, ei­ner der Asen, als er einst am Stran­de des Mee­res sich er­ging, auf mensch­li­che Woh­nun­gen stieß, dort ein­kehr­te und in drei Näch­ten mit drei ver­schie­de­nen Frau­en Kin­der zeug­te. Der Sohn der ge­rings­ten wur­de ein Skla­ve, der Sohn der mit­tel­mä­ßig Be­gü­ter­ten wur­de ein Bau­er, der Sohn der vor­neh­men Frau ein Jarl oder Ada­ling. Der Skla­ve oder Thräl hat­te schwar­ze Haa­re, krum­men Rücken, gelb­li­che Haut, der Jarl, des­sen Mut­ter wei­ßer als rei­ner Schnee glänz­te, war blond­haa­rig, hat­te schö­ne Wan­gen und blit­zen­de Au­gen. Wenn auch lang­dau­ern­de schwe­re Ar­beit und gro­be Er­näh­rung den Rücken beu­gen und die Haut här­ten kann, so möch­te man doch aus die­ser Sage schlie­ßen, dass die Skla­ven der Ger­ma­nen An­ge­hö­ri­ge un­ter­wor­fe­ner Völ­ker wa­ren, als Frem­de nie­de­rer Art ge­ring­ge­schätzt. Alle ger­ma­ni­schen Stäm­me au­ßer den Frie­sen un­ter­schie­den einen Adel, Freie von ver­schie­de­ner Ab­stu­fung und Hö­ri­ge, die gleich­falls in ver­schie­de­ner Be­zie­hung zu ih­ren Her­ren stan­den. Der Adel war durch das dop­pel­te Wer­geld der Frei­en aus­ge­zeich­net, üb­ri­gens stan­den die Rech­te der Frei­zü­gig­keit, Schild­bür­tig­keit, das Feh­de­recht, das Recht ech­tes Ei­gen­tum zu be­sit­zen, das Recht nur von sei­nes­glei­chen ge­rich­tet zu wer­den, dem frei­en Man­ne eben­so wie dem Ad­li­gen zu. Der Ur­sprung des Adels ver­liert sich im Dun­kel der An­fän­ge; viel­leicht ent­stand er da­durch, dass ge­wis­se Fa­mi­li­en, die sich im Krie­ge, im öf­fent­li­chen Le­ben und etwa auch durch Schön­heit aus­zeich­ne­ten, mit den Göt­tern ver­knüpft ge­dacht wur­den. Es ist auf­fal­lend, wie die Ge­schichts­schrei­ber die Schön­heit der Per­so­nen, von de­nen sie er­zäh­len, aus­führ­lich be­schrei­ben; be­son­ders von den Kai­sern wird der hohe Wuchs, die edle Hal­tung, das blon­de Ge­lock, der feu­ri­ge Blick ge­rühmt, au­gen­schein­lich nicht nur als et­was dem Auge Wohl­ge­fäl­li­ges, son­dern auch als Wahr­zei­chen ed­ler Ge­burt. Von Otto IV., der sich durch geis­ti­ge Ga­ben nicht her­vor­tat, wur­de an­ge­nom­men, dass er die fürst­li­chen Wäh­ler durch sei­ne schö­ne große Ge­stalt be­sto­chen habe. Auch an den Mön­chen wur­de Schön­heit als et­was Preis­wür­di­ges her­vor­ge­ho­ben, und mit Stau­nen wur­de ver­merkt, wenn ge­ra­de im un­an­sehn­li­chen oder ent­stell­ten Kör­per ein ho­her Geist wohn­te, wie das bei Her­man­nus Kon­trak­tus, bei Wal­afried Stra­bo in so ho­hem Maße der Fall war. Noch jetzt fin­den sich in Nie­der­sach­sen hoch­ge­wach­se­ne Men­schen mit lich­tem blon­dem Haar und ei­gen­tüm­li­chem, Raum und Kör­per durch­boh­ren­dem See­manns­blick der blau­en Au­gen; viel­leicht sah so der säch­si­sche Adel in wohl­ge­lun­ge­nen Exem­pla­ren aus. Von Adal­hard, ei­nem Vet­ter Karls des Gro­ßen, der eine säch­si­sche Mut­ter hat­te, sag­ten sei­ne Schü­ler, dass sie vor dem furcht­ba­ren Flam­men­blick sei­ner Au­gen ge­zit­tert hät­ten. Un­ter den Fran­ken fiel die Ei­gen­art des Man­nes auf, der schweig­sam und gern al­lein, un­beug­sam fest in sei­nen Über­zeu­gun­gen war und Zu­ver­läs­sig­keit als höchs­te Tu­gend schätz­te. Der Stolz war bei den Sach­sen noch mehr aus­ge­prägt als bei den an­de­ren deut­schen Stäm­men: sie wa­ren stolz auf ihre Hei­mat, stolz auf ihre Ge­schich­te, stolz auf ihre Ab­kunft. Das Chris­ten­tum hat die­sen Stolz nicht aus­ge­trie­ben. Die we­gen ih­rer Fröm­mig­keit ei­ner Hei­li­gen gleich ge­ach­te­te Kö­ni­gin Mat­hil­de be­rief in das Stift zu Qued­lin­burg, das sie grün­de­te, nur Per­so­nen aus dem höchs­ten frei­en Stan­de, weil sie, wie die An­na­len be­rich­ten, dar­an fest­hielt, dass eine Wohl­ge­bo­re­ne sel­ten und nur aus schwe­ren Grün­den ent­ar­te. Alle äl­te­ren Klös­ter wur­den nur mit Ad­li­gen be­setzt, die Äbte und Äb­tis­sin­nen ge­hör­ten oft dem Reichs­fürs­ten­stan­de an. Man wuss­te wohl, dass Pe­trus, ein Fi­scher, ge­sagt hat­te: Bei Gott gilt kein An­se­hen der Per­son, und be­kannt wa­ren die Wor­te, die Pau­lus an die Gala­ter rich­te­te: »Denn die­je­ni­gen, die in Chris­tus ge­tauft sind, ha­ben Chris­tus an­ge­zo­gen. Da ist nicht Jude oder Grie­che, da ist nicht Skla­ve oder Frei­er, nicht Mann oder Frau, ihr seid alle ei­nes in Je­sus Chris­tus«, aber man dach­te nicht dar­an, die­se Ge­sin­nung zu ver­wirk­li­chen. Selbst Bi­schof Udal­rich von Augs­burg, der hei­lig­ge­spro­chen wur­de, ein schwä­bi­scher Graf von Dil­lin­gen, ließ sich auf Rei­sen, an­statt zu rei­ten, in ei­ner Sänf­te tra­gen, um nicht mit Leu­ten aus dem Vol­ke in Berüh­rung zu kom­men und durch ihr Ge­schwätz im Psal­men­sin­gen ge­stört zu wer­den. Be­vor er selbst Bi­schof wur­de, ver­schmäh­te er es, in den Dienst sei­nes Vor­gän­gers zu tre­ten, weil der­sel­be nicht vor­nehm ge­nug war. Vom Erz­bi­schof Te­gi­no von Mag­de­burg, der als ein Mus­ter al­ler Tu­gen­den, als got­tes­fürch­tig, lie­be­voll, wohl­tä­tig, mil­de, keusch ge­schil­dert wird, heißt es gleich­zei­tig, dass er gern sol­che um sich hat­te, die durch Adel der Ge­burt und Sit­te sich aus­zeich­ne­ten, wäh­rend er Nie­de­re zwar nicht ver­ach­te­te, aber sie doch von sei­nem Um­gan­ge fern­hielt. Man sieht dar­aus, dass man Adel der Ge­burt und Adel der Sit­ten als selbst­ver­ständ­lich zu­sam­men­fal­lend be­trach­te­te. Als je­mand die hei­li­ge Hil­de­gard von Bin­gen frag­te, wie sich die Be­vor­zu­gung des Adels in den Klös­tern mit den For­de­run­gen des Chris­ten­tums ver­tra­ge, sag­te sie: »Wer wür­de sein Vieh zu ei­ner Her­de und in ei­nem Stal­le ver­ei­ni­gen? Och­sen, Esel und Scha­fe?« Die Ver­mi­schung füh­re zum Hass, wenn Hoch­ge­bo­re­ne den Nied­rig­ge­bo­re­nen wei­chen müss­ten. Gott un­ter­schei­de das Volk auf Er­den, gleich­wie er im Him­mel En­gel, Erz­en­gel, Thro­ne, Herr­schaf­ten, Che­ru­bim und Se­ra­phim un­ter­schei­de. In spä­te­rer Zeit sag­te Eras­mus von Rot­ter­dam in Be­zug auf das Dom­ka­pi­tel von Straß­burg: »In dies Kol­leg hät­te Chris­tus ohne Dis­pens nicht auf­ge­nom­men wer­den kön­nen«, und ähn­lich ein jun­ger Ka­no­ni­ker um 1500: »Wenn heu­te der Herr auf Er­den wan­del­te, wür­de das Stift von St. Al­ban (in Mainz) ihn ab­wei­sen.« Es ist be­rech­net wor­den, dass von 900-1500 von 166 Erz­bi­schö­fen 134 edel­frei, 10 von Mi­nis­te­ri­al­a­del, 4 bür­ger­lich wa­ren. Hein­rich II. war nach Lud­wig dem From­men der ers­te Kai­ser, der ei­ni­ge Un­freie we­gen ih­rer Tüch­tig­keit zu Bi­schö­fen mach­te. Man muss zu­ge­ben, dass der Adel im frü­hen Mit­tel­al­ter die große Nach­fra­ge nach tüch­ti­gen Män­nern aus­gie­big be­frie­di­gen konn­te.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Deutsche Geschichte»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Deutsche Geschichte» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Deutsche Geschichte»

Обсуждение, отзывы о книге «Deutsche Geschichte» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x