Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

Здесь есть возможность читать онлайн «Ricarda Huch - Deutsche Geschichte» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Deutsche Geschichte: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Deutsche Geschichte»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

Deutsche Geschichte — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Deutsche Geschichte», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

In­des­sen, nicht da­durch al­lein soll­te das Klos­ter einen Ge­gen­satz zur Welt bil­den, dass es eine Stät­te des Frie­dens sei, wäh­rend drau­ßen Blut und Trä­nen ver­gos­sen wur­den: Lei­den und Ent­beh­rung soll­te der Grund­ton des mön­chi­schen Le­bens sein. Es soll­te ein frei­wil­lig über­nom­me­nes Lei­den sein zum Zei­chen der Nach­fol­ge Chris­ti; mit dem drei­fa­chen Ge­lüb­de der Ar­mut, der Keusch­heit und des Ge­hor­sams ver­zich­te­te des­halb der Mönch auf al­les, wor­aus der Mensch die Genüs­se zu schöp­fen pflegt, auf Be­sitz, auf Lie­be und Fa­mi­lie, auf den ei­ge­nen Wil­len. Im Klos­ter soll­te ein Grund­ge­dan­ke des Chris­ten­tums ver­wirk­licht wer­den: die Aus­schal­tung des Pri­vatei­gen­tums. Auch nicht ein Buch, nicht einen Grif­fel soll­te der Mönch zu ei­gen be­sit­zen, al­len soll­te al­les ge­mein­sam sein. Die meis­ten Kir­chen­vä­ter stimm­ten dar­in über­ein, dass der Ge­mein­be­sitz gut, von der Na­tur und von Gott ge­wollt sei, dass die Hab­sucht der Men­schen das Son­de­rei­gen­tum ein­ge­führt habe. Da­mit hing das Ge­bot der Ehe­lo­sig­keit zu­sam­men, denn in der Fa­mi­lie bil­det sich die Nei­gung aus, Ver­mö­gen zu er­wer­ben und den Kin­dern zu ver­er­ben, wo­durch es der Ge­mein­de ent­zo­gen wird. Dem ger­ma­ni­schen Bau­er, be­son­ders dem säch­si­schen, der gern al­lein auf sei­nem Hof saß, war die kirch­li­che Leh­re von der Gü­ter­ge­mein­schaft durch­aus ent­ge­gen­ge­setzt. Auch wur­de das stren­ge Ge­bot im Klos­ter oft durch­bro­chen, da es im­mer sol­che gab, die et­was Ei­ge­nes zu ver­heim­li­chen wuss­ten, wor­über es dann zu häss­li­chen Zan­ke­rei­en kam. Al­lein wenn auch Heu­che­lei und Schwä­che das Vor­le­ben des christ­li­chen Ge­dan­kens trü­ben und die Un­mög­lich­keit, ihn rein zu ver­wirk­li­chen, be­wei­sen moch­ten, er leuch­te­te doch von die­ser Stät­te in die von Hab­gier zer­ris­se­ne Welt, einen Ha­fen al­len de­nen öff­nend, die ihm die­nen woll­ten. Hier in die­sem ge­hei­lig­ten Be­zirk soll­te das Gold nur dem Schmuck des Al­tars die­nen, die wei­ßen Hän­de des Mönchs soll­ten sich nie um eine er­raff­te Mün­ze schlie­ßen, nur sich öff­nen, um sie dem Be­dürf­ti­gen aus­zu­tei­len. Das zur Er­hal­tung des Le­bens Not­wen­di­ge war da, gab es et­was dar­über hin­aus, wur­de es mit Dank ge­nos­sen, aber im All­ge­mei­nen soll­te die Leh­re der Kir­chen­vä­ter gel­ten: wer et­was Über­flüs­si­ges hat, ent­zieht es dem Ar­men. Die Be­ga­bung soll­te in­ner­halb der Ge­mein­schaft zwar an­er­kannt und ge­pflegt wer­den und sich ent­fal­ten, aber kei­nen Vor­zug der Ehre oder der Ein­künf­te zur Fol­ge ha­ben. Alle stan­den un­ter glei­chem Ge­setz, wohn­ten gleich, nähr­ten und klei­de­ten sich gleich, ein­zig die Per­sön­lich­keit, de­ren Wur­zel sich mensch­li­chem Ein­griff ent­zieht, gött­li­che Prä­gung, die kein ir­di­scher De­spot ver­wi­schen kann, mach­te sich durch grö­ße­res Lie­ben und Ge­liebt­wer­den gel­tend, trotz al­ler Be­stim­mun­gen, die auch die Freun­des­lie­be ge­gen­über der Nächs­ten­lie­be be­schrän­ken soll­ten. So­weit es mensch­li­che Lei­den­schaft und mensch­li­che Schwä­che zu­las­sen, wur­de hier christ­li­che Brü­der­lich­keit ver­wirk­licht.

Nicht im­mer er­tru­gen die jun­gen Män­ner die Ver­ge­wal­ti­gung, die ih­rer Na­tur durch das Mönch­tum an­ge­tan wur­de, gut­wil­lig. Oft wa­ren es sol­che, die schon als Kin­der durch Kränk­lich­keit, Zart­heit, Nei­gung zum be­schau­li­chen Le­ben, geis­ti­ge Be­ga­bung für die klös­ter­li­che Lauf­bahn vor­be­stimmt schie­nen; war das nicht der Fall, so muss­ten die ad­li­gen Kna­ben, de­ren Vä­ter und Brü­der das Schwert führ­ten, sich im Krie­ge aus­zeich­ne­ten, Aben­teu­er er­leb­ten, hart mit sich rin­gen, bis sie in­ne­ren Frie­den fan­den oder we­nigs­tens sich zu fü­gen lern­ten. Zwi­schen den Klos­ter­mau­ern ver­sieg­te man­che Trä­ne des Zorns, ver­hall­te man­cher Fluch der Verzweif­lung. Nur zu­fäl­lig ist uns das Schick­sal des jun­gen Gra­fen­soh­nes Wolo über­lie­fert, der, um von fer­ne die blau­en Ber­ge zu se­hen, dem Ver­bo­te trot­zend einen Turm be­stieg, stürz­te und das Ge­nick brach, im Ster­ben wohl das Ge­schick seg­nend, das ihn be­frei­te. Un­se­li­ger en­de­te der säch­si­sche Gra­fen­sohn Gott­schalk, der auf ei­nem Kon­zil in Mainz Ent­las­sung aus dem Klos­ter ver­lang­te, weil er des mön­chi­schen Le­bens über­drüs­sig ge­wor­den war. Das Kon­zil, dem er selbst sei­ne Sa­che vor­trug, war weit­her­zig ge­nug, sei­nem Ge­such ent­spre­chen zu wol­len, nicht so der Abt des Klos­ters Ful­da, dem er an­ge­hör­te, Hra­ba­nus Mau­rus. Der Mann, den die Mit- und Nach­welt we­gen sei­ner Kennt­nis­se und sei­ner Fröm­mig­keit be­wun­der­te, zeig­te sich Gott­schalk ge­gen­über bis zur Grau­sam­keit starr. Er focht das Ur­teil des Kon­zils an, in­dem er sich dar­auf be­rief, dass die Ge­lüb­de der El­tern, die Kin­der dem Klos­ter dar­bräch­ten, nicht ge­löst wer­den könn­ten. Um Gott­schalks Kla­ge über Frei­heits­be­rau­bung zu­rück­zu­wei­sen, sag­te er, man ver­lie­re sei­ne Frei­heit nicht, wenn man sich dem Diens­te Chris­ti wei­he, was Gott­schalk doch gar nicht ge­tan hat­te. Lud­wig der From­me gab, wie zu er­war­ten war, dem Abte nach, doch wur­de Gott­schalk ge­stat­tet, in ein an­de­res Klos­ter zu ge­hen, und er wähl­te Or­bais in der Di­öze­se Sois­sons. Mit der Hef­tig­keit ei­nes auf­ge­stau­ten Ta­ten­dran­ges ver­tief­te er sich in die Schrif­ten des hei­li­gen Au­gus­ti­nus und ent­deck­te die Leh­re von der Gna­den­wahl, die er kampf­lus­tig und trot­zig zu ver­brei­ten such­te als eine Wahr­heit, die die Kir­che der Chris­ten­heit vor­ent­hal­ten habe. Er über­zeug­te man­che, ge­wann nam­haf­te An­hän­ger; aber da sich zwei mäch­ti­ge Fein­de ge­gen ihn ver­bün­de­ten, sein al­ter Geg­ner, Hra­ba­nus Mau­rus, der in­zwi­schen Erz­bi­schof von Mainz ge­wor­den war, und der ge­walt­tä­ti­ge Hink­mar, Erz­bi­schof von Reims, bei­de star­ke Per­sön­lich­kei­ten, ge­lehrt und herrsch­süch­tig, un­ter­lag er. Durch Gei­ßel­hie­be zum Schwei­gen ge­bracht, ver­fiel er schließ­lich in Wahn­sinn. Dass die Leh­re von der Gna­den­wahl als ket­ze­risch ver­ur­teilt wur­de, ent­sprach dem klu­gen und mil­den Geist der ka­tho­li­schen Dog­ma­tik, die den Lai­en vor dem Gift all­zu tief boh­ren­der Ge­dan­ken be­wah­ren woll­te; den per­sön­li­chen Hass, der sich in der Art, wie man ihn be­han­del­te, er­weist, mag zu ei­nem Teil das stol­ze und recht­ha­be­ri­sche We­sen des Un­glück­li­chen, der um sei­ne Leh­re als um sei­ne Ra­che kämpf­te, ver­schul­det ha­ben.

An­de­ren wur­de der Zwang zur Läu­te­rung, wie dem jun­gen Rhä­tier Vik­tor in Sankt Gal­len, der sehr ge­lehrt, aber auch an­ma­ßend und wi­der­spens­tig war, von sei­nen Fein­den ge­blen­det wur­de, dann als Leh­rer an die Schu­le des Bi­schofs von Straß­burg kam und im Rufe der Hei­lig­keit starb. Für die­je­ni­gen, die an­ge­bo­re­ne star­ke Kräf­te des Geis­tes und Ge­mü­tes nicht vom Ir­di­schen auf das Himm­li­sche über­tra­gen konn­ten, wur­de das Klos­ter zum Ge­fäng­nis; und als Ge­fäng­nis diente es auch ab­sicht­lich. Das war sei­ne düs­te­re, sei­ne un­heim­li­che Sei­te. Die Kö­ni­ge be­nutz­ten die Klös­ter, um ge­fähr­li­che Geg­ner, etwa An­füh­rer über­wun­de­ner Völ­ker oder Stäm­me oder Prä­ten­den­ten aus der ei­ge­nen Fa­mi­lie, Brü­der, na­tür­li­che Söh­ne, Nef­fen, ver­schwin­den zu­las­sen. So en­de­ten Thas­si­lo, der letz­te bay­ri­sche Her­zog aus der Dy­nas­tie der Agi­lol­fin­ger, im Klos­ter Lorsch, Kö­nig Lo­thar, der Sohn Lud­wigs des From­men, im Klos­ter Prüm in der Ei­fel.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Deutsche Geschichte»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Deutsche Geschichte» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Deutsche Geschichte»

Обсуждение, отзывы о книге «Deutsche Geschichte» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x