Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Kei­nes an­de­ren ger­ma­ni­schen Hel­den Bild ist so far­ben­bunt, so viel­sei­tig präch­tig von der Sage auf­ge­fan­gen. Im­mer er­scheint er in ihr von Freun­den und Ge­fähr­ten um­ge­ben, im­mer freund­lich, furcht­los, über­le­gen, groß­mü­tig, aber auch zu­wei­len streng und ver­nich­tend. Not­ker der Stamm­ler, der nach Karls Tode aus münd­li­cher Über­lie­fe­rung von ihm er­zählt, nennt ihn nicht nur den wei­sen, den mil­den, den sieg­rei­chen, son­dern auch den schreck­li­chen, den furcht­ba­ren Karl, aber das eine eben­so be­wun­dernd wie das an­de­re. Nicht ohne Strö­me von Blut zu ver­gie­ßen hat er sein Reich ge­grün­det. Die Sach­sen aber, die am meis­ten durch ihn ge­lit­ten hat­ten, tru­gen es ihm nicht nach; auch für sie war er der Ur­quell al­les Gu­ten und Gro­ßen im Reich, das Ur­bild ei­nes ger­ma­ni­schen Hel­den­kai­sers.

Die Deutschen und das Christentum

Man möch­te gern wis­sen, was von Staat und Kir­che ge­sch­ah, um die Sach­sen zu be­keh­ren, wie die Be­keh­rung wirk­te, was für ein Chris­ten­tum es war, das ge­lehrt und das auf­ge­nom­men wur­de. Ein schö­ner Brief des An­gel­sach­sen Al­kuin an Kai­ser Karl gibt zu ver­ste­hen, dass die Be­keh­rer haupt­säch­lich for­dernd auf­tra­ten, in­dem sie den Zehn­ten zur Er­hal­tung der Kir­che auf­er­leg­ten, der, wie es scheint, mit Här­te ein­ge­trie­ben wur­de. Es sei bes­ser, mein­te Al­kuin, den Zehn­ten als den Glau­ben zu ver­lie­ren, es sei auch nicht er­wie­sen, ob die Apos­tel ge­wollt hät­ten, dass der Zehn­te ge­ge­ben wer­de. Wä­ren die Neu­ge­tauf­ten spä­ter reif im Glau­ben ge­wor­den, möge man ih­nen ein so schwe­res Ge­bot zu­mu­ten, zu­nächst sol­le man sie die Heils­wahr­hei­ten leh­ren und ih­nen mit Wer­ken der Barm­her­zig­keit nä­her­zu­kom­men su­chen. Ohne Zwei­fel hat­te Al­kuin ge­hört, wie die Sach­sen sich be­klag­ten, dass die Re­li­gi­on des Got­tes der Lie­be für sie nur Be­drückung be­deu­te; wuss­te er, dass für die Pre­digt nicht ge­nü­gend ge­sorgt war. An den Erz­bi­schof Arn von Salz­burg schrieb er, der Kai­ser habe den bes­ten Wil­len, aber er habe nicht ge­nug Leu­te, die von der Lie­be zur Ge­rech­tig­keit be­seelt wä­ren, es gäbe eben mehr Die­be als Pre­di­ger, und mehr Men­schen such­ten das Ihre als das Gött­li­che.

Über­all und zu al­len Zei­ten sind von den Men­schen, die ein Ge­setz aus­füh­ren sol­len, vie­le, ja die meis­ten vol­ler Män­gel und Schwä­chen, so­dass der Wil­le des Ge­setz­ge­bers sel­ten rein zur Gel­tung kommt. Das­sel­be un­güns­ti­ge Ver­hält­nis von Gu­ten, Min­der­gu­ten und Schlech­ten be­steht na­tür­lich in al­len Schich­ten des Vol­kes und be­stand bei den zu Be­keh­ren­den wie bei den Sie­gern. Der Art der Be­keh­rung ent­sprach die Ge­sin­nung, mit wel­cher die Tau­fe emp­fan­gen wur­de, wie die fol­gen­de An­ek­do­te er­zählt. Als ein­mal um Os­tern fünf­zig Hei­den zu­gleich sich zur Tau­fe mel­de­ten, wa­ren am Hofe des Kai­sers nicht so vie­le lei­ne­ne Ge­wän­der vor­rä­tig, mit de­nen man die Täuf­lin­ge zu be­schen­ken pfleg­te, und die feh­len­den wur­den schnell aus gro­bem Stoff zu­sam­men­ge­näht. Ent­rüs­tet sag­te der eine der Hei­den, als man ihm einen sol­chen Kit­tel reich­te: »Zwan­zig­mal schon habe ich mich hier ge­ba­det und im­mer habe ich gu­tes neu­es Ge­wand be­kom­men; die­ser Sack passt höchs­tens für einen Sau­hir­ten, nicht für einen Krie­ger. Wenn ich mich nicht mei­ner Nackt­heit schäm­te, könn­tet ihr das Kleid mit­samt dem Chri­sam be­hal­ten.«

Seit ih­ren An­fän­gen hat­te die Kir­che eine we­sent­li­che Ver­än­de­rung er­fah­ren: als der Glau­be des herr­schen­den Vol­kes ge­hör­te sie nicht mehr in ers­ter Li­nie den Ar­men und Skla­ven, son­dern den Gro­ßen. Bei al­len ger­ma­ni­schen Stäm­men wur­den die Kö­ni­ge und Her­zö­ge zu­erst Chris­ten, und ih­nen schloss sich der Adel an; was sie zum Über­tritt be­wog, war die Hoff­nung, dass der Chris­ten­gott ih­nen Sieg ver­lei­hen wer­de. In den ers­ten Jahr­hun­der­ten hat­te man die Ar­men be­schenkt, wenn man die Kir­che be­schenk­te; was der Kir­che ge­hör­te, ge­hör­te den Ar­men, die Tä­tig­keit der christ­li­chen Kir­chen­vor­ste­her be­stand haupt­säch­lich in der Ar­men­pfle­ge. All­mäh­lich, wie der Auf­ga­ben­kreis der Kir­che sich er­wei­ter­te, wur­de es üb­lich, dass die Bi­schö­fe ihr Ver­mö­gen in vier Tei­le teil­ten und da­von einen Teil für sich, einen für die Ka­no­ni­ker, einen für die In­stand­hal­tung und Ver­schö­ne­rung ih­rer Kir­che und einen für die Ar­men ver­wen­de­ten. Al­mo­sen wur­den noch im­mer reich­lich ver­teilt, und Al­mo­sen­ge­ben von der Kir­che drin­gend emp­foh­len; aber die Ar­men wur­den doch als un­ter­ge­ord­ne­te Leu­te und ge­wiss oft mit Ge­ring­schät­zung be­han­delt. Es wur­de er­zählt, Wi­du­kind habe als Ge­fan­ge­ner Karls, wäh­rend sie, ein je­der an ei­nem be­son­de­ren Tisch, speis­ten, ge­gen Karl be­merkt: »Euer Chris­tus sagt, in den Ar­men wer­de er selbst auf­ge­nom­men. Mit wel­cher Stirn re­det denn ihr uns zu, dass wir un­se­re Na­cken beu­gen sol­len vor dem, wel­chen ihr so ver­ächt­lich be­han­delt und dem ihr nicht die ge­rings­te Ehr­er­bie­tung be­weist?« Der Kai­ser, so heißt es wei­ter, er­schrak und er­rö­te­te; denn die Ar­men sa­ßen de­mü­tig am Bo­den.

Das Miss­ver­hält­nis zwi­schen Ide­al und Wirk­lich­keit, das im­mer be­steht, dräng­te sich si­cher ge­ra­de den Hei­den auf, die der neu­en Leh­re zwei­felnd ge­gen­über­stan­den. In­des­sen die Ar­men und Skla­ven wa­ren nur ein Teil des Vol­kes, und die Be­zie­hung zur Ar­mut ist nur ein Teil des Chris­ten­tums. Er­schüt­tert durch das un­ge­heu­re Er­leb­nis des mehr als drei­ßig­jäh­ri­gen Kamp­fes beug­ten sich die Be­sieg­ten, wie Wi­du­kind ge­tan hat­te, dem frem­den Gott, der sei­ne Über­macht an ih­nen be­wie­sen hat­te. Von ihm er­war­te­ten sie nun Sieg im Kamp­fe, Ge­dei­hen der Äcker, Glück und Ge­lin­gen in al­len An­ge­le­gen­hei­ten, be­reit, ihm da­für mit gren­zen­lo­ser Er­ge­ben­heit zu die­nen. Der alte Göt­ter­glau­be, ob er nun dem nor­di­schen ähn­lich war, wie er sich in der Edda dar­stellt, oder ob er bei den deut­schen Stäm­men sich an­ders ent­wi­ckelt hat­te, si­cher­lich hat­te er nicht mehr die quel­len­de Fri­sche ei­nes neu­en oder er­neu­er­ten Glau­bens. Man weiß aus den Kla­gen des Bo­ni­fa­ti­us, dass sich die Re­li­gio­si­tät der heid­nischen Deut­schen haupt­säch­lich in aber­gläu­bi­schen Bräu­chen und Be­schwö­run­gen äu­ßer­te, im Wäh­len glück­brin­gen­der Tage, im Los wer­fen, im Zwin­gen des Wet­ters oder mensch­li­chen Wil­lens; in sol­chen For­meln war der einst sinn­vol­le, le­ben­di­ge Glau­be er­starrt. An dem christ­lich ab­ge­wan­del­ten Aber­glau­ben fest­zu­hal­ten, ge­nüg­te dem re­li­gi­ösen Be­dürf­nis vie­ler. Wei­se Päps­te ord­ne­ten an, dass so viel wie mög­lich der christ­li­che Kult an heid­nische Fes­te, Ge­bräu­che, Ge­wohn­hei­ten an­ge­knüpft wer­de; so tra­ten denn Hei­li­ge an die Stel­le der Göt­ter, und die das Le­ben Chris­ti und der Hei­li­gen be­zeich­nen­den Fes­te an die Stel­le der heid­nischen, die den Son­nen­lauf, das Er­wa­chen und Hinster­ben der Na­tur be­glei­ten. Un­ter den Sach­sen und Frie­sen, den zu­letzt be­kehr­ten Stäm­men, wa­ren wohl vie­le Bau­ern, die, wenn sie sich auch an die neu­en Na­men ge­wöhn­ten, doch der Kir­che und den Pries­tern im Her­zen feind­lich blie­ben auf eine ver­bis­se­ne, schweig­sa­me, ge­fähr­li­che Art. Aber auch bei die­sen schwand die Erin­ne­rung an den al­ten Glau­ben, selbst wenn sich die al­ten Zau­ber­sprü­che im Ge­dächt­nis er­hiel­ten. Die, wel­che die Pfaf­fen hass­ten, fühl­ten sich trotz­dem als gute Chris­ten.

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