Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Passau, St. Flo­ri­an, Krems­müns­ter, Chiem­see, Staf­fel­see, Wes­so­brunn, Te­gern­see, Be­ne­dikt­be­u­ren, die bei­den letz­te­ren von zwei ad­li­gen Brü­der­paa­ren ge­stif­tet, wur­den in Bay­ern zu be­deu­ten­den Kul­tur­mit­tel­punk­ten, in Fran­ken Lorsch und Prüm, im El­saß Wei­ßen­burg, in Sach­sen Kor­vey und die be­rühm­ten Non­nen­k­lös­ter Gan­ders­heim, Qued­lin­burg und Nord­hau­sen. Die Schen­kun­gen, mit de­nen die Klös­ter über­häuft wur­den, mach­ten sie schnell au­ßer­or­dent­lich reich.

In den Vor­rats­häu­sern und Stäl­len des Klos­ters Staf­fel­see be­fan­den sich im Jah­re 812: 1 Pferd, 26 Och­sen, 20 Kühe, 1 Stier, 51 Stück Klein­vieh, 5 Käl­ber, 87 Ham­mel, 14 Läm­mer, 17 Bö­cke, 58 Zie­gen, 12 Böck­chen, 40 Schwei­ne, 50 Frisch­lin­ge, 63 Gän­se, 50 jun­ge Hüh­ner, 17 Bie­nen­stö­cke, 20 Speck­schwar­ten, 40 Käse, 127 Fett- und Schmalz­töp­fe. Dazu ka­men noch Ho­nig, But­ter, Salz und Malz. In den Mäg­de­kam­mern span­nen und web­ten 24 Mäg­de und ver­fer­tig­ten aus Wol­le und Lei­nen Wä­sche und Klei­dungs­stücke. Das Land wur­de teils ver­pach­tet, teils vom Klos­ter selbst durch Hö­ri­ge be­wirt­schaf­tet, die teils mit dem Land zu­sam­men ge­schenkt wa­ren, teils sich mit oder ohne Land dem Klos­ter frei­wil­lig er­ga­ben. Trotz des da­ma­li­gen Über­flus­ses an Land und Leu­ten be­darf der Wett­ei­fer des Schen­kens, der im 9. und 10. Jahr­hun­dert das deut­sche Volk er­griff, der Er­klä­rung, und er er­klärt sich haupt­säch­lich durch die Ge­walt des Glau­bens. Moch­te im­mer­hin noch man­cher säch­si­sche Bau­er in ein­sa­men Hö­fen sich an sei­nen al­ten Ru­nen und Sprü­chen ge­nü­gen las­sen, der Adel und die be­gü­ter­ten Frei­en wa­ren gläu­bi­ge Chris­ten, über­zeugt, das Heil ih­rer See­le nur durch die Ver­mitt­lung des Paps­tes in Rom emp­fan­gen zu kön­nen.

Das Kloster

Wa­ren auch vie­le Wäl­der ge­lich­tet und vie­le Moo­re ent­wäs­sert, noch im­mer gab es ta­ge­rei­sen­weit Wild­nis in deut­schen Lan­den. Ta­ge­lang ging der jun­ge Bayer Sturm, als er einen Platz für das Klos­ter such­te, das Bo­ni­fa­ti­us grün­den woll­te, durch Wäl­der und flocht bei Nacht einen Zaun um sei­nen Esel, um ihn not­dürf­tig vor wil­den Tie­ren zu schüt­zen, und wenn es in den Zwei­gen ra­schel­te und knack­te, horch­te er ge­spannt, ob ein Mensch oder ein Wolf oder Luchs sich her­an­sch­li­che. An den Mün­dun­gen des Rheins, der We­ser und Elbe über­schwemm­te das Ge­wäs­ser oft weit­hin das Land, Sturm­flu­ten bran­de­ten über die noch nicht ein­ge­deich­ten An­sie­de­lun­gen und ris­sen sie in die Tie­fe. Im Herbst, im Win­ter und im Früh­ling, wenn die Wol­ken tief her­ab­hin­gen, der kal­te Wind heul­te und Schnee und Re­gen die Wege zu Mo­rast auf­weich­ten, moch­te dem Wan­de­rer, der zu Fuß oder zu Pfer­de ein ent­fern­tes Ziel zu er­rei­chen such­te, oft die Hand er­star­ren und das Herz er­be­ben. Nicht nur wil­de Tie­re, auch die wil­den Men­schen muss­te er fürch­ten, We­ge­la­ge­rer, Krie­ger, die zum Kamp­fe aus­zo­gen oder vom Kamp­fe zu­rück­kehr­ten und ih­ren Über­mut an je­dem Be­lie­bi­gen aus­tob­ten, Fein­de viel­leicht, die die Ge­le­gen­heit wahr­nah­men, einen al­ten Span aus­zu­tra­gen. Weit und breit kein Haus; die Dör­fer, durch die man etwa kam, be­stan­den aus dürf­ti­gen, stroh­ge­deck­ten Hüt­ten aus Lehm und Holz. Zu­wei­len kam man wohl an fes­ten, brei­ten Häu­sern frei­er Bau­ern oder an Guts­hö­fen vor­über, die Eschen und Ei­chen be­schirm­ten, an de­nen ein Quell vor­über­rie­sel­te, und die wohl­be­stell­te Äcker um­ga­ben. Städ­te gab es noch we­ni­ge au­ßer den al­ten Rö­mer­städ­ten am Rhein, Straß­burg, Ba­sel, Mainz, Köln, au­ßer Augs­burg am Lech und Re­gens­burg an der Do­nau, und auch dort öff­ne­ten sich dem Wan­de­rer zu Schutz und Her­ber­ge nur die Klös­ter, die es dort etwa gab.

In­mit­ten des wol­ken­ver­han­ge­nen, wäl­der­rau­schen­den, waf­fenk­lir­ren­den Lan­des gab es Be­zir­ke, die der Frie­de Got­tes er­füll­te. Moch­te drau­ßen Krieg ra­sen, un­ter der täg­li­chen Fron der Land­ar­bei­ter seuf­zen, Ge­walt und Un­recht tri­um­phie­ren, im Klos­ter glüh­te die Flam­me ewi­ger An­be­tung, beug­ten sich im­mer Knie vor dem Herrn, rie­fen im­mer in­brüns­ti­ge Lip­pen den höchs­ten Na­men an, leg­ten Gott­ge­weih­te das Ge­schick ih­rer welt­li­chen Brü­der an das Va­ter­herz im Ge­bet. Nach sie­ben­stün­di­gem Schlaf, eh noch der Tag zu däm­mern be­gann, er­ho­ben sich die Mön­che vom La­ger und be­tra­ten die Kir­che, um das Lob des All­mäch­ti­gen zu be­gin­nen. In fes­ten Rhyth­men be­glei­te­te die Mu­sik den Psalm der Stun­de des Ta­ges, alle Ge­füh­le des Her­zens er­gie­ßend: die Kla­ge über das Ver­geb­li­che der Lust der Welt, den düs­te­ren Schmerz der Un­zu­läng­lich­keit und Schuld, das Rüh­men und Dan­ken, den Ju­bel des Glau­bens, die Angst des Zwei­fels, das un­still­ba­re Heim­weh. Über die Wän­de der Kir­che brei­te­te sich in fei­er­li­chen Bil­dern die Ge­schich­te vom Bun­de Got­tes mit der Mensch­heit aus. Man sah lieb­lich und herr­lich zu­gleich die jung­fräu­li­che Mut­ter mit dem Kin­de, das, so klein es war, doch das Gött­li­che in sich fass­te, man sah den Herrn am Kreu­ze und sah ihn in sei­ner Ma­je­stät un­er­bitt­lich am Jüngs­ten Tage die Bö­sen von den Gu­ten son­dern. Wer den ge­weih­ten Raum be­trat, spür­te die Ge­gen­wart über­ir­di­scher Mäch­te. Die Kna­ben vor­neh­mer Ab­kunft, die hier von den El­tern Gott dar­ge­bracht wur­den, wuss­ten, dass sie be­stimmt wa­ren, Krie­ger des höchs­ten Kriegs­herrn zu wer­den, wenn sie auch kei­ne Rüs­tung tru­gen. Stolz, sprö­de, keck beug­ten sie sich doch der Zucht ih­rer Leh­rer und des Ab­tes, die nach der Re­gel streng und mil­de, brü­der­lich und kö­nig­lich sie re­gier­ten. Der Sehn­sucht des ger­ma­ni­schen Jüng­lings, ei­nem Füh­rer Ge­folg­schaft zu leis­ten, der im Kamp­fe vor­an­ging, konn­ten sie auch im Klos­ter Ge­nü­ge tun. Je nach ih­rer Be­ga­bung war ih­nen das Klos­ter Uni­ver­si­tät, Kunst­schu­le, Hand­wer­ker­schu­le, land­wirt­schaft­li­che Schu­le. Denn es war eine Welt im klei­nen, al­les, was ge­braucht wur­de, wur­de im Klos­ter an­ge­fer­tigt, das über den Ge­brauch hin­aus Er­zeug­te ging zum Ver­kauf hin­aus.

Im Klos­ter­gar­ten wur­den Ro­sen, Ver­be­nen, Nel­ken und an­de­re Blu­men des schö­nen An­blicks und des Duf­tes we­gen ge­zo­gen, da­ne­ben Ge­mü­se, Kü­chen­kräu­ter und Pflan­zen, de­nen Heil­kraft zu­ge­schrie­ben wur­de: Lat­tich, Lauch, Erb­sen, Pe­ter­si­lie, Min­ze, La­ven­del und Thy­mi­an. Die rei­chen Klös­ter hat­ten aus­wär­ti­ge Be­sit­zun­gen, oft von weit­her wur­den dem Mut­ter­klos­ter Er­trä­ge zu­ge­führt. Das Klos­ter Rei­chenau be­zog aus ei­ge­nen Gü­tern in Ita­li­en Wein und Öl. Hohe Gäs­te pfleg­ten Schen­kun­gen an Wild oder Fisch oder Wein zu ma­chen, und der für die Gabe fest­ge­setz­te Tag wur­de zum Fest­tag. Ek­ke­hard IV. hat den Be­such ge­schil­dert, den der lie­bens­wür­di­ge Kö­nig Kon­rad I. im Jah­re 911 in Sankt Gal­len mach­te. Wäh­rend er in Kon­stanz die Weih­nacht fei­er­te, er­zähl­te ihm der Bi­schof Sa­lo­mon, der in Sankt Gal­len er­zo­gen war, von der Pro­zes­si­on, die an ei­nem der fol­gen­den Tage dort statt­fin­de, wor­auf der Kö­nig aus­rief: »Wä­ren wir dort! Und warum, mein Herz, ge­hen wir nicht mor­gen früh hin?« Fröh­lich fuh­ren sie zu Schiff den Rhein hin­auf und wur­den in Sankt Gal­len mit Hym­nen emp­fan­gen. Von den drei Freu­den­ta­gen, die der Kö­nig dort zu­brach­te, blieb der Tag der Un­schul­di­gen Kind­lein, der ein Tag be­son­de­rer Frei­heit für die Klos­ter­schü­ler war, al­len die liebs­te Erin­ne­rung. Der Kö­nig, of­fen­bar ein Kin­der­freund, ließ den klei­nen Bur­schen Obst hin­schüt­ten und staun­te, als nicht ei­ner sich rühr­te, um da­nach zu grei­fen, dann wie­der nahm er sie auf den Schoß und leg­te ih­nen Gold­mün­zen in den Mund und lob­te la­chend den einen, der das Gold voll Ab­scheu aus­spie. Er speis­te mit den Mön­chen, be­rei­cher­te das be­schei­de­ne Mahl durch au­ßer­ge­wöhn­li­che Zuta­ten, ver­brei­te­te fröh­lich plau­dernd ge­müt­li­che Stim­mung und sag­te spä­ter zum Bi­schof von Kon­stanz, das we­nigs­tens war die Über­lie­fe­rung des Klos­ters, er sei noch nie bei ei­nem Gast­mahl so hei­ter ge­we­sen. Auch in die Ge­bets­ver­brü­de­rung ließ er sich auf­neh­men, eine Ein­rich­tung, zu­fol­ge wel­cher Lai­en nach er­folg­ter Zu­stim­mung der Mön­che eine ge­wis­se Zu­ge­hö­rig­keit zum Klos­ter sich er­wer­ben konn­ten, so­dass die Mön­che sie in ihr Ge­bet ein­schlos­sen, und sie das recht hat­ten, vor­über­ge­hend im Klos­ter zu ver­wei­len, wo­von Fürs­ten und Ad­li­ge wohl am Ende ih­res Le­bens Ge­brauch mach­ten, um in ge­hei­lig­ten Räu­men zu ster­ben.

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