Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Übte das Klos­ter auf die Wi­der­stre­ben­den Ker­ker­druck aus, so konn­te es de­nen, die sich ein­ord­ne­ten, zum Pa­ra­die­se wer­den. Die re­gel­mä­ßi­ge Ein­tei­lung des Ta­ges und der Nacht, der Wech­sel zwi­schen Tä­tig­keit, be­schau­li­cher Be­trach­tung und Ge­spräch wirk­ten be­ru­hi­gend. Vor al­len Din­gen mil­der­te das trös­ten­de Wort des Freun­des auch herbs­tes Lei­den. Gab es nei­di­sche, ge­häs­si­ge, bös­ar­ti­ge Mön­che, so wa­ren doch auch sol­che da, die durch Güte Frie­den und durch Be­ga­bung Glanz über ihre Um­ge­bung aus­gos­sen. Dem Um­stän­de, dass Schwa­ben von je­her Dich­ter er­zeug­te, ist es zu ver­dan­ken, dass uns Kun­de denk­wür­di­ger Per­sön­lich­kei­ten über­lie­fert ist, die die Zier­de schwä­bi­scher Klös­ter wa­ren. In Sankt Gal­len leb­te Not­ker, der trotz sei­nes Zun­gen­feh­lers ein ver­ehr­ter Leh­rer war, der stren­ge Zucht mit zärt­li­cher Für­sor­ge und Ver­ständ­nis für je­den ein­zel­nen zu ver­ei­nen wuss­te. Der zar­te, ma­ge­re Mann, dem doch die Kraft nicht fehl­te, den Teu­fel zu über­win­den, der ihm zu­wei­len nach­stell­te, lieb­te die jun­gen Wil­den und hat­te Nach­sicht für die Über­schäu­men­den; in sei­nen Ar­men, un­ter sei­nen gü­ti­gen Wor­ten starb der trot­zi­ge Wolo, der ihn eben noch be­lei­digt hat­te, und sein Lieb­ling war der mut­wil­li­ge Sa­lo­mon, der spä­ter als Bi­schof von Kon­stanz der Präch­ti­ge und Glück­li­che ge­nannt wur­de. An künst­le­ri­scher Be­ga­bung war al­len Tu­ti­lo über­le­gen. Er dich­te­te, mal­te, mo­del­lier­te und kom­po­nier­te, be­son­ders be­wun­der­te man sein Sai­ten­spiel. Eine El­fen­bein­schnit­ze­rei von sei­ner Hand, die noch vor­han­den ist, stellt den hei­li­gen Gal­lus dar, wie er den Bä­ren be­lohnt, der ihm Holz zu­trägt. Er lieb­te die Na­tur und das Wan­dern, und sei­ner Künst­ler­schaft ver­dank­te er, dass er oft an aus­wär­ti­ge Klös­ter be­ru­fen wur­de, um Auf­trä­ge aus­zu­füh­ren. Von den schwä­bi­schen Ek­ke­har­den wa­ren meh­re­re dich­te­risch be­gabt. Ek­ke­hard I. war der Dich­ter des Wal­tha­ri­lie­des, dem die la­tei­ni­sche Spra­che lei­der den Stem­pel des Aka­de­mi­schen auf­ge­drückt hat, des­sen Se­quen­zen und Hym­nen den Got­tes­dienst zu ver­schö­nen be­stimmt wa­ren. Die über­lie­fer­ten An­fangs­wor­te: O mar­tyr ae­ter­ni pa­tris und A­do­re­mus glo­rio­sis­si­mum las­sen uns die fei­er­li­che Pracht die­ser Ge­sän­ge ah­nen. Ek­ke­hard IV., der die Ge­schich­te sei­nes Klos­ters wie einen bunt­be­bil­der­ten Tep­pich vor uns aus­ge­brei­tet hat, dür­fen wir als den ers­ten No­vel­len­dich­ter un­se­rer Li­te­ra­tur be­trach­ten, einen kun­di­gen Men­schen­dar­stel­ler, einen nach­denk­li­chen, lieb­rei­chen und hu­mor­vol­len Zuschau­er des Le­bens. Ek­ke­hard II. un­ter­schied der Beiname Pala­ti­nus, der Hö­fi­sche; er war aus­ge­zeich­net durch Schön­heit, vor­neh­me Hal­tung und die Über­le­gen­heit, die das Be­wusst­sein ge­fäl­li­ger Er­schei­nung, Klug­heit und küh­le Ge­müts­art ver­lei­hen. Er muss­te der Her­zo­gin Had­wig von Schwa­ben den Vir­gil er­klä­ren und es scheint, dass sie mehr Zu­nei­gung für ihn hat­te, als er er­wi­der­te. Er be­saß eine be­son­de­re Kunst­fer­tig­keit im Aus­ma­len von Hand­schrif­ten.

Leuch­ten des Klos­ters Rei­chenau und der da­ma­li­gen Welt wa­ren Wal­afried Stra­bo, von dem lieb­li­che ly­ri­sche Ge­dich­te er­hal­ten sind, und Her­man­nus Kon­trak­tus, der von Kind­heit an ge­lähm­te Sohn ei­nes Gra­fen von Ve­rin­gen. Ob­wohl er nicht ge­hen, nur müh­sam spre­chen und kaum die Hand zum Schrei­ben be­we­gen konn­te, sein Le­ben ge­krümmt im Stuh­le sit­zend zu­brach­te, wur­de er Abt des Klos­ters, war er be­rühmt als Mu­si­ker, Theo­lo­ge, His­to­ri­ker.

Als Ent­gelt da­für, dass im Klos­ter eine Grup­pe von Men­schen den ewi­gen Op­fer­rauch des Ge­be­tes zum Him­mel auf­stei­gen ließ und die Ge­bo­te des Herrn der Lie­be stell­ver­tre­tend für das gan­ze Volk auf sich nahm, wid­me­te man den Mön­chen au­ßer­or­dent­li­che Ver­eh­rung. Als ein­mal Kai­ser Kon­rad II. zu In­gel­heim Os­tern fei­er­te, lei­te­te Ek­ke­hard IV., da­mals Vor­ste­her der Schu­le zu Mainz, den Got­tes­dienst und hat­te schon die Hand zur Vor­füh­rung der Se­quenz er­ho­ben, als die Bi­schö­fe, die ne­ben dem Kai­ser sa­ßen, die­sen um Er­laub­nis ba­ten, ih­ren ehe­ma­li­gen Leh­rer bei dem, worin er selbst sie un­ter­wie­sen habe, zu un­ter­stüt­zen. Da der Kai­ser Ge­wäh­rung nick­te, voll­führ­ten sie mit Ek­ke­hard, der Trä­nen der Freu­de wein­te, die hei­li­ge Hand­lung. In­des­sen nicht nur dass die Ehr­furcht vor dem Leh­rer die Schü­ler bis in die höchs­ten Wür­den be­glei­te­te, das gan­ze Volk brach­te den Mön­chen Ver­eh­rung ent­ge­gen, und die Ver­eh­rung äu­ßer­te sich in Schen­kun­gen, die die Klös­ter reich mach­ten. Sie wur­den da­durch in­stand ge­setzt, Geld­ge­schäf­te zu trei­ben, und wenn das auch schäd­li­che Fol­gen hat­te, in­dem es die­je­ni­gen, wel­che der Welt ab­ge­sagt hat­ten, in sehr welt­li­che In­ter­es­sen ver­strick­te, so voll­zog doch das Klos­ter als eine Art Bank eine Funk­ti­on, die in dem re­ger sich ent­fal­ten­den kul­tu­rel­len Le­ben nicht feh­len durf­te.

Nie wie­der hat es eine Ein­rich­tung ge­ge­ben, die wie das Klos­ter der ka­ro­lin­gi­schen und ot­to­ni­schen Zeit so vie­len nütz­li­chen Zwe­cken und großen Ide­en diente. Von ih­nen, wenn auch nicht nur von ih­nen, ging die Kul­ti­vie­rung des Bo­dens aus, sie lich­te­ten Wäl­der, be­stell­ten Äcker, bau­ten Re­ben, ga­ben ein Vor­bild um­sich­ti­ger Wirt­schaft; sie be­schäf­tig­ten Hand­wer­ker und Künst­ler, pfleg­ten die Mu­sik, för­der­ten die Wis­sen­schaft, un­ter­rich­te­ten die Kin­der, wa­ren Schu­le, Aka­de­mie, Uni­ver­si­tät. Nach­dem die staat­li­che Ar­men­pfle­ge, die Karl der Gro­ße or­ga­ni­siert hat­te, in den Stür­men der Zeit un­ter­ge­gan­gen war, über­nah­men sie die Klös­ter. Täg­lich emp­fin­gen dort die Ar­men der Um­ge­gend Un­ter­stüt­zung an Nah­rung und Geld, Pil­ger wur­den auf­ge­nom­men und Kran­ke ver­pflegt, so wa­ren sie zu­gleich Ho­spi­ze und Ho­spi­tä­ler. Als Ver­sor­gungs­an­stal­ten nah­men sie die vie­len auf, die für den Kampf des Le­bens zu schwach wa­ren, die in­fol­ge ge­stör­ten Gleich­ge­wichts der Kräf­te, in­fol­ge ir­gend­wel­cher kör­per­li­cher oder geis­ti­ger Ge­bre­chen drau­ßen im rück­sichts­lo­sen Wett­kampf der Ar­beit und des Ehr­gei­zes schei­tern muss­ten, alle die un­schein­ba­ren, all­zu zar­ten Pflan­zen, die von acht­lo­sen Fü­ßen zer­tre­ten wer­den, aber un­ter ver­ständ­nis­vol­ler Pfle­ge er­blü­hen und Früch­te tra­gen kön­nen. Sie wa­ren Ge­fäng­nis­se, wo der Schuld­be­la­de­ne ver­hin­dert wur­de zu scha­den, wo er aber nicht aus der Ge­sell­schaft der Gu­ten und Ge­sun­den aus­ge­sto­ßen war, wo er Stra­fe er­litt, aber auch Zu­spruch, Läu­te­rung und Er­he­bung fin­den konn­te. Der edle Bi­schof Otto von Bam­berg sag­te ein­mal, als je­mand mein­te, es gebe schon zu viel Klös­ter, er sol­le nicht neue grün­den: die Welt sei für den Men­schen die Frem­de, dar­um müs­se es Her­ber­gen ge­ben, und sol­che Her­ber­gen sei­en die Klös­ter. Sie sei­en nicht für die­je­ni­gen da, die sich auf Er­den hei­misch fühl­ten, son­dern für die Frem­den. Den Fremd­lin­gen auf Er­den öff­ne­te sich die gast­li­che Pfor­te als ein Vor­hof der ewi­gen Ruhe.

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