Walther von Hollander - Das fiebernde Haus

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Manfred Urk, Dr. med. und Dr. jur., ist aus der Provinz nach Berlin zurückgekehrt. Drei Jahre hat er dort zurückgezogen gelebt und am Ende seine Frau beerdigen müssen. Drei Jahre des Stillstandes nach zuvor drei Jahren des Erfolges. Jetzt, 36-jährig, kehrt er vorsichtig nach Berlin zurück. Natürlich geht das nicht ohne eine Unterkunft. Nach einigen vergeblichen Versuchen kommt er in einem typischen Berliner Mietshaus im Westen der Stadt unter. Es ist ein eigenartiges Haus, dessen Bau eine Generation zuvor beinahe gescheitert wäre. Es scheint seinen Menschen Unglück zu bringen. Die Leben, an denen Urk hier unweigerlich teilnimmt, sind nicht von der Art, Licht und Freude in sein Leben zu bringen. Dennoch führen gerade sie ihn ins Leben zurück. «,Lasst uns das Leben erlernen', sagte Urk. Er atmete tief auf, denn der Wind hatte wieder eine Welle von Düften mitgebracht. Viel Erde war darunter, nach der Urk sich sehnte. Aber zunächst musste er hier bleiben.»-

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„Und deine Frau?“ fragte Renate langsam. Urk schüttelte den Kopf noch einmal. „Sie ist vor einem halben Jahr gestorben“, sagte er mit trockenem Gaumen.

Renate sah ihn erstaunt an. „Das weiss ich natürlich. Ich wusste auch, dass du in Berlin bist. Nein, ich frage nach dir. Trauerst du?“

Urk hörte zuerst nicht auf ihre Worte. Er lauschte auf die Stimme, die, eine fast farblose Samtstimme, immer noch für den ersten Augenblick bezaubernd klang. Aber dann erinnerte er sich, dass Tonlage, Tonfall, Tonstärke dieser Stimme sich nie änderten, dass es immer das gleiche, halblaute, monotone Sprechen blieb.

„Du schreist immer noch nie“, sagte Urk leise und errötete über das ganze Gesicht weg.

Renate lächelte ein wenig. Der Kontakt zwischen Urk und Renate war geschlossen.

„Nein, ich schreie nie“, sagte sie leise und begann ein bisschen weiter zu schlendern. „Auch Ronny hat sich in den Kopf gesetzt, dass ich schreien müsste. Er findet aber auch nicht, was schreien macht. Nein, er findet es nicht.“

Urk ging einen halben Schritt hinter ihr und hörte höflich zu. Ein wenig schien ihm die Schulter Renates gebeugt, etwas steif war der schmale Rücken geworden, nur die Lebendigkeit der Hüften war geblieben und das katzenartige Anheben der Oberschenkel, das lautlose Aufsetzen der Füsse, durch das ihr Gang schwer und schwebend wurde, melancholisch und aufreizend wie ihre Stimme.

„Ja, ich traure“, antwortete Urk nun scharf. „Ich traure wahrscheinlich sogar sehr.“ Er liess den Stock ein wenig durch den Sand scharren, der auf einem Teil des Gehsteigs frisch aufgeharkt war. Er blickte gespannt nach rückwärts auf die Schlangenlinie, die der Stock zog. Renate beobachtete ihn scharf. Der Bart war verzeihlich, vielleicht stand er ihm sogar gut. Aber der steife Hut war unmöglich. „Nimm doch bitte den Hut ab,“ bat sie, „es ist nicht anzusehen.“

Urk nahm den Hut ab und schämte sich, dass er diesen Wunsch so schnell erfüllte. „Ja, ich traure“, fing er dann noch einmal ruhig an. „Ich bin nämlich nicht gefühllos. Ganz und gar nicht gefühllos. Nur meine Gefühle liegen auf einer anderen Ebene.“ Er ärgerte sich, dass seine Stimme sich etwas nach Renates Stimme färbte.

„Es mag ja sein,“ sagte Renate uninteressiert, „warum sollst du schliesslich keine Gefühle haben? Ich habe ja auch Gefühle, nur auf einer Ebene, wo ich sie nicht erreichen kann.“

Sie blieb ungeduldig stehen und sah nach der Uhr. Man hätte eine Tasse Kaffee zusammen trinken können. Nun freilich sei es zu spät. „Ich werde dich besuchen“, schloss sie kurz, reichte Urk die Hand und sprang in ein Auto. „Nein,“ wollte Urk hinterherrufen, „nein, ich will nicht“, aber er schrie, indem er ein paar Schritt neben dem Wagen herlief, nur seine Adresse hinein.

Renate beugte sich weit aus dem Auto, lachte und winkte, solange Urk zu sehen war. Dann holte sie den Spiegel aus dem Täschchen und sah sich so gründlich an, wie es bei dem Stossen und Stuckern des Autos ging. Nein, man sah nichts, dachte sie zufrieden und atmete auf. Und man hörte auch nichts. Im Gegenteil, ich habe ganz lustig gesprochen. Sie fühlte vorsichtig den Hals entlang. Das Herz schlug noch stark in der Halsader. Wie gut, dass sie heute die hochgeschlossene Bluse trug. Denn Urk beobachtete scharf. Er war nicht ganz so einfach zu betrügen. Und doch einfach: dieser Mann hatte wahrhaftig nichts von ihrer Liebe geahnt. Er ahnte noch heute nicht, wie sehr sie ihm verfallen war, wie sehr sie ihn liebte oder, was ihr das gleiche zu sein schien, wie sehr sie ihn hasste. Während dieser Selbstgeständnisse sah sie sich unverwandt in dem Spiegel und achtete streng darauf, dass keine Miene, keine Falte ihre Gedanken ausdrückte. Es gelang gleich ganz gut. Nur die Funken in den Augen waren zuerst nicht erloschen. „Auslöschen,“ befahl sie streng, „auslöschen.“ Da wurde erst das dunkle matt und dann zögernder das helle. Sie nickte befriedigt, steckte den Spiegel ein und lehnte sich langsam zurück. Sie begriff, dass der Kampf vor drei Jahren gar nicht mit ihrer Niederlage und mit dem Sieg Annettes geendet hatte. Nein, der Kampf war ohne Entscheidung abgebrochen und soeben wieder aufgenommen. Und das, was jetzt begonnen hatte, war der schwerere Kampf, der vielleicht wirklich bis zur Entscheidung durchzufechten war.

Ja, bis zur Entscheidung, fühlte auch Urk, als er die Tür zu seinem Zimmer aufschloss. Es war ihm sehr merkwürdig, dass in diesen Wänden noch nichts von Renate zu spüren war. Nichts erinnerte an sie, nicht einmal Hand oder Handschuh rochen nach ihr. Nicht ein Fleckchen der Haut hatte ihre Haut getroffen.

„Ich bin unberührt“, lächelte er und stand unschlüssig im Zimmer. Die Sonne kam gerade über das Dach des Gartenhauses, streifte die Kahlwipfel der Platane und fiel über das Fensterbrett auf den blauen Teppich, auf seine Schuhe. Das Klappern von zwei Schreibmaschinen, eine Köchin, die zur Arbeit sang, ein erschütterndes Klopfen von Matratzen wurde vom Winde herangespült und ebbte wieder zurück. Ein bisschen gedämpfter war das alles zur Zeit des heiligen Mittagschlafes. Urk schloss das Fenster. Es wehte wohl doch ein bisschen kühl herein.

Urk nahm das immer noch eingewickelte Bild Annettes und befreite es langsam von seinen Leinenhüllen. Dann lief er gegen seine Gewohnheit durch die ganze Wohnung in die Küche, liess sich Hammer und Nagel von Elise geben und hängte das Bild dicht über dem Lehnsessel an dem Ofen auf.

Es hing eigentlich zu tief, aber ihm war es so recht. Er betrachtete es aufmerksam. Es schien ein meisterhaftes Porträt zu sein. Denn auch ein Fremder musste gepackt werden von der ungemein lebendigen Anmut dieses zierlichen und bedeutenden Gesichtes. Auffällig waren die vorgeschobenen stark geschwungenen Lippen, die zu den zarten Linien von Kinn und Augenbrauen nicht ganz passten. Die höckrige Eigenwilligkeit der Stirn und der feine Schwung von Schläfe, Wange und Kinn, das zarte, gelockte, nussbraune Haar machten den Reiz des Gesichtes noch einprägsamer. Das Alter Annettes war nach diesem Bilde nicht zu bestimmen. Denn während man nach Form und Farbe kaum auf zwanzig geschätzt hätte, konnten die Augen einer Vierzigjährigen gehören.

„Die Augen waren nie so dunkel“, murmelte Urk, aber dann besann er sich. Als er am Sterbetage in Annettes Zimmer trat, hatten die Augen gerade diese Farbe. Das fiel ihm jetzt erst auf.

„Woher sah der Maler diese Todesfarbe ein ganzes Jahr, bevor sie starb?“ flüsterte Urk entsetzt. Er setzte sich auf den Stuhl und stützte die Hände auf die Knie. „Und ich sehe erst jetzt, dass sie sterben wollte“, dachte er. Er wurde langsam von den Füssen her starr, über eine Stunde blieb er empfindungslos sitzen.

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